Corona-Massnahmen-Gegner blieben am Donnerstagabend in Bern weg

Agenturen/red

21.10.2021

Agenturen/red

21.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1478 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 13 Spitaleinweisungen.

Am Donnerstag vor einer Woche hatte das BAG 972 neue Infektionen registriert. Zudem gab es drei neue Todesfälle und keine neuen Spitaleinweisungen.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 73,6 Prozent. 13,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Zahl der Corona-Tests bricht wegen Bezahlpflicht ein

In der vergangenen Woche ist die Zahl der für ein Covid-Zertifikat benötigten Antigen-Schnelltests in der Schweiz und Liechtenstein um die Hälfte eingebrochen. Grund dürfte die Bezahlpflicht sein.

In der Woche vom 11. bis zum 17. Oktober zählte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 164'386 Tests auf das Coronavirus. Das ist gegenüber der Vorwoche ein Rückgang um 24 Prozent bei sinkender Tendenz, wie der Bund am Donnerstag meldete.

Schuld daran ist der Einbruch bei den Antigen-Schnelltests für das Covid-Zertifikat um 50 Prozent. Diese muss die Bevölkerung ausser in wenigen Ausnahmefällen seit dem 11. Oktober selber bezahlen.

Impfung von Jugendlichen zu 90 Prozent effektiv

Die Biontech/Pfizer-Impfung senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus bei Jugendlichen um 90 Prozent.

Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit am Mittwoch bestätigte.

Gemeinsam mit Forschern von der Harvard-Universität (USA) habe man Daten von 94'354 zweifach geimpften Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgewertet, hiess es in einer Mitteilung. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht worden.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 1478 Neuinfektionen bei 27'347 Tests. Sieben Personen starben an Covid-19, 13 wurden hospitalisiert
  • Gesundheitsminister Alain Berset traf sich heute mit Vertretern der Kantone. Dabei hat der Bundesrat die jüngsten Schritte in der Pandemie erläutert.
  • Nach dem Auftreten einer neuen Unterart der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Israel kündigt Ministerpräsident Naftali Bennett Massnahmen an.
  • Nach dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer hat die zuständige US-Behörde auch Genehmigungen für Auffrischungsimpfungen der Hersteller Moderna sowie Johnson & Johnson erteilt. Zudem erlaubte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch, Vakzine zu mischen, sodass zwei oder mehr Injektionen künftig von verschiedenen Herstellern kommen können.
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  • 21.42 Uhr
    Grossbritannien meldet erstmals seit Juni mehr als 50’000 tägliche Corona-Fälle

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Grossbritannien hat erstmals seit Juli wieder die Schwelle von 50'000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 52'009 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Forderungen nach einer Wiedereinführung der im Juli aufgehobenen Schutzmassnahmen wies die Regierung zurück.

    «Wir halten uns an unseren Plan», sagte Premierminister Boris Johnson. «Die Infektionszahlen sind hoch, aber wir bewegen uns im Rahmen der Vorhersagen». Gesundheitsminister Sajid Javid hatte am Mittwoch betont, dass die Regierung die Entwicklung genau beobachtet. «Die Pandemie ist nicht vorbei», sagte er. Es gebe derzeit aber keinen Anlass, «Plan B» zu aktivieren und wieder Corona-Beschränkungen einzuführen.

  • 20.54 Uhr
    Corona-Massnahmen-Gegner blieben am Donnerstagabend in Bern weg

    Die Gegner der Corona-Massnahmen, die in den vergangenen Wochen die Berner Polizei jeweils mit unbewilligten Demonstrationen auf Trab gehalten hatten, sind am Donnerstagabend nicht aufmarschiert.

    Eine einzige Person mit einer Schweizerfahne hielt sich kurz in Bahnhofsnähe auf. Eine Handvoll weitere Personen beobachtete die Lage vor Ort. Auch gut eine Stunde nach angekündigtem Kundgebungsbeginn blieb es aber in der Stadt ruhig.

    Die Berner Kantonspolizei war mit einem sichtbaren Aufgebot präsent und nahm Personenkontrollen vor, wie sie auf Twitter mitteilte.

    An den vergangenen Donnerstagen war es an unbewilligten Kundgebungen von Corona-Massnahmen-Gegnern verschiedentlich zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummischrot ein.

  • 20.19 Uhr
    Eine Milliarde Corona-Impfdosen in Indien verimpft

    In Indien sind mehr als eine Milliarde Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Damit seien rund 75 Prozent der Erwachsenen einfach und 31 Prozent vollständig geimpft, teilte das indische Gesundheitsministerium am Donnerstag in Neu Delhi mit.

    Dies sei eine «enorme Leistung - angesichts der logistischen Komplexität (...) in einem Land so gross und divers wie Indien», würdigte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Donnerstag in einer Mitteilung. Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben in Indien.

    Mit den Impfzahlen steigen international die Hoffnungen, dass das Land, das als Apotheke der Welt bekannt ist, bald wieder Corona-Impfdosen für das UN-Impfprogramm Covax bereitstellen könnte. Unicef schrieb, dass sie sich über Details zum entsprechenden Zeitplan und geplanten Mengen freuen würden.

