Berührende Szenen in MailandBrandopfer erwacht im Spital: «Dann klickte er auf Glück»
Andreas Fischer
22.1.2026
Viele Verletzte wurden in der Silvesternacht in Crans-Montana mit Rettungswagen in Kliniken gebracht.
Kantonspolizei Wallis/dpa
Zwei 16-jährige Opfer der Brandtragödie von Crans-Montana sind aus dem künstlichen Koma erwacht. Mithilfe moderner Technik kommunizieren sie mit ihren Familien – ein vorsichtiger Schritt zurück ins Leben.
Zwei 16-jährige Brandopfer der Tragödie von Crans-Montana sind im Mailänder Niguarda-Spital aus dem künstlichen Koma erwacht und können wieder selbstständig atmen.
Obwohl sie noch nicht sprechen können, kommunizieren die Jugendlichen mithilfe spezieller Computertechnik mit Familie und Freunden.
Mitschülerinnen und Mitschüler in Italien setzen ein Zeichen der Hoffnung, indem sie die Plätze der verletzten Jugendlichen bewusst freihalten.
Es sind berührende Szenen, von denen die italienische Zeitung «Corriere della Sera» berichtet. Im Spital Niguarda-Spital in Mailand sind zwei Brandopfern der Tragödie in Crans Montana aus dem künstlichen Koma erwacht.
Die beiden 16-Jährigen sind noch bandagiert, können aber eigenständig atmen. Auch wenn sie noch nicht wieder sprechen können, finden sie mit kleinen Schritten zurück ins Leben. Mithilfe von Computertechnik ist sogar die Kommunikation mit Familie und Freunden möglich.
«Es gibt dieses unglaubliche Hilfsmittel, mit dem wir kommunizieren können», erklärt Gesundheitsberater Guido Bertolaso. Die Patienten können trotz bandagierter Hände auf einem Bildschirm Symbole berühren, um Gefühle und Gedanken auszudrücken. Zudem können sie Videobotschaften ansehen.
Das Symbol für Glück
Der Kontakt mit der Familie sei sehr beruhigend und entscheidend für die Genesung. Einer der 16-Jährigen habe auf die Frage seiner Mutter, was er fühle, die Symbole für Angst, Sorge und Schmerz gezeigt. «Dann aber erschien das Symbol für Glück, und er klickte es an», berichtet Bertolaso in der «Corriere della Sera». «Ich war sehr gerührt.»
Auch wenn die Behandlung der Brandopfer noch einige Wochen oder Monate dauern wird, können sich die Opfer auf die Solidarität ihrer Schulkameraden und Freunde verlassen. So sollten die Schüler einer Klasse in einem römischen Gymnasium, in der vier Opfer lernten, die Tische der abwesenden Mitschüler entfernen.
Doch die Schüler weigerten sich: Sie wollten ein Zeichen der Hoffnung setzen – der Hoffnung auf die baldige Rückkehr ihrer Freunde und Freundinnen.
Hier erscheint Jacques M. zur Einvernahme
Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana mit 40 Todesopfern ist der Betreiber der Bar «Le Constellation» am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden.