Webseite offline, Vorstellungen abgesagtZirkus-Streit stoppt Beat Breus neues Projekt abrupt
Sven Ziegler
2.12.2025
Beat Breu hat sein Zirkus
KEYSTONE
Der frühere Radstar Beat Breu muss sein jüngstes Zirkusvorhaben bereits wieder aufgeben. Nach einem Markenstreit mit deutschen Rechteinhabern wurde der Betrieb des «Circus Busch-Roland» per sofort eingestellt – die Website ist offline, Vorstellungen sind abgesagt.
Auslöser ist ein juristischer Konflikt um die Markenrechte: Die deutschen Eigentümer des traditionsreichen Namens machten Breu klar, dass er die Bezeichnung nicht verwenden darf.
Das Projekt war im Herbst mit grossen Worten angekündigt worden – Breu wollte gemeinsam mit zwei deutschen Partnern den legendären Zirkus für das Schweizer Publikum neu aufleben lassen. Doch laut «Blick» stellte sich heraus, dass seine Mitstreiter in Deutschland in finanziellen Schwierigkeiten stecken sollen. Noch bevor der Streit geklärt war, rollte bereits der erste juristische Schritt an: In Deutschland wurde ein Verfahren eingeleitet, das Breu nun faktisch zum Rückzug zwingt.
Schon viertes Projekt gescheitert
Dass die Verwendung des Namens gestoppt wurde, ist nicht der einzige Stolperstein. Bereits die ersten Vorstellungen in Buchs und in Liechtenstein hatten ein verheerendes Echo ausgelöst. Auf Bewertungsportalen machten Kommentare die Runde, die von «Geld lieber in den Rhein werfen» bis zu «völlig unprofessionell» reichten. Seit dem 1. Dezember ist die Website des Zirkus abgeschaltet – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Vorhaben vorerst beendet ist.
Für Breu ist es eine bittere Serie: Nach dem Ende des Circus Royal, dem gescheiterten Toggenburger Weihnachtszirkus und dem abrupten Abgang beim Circus Maramber scheitert auch das vierte Projekt. Ob er dennoch weitermacht, bleibt offen. Wer Breu kennt, weiss allerdings: Aufgeben gehört nicht zu seinem Naturell.