Bund bleibt auf Rechnungen aus der Rückholaktion sitzen +++ Schweizer Labors am Anschlag

Agenturen/red

6.1.2022

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 1’455’174 Personen. 12’322 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 299’323’841, die Zahl der Toten auf 5’470’391.

Die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle weltweit ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen gestiegen. So viele neue Fälle wurden binnen sieben Tagen noch nie gemeldet.  Die tatsächliche Zahl liege wegen des mit den Feiertagen verbundenen Rückgangs an Tests vermutlich noch deutlich höher.

Die medizinischen Labors in der Schweiz sind am Limit wegen der hohen Nachfrage nach Covid-Tests. Sie müssen deshalb eine Auswahl treffen, welche Fälle zuerst berücksichtigt werden. Hauptgrund für den Engpass ist die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das BAG meldet 32'239 Neuinfektionen bei 96'800 Tests. 10 Personen starben an Covid-19,  137 wurden ins Spital eingewiesen. 
  • Die medizinischen Labors in der Schweiz sind wegen der hohen Nachfrage nach Tests am Limit und müssen priorisieren.
  • Die angespannte Personalsituation macht sich jetzt auch bei den Zürcher Verkehrsbetrieben bemerkbar: Die Tramlinie 15 muss eingestellt werden. 
  • Das EDA hat in der Pandemie zahlreiche Reisende in die Schweiz zurückgeholt. Einige von ihnen begleichen ihre Kosten nicht, weshalb der Steuerzahler jetzt 210'000 Franken abschreiben muss.

Agenturen/red

6.1.2022

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  • 21.37 Uhr
    WHO warnt vor Einstufung von Omikron als «mild»

    Die Weltgesundheitsorganisation(WHO) hat davor gewarnt, die Omikron-Variante des Coronavirus als «mild» einzustufen. «Genau wie vorangegangene Varianten müssen Menschen wegen Omikron ins Krankenhaus, und es tötet Menschen», sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag. Auch wenn Omikron offenbar meist zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe als die bisher vorherrschende Delta-Variante, dürfe die Variante deshalb nicht als «mild» eingestuft werden.

    Die «Flutwelle» an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante sei «so riesig und schnell», dass sie weltweit zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führe, warnte Tedros.

    Laut WHO wurden in der vergangenen Woche weltweit knapp 9,5 Millionen Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, 71 Prozent mehr als in der Vorwoche und ein neuer Höchststand. Die tatsächliche Zahl liege wegen des mit den Feiertagen verbundenen Rückgangs an Tests vermutlich noch deutlich höher, sagte Tedros.

    Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove betonte, es sei «sehr unwahrscheinlich», dass Omikron die letzte Variante vor dem Ende der Pandemie sein werde. Angesichts der erhöhten Ansteckungsgefahr durch die Variante rief sie die Menschen auf, die Hygienemassnahmen besser zu befolgen: «Tun Sie alles, was wir Ihnen raten, besser, umfassender und gezielter.»

  • 19.36 Uhr
    Philippinen: Festnahme ungeimpfter Lockdown-Verweigerer angeordnet

    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Festnahme von nicht gegen das Coronavirus geimpften Menschen angeordnet, die gegen die geltende Ausgangssperre im Land verstossen. Wer sich weigere, entgegen den Anweisungen zu Hause zu bleiben, könne festgenommen werden, sagte Duterte am Donnerstag. Bei der Corona-Pandemie handele es sich um einen «nationalen Notstand», der ein derartiges Vorgehen rechtfertige.

  • 18.48 Uhr
    Türkei meldet neuen Höchststand an Corona-Fällen

    Die Türkei hat einen neuen Höchststand von mehr als 68'400 Corona-Fällen an einem Tag gemeldet. Damit hat sich die täglich veröffentlichte Fallzahl innerhalb von wenigen Tagen etwa verdoppelt. Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete am Donnerstagabend zudem 156 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in 24 Stunden. Die Türkei hat rund 84 Millionen Einwohner.

