Illegale Waffen importiertBernerin bestellt Überraschungskugel im Internet – Strafbefehl
Lea Oetiker
6.3.2025
Zollbeamte entdeckten illegale Waffen in einem Paket. (Archivbild)
KEYSTONE
Eine 50-jährige Frau bestellte eine «Überraschungskugel» online. Darin fand der Zoll aber in der Schweiz illegale Waffen. Nun wurde sie per Strafbefehl verurteilt.
Eine 50-jährige Frau bestellte online eine «Überraschungskugel», die entgegen ihrer Erwartung verbotene Waffen wie Elektroschocker, Schlagringe und ein Messer in Kamm enthielt.
Die Staatsanwaltschaft Kanton Bern verurteilte die Frau wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch Einfuhr von verbotenen Waffen.
Eine 50-jährige Frau bestellte online eine sogenannte «Überraschungskugel» zu sich nach Hause. Sie ging davon aus, dass es sich dabei um Alltagsgegenstände handelt. Doch das stellte sich als Irrtum heraus: Stattdessen befanden sich in der Kugel verbotene Waffen, wie Zollmitarbeitende feststellten. Das steht im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kanton Bern, wie «20 Minuten» schreibt.
In der Kugel waren Elektroschocker, zwei Schlagringe, ein Kubotan, ein Messer in Kamm und ein Pfefferspray.
Bei sorgfältigerer Prüfung der Bestellung hätte die Frau, laut Einschätzung der Staatsanwaltschaft, erkennen können und sollen, dass der Inhalt der «Überraschungskugel» nicht aus harmlosen Alltagsgegenständen bestand.
Teure Bestellung
Durch die Bestellung liess sie die Waffen ins Schweizerische Staatsgebiet bringen. Deswegen wurde die 50-Jährige wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch Einfuhr von verbotenen Waffen für schuldig erklärt. Sie erhielt allerdings wegen ihres Irrtums eine Strafmilderung.
Die Frau muss eine Busse in der Höhe von 500 Franken bezahlen und Gebühren von 200 Franken.
Die sichergestellten Waffen werden beschlagnahmt und von der Kantonspolizei Bern vernichtet.