Wasserdampf entwichenSchnellabschaltung im AKW Beznau
SDA
24.3.2025 - 05:38
Die Kernreaktoren Beznau 1 (links) und Beznau 2 des Axpo-AKWs in Beznau. (Archivbild)
Bild:Keystone/Christian Beutler
Der Energiekonzern Axpo hat eine Schnellabschaltung im Kernkraftwerk Beznau 2 in der Nacht auf Montag gemeldet. Die Anlage soll stets in einem sicheren Zustand gewesen sein.
Keystone-SDA
24.03.2025, 05:38
24.03.2025, 07:41
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Der Reaktor im Block 2 des Atomkraftwerks (AKW) Beznau in Döttingen AG ist am späten Sonntagabend automatisch abgeschaltet worden.
Grund war der Ausfall einer Netzanbindung, wie der Energiekonzern Axpo mitteilte.
Die Anlage war demnach stets in einem sicheren Zustand.
Der Reaktor im Block 2 des Atomkraftwerks (AKW) Beznau in Döttingen AG ist am späten Sonntagabend automatisch abgeschaltet worden. Grund war der Ausfall einer Netzanbindung, wie der Energiekonzern Axpo mitteilte. Die Anlage war demnach stets in einem sicheren Zustand.
Die automatischen Schnellabschaltung sei am Sonntag um 22.31 Uhr wegen einer ausgefallenen Verbindung zum 220-Kilovolt-Stromnetz erfolgt, hiess es in der Mitteilung der Betreiberin Axpo am frühen Montagmorgen.
Durch die Abschaltung sei nicht-radioaktiver Wasserdampf über das Dach im nicht-nuklearen Teil des Maschinenhauses entwichen. Die Ursache für den Ausfall der Netzanbindung werde abgeklärt, teilte die Axpo mit.
Die Aufsichtsbehörde Ensi, kurz für das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat, sowie weitere Behörden seien vorschriftsgemäss informiert worden. Der Block 1 des AKW Beznau läuft laut Mitteilung im Normalbetrieb weiter.
Der Reaktorblock Beznau 2 ist der neuere von zwei Blocks und ging im Jahr 1971 ans Netz – der ältere, Beznau 1, im Jahr 1969. Die Axpo hat die Abschaltung der Reaktoren auf 2032 (Beznau 2) und 2033 (Beznau 1) angekündigt.
Die beiden Anlagen stehen in Döttingen AG. Daneben gibt es zwei weitere Atomkraftwerke, eines in Leibstadt AG und eines in Däniken SO. Ein fünftes Kernkraftwerk in Mühleberg BE wurde 2019 nach 47 Jahren abgeschaltet. Die Schweizer Atomkraftwerke gehören zu 82 Prozent der öffentlichen Hand.
Axpo-CEO: Begrüssen Aufhebung des Neubauverbots von Kernkraftwerken
Das Energieunternehmen Axpo will das Kernkraftwerk Beznau noch bis im Jahr 2033 betreiben. Der Bau eines neuen Kernkraftwerkts ist aber nicht geplant, wie Axpo-Chef Christoph Brand gegenüber AWP Video sagt. Dennoch begrüsst er den Entscheid von Bundesrat Albert Rösti, das Neubauverbot für Kernkraftwerke aufzuheben. Das gebe der Schweiz in pukto Energie mehr Optionen. Betriebswirtschaftlich sei der Bau eines Kraftwerks der neuen Generation aber für ein Unternehmen nicht umsetztbar. «Das kann nur der Staat machen – wenn überhaupt.» Was die Option 'Kernkraft' für die Schweiz genau kosten würde, wisse aber niemand. Axpo will das Szenario nun aber einmal durchrechnen. Der Axpo-Chef erhofft sich dadurch eine Versachlichung der Diskussion um die Kernkraft im Rennen mit anderen Energien wie Wind- oder Gaskraft.