  • 18.23 Uhr
    Rekord von 9,5 Millionen neuen Coronafällen weltweit

    Die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle weltweit ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen gestiegen. So viele neue Fälle wurden binnen sieben Tagen noch nie gemeldet, wie die WHO am Donnerstag an ihrem Sitz in Genf mitteilte. Die tatsächliche Zahl liege aber noch viel höher. Grund sei, dass vielerorts nicht genügend getestet werde oder Meldungen unvollständig seien, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    Die Zahlen beziehen sich auf die Woche vom 27. Dezember bis 2. Januar. In diesen sieben Tagen rund um den Jahreswechsel wurden weltweit auch 41 000 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren etwa 289 Millionen Corona-Infektionen und 5,4 Millionen Todesopfer registriert. In Nord- und Südamerika verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen dieser einzigen Woche. In Europa betrug der Anstieg 65 Prozent.

  • 17:35 UHhr
    Corona-Rückholaktion kostet über 200'000 Franken

    Das Aussendepartement EDA muss 210'000 Franken der Corona-Rückholaktion abschreiben. Zu Beginn der Pandemie wurden im Frühling 2020 rund 4200 im Ausland gestrandete Personen in 35 Flügen in die Schweiz zurückgeholt,

    Die Passagiere mussten bei dieser grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz 80 Prozent der Kosten übernehmen, den Rest zahlte der Bund. Das EDA muss nun 210'000 Franken abschreiben, weil ein Teil der Rechnungen nicht beglichen wurde. Dies teilte EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Er bestätigte damit einen Bericht des «Blick».

    Das EDA hat laut Eltschinger insgesamt rund 7100 Rechnungen über einen Betrag von etwa 7,5 Millionen Franken versandt. Davon haben die Passagiere rund 6,9 Millionen Franken zurückbezahlt. Die unbezahlten Rechnungen betragen demnach 570'000 Franken.

    Neben den abgeschriebenen Rechnungen gibt es gemäss EDA noch pendente Fälle im Umfang von 360'000 Franken - dabei handelt es sich um 392 offene Rechnungen. Diese sind entweder Inkassofälle, für die inzwischen die Eidgenössische Finanzverwaltung zuständig ist, oder Fälle, bei denen mit dem EDA Ratenzahlungen vereinbart wurden. 230 Rechnungen (für insgesamt 210'000 Franken) mussten unter anderem abgeschrieben werden, weil die Schuldnerinnen und Schuldner nicht auffindbar oder insolvent waren.

  • 16.55 Uhr
    Israel erlaubt trotz Omikron wieder das Reisen

    Israel will seinen Staatsbürgern trotz des weltweiten Omikron-Ausbruchs wieder Reisen in fast alle Länder erlauben. Auch die USA, Grossbritannien und die Schweiz sollten wieder von der Liste der «roten» Länder genommen werden, hiess es heute in einer Empfehlung des Gesundheitsministeriums.

    Die Regelung muss noch von Regierung und Parlament gebilligt werden, soll aber schon in der Nacht in Kraft treten. Das Ministerium wies aber auch darauf hin, dass in vielen Ländern die Infektionszahlen höher liegen als in Israel, weshalb man «nicht ohne guten Grund dorthin reisen» solle. 

    epa09651547 A passenger at the Ben Gurion International Airport near Tel Aviv, Israel, 20 December 2021. The Israeli Ministry of Health urged the government to declare Italy, the United States, Belgium, Germany, Hungary, Morocco, Portugal, Canada, Switzerland and Turkey as at-risk countries amid the ongoing spread of the coronavirus Omicron variant of concern. EPA/ABIR SULTAN
    Am 20. Dezember herrscht am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv gähnende Leere. Das dürfte bereits morgen anders sein.
    KEYSTONE

    Israel hatte nach Entdeckung der Omikron-Variante des Coronavirus zunächst strenge Reisebeschränkungen verhängt. Diese sind jedoch nach Expertenansicht nicht mehr hilfreich, weil sich Omikron inzwischen auch innerhalb Israels stark ausgebreitet hat. Die Zahl der gemeldeten täglichen Corona-Neuinfektionen in dem 9,4-Millionen-Land erreichte am Donnerstag mit 16'115 einen Höchststand.

  • 16.20 Uhr
    Schweizer Labors am Anschlag

    Die medizinischen Labors sind am Limit wegen der hohen Nachfrage nach Covid-Tests. Sie müssen deshalb eine Auswahl treffen, welche Fälle zuerst berücksichtigt werden. Hauptgrund für den Engpass ist die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus.

    Mit dem Beschluss des Bundes zur erweiterten Kostenübernahme im Dezember und aufgrund der Nachfrage über die Feiertage sei die Anzahl der Tests «enorm», heisst es in einer Mitteilung des Verbandes der medizinischen Laboratorien der Schweiz (FMAH).

