Pilotprojekt in BelpBerner Gemeinde will nur noch sechs Wochen Ferien
Oliver Kohlmaier
3.12.2025
Bei dem Pilotprojekt in Belp sollen Schulkinder vier Tage die Woche betreut werden. Dafür gibt es nur noch sechs statt 13 Wochen Ferien.
sda (Symbolbild)
Nur noch vier Tage Unterricht und Betreuung – dafür eine radikale Kürzung der Ferien von 13 auf nur noch sechs Wochen. Die Gemeinde Belp im Kanton Bern testet im Rahmen eines Pilotprojekts ein neues Schulmodell.
Redaktion blue News
03.12.2025, 21:32
03.12.2025, 21:41
Oliver Kohlmaier
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Die Gemeinde Belp startet im nächsten Sommer ein Pilotprojekt für ein neues Schulmodell.
Die Kinder werden in einer Kombination aus Volks- und Tagesschule an vier Tagen von 8.00 bis 16.30 Uhr betreut, der fünfte Tag ist frei.
Dafür wird die Länge der Ferien drastisch eingekürzt, von 13 auf nur noch sechs Wochen.
Die Berner Gemeinde Belp will ein neues Schulmodell testen. Das Schuljahr soll künftig 46 Wochen umfassen – bei nur noch sechs statt zuvor 13 Wochen Ferien. Dies berichtet die «Berner Zeitung».
Demnach sollen die Kinder dafür an vier Tagen die Woche von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr inklusive Mittagessen durchgehend betreut werden. Der fünfte Tag ist frei. Die Ferien würden stark gekürzt – auf nur noch je zwei Wochen im Sommer und um den Jahreswechsel, ausserdem je eine Woche im Frühjahr sowie im Herbst.
Die Gemeinde erhofft sich mit dem Modell, Bildung und Betreuung der Kinder sowohl für die Eltern als auch das Schulpersonal besser vereinbaren zu können.
Vorerst soll es bei einem Pilotversuch bleiben, denn für eine entsprechende Umstellung müsste der Kanton das Volksschulgesetz ändern. Die kantonale Bildungs- und Kulturdirektion habe zunächst einen Pilotversuch für eine «Jahresschule» bewilligt. Im Schulhaus Hohburg soll künftig eine Basisstufe nach dem neuen Modell unterrichtet werden.
«Wir sind überzeugt, dass das ein zukunftsfähiges Modell ist», sagt Gemeindepräsident Stefan Neuenschwander (SP) der Zeitung. Viele Eltern seien berufstätig, und die Betreuung eine Herausforderung.
Hinter dem Modell steckt demnach massgeblich Daniela Schädeli, die im Sommer 2024 die Leitung der Abteilung Familie und Bildung in Belp übernommen hat – und das Betreuungs-Dilemma aus eigener Erfahrung kennt. Schliesslich sei die Ferienordnung «nicht naturgegeben» und habe sich stets dem Erwerbssystem angepasst.
Die Eltern könnten durch das neue Modell die Betreuung einfacher planen. «Bildung und Betreuung werden ganzheitlich organisiert», sagt Schädeli.
Ob sich das Modell bewährt, wird sich ab nächstem Sommer zeigen. Dann will die Gemeinde den Pilotversuch starten. Anmeldungen werden bereits entgegengenommen. Auch Schul- und Betreuungspersonal würden noch gesucht.
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