  • 19.55 Uhr
    Mehr Personal für Erwachsenen- und Kindesschutz in der Stadt Bern

    Das Stadtberner Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz erhält vorübergehend zusätzliches Personal, um Folgen der Corona-Pandemie bewältigen zu können. Der Stadtrat genehmigte dafür am Donnerstag einen Kredit von 495'000 Franken.

    Die Personalaufstockung um 450 Stellenprozente ist bis Mitte 2022 befristet. Nötig ist sie laut der Kommissionssprecherin Sibyl Eigenmann (Mitte), weil die Corona-Pandemie zu einer ausserordentlichen Zunahme der Fälle und deren Komplexität führte.

    Das Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern erhält vorübergehend mehr Personal.
    Bild: Keystone
  • 19.23 Uhr
    Krankschreibungen nach Verpflichtung zu Corona-Pass in Italien stark gestiegen

    In Italien ist die Zahl der Krankschreibungen seit der Einführung des obligatorischen Corona-Gesundheitspasses stark angestiegen. Wie die Sozialversicherung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag mitteilte, wurden am vergangenen Freitag 94’113 Krankschreibungen von Ärzten ausgestellt - das entspricht einem Anstieg von über einem Viertel im Vergleich zur Vorwoche. Am Montag lag die Zahl der Krankschreibungen rund ein Fünftel höher.

    Seit vergangenem Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer den sogenannten Grünen Pass vorzeigen kann. Der meist digitale Pass bescheinigt, dass der Besitzer geimpft, genesen oder negativ getestet wurde. Die Pflicht zum Vorzeigen am Arbeitsplatz hat auch zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der Corona-Schnelltests geführt.

  • 18.12 Uhr
    Wieder Tankwart in Deutschland nach Maskenstreit attackiert

    Eine Attacke in Bremen ruft Erinnerungen an den Tankstellen-Mord im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein wach. Auch damals war ein Streit um die Maskenpflicht Auslöser für den Angriff.

    Ein Tankwart ist in Bremen nach einem Streit um die Maskenpflicht attackiert worden. Ein 21 Jahre alter Mann schlug und trat mehrfach auf den am Boden liegenden Verkäufer ein, wie die Polizei mitteilte.

    Der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnte unterdessen vor weiteren Gewalttaten aus dem Kreis der Corona-Leugner und sogenannten Querdenker.

    Witthaut verwies auf die tödliche Attacke auf einen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz). Der 20-Jährige war Mitte September von einem Kunden erschossen worden, nachdem er ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. «Das ist ein extremes Beispiel, wohin sich diese Radikalisierung bei Einzelpersonen entwickeln kann», sagte Witthaut der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Die Gefahr vergleichbarer Taten sei real.

    Maskenstreit: In Bremen ist ein Tankstellen-Mitarbeiter angegriffen worden.
    Bild: dpa
  • 17.09 Uhr
    WHO schätzt: 115'000 Pflegende an Covid gestorben

    In den ersten 16 Monaten der Corona-Pandemie könnten nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 115 000 Pflegekräfte weltweit an Covid-19 gestorben sein.

    Die Organisation führt das unter anderem auf schlechte Ausstattung vor allem zu Beginn der Pandemie und mangelnde Verteilung der Impfstoffe in ärmeren Ländern zurück. In Afrika seien nur zehn Prozent der Pflegekräfte gegen das Coronavirus geimpft worden, in den meisten reichen Ländern seien es 80 Prozent.

    WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus appellierte an die grössten Volkswirtschaften, die G20, bei ihrem Gipfel in Rom ab 30. Oktober neue Anstrengungen für eine fairere Verteilung der Impfstoffe zu machen. Die WHO hatte dazu aufgerufen, ausser bei besonders gefährdeten Menschen keine Auffrischimpfungen zu verabreichen, solange noch Millionen Menschen in ärmeren Ländern auf ihre erste Impfung warten.

    Das wurde ignoriert: «Länder mit hohen und mittleren Einkommen haben jetzt schon fast halb so viele Auffrischimpfungen verabreicht wie insgesamt in den Ländern mit niedrigen Einkommen überhaupt erst verteilt wurden», sagte Tedros.

  • 16.47 Uhr
    Sri Lanka öffnet nach einem Jahr Schulen wieder

    Die Regierung Sri Lankas hat nach mehr als einem Jahr Corona-Pause begonnen, die Schulen wieder schrittweise zu öffnen. Zunächst starteten Schulen mit weniger als 200 Schüler*innen, hiess es aus dem Gesundheitsministerium am Donnerstag. In den kommenden Wochen sollen weitere Schulen folgen.

    Ein Tarifstreit zwischen den Lehrergewerkschaften und der Regierung hatte die geplante Öffnung fast verhindert. Rund 250'000 Lehrer*innen der öffentlichen Schulen waren zuletzt auf dem Inselstaat südlich von Indien über mehrere Monate in einen Streik getreten. Dadurch hatten die meisten Kinder des Landes – mit Ausnahme derjenigen an Privatschulen – auch keinen Online-Unterricht. Es konnte jedoch eine Einigung über schrittweise mehr Lohn für die Lehrerinnen und Lehrer erzielt werden.