    Nun stünden die medizinischen Laboratorien in der Verpflichtung, die Priorisierungsregeln des Bundes anzuwenden, um diagnostische Ressourcen für Personen mit nachgewiesenem medizinischem Bedarf zu gewährleisten. Mit der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus habe sich die epidemiologische Lage in der Schweiz nochmals drastisch verändert, so die FMAH.

    Eine Mitarbeiterin von Syngenta forscht in einem Labor an einem Wirkstoff am Mittwoch, 17. November 2021 in Stein, Aargau. Das Hauptaugenmerk der Syngenta Forschung in Stein liegt auf der Entdeckung und Charakterisierung neuer insektizider, fungizider und nematizider Wirkstoffe, sowie der Unterstuetzung von Pflanzenschutzmittel auf dem Markt. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Ein Labor in Stein AG: Für Arbeit ist gesorgt.
    KEYSTONE

    Die Zahl angeforderter und durchgeführter Tests sei so hoch wie noch nie zuvor mit einem Spitzenwert von 77'000 Tests pro Tag im Dezember 2021 gegenüber 56'000 Tests pro Tag als höchstem Wert während der vorangehenden Wellen. Auch der Anteil der positiven PCR-Tests bei symptomatischen Personen habe in einigen Kantonen die 44-Prozent-Marke überschritten, während dieser Anteil im Dezember 2021 noch bei 15 bis 25 Prozent gelegen habe.

    Diese Dynamik lasse befürchten, dass die Zahl der Fälle und somit auch die Beanspruchung der diagnostischen Ressourcen weiter ansteigen werde. «Bei so hohen Positivitätsraten lassen insbesondere repetitive Pool-Testungen in Gesundheitseinrichtungen, Ausbildungsinstitutionen und Betrieben keine effiziente Nutzung der derzeitigen diagnostischen Kapazitäten mehr zu. Sie sind kaum mehr handhabbar für die Labore.»

  • 15.48 Uhr
    Zürcher Contact Tracing neu rund um die Uhr in Betrieb

    Das Zürcher Contact Tracing baut angesichts stark wachsender Fallzahlen seine Erreichbarkeit aus: Ab sofort ist die Hotline für die Bevölkerung rund um die Uhr in Betrieb. Bereits bisher wurde beim Contact Tracing zwar in der Nacht gearbeitet. Jeweils 50 Mitarbeitende waren für Nachtschichten eingeteilt, allerdings nur, um schriftliche Arbeiten zu erledigen.

    Neu soll der Kontakt zur Bevölkerung aber auch während der Nacht aufrecht erhalten werden. Die Hotline des Contact Tracings wird künftig rund um die Uhr offen stehen, wie die Verantwortlichen am Donnerstag vor den Medien sagten.

    Die Arbeit habe angesichts der Omikron-Wand deutlich zugenommen. Am Mittwoch beispielsweise seien 3000 Anrufe getätigt worden. Ziel sei es, dass die Betroffenen nicht länger als fünf bis zehn Minuten in der Leitung warten müssten. Aktuell arbeiten rund 250 Mitarbeitende an vier Standorten in der Nachverfolgung von Corona-Fällen.

    Das Zürcher Contact Tracing kämpft gegen die Omikron-Welle. Die Hotline ist neu auch in der Nacht aktiv. (Archivbild)
    Das Zürcher Contact Tracing kämpft gegen die Omikron-Welle. Die Hotline ist neu auch in der Nacht aktiv. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 15.26 Uhr 
    Österreich verschärft wegen Omikron die Regeln

    Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus.

    Künftig muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann, wie Bundeskanzler Karl Nehammer heute in Wien ankündigte. Das gilt zum Beispiel für Fussgängerzonen und Warteschlangen. Ausserdem wird der Handel zu Kontrollen verpflichtet, damit die 2G-Regel – also Einlass nur für Geimpfte und Genesene – eingehalten wird.

    People walk on a street in Vienna, Austria, Thursday, Jan. 6, 2022. New COVID-19 regulations will come in Austria into force on Monday, Jan. 10, 2022. Wearing a FFP2 mask in all public spaces will be mandatory. (AP Photo/Lisa Leutner)
    Menschen mit Masken am 6. Januar 2022 in Wien. 
    Bild: Keystone

    Um die Infrastruktur nicht zu gefährden, können sich Kontaktpersonen von Infizierten künftig nach dem fünften Tag aus der Quarantäne freitesten. Mit täglichen Tests und dem Tragen einer FFP2-Maske sollen Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur auch als Kontaktperson weiterarbeiten können.

