Webseite offline, Vorstellungen abgesagt Zirkus-Streit stoppt Beat Breus neues Projekt abrupt

Sven Ziegler

2.12.2025

Beat Breu hat sein Zirkus
Beat Breu hat sein Zirkus
KEYSTONE

Der frühere Radstar Beat Breu muss sein jüngstes Zirkusvorhaben bereits wieder aufgeben. Nach einem Markenstreit mit deutschen Rechteinhabern wurde der Betrieb des «Circus Busch-Roland» per sofort eingestellt – die Website ist offline, Vorstellungen sind abgesagt.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Beat Breu darf den Namen «Circus Busch-Roland» nicht mehr verwenden, weil deutsche Markeninhaber die Nutzung untersagt haben.
  • Die ersten Shows in der Schweiz und in Liechtenstein hatten harsche Kritik ausgelöst, bevor die Website am 1. Dezember deaktiviert wurde.
  • Für Breu ist es bereits das vierte Zirkusprojekt, das nach kurzer Zeit scheitert – ob er noch einmal neu ansetzt, bleibt unklar.

Beat Breu hat erneut einen schweren Rückschlag erlitten. Der 68-jährige Ex-Radprofi, der in den vergangenen Jahren mehrfach mit eigenen Zirkusprojekten gescheitert ist, muss auch seinen jüngsten Versuch abrupt beenden. Sein «Circus Busch-Roland» existiert nur wenige Wochen nach der Premiere nicht mehr, wie der «Blick» schreibt.

Auslöser ist ein juristischer Konflikt um die Markenrechte: Die deutschen Eigentümer des traditionsreichen Namens machten Breu klar, dass er die Bezeichnung nicht verwenden darf.

Das Projekt war im Herbst mit grossen Worten angekündigt worden – Breu wollte gemeinsam mit zwei deutschen Partnern den legendären Zirkus für das Schweizer Publikum neu aufleben lassen. Doch laut «Blick» stellte sich heraus, dass seine Mitstreiter in Deutschland in finanziellen Schwierigkeiten stecken sollen. Noch bevor der Streit geklärt war, rollte bereits der erste juristische Schritt an: In Deutschland wurde ein Verfahren eingeleitet, das Breu nun faktisch zum Rückzug zwingt.

Schon viertes Projekt gescheitert

Dass die Verwendung des Namens gestoppt wurde, ist nicht der einzige Stolperstein. Bereits die ersten Vorstellungen in Buchs und in Liechtenstein hatten ein verheerendes Echo ausgelöst. Auf Bewertungsportalen machten Kommentare die Runde, die von «Geld lieber in den Rhein werfen» bis zu «völlig unprofessionell» reichten. Seit dem 1. Dezember ist die Website des Zirkus abgeschaltet – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Vorhaben vorerst beendet ist.

Für Breu ist es eine bittere Serie: Nach dem Ende des Circus Royal, dem gescheiterten Toggenburger Weihnachtszirkus und dem abrupten Abgang beim Circus Maramber scheitert auch das vierte Projekt. Ob er dennoch weitermacht, bleibt offen. Wer Breu kennt, weiss allerdings: Aufgeben gehört nicht zu seinem Naturell.