    Sri Lanka hat mehr als 60 Prozent seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft und kürzlich eine Impfinitiative für Schulkinder gestartet.

    epa09535425 Sri Lankan students attend class on the first day of school after reopening, at Sunethra Devi Girls School, in the suburbs of Colombo, Sri Lanka, 21 October 2021. The Sri Lankan government reopened the schools below 200 students on 21 October 2021, after nearly six months of lockdown as per the first phase of school reopening. The Indian Ocean island nation prepares for a full reopening of all schools, universities, and higher education institutes in an effort to avoid a slump in the education system in the country. Education institutions have been closed for nearly six months of strict restrictions due to the spread of the coronavirus disease (COVID-19). Meanwhile, Sri Lankan School teachers and principals are currently on strike for nearly 100 days demanding solutions to their long-standing salary issues. EPA/CHAMILA KARUNARATHNE
    Schülerinnen in der Hauptstadt Colombo: Sri Lanka hat kürzlich eine Impfinitiative für Schulkinder gestartet.
    KEYSTONE
  • 16.40 Uhr
    Israel will Touristen Einreise unter Auflagen erlauben

    Nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Sperre sollen Touristen vom 1. November an unter Auflagen wieder nach Israel einreisen dürfen. Dies haben Regierungschef Naftali Bennett, Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und Tourismusminister Joel Raswosow am Donnerstag entschieden. Die Entscheidung muss allerdings noch abschliessend von der Regierung gebilligt werden.

    Laut der Entscheidung dürfen Ausländer einreisen, die zwei Dosen des Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech erhalten haben, wenn mindestens sieben Tage seit der zweiten Dosis vergangen sind. Nach zwei Impfdosen von Moderna, Astrazeneca, Sinovac oder Sinopharm müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein. Nach einer einzelnen Impfdosis des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Zeitabstand von 14 Tagen notwendig. Diese Zeitfenster gelten auch nach einer Auffrisch-Impfung.

    Außerdem können Genesene einreisen, wenn sie zumindest eine Dosis eines Corona-Vakzins erhalten haben, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genehmigt ist. Genesene dürfen auch dann einreisen, wenn mindestens elf Tage seit einem positiven Test vergangen sind.

    Reisegruppen können unter bestimmten Umständen von den in Israel geltenden Quarantäneregeln befreit werden, die je nach Land variieren.

  • 16.14 Uhr 
    Weitere Fälle nach Party im Berliner Techno-Club Berghain

    Nach der Wiedereröffnung des legendären Berliner Techno-Clubs Berghain Anfang Oktober sind weitere Corona-Infektionen bekannt geworden. Dem Gesundheitsamt seien neue Fälle im «einstelligen Bereich» bekannt, sagte eine Behördensprecherin am Donnerstag. Die Betroffenen lebten in Berlin. Nach Angaben der Sprecherin wurden bislang rund 3300 Menschen per Mail kontaktiert.

    Dies sei erneut mit Hilfe der Anwesenheitsliste geschehen. Bereits nach der ersten Clubnacht im Berghain Anfang Oktober waren laut Behörde auf diesem Weg rund 2500 Menschen kontaktiert worden, nachdem ein Corona-Ausbruch mit 19 Infektionen bekannt geworden war.

    Den Berghain-Partygängern wurde vom Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg jeweils empfohlen, sich testen zu lassen. Vom Club selbst gab es bislang auf Anfrage keine Stellungnahme. Bei den Veranstaltungen galt die 2G-Regel, nach der die Gäste genesen oder geimpft sein müssen.

    Mehrere hundert Menschen stehen am 2. Oktober 2021 vor dem Berghain an. Rund zwei Wochen nach der seit langem ersten Clubnacht im Berghain ist ein Corona-Ausbruch bekannt geworden.
    Bild: Keystone
  • 15.55 Uhr
    Mehr Positiv-Tests an Aargauer Volksschulen nach Ferien

    Im Kanton Aargau gibt es an den Volksschulen nach den Herbstferien mehr positive Ergebnisse bei repetitiven Tests als vor den Ferien. An 20 Schulen und bei 26 Schulklassen wurden in den ersten drei Tagen dieser Woche positive Tests gemeldet.

    Vor den Herbstferien lag die Positivitätsrate bei rund 0,5 Prozent, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag in seinem Corona-Newsletter mitteilte. Derzeit liege der Wert bei 1,2 Prozent, was 28 positiven Pools entspreche.

    Im Kanton Aargau ist die Zahl der positiven Corona-Mischproben nach den Herbstferien angestiegen. (Archivbild)
    Im Kanton Aargau ist die Zahl der positiven Corona-Mischproben nach den Herbstferien angestiegen. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15.29 Uhr 
    Lettland ist wieder im Lockdown

    Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Lettland seit Donnerstag wieder der Lockdown. Bis zum 15. November sind nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf geöffnet, auch Kinos, Theater und Konzerthallen bleiben geschlossen, Restaurants dürfen nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Die meisten Arbeitnehmer müssen wieder im Homeoffice arbeiten, die meisten Schulen wechseln wieder in den Distanzunterricht. Von 20.00 Uhr bis 05.00 Uhr gilt zudem eine Ausgangssperre.

    Die Corona-Infektionszahlen in dem baltischen Staat waren zuletzt wieder stark angestiegen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP kommt die Baltenrepublik auf eine Rekord-Rate von über 1400 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner binnen 14 Tagen. Gleichzeitig ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig geimpft – Lettland zählt somit zu den Schlusslichtern in der EU.