    Die Situation sei sehr ernst, sagte Nehammer. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung könne ein neuer Lockdown aber verhindert werden. Der sogenannte Grüne Pass als Nachweis einer Impfung wird den Angaben zufolge von Februar an nur noch sechs Monate gültig sein.

  • 14.57 Uhr
    Freiburgische Verkehrsbetriebe dünnen Fahrplan aus

    Wegen coronabedingten Personalmangels dünnen die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF den Fahrplan auf zwei Buslinien des Freiburger Stadtnetzes aus. Ab Montag zirkulieren die Busse auf den beiden Linien im 10-Minuten- statt im 7,5-Minuten-Takt.

    Die Angebotsreduktion gelte bis auf Weiteres und werde ständig überprüft, teilten die TPF am Donnerstag mit. Betroffen sind die Linien 2 (Dailles - Schönberg) und 5 (Villars-sur-Glâne - Torry). Die TPF betreiben sowohl das Busnetz in und um die Stadt Freiburg als auch ein Bus- und Bahnnetz im ganzen Kanton.

  • 14.26 Uhr 
    SRF-Moderator Urs Gredig trotz Booster infiziert

    Urs Gredig, Moderator der SRF-Sendungen «10vor10» und «Gredig direkt» hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Trotz Booster-Impfung habe es ihn erwischt, schreibt er auf Twitter. «Bin seit Anfang Woche mit leichten Symptomen in Isolation», berichtet Gredig über seinen Gesundheitszustand.

    Für seine heutige Sendung «Gredig direkt», habe man für solche Fälle glücklicherweise eine Reserve-Sendung vorproduziert, teilt er weiter mit. Gast sei in dieser Sendung das Fitnessmodel Cindy Landolt. «Passt thematisch doch eigentlich ideal zu vielen Neujahrsvorsätzen!», so Gredig. Bei «10vor10» werde seine Kollegin Bigna Silberschmidt für ihn einspringen, so Gredig.

  • 13.59 Uhr
    Uri verzichtet auf Maskenpflicht in der Primarschule

    Der Kanton Uri verzichtet vorderhand auf eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe. Die Regierung hat dafür eine weitgehende Maskenpflicht für alle Personen in Schulen und Tagesstrukturangeboten beschlossen.

    Die aktuelle Lage im Kanton Uri erlaube es, mit der Einführung der Maskentragepflicht auf der Primarstufe etwas zuzuwarten, hiess es beim Urner Sonderstab Covid-19 auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem sei der Kanton Uri «Schweizer Meister im Testen».

    Auch wenn auf die Maskenpflicht auf der Primarstufe verzichtet werde, müssten die Schulen weiterhin die Lageentwicklung vor Ort genau verfolgen und in Absprache mit dem kantonsärztlichen Dienst die Massnahmen lokal und temporär begrenzt verschärfen, schreibt der Urner Sonderstab Covid-19 am Donnerstag in einer Medienmitteilung. Wenn dies angezeigt sei, beispielsweise eben mit Maskentragepflicht oder Fernunterricht.

  • 13.31 Uhr 
    32'239 neue Fälle, 10 Tote und 137 Spitaleinweisungen

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag 32'239 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 96'800 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 10 neue Todesfälle und 137 Spitaleinweisungen.

    Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 19'032 bestätigte Neuinfektionen, 129 Spitaleintritte und 23 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 69,4 Prozent gestiegen. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 6,2 Prozent zu.

    Aktuell befinden sich insgesamt in den Spitälern 705 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 79,90 Prozent. 33,80 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 2559,12 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,37.

    67,39 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Weitere 1,64 Prozent haben eine erste Dosis erhalten. Von der Bevölkerung ab 12 Jahren sind 76,69 Prozent geimpft. Ausserdem haben 27,56 Prozent der Gesamtbevölkerung und 66,03 Prozent der über 65-Jährigen eine sogenannte Booster-Impfung erhalten.

