Nach den Ausschreitungen rund um das Cup-Spiel in Aarau geht die Justiz einen Schritt weiter: Mit veröffentlichten Bildern sucht sie nach weiteren mutmasslichen Tätern – und setzt ihnen eine Frist.
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- Nach Ausschreitungen beim Cup-Spiel in Aarau mit rund 200’000 Franken Schaden sucht die Staatsanwaltschaft weitere Beteiligte.
- Mehrere Personen wurden bereits identifiziert, doch die Ermittlungen stocken bei weiteren mutmasslichen Tätern.
- Verpixelte Bilder wurden veröffentlicht, um Hinweise zu erhalten – bei Erfolglosigkeit könnten auch unverpixelte Aufnahmen folgen.
Nach dem Cup-Duell zwischen dem FC Aarau und dem BSC Young Boys vom 20. September 2025 eskalierte die Lage in Aarau: Heftige Ausschreitungen erschütterten die Stadt, der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund CHF 200'000. Nun geht die Oberstaatsanwaltschaft Kanton Aargau einen weiteren Schritt – und macht Bildmaterial öffentlich.
Im Anschluss an die Partie kam es im Stadtgebiet zu zahlreichen Beschädigungen und Behinderungen im öffentlichen Verkehr. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht ein deutlicher Zusammenhang mit Anhängern des BSC Young Boys, geht aus der Mitteilung heraus. Die Behörden ermitteln wegen Sachbeschädigung, Störung des öffentlichen Verkehrs sowie Landfriedensbruch.
Die bisherigen Untersuchungen führten bereits zu ersten Erfolgen: Mehrere Männer konnten identifiziert und befragt werden. Doch bei weiteren mutmasslich Beteiligten kommen die Ermittlungen derzeit nicht mehr voran.
Verpixelte Bilder sollen weiterhelfen
Weil sich die gesuchten Personen bislang nicht selbst gemeldet haben, setzt die Staatsanwaltschaft nun auf die Öffentlichkeit. Verpixelte Standbilder wurden veröffentlicht, um Hinweise zu erhalten. Sollte dieser Schritt erfolglos bleiben, könnte später auch unverpixeltes Bildmaterial publiziert werden.
Auch die Bevölkerung ist gefragt: Wer Angaben zur Identität der abgebildeten Personen machen kann, wird gebeten, sich ebenfalls bei der Kantonspolizei Aargau zu melden.