    Inzwischen haben die Spitäler die Behandlung von Menschen mit Krebs und anderen Krankheiten eingestellt. Sie konzentrieren sich stattdessen auf Covid-Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen.

  • 14.35 Uhr
    Zahl der Corona-Tests bricht wegen Bezahlpflicht ein

    In der vergangenen Woche ist die Zahl der für ein Covid-Zertifikat benötigten Antigen-Schnelltests in der Schweiz und Liechtenstein um die Hälfte eingebrochen. Grund dürfte die Bezahlpflicht sein. Im weiteren meldete das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1478 neue Coronavirus-Ansteckungen, sieben neue Todesfälle und 13 Spitaleinweisungen.

    In der Woche vom 11. bis zum 17. Oktober zählte das BAG in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 164'386 Tests auf das Coronavirus. Das ist gegenüber der Vorwoche ein Rückgang um 24 Prozent bei sinkender Tendenz. Schuld daran ist der Einbruch bei den Antigen-Schnelltests für das Covid-Zertifikat um 50 Prozent. Diese muss die Bevölkerung ausser in wenigen Ausnahmefällen seit dem 11. Oktober selber bezahlen.

    Die Anzahl der PCR-Tests ging dagegen im Wochenvergleich lediglich um 4,9 Prozent zurück. wie das Bundesamt in seinem am Donnerstag veröffentlichten Pandemie-Wochenbericht ausweist. Der Bund übernimmt die Kosten dafür, wenn jemand Symptome hat, eine Mitteilung der Swisscovid-App erhielt sowie entweder vom Kanton oder einem Arzt zum Test geschickt wurde.

    Markus Scholz
    Die Zahl der Corona-Tests ist in der Schweiz stark zurückgegangen, seit man selbst dafür bezahlen muss. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 13.46 Uhr
    Biontech-Booster stellt hohen Impfschutz her

    Eine Auffrischungsimpfung – der sogenannte Booster – mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer sorgt laut einer Studie für die Wiederherstellung eines hohen Impfschutzes. Nach der Auffrischungsdosis sei ein gleich hohes Niveau des Impfschutzes wie nach der zweiten Impfung festgestellt worden, teilten der US-Pharmariese Pfizer und sein deutscher Partner Biontech am Donnerstag mit.

    Dies geht aus einer Untersuchung von mehr als 10 000 Menschen im Alter ab 16 Jahren hervor, die zuvor zwei Mal mit dem Biontech-Impfstoff immunisiert wurden. «Diese Ergebnisse sind ein weiterer Beweis für die Vorteile von Boostern», sagte Pfizer-Chef Albert Bourla.

    In der Schweiz hatten Pfizer und Moderna Anfang September Gesuche für die Booster-Impfung eingereicht. Das Heilmittelinstitut Swissmedic prüft die Gesuche für eine Auffrischungsimpfung nun.

    Das Thema Booster-Impfung haben auch Gesundheitsminister Alain Berset und Vertreter*innen der Kantone am Donnerstag diskutiert. Dies gab Berset in diesen Minuten vor den Medien bekannt – die Medienkonferenz begleitet blue News im Live-Ticker.

    Bundesrat Alain Berset, links, und Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), rechts, sprechen kurz vor Beginn einer Sitzung mit Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag, 21. Oktober 2021 im Bernerhof in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
    Bundesrat Alain Berset (l.) berät sich mit Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), im Bernerhof in Bern. 
    Bild: Keystone/Anthony Anex
  • 12.55 Uhr 
    Moskau schränkt das öffentliche Leben ein

    Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Zahlen in Russland sollen in der Hauptstadt Moskau Geschäfte und viele Freizeiteinrichtungen eine Woche lang schliessen.

    Geöffnet bleiben sollen vom 28. Oktober bis 7. November aber Apotheken und Supermärkte, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag in seinem Blog schrieb. Einkaufszentren, Kinos und Fitnessclubs bleiben demnach zu. Für diese Zeit gelten landesweit von Präsident Wladimir Putin verordnete arbeitsfreie Tage, um eine weitere schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

    «Auch in Moskau entwickelt sich die Lage nach dem schlimmsten Szenario weiter», begründete Sobjanin sein Vorgehen. Schulen und Kindergärten sollen deshalb ebenfalls schliessen. Restaurants und Cafés dürfen Essen und Trinken nur zum Mitnehmen anbieten. Theater und Museen dürfen dagegen weiterarbeiten – allerdings darf die Auslastung Sobjanin zufolge nur noch 50 Prozent betragen. Ausserdem müssen Besucher nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Alle Massnahmen könnten notfalls verlängert werden, so der Bürgermeister.

  • 12.17 Uhr 
    Das BAG meldet 1478 neue Fälle und 7 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 1478 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 27'347 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 13 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 151,9 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 8. Oktober bei 1.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 73,6 Prozent. 13,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. Bezogen auf die Woche vor dem vergangenen Sonntag wurden 141 Patienten mit der Lungenkrankheit ins Spital eingewiesen und damit 17 Prozent weniger als in der Vorwoche.

    Durchschnittlich lagen in der vergangenen Woche 129 Covid-19-Patientinnen und Patienten in Intensivbetten. Gestorben sind im Zusammenhang mit der Pandemie in der Berichtswoche 28 Personen nach 24 in der Vorwoche. Das Bundesamt rechnet hier im Zusammenhang mit Nachmeldungen mit einer weiteren Zunahme.