    Ein Labor-Mitarbeiter verarbeitet Corona-Proben in einem Labor am Flughafen Zürich. Das neu eröffnete Flyender Labor bietet nach eigenen Angaben die schnellsten PCR-Tests in der Schweiz an.
    Ein Labor-Mitarbeiter verarbeitet Corona-Proben in einem Labor im Zürich. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 13.10 Uhr
    Mehrere Anlässe an Solothurner Fasnacht abgesagt

    Wegen der Corona-Pandemie ist der Solothurner Fasnachtsauftakt «Hilari» vom 13. Januar abgesagt. Auch die Plakettenbörse und die Strassenumzüge finden nicht statt. Dennoch hofft die Vereinigte Fasnachtsgesellschaft, dass einige Anlässe stattfinden dürfen. Alternativ soll die Innenstadt fasnächtlich geschmückt werden.

    Abgesagt ist auch die Eröffnungssitzung der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn UNO, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst. Die epidemiologische Entwicklung zeige, «dass eine Durchführung einer Veranstaltung mit einer grossen Anzahl an Teilnehmenden nicht zu verantworten wäre».

    Nebst den beiden grossen Fasnachtsumzügen, die am 27. Februar und 1. März hätten stattfinden sollen, ist auch der Kinderumzug abgesagt wie auch die Gassenfasnacht aus heutiger Sicht nicht stattfinden könne, wie es heisst.

    «Dennoch wird 2022 in Solothurn eine offizielle Fasnacht gefeiert», heisst es in der Mitteilung. So sollen die Strassen, Plätze und Schaufenster in eine «fasnächtliche Stimmung getaucht werden», so wie es letztes Jahr zum ersten Mal gemacht wurde. Neu sollen zudem die Solothurner Guggen an dieser Ausstellung «Verchert 22» mitmachen, wird in der Mitteilung angekündigt.

    An der Solothurner Fasnacht darf vielleicht die «Chesslete» stattfinden. Viele andere Anlässe sind abgesagt. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.33 Uhr
    Wallis und Genf verschieben Schulsport-Lager

    Die Kantone Wallis und Genf haben aufgrund der starken Verbreitung der Omrikon-Variante des Coronavirus die Schulsportlager mit Übernachtungen vorläufig verschoben. Das teilten die beiden Regierungen am Donnerstag mit.

    Der Kanton Wallis will die Lage je nach Entwicklung der Pandemie für die Zeit nach dem 4. Februar neu beurteilen. Im Kanton Genf wurde für die Monate nach Januar noch kein Entscheid getroffen.

    Der Kanton Freiburg seinerseits hat die Teilnahme an Wintersportlagern und schulischen Aktivitäten mit Übernachtung genehmigt, aber für freiwillig erklärt, wie der Staatsrat mitteilte. So können Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind an den Anlässen teilnimmt oder nicht.

    In den nächsten Wochen sind allein im Kanton Freiburg insgesamt rund 100 Wintersportlager geplant, die von Schulen und Gemeinden organisiert werden. Um die Massnahmen während der Schullager zu verstärken, werden für die Schülerinnen und Schüler und die erwachsenen Begleitpersonen PCR-Speicheltests organisiert, und zwar unabhängig von ihrem Impfstatus.

  • 11.49 Uhr
    Basler Vorfasnachts-Veranstalter fürchten um ihre Anlässe

    Die angespannte pandemische Situation und die dadurch bedingten schlechten Vorverkaufszahlen bereiten den Veranstaltern der Basler Vorfasnachts-Anlässe Sorgen. In einem gemeinsamen Communiqué rufen sie das Publikum auf, die Anlässe mit dem Kauf von Tickets zu unterstützen.

    Eine der traditionellen Vorfasnachts-Veranstaltungen, das Mimösli im Häbse-Theater, ist bereits abgesagt. Eine ganze Reihe von weiteren Veranstaltern halten aber nach wie vor an ihrer Durchführung fest, wie sie am Donnerstag in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten.

    Es handelt sich um die grossen Anlässe wie das Drummeli, das Offizielle Bryysdrummle und -pfyffe oder das Glaibasler Charivari, aber auch viele kleinere Veranstaltungen wie der Källerstraich, s Läggerli oder das Fasnachtsbändeli.

