Fälle in Gossau, Zug und Luzern Betrüger gibt sich als Nachbar aus und erbettelt 20 Franken für Pizza

Noemi Hüsser

14.11.2025

Den angeblichen Pizzaboten gibt es nicht. Das Geld geht in die Tasche des Betrügers.
Den angeblichen Pizzaboten gibt es nicht. Das Geld geht in die Tasche des Betrügers.
Keystone

Ein angeblicher Nachbar klingelt, bittet um Geld für den Pizzaboten – und verschwindet: In mehreren Schweizer Städten häufen sich Meldungen über einen dreisten Trick.

Noemi Hüsser

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In Gossau SG wurde eine Frau Opfer eines Trickbetrugs, bei dem sich ein Mann als Nachbar ausgab und Geld für einen angeblichen Pizzaboten verlangte.
  • Die Polizei bestätigt mindestens zwei ähnliche Fälle in Gossau sowie weitere in Zug und Luzern.
  • Die Polizei warnt vor solchen Betrügereien und rät zur Vorsicht bei Unbekannten an der Haustür.

In Gossau SG ist eine junge Frau auf einen Trickbetrüger hereingefallen. Ein Mann klingelte an ihrer Wohnungstür, gab sich als Nachbar aus und bat um 20 Franken für den Pizzaboten, dessen Kartenterminal angeblich nicht funktioniere. Auf die versprochene Rückzahlung wartete die Frau vergeblich – und erstattete Anzeige. So schilderte sie es im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».

Wie die Kantonspolizei St. Gallen gegenüber SRF bestätigt, sind mindestens zwei solche Fälle aus Gossau bekannt. Ähnliche Meldungen gab es zuvor in Zug und Luzern. Mehrere Betroffene erzählten der «Luzerner Zeitung» von ähnlichen Situationen. Ob es sich um denselben Täter handelt, ist noch unklar – die Masche ist jedoch identisch.

Der Betrüger ziele dabei gezielt auf Mehrfamilienhäuser ab, deren Bewohner*innen für gewöhnlich nicht alle Nachbar*innen kennen. Die Polizei rät, Unbekannten an der Haustür grundsätzlich kein Geld auszuhändigen und im Zweifel die Notrufnummer 117 zu wählen. Trickbetrüger täuschen häufig Notlagen vor – sei es an der Wohnungstür oder auf der Strasse.