  • 12.13 Uhr 
    Impfung von Jugendlichen zu 90 Prozent effektiv

    Die Biontech/Pfizer-Impfung senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus bei Jugendlichen um 90 Prozent.

    Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit am Mittwoch bestätigte.

    Gemeinsam mit Forschern von der Harvard-Universität (USA) habe man Daten von 94'354 zweifach geimpften Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgewertet, hiess es in einer Mitteilung. Diese seien mit Daten einer entsprechenden Anzahl ungeimpfter Jugendlicher verglichen worden. Die Ergebnisse sind im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht worden.

    Mehrere hundert Jugendliche haben sich seit letzten Freitag im Tessin für die Corona-Impfung angemeldet.
    Die Covid-Impfung bei Jugendlichen senkt das Infektionsrisiko laut einer Studie beträchtlich. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.18 Uhr 
    Massnahmenkritische Polizisten verärgern Kollegen

    Ein Video der massnahmenkritischen Gruppierung «Wir für euch», die sich aus Schweizer Polizist*innen zusammensetzen soll, sorgt derzeit für Aufruhr. Der Clip, der in den sozialen Medien kursiert, zeigt rund zwei Dutzend Personen am Vierwaldstättersee, die ihren Rücken mit «Wir für euch»-Pullovern» in die Kamera strecken.

    Der von einer Person dazu eingesprochene und im Bild laufende Text lautet: «Was in den letzten eineinhalb Jahren geschehen ist, ist aus meiner Sicht in vielen Bereichen, rechtsstaatlich zumindest fragwürdig und auf jeden Fall unverhältnismässig.» Danach erscheint ein Kind im Bild, das zwei Personen in Armee- und Polizeiuniform die Hände reicht.

    Das Video stösst unter Kollegen und bei der Polizeigewerkschaft VSPB auf deutliche Kritik. «Wir distanzieren uns davon und haben kein Verständnis», sagte die Gewerkschaft «20 Minuten». Auch wenn für Polizisten das Recht auf freie Meinungsäusserung gelte, habe «die Bevölkerung ein Anrecht auf urteilsfreie Behandlung.» Die Leute seien keine Kameraden und würden gegen die Polizeiethik verstossen.

  • 10.21 Uhr
    Zuger Gastrobetriebe dürfen erneut Heizpilze aufstellen

    Auch diesen Winter dürfen Zuger Gastro- und Kulturbetriebe sowie der Detailhandel und ähnliche Branchen im Freien fossile oder elektrisch betriebene Heizungen nutzen. Da der Zugang zu den Innenbereich nur noch mit einem gültigen Zertifikat möglich sei, steige das Bedürfnis, die Aussenbereiche nutzen zu können, begründet die Regierung diesen Entscheid.

    Die Heizungen in den Aussenbereichen können ab kommenden Samstag genutzt werden. Die Berechtigung sei, gleich wie die erweiterte Zertifikatspflicht in Innenräumen, auf den 24. Januar 2022 befristet, teilte die Zuger Baudirektion am Donnerstag mit.

    Solche Heizpilze dürfen in Nidwaldnr Gartenbeizen vorübergehend für Wärme sorgen. (Symbolbild)
    Heizpilze dürfen im Kanton Zug auch in diesem Winter in den Aussenbereichen der Beizen für Wärme sorgen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.05 Uhr
    Britischer Ärzteverband ruft Regierung zum Handeln auf

    Der britische Ärzteverband British Medical Association (BMA) hat sich bestürzt gezeigt über die Weigerung der Regierung in London, einzelne Corona-Regeln wieder einzuführen. «Es ist bewusst fahrlässig von der Regierung in Westminster, keine Massnahmen zur Eindämmung der Infektionen zu ergreifen wie das verpflichtende Maskentragen, Abstand halten und Lüften in Umgebungen mit hohem Risiko, vor allem beengten Innenräumen», sagte der BMA-Vorsitzende Chaand Nagpaul einer Mitteilung am Donnerstag zufolge.

    Die Regierung habe versprochen, einen Plan B zu ergreifen, wenn der Nationale Gesundheitsdienst in Gefahr sei, überwältigt zu werden. «Als Ärzte, die in erster Reihe stehen, können wir absolut sagen, dass dieser Punkt jetzt erreicht ist», so Nagpaul weiter.

    Zuletzt wurden im Vereinigten Königreich knapp 50‘000 tägliche Neuinfektionen registriert. Die Zahl der täglichen Spitaleinweisungen liegt bei fast 1000. Bei den Todesfällen wurde am Dienstag mit 223 gemeldeten Fällen ein Stand wie zuletzt im März erreicht.