    Die Basler Vorfasnachts-Veranstalter, wie hier das Glaibasler Charivari, rufen das Publikum zum Ticketkauf auf.
    Die Basler Vorfasnachts-Veranstalter, wie hier das Glaibasler Charivari, rufen das Publikum zum Ticketkauf auf.
    Bild: Keystone
  • 11.26 Uhr 
    Experte sieht Impfpflicht in Österreich auf wackligen Füssen

    Die in Österreich geplante Corona-Impfpflicht steht nach Einschätzung eines Experten durch die Verbreitung der Omikron-Variante rechtlich auf wackeligen Füssen. Da die Variante auch für Geimpfte ansteckender sei und sie das Virus ebenfalls verbreiten könnten, sei der Sinn der Massnahme zunehmend fraglich, sagte der Verfassungsjurist Heinz Mayer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn die Impfung das Gesundheitssystem nicht ausreichend schützt, denn ist die Impfpflicht nicht zulässig.»

    Statt wie bisher geplant die Impfpflicht am 1. Februar fix einzuführen, könne es angemessener sein, per Gesetz dem Gesundheitsminister die Möglichkeit einzuräumen, einen solchen Schritt jederzeit anzuordnen, sagte Mayer weiter. «Mit Omikron wurden die Karten neu gemischt.» Jedenfalls müsse der Staat alles ihm Zumutbare getan haben, bevor eine Impfpflicht rechtlich zulässig wäre.

  • 10.38 Uhr 
    Zürcher Verkehrsbetriebe stellen Tramlinie 15 ein

    Wegen krankheitsbedingter Ausfälle und der aktuellen Corona-Situation stellen die Zürcher Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) ab 10. Januar 2022 den Betrieb der Tramlinie 15 bis auf weiteres komplett ein, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Man behalte sich zudem, «je nach Entwicklung der Lage weitere Massnahmen» vor. 

    Wie es weiter heisst, könne durch die  Massnahme die Verfügbarkeit des Fahrpersonals verbessert und die Einschränkungen für die Fahrgäste möglichst tief gehalten werden. Die Linie 15 biete sich wegen der parallelen Führung zu anderen Linien für die Einstellung an. Es würden alternative Fahrmöglichkeiten bestehen und alle Haltestellen würden auch weiterhin bedient. Die Fahrgäste müssten aber mit längeren Reisezeiten rechnen.

    Eine Frau mit Maske wartet an der Tramhaltestelle Bellevue in Zuerich, aufgenommen am Dienstag, 19. Mai 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
    Eine Frau mit Maske wartet an einer Tramhaltestelle: Die Zürcher Verkehrsbetriebe stellen aufgrund der aktuellen Lage an 10. Januar die Tramlinie 15 ein. 
    Bild: Keystone
  • 10.05 Uhr
    EDA bleibt auf Kosten für Rückholaktion sitzen

    Viele Personen, die nach Ausbruch der Corona-Pandemie vom Aussendepartement (EDA) aus dem Ausland zurück in die Schweiz geholt wurden, haben ihren Teil der Kosten nicht zurückbezahlt. Das EDA muss daher einen sechsstelligen Betrag abschreiben, wie der «Blick» berichtet.

    Das EDA hat demnach rund 1700 Rechnungen mit einer Gesamtsumme von 7,5 Millionen Franken verschickt. Der grösste Teil der Summe – mehr als 7 Millionen Franken – sei inzwischen beglichen worden. In einigen Fällen habe man die Schuldner aber aufgrund falscher Adressangaben nicht erreicht, in anderen seien sie schlicht nicht auffindbar gewesen. EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger sagte dem «Blick»: «Von den unbezahlten Rechnungen hat der Bund mittlerweile rund 210'000 Franken abschreiben müssen.»

  • 9.32 Uhr 
    Britische Spitäler rufen Ernstfall aus: Millionen warten auf Operationen

    Wegen der Belastungen durch die Omikron-Welle hat mittlerweile fast jede sechste englische Krankenhausstiftung den Ernstfall ausgerufen. Das passiert, wenn die Verantwortlichen der Ansicht sind, dass notwendige Behandlungen nicht mehr gewährleistet werden können. Dies betreffe 24 der 137 Krankenhausstiftungen in England, zu denen meist mehrere Kliniken gehören, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag mitteilte.

