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Mit E-Scootern haben vier Jugendliche einen Familienvater terrorisiert. (Symbolbild)
sda
Vier Jugendliche sollen einen Familienvater im Bezirk Baden während mehrerer Tage mit E-Scootern, Hupkonzerten und Knallkörpern provoziert haben. Als der 50-Jährige sie zur Rede stellen wollte, eskalierte die Situation. Nun wurde er zu einer Busse verurteilt.
Mehrere Tage lang sollen vier Jugendliche einen Familienvater in einem Dorf im Bezirk Baden provoziert haben. Sie fuhren laut einem rechtskräftigen Strafbefehl, der der «Aargauer Zeitung» vorliegt, immer wieder mit E-Scootern an seinem Haus vorbei, hupten und zündeten Knallkörper.
An einem Abend im April, kurz vor 22 Uhr, warfen sie demnach sogenannte «Frauenfürze» auf das Auto des 50-Jährigen. Ähnliche Szenen sollen sich bereits während der drei vorangegangenen Tage abgespielt haben.
Schliesslich reichte es dem Mann. Er stieg in sein Auto und machte sich im Dorf auf die Suche nach den Jugendlichen, um sie zur Rede zu stellen.
Während der Familienvater unterwegs war, kehrte die Gruppe zu seinem Haus zurück. Die Jugendlichen sollen einen von ihnen dazu angestiftet haben, zur Haustür zu gehen.
Die Tür war nicht abgeschlossen, sondern lediglich angelehnt. Der 14-Jährige stiess sie laut Strafbefehl mit einem Tritt auf, setzte einen Fuss ins Haus und rief Beschimpfungen hinein. Anschliessend rannte er davon.
Fast gleichzeitig kehrte der Familienvater mit seinem 14-jährigen Sohn zurück. Als sie aus dem Auto stiegen, um die Jugendlichen zu stellen, setzte sich der Wagen plötzlich in Bewegung. Der Mann hatte die Handbremse nicht ausreichend angezogen. Das Auto rollte in eine Werbetafel und verursachte einen Sachschaden von rund 400 Franken.
Die vier Jugendlichen flüchteten auf ihren E-Scootern. Einer von ihnen geriet jedoch offenbar in Panik, liess sein Fahrzeug zurück und versuchte, zu Fuss zu entkommen.
Der 14-jährige Sohn des Familienvaters holte ihn ein und packte ihn. Die beiden gerieten aneinander. Kurz darauf kam ein weiterer Sohn aus dem Haus, trennte die beiden und zog den Jugendlichen an den Schultern ins Gebäude.
Dort musste der ebenfalls 14-Jährige auf einem Stuhl sitzen bleiben. Bis die von der Tochter alarmierte Polizei eintraf, hielt ihn einer der Söhne am Arm fest. Der Familienvater spuckte dem Jugendlichen laut der «Aargauer Zeitung» währenddessen einmal ins Gesicht.
Die Staatsanwaltschaft Baden verurteilte den 50-Jährigen wegen Tätlichkeit sowie wegen einer Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes durch Nichtbeherrschen des Fahrzeugs mit Unfallfolge.
Er muss eine Busse von 600 Franken bezahlen. Zusammen mit den Strafbefehlsgebühren belaufen sich die Kosten auf insgesamt 1100 Franken. Der Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig.
Gegen die vier Jugendlichen laufen nach Angaben der Aargauer Staatsanwaltschaft gegenüber der «Aargauer Zeitung» separate Verfahren bei der Jugendanwaltschaft.