    Dennoch hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bei einer Pressekonferenz am Mittwoch die Wiedereinführung von Corona-Massnahmen in England abgelehnt. Gleichzeitig warnte er, die Zahl der täglichen Neuinfektionen könne schon bald auf bis zu 100‘000 steigen. Trotzdem sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um eine Rückkehr der am 19. Juli zum sogenannten «Freedom Day» abgeschafften Corona-Regeln im grössten Landesteil England zu rechtfertigen, so Javid weiter.

    epa09453147 NHS Ambulance staff with a patient outside a hospital in London, Britain, 07 September 2021. The UK government to set announce tax rises for the NHS and social care. Prime Minister Boris Johnson is set to outline his national insurance increases to support the NHS and social care. Many MP's are opposed to an increase in national insurance. EPA/ANDY RAIN
    Die Zahl der täglichen Spitaleinweisungen von Covid-Patienten in Grossbritannien liegt derzeit bei einer Zahl von fast 1000. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.45 Uhr 
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gestiegen und liegt nun bei 85,6. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 16.077 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

    Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 80,4 gelegen, vor einer Woche hatte sie 67,0 betragen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

  • 8.27 Uhr
    Novartis unterzeichnet neuen Deal mit Biontech

    Der Pharmakonzern Novartis und das deutsche Biotechunternehmen Biontech haben eine neue Produktionsvereinbarung geschlossen. Wie Novartis am Donnerstag mitteilte, werde man die Abfüllung und Fertigstellung des mRNA-basierten Corona-Impfstoffs von Pfizer-BioNTech ausweiten.

    Zu diesem Zweck werde Novartis die sterilen Produktionsanlagen am Standort Ljubljana in Slowenien für die Abfüllung von mindestens 24 Millionen Dosen im Jahr 2022 nutzen. Die neue Vereinbarung folge auf frühere Liefervereinbarungen für die Abfüllung und Fertigstellung von mehr als 50 Millionen Dosen im Jahr 2021 am Novartis-Standort Stein in der Schweiz, hiess es in der Mitteilung weiter.

    Im Rahmen der neuen Vereinbarung plant Novartis den Angaben zufolge, den mRNA-Wirkstoff von Biontech zu beziehen und unter sterilen Bedingungen in Fläschchen abzufüllen, die dann an BioNTech zurückgeschickt werden. Vorbehaltlich einer endgültigen Vereinbarung plane man, den Herstellungsprozess von Stein an den Standort Ljubljana zu verlagern, um mit der Abfüllung zu beginnen und diese dann in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zu beenden.

    Novartis schaltet sich über eine Zusammenarbeit mit Molecular Partners nun doch aktiver in den Kampf gegen Covid-19 ein. In Form einer Options- und Lizenzvereinbarung üben die beiden Unternehmen den Schulterschluss. (Archivbild)
    Novartis erhält einen weiteren Abfüllvertrag von Biontech. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 8.16 Uhr
    USA haben 200 Millionen Impf-Spenden geliefert

    Die USA haben bisher 200 Millionen ihrer Impfdosen-Spenden in 100 Länder weltweit geliefert. «Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein», erklärte ein hoher Beamter des Weissen Hauses. Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Corona-Tests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hiess es weiter.

    Erst im September hatte US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel in Washington zum Beispiel angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech an ärmere Länder zu spenden. Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen versprochen. Vergangene Woche hatte Biden der Afrikanischen Union weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugesagt.

    Die Impfkampagne in den USA selbst kommt nur sehr langsam voran. Bislang sind dort 57,1 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschliessend geimpft. Biden setzt daher auf weitreichende Impfpflicht. Gleichzeitig gibt es in den USA Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

    Diese sogenannten Booster für die allgemeine Bevölkerung werden etwa von der Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. Diese hat Regierungen, die viel Impfstoff haben, aufgerufen, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die bislang noch nicht genügend Impfstoff haben.

  • 7.57 Uhr
    Bolsonaro weist Vorwürfe wegen Corona-Politik zurück

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nach den schweren Vorwürfen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses jegliches Fehlverhalten in der Corona-Poliltik seiner Regierung bestritten. Zugleich griff er den Ausschuss an. «Wie gut wäre es, wenn der Ausschuss etwas Produktives für unser Brasilien getan hätte», sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei einer Veranstaltung in Russas im Bundesstaat Ceará am Mittwoch (Ortszeit). «Sie haben nichts bewirkt, ausser Hass und Feindseligkeit. Aber wir wissen, dass wir für absolut nichts verantwortlich sind, wir haben vom ersten Moment an das Richtige getan.»

    In dem am Mittwoch vorgestellten Abschlussbericht werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zur Last gelegt. Ausserdem wird eine Anklage empfohlen. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Untersuchungsausschuss habe «die Fingerabdrücke» des Präsidenten bei Tausenden von Covid-19-Toten nachgewiesen, sagte Senator Renan Calheiros, der Verfasser des Berichts.

    Brazil's President Jair Bolsonaro speaks to reporters as he leaves the hospital after recovering from an intestinal obstruction in Sao Paulo, Brazil, Sunday, July 18, 2021. (AP Photo/Nelson Antoine)
    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro sieht sich schweren Vorwürfen hinsichtlich seiner Corona-Politik ausgesetzt. (Archiv)
    Bild: AP
  • 6.50 Uhr
    Berset: Gehen mit Antikörpertests «gewisses Risiko» ein

    Gesundheitsminister Alain Berset verteidigt das am Mittwoch angekündigte Vorhaben des Bundesrates, künftig auch Genesenen ein Covid-Zertifikat auszustellen, die einen aktuellen und positiven serologischen Antikörpertest vorweisen können. Lange wurden diese Tests als unzuverlässig eingestuft. Der Bundesrat verfolge das Ziel, aus der Pandemie «auszusteigen, und das jeweils mit möglichst vielen Möglichkeiten für die Bevölkerung, sagte Berset in einem Interview mit dem «Blick». Die Antikörpertests seien deutlich besser als früher. Berset räumte ein, dass die Schweiz mit diesem Vorhaben ein gewisses Risiko eingehe. Der Schutz könne in der Tat nicht genau bestimmt werden und er sei auch nicht gleich gut wie eine Impfung. Daher solle die Gültigkeitsdauer auf 90 Tage beschränkt werden.

    Die App fuer das digitale Covid-Zertifikat Schweiz wird auf einem Mobiltelefon angezeigt, am Mittwoch, 9. Juni 2021 in Bern. Das Covid-Zertifikat enthaelt neben Name, Vorname, Geburtsdatum und einer Zertifikatsnummer auch die Angaben zur Covid-19-Impfung, zur Genesung oder zum negativen PCR-Test- bzw. Antigen-Schnelltest-Resultat. Der im Covid-Zertifikat angezeigte QR-Code soll das Zertifikat dank einer elektronischen Signatur der Schweizerischen Eidgenossenschaft faelschungssicher machen und die Echtheit des Covid-Zertifikats garantieren. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Neue Covid-Zertifikate sollen Ungeimpften das Leben erleichtern – obwohl der Bundesrat weiterhin eine höhere Durchimpfungsrate anpeilt.
    Bild: Keystone/Peter Klaunzer
  • 6.15 Uhr
    Immer mehr Impfdosen werden weggeworfen

    Mobile Impfangebote ohne Voranmeldung sollen die Impfquote erhöhen, so der Plan des Bundesrats. Doch mit dem Ausbau des Angebots sinken Auslastung und Planbarkeit vor Ort, schreiben die Zeitungen von CH Media. Das führe dazu, dass die Kantone mehr Impfstoff ungenutzt entsorgen müssen. Je mehr Impfangebote es gebe, desto grösser sei die Wahrscheinlichkeit, dass nicht verwerteter Impfstoff vernichtet werden müsse, sagte David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport des Kantons Luzern. Das vom Bundesrat beschlossene dezentrale Impfangebot von bis zu 38 Millionen Franken berge nämlich auch grosse logistische Herausforderungen.

    Die Substanz wird in Ampullen mit bis zu zwölf Impfdosen geliefert. Einmal geöffnet, muss eine Ampulle innerhalb von sechs Stunden verimpft werden, andernfalls muss der restliche Impfstoff entsorgt werden. 

  • 6 Uhr
    Alain Berset trifft sich mit Vertretern der Kantone

    Gesundheitsminister Alain Berset trifft sich heute mit Vertretern der Kantone. Dabei wird der Bundesrat die jüngsten Schritte in der Pandemie erläutern. Am Mittwoch hatte Berset nach der Bundesratssitzung gesagt, dass eine Lockerung der Massnahmen erst möglich sei, wenn eine Überlastung des Gesundheitswesens ausgeschlossen werden könne. Für die Skigebiete sei es nicht möglich, für den ganzen Winter eine Regelung ohne Zertifikate für Geimpfte, Genesene und Getestete zu garantieren. Nach dem Treffen mit den Kantonen treten Berset und Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, vor die Medien.

  • 5.58 Uhr
    Längster Lockdown der Welt endet in Melbourne

    Aufatmen bei Millionen Menschen im Grossraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte heute, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten. Die Öffnung werde aber schrittweise erfolgen, sodass zunächst nur einige Massnahmen gelockert würden, so Morrison. «In australischer Manier machen wir vorsichtige, aber bewusste Schritte, damit wir sicher öffnen können und auch offen bleiben können.»

    Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen – während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draussen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren.

    Die Millionenmetropole Melbourne hatte bereits Anfang Oktober dem bisherigen Rekordhalter Buenos Aires bezüglich des längsten Lockdowns den Rang abgelaufen. Trotz der Beschränkungen wurden in Victoria aber weiter Corona-Rekorde gemeldet. Die Behörden hatten dennoch betont, bei einer Impfquote von 70 Prozent die Regeln zu lockern.

    Australien mit seinen rund 25 Millionen Einwohnern lebt seit Beginn der Krise weitgehend abgeschottet von der Aussenwelt. Wegen des Voranschreitens der Impfkampagne will die Regierung aber voraussichtlich im November erstmals wieder die internationalen Grenzen des Landes öffnen. Vollständig geimpfte Australier dürften dann wieder ins Ausland reisen. Wann Touristen wieder nach Down Under einreisen können, ist aber noch unklar.

  • 4.37 Uhr
    Neuseeland: Erstmals dreistellige Zahl an Neuinfektionen

    Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Donnerstag erstmals seit Beginn der Pandemie eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden meldeten 102 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, wie Vize-Ministerpräsident Grant Robertson vor Journalisten bestätigte. Der alte «Rekord» vom Dienstag lag bei 94 Fällen. «Das Auf und Ab der Zahlen kann wie eine emotionale Achterbahnfahrt sein», sagte Robertson. Der Schlüssel dazu, sich selbst und andere zu schützen, sei eine Corona-Impfung.

    Bis Donnerstag waren etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt hat das Land mit fünf Millionen Einwohnern bislang rund 5000 Infektionen verzeichnet. 28 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt. Zuletzt musste Ministerpräsident Jacinda Ardern aber eingestehen, dass diese mit der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante kaum noch realisierbar ist.

  • 1.30 Uhr
    Israel kündigt nach neuer Delta-Unterart Massnahmen an

    Nach dem Auftreten einer neuen Unterart der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Israel ist Ministerpräsident Naftali Bennett zu einer Dringlichkeitssitzung mit Gesundheitspolitikern zusammengekommen. Israel werde Massnahmen ergreifen, um die positiven Ergebnisse des Kampfes gegen das Virus zu bewahren, hiess in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung von Bennetts Büro. In Erwägung gezogen würden unter anderem Änderungen bei den Einreisebestimmungen.

    Bennett forderte eine Verstärkung der epidemiologischen Untersuchung der neuen Varianten-Unterart AY 4.2. Der Regierungschef rief ausserdem zur Zusammenarbeit mit anderen Ländern auf, in denen die AY 4.2 ebenfalls aufgetreten ist.

    Das israelische Gesundheitsministerium hatte am Dienstagabend den Nachweis einer Infektion mit AY 4.2 gemeldet. «Die Variante AY 4.2, die in einer Reihe von Ländern in Europa entdeckt wurde, wurde in Israel identifiziert», hiess es in einer Erklärung des Ministeriums. Bei dem Infizierten handelte es sich demnach um einen elfjährigen Jungen, der aus Europa eingereist war. Die Unterart AY 4.2 wurde bereits mehrfach in Grossbritannien nachgewiesen.

    Israel prüft derzeit wegen sinkender Infektionszahlen eine Lockerung seiner Corona-Restriktionen im Tourismus. Vorherige Pläne dazu hatte die Regierung wegen steigender Fallzahlen wegen der Delta-Variante fallengelassen. So wurden Ende August und Anfang September täglich mehr als 11'000 Corona-Infektionen in Israel nachgewiesen.

    Im Zuge einer Kampagne für eine dritte Corona-Impfung gingen die Fallzahlen jedoch wieder zurück. Am Mittwoch meldeten die israelischen Behörden 1487 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

  • 1 Uhr
    Pandemiegewinner Paypal will Pinterest kaufen

    Der Online-Bezahldienst Paypal plant laut Insidern eine milliardenschwere Übernahme der Online-Pinnwand Pinterest. Paypal wolle den Kauf bis Anfang November unter Dach und Fach bringen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen am Mittwoch. Paypal habe 70 Dollar je Pinterest-Aktie geboten. Mit dem daraus resultierenden Kaufpreis von insgesamt 45 Milliarden Dollar wäre der Deal die bisher grösste Übernahme eines Social-Media-Unternehmens.

    Zunächst hatte die Agentur Bloomberg über ein Volumen von 39 Milliarden Dollar berichtet, das sich aus dem Ausschluss einer Aktienklasse ergab. Von Paypal und Pinterest gab es vorerst keine Stellungnahme.

    Die Paypal-Aktie reagierte mit Kursabschlägen auf die Kaufgerüchte, während Pinterest zulegte. Investoren scheinen zu bezweifeln, dass Paypal durch die Übernahme einer Firma mit einem komplett anderen Geschäftsmodell Synergieeffekte erzielen kann. 

    Beide Unternehmen gelten als Gewinner der Pandemie. In Zeiten von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kauften mehr Menschen online ein und bezahlten häufiger über Paypal. Auf Pinterest waren im Lockdown mehr Nutzer unterwegs, die sich dort unter anderem für Bastel- oder Heimwerkprojekte inspirieren liessen.

  • 0.30 Uhr
    Eine Milliarde Corona-Impfungen in der Region Europa

    In der Region Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund eine Milliarde Corona-Impfungen verabreicht worden. «Das ist eine grossartige Leistung», teilte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, am Mittwochabend mit. Laut WHO ist damit rund ein Drittel der Region geimpft. Dennoch müsse zur Eindämmung der Pandemie die Impfbereitschaft gesteigert und regionale Unterschiede überwunden werden, so Kluge. Eine flächendeckende Impfquote von 70 Prozent sei weiterhin das Ziel, um die Krise einzudämmen.

    Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die Türkei sowie Russland und die Ukraine.

  • 0 Uhr
    USA: Mix von Vakzinen und Corona-Booster genehmigt

    Nach dem Corona-Vakzin von Biontech/Pfizer hat die zuständige US-Behörde auch Genehmigungen für Auffrischungsimpfungen der Hersteller Moderna sowie Johnson & Johnson erteilt. Zudem erlaubte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch, Vakzine zu mischen, sodass zwei oder mehr Injektionen künftig von verschiedenen Herstellern kommen können.

    Die Auffrischungsimpfungen, sogenannte Booster, von Moderna dürfen alle Menschen über 65 Jahren sowie alle Erwachsene mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko bekommen. Die zweite Injektion muss mindestens sechs Monate her sein. Das Vakzin von Johnson & Johnson können sich Menschen ab 18 Jahren zwei Monate nach der Impfung nochmals spritzen lassen. Booster-Impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer sind in den USA auch schon offiziell genehmigt und angelaufen.

    Rund 170 Millionen Menschen in den USA sind bisher mit den Mitteln von Biontech/Pfizer oder Moderna geimpft, rund 15 Millionen mit dem von Johnson & Johnson.