    Etliche Beschäftigte im Gesundheitswesen sind selbst infiziert und fallen aus, gleichzeitig wächst der Rückstau an Behandlungen weiter an, weil Operationen zunehmend verschoben werden. Dem «Guardian» zufolge will die NHS Confederation, in der Organisationen des Gesundheitsdienstes zusammengeschlossen sind, Zehntausende Medizinstudierende in Kliniken einsetzen. Offiziellen Angeben zufolge warten allein in England fast sechs Millionen Menschen auf Routine-Operationen und Behandlungen – viele davon mit Schmerzen.

    epa09667774 Ambulances line up outside Royal London Hospital in London, Britain, 05 January 2022. Britain's Prime Minister Boris Johnson acknowledged the NHS is on a 'war footing' but would not bring in further covid restrictions. The latest figures indicate that 1.2m Britons have tested positive for Covid-19 over the last week, putting pressure on the NHS and increasing the number of people absent from work and isolating. EPA/NEIL HALL
    Ambulanzen vor dem Royal London Hospital in London am 5. Januar 2022: Die Omikron-Welle verstärkt die Probleme britischer Spitäler massiv. 
    Bild: Keystone
  • 7.46 Uhr 
    Japan fordert strengere Massnahmen für dort stationierte US-Soldaten

    Japan hat die USA angesichts steigender Corona-Infektionen unter den US-Streitkräften dazu aufgefordert, die Bewegungsfreiheit ihrer Truppen in Japan einzuschränken. In einem Telefonat mit US-Aussenminister Antony Blinken forderte dessen japanischer Kollege Yoshimasa Hayashi nach Angaben seines Ministeriums vom Donnerstag «nachdrücklich die Verstärkung der Massnahmen, um eine Ausweitung der Infektionen zu verhindern».

    Demnach sollten die USA «angesichts der Situation der Coronavirus-Infektionen bei den US-Streitkräften in Japan eine Einschränkung der Ausflüge» ihrer Soldaten in Erwägung ziehen, «um die Besorgnis der Anwohner zu verringern».

    Die US-Streitkräfte in Japan erklärten daraufhin, dass sie die Massnahmen zum Schutz vor Infektionen auf ihren Stützpunkten landesweit verschärft hätten, einschliesslich der Pflicht, auf und ausserhalb des Stützpunktes Masken zu tragen und bei Ausflügen einen negativen Test vorzulegen. Die US-Armee erkenne an, «dass wir alle eine Rolle dabei spielen müssen», die Ausbreitung des Virus einzudämmen, hiess es in der Erklärung.

  • 7.25 Uhr 
    Inzidenzwert in Deutschland steigt weiter deutlich an

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut stark angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab dafür am Donnerstag einen Wert von 285,9 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 258,6 gelegen. Vor einer Woche lag der Wert bei 207,4. Er beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100'000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

    Laut dem RKI übermittelten die Gesundheitsämter in Deutschland in 24 Stunden 64'340 neue Fälle. Am Vortag waren es 58'912 gewesen, eine Woche zuvor 42'770. Wie der Spiegel schreibt, sei die Zahl damit nicht mehr weit vom bisherigenTageshöchstwert entfernt, der am 18. November 2021 mit 65'371 Neuinfektionen erreicht wurde.

    An intensive care nurse cares for a Covid 19 patient in the ICU of the Havelhoehe Community Hospital in Berlin, Germany, Wednesday, Dec. 29, 2021. German Health Minister Karl Lauterbach advised Germans to spend the New Year period 'very cautiously' and celebrate only in very small groups. Restrictions that took effect over recent days included limiting private gatherings to 10 people. (Christoph Soeder/dpa via AP)
    Medizinisches Personal behandelt im Spital Havelhöhe in Berlin einen Covid-Patienten. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 6.02 Uhr
    Corona hilfreich für Zukunft der Diagnostik

    Wissenschaftler sehen im Ausbau molekularbiologischer Untersuchungsmethoden während der Corona-Pandemie Chancen für die künftige Bekämpfung anderer Erreger. Mit Blick auf die Sequenzierung – also die weitgehende Entschlüsselung des Genoms eines Erregers – sagte der Leitende Hygieniker der Universitätsmedizin Greifswald: «Das ermöglicht, viel tiefer reinzugehen.» Bakterien etwa könnten zwar zur selben Spezies gehören, aber ganz unterschiedliche Eigenschaften haben. Mit einer genaueren Analyse könne man etwa Antibiotika einsparen und auch Therapien und Prävention besser anpassen.

    Auch vor Corona sei sequenziert worden, sagte Karsten Becker, Leiter der Medizinischen Mikrobiologie in Greifswald. Die Überwachung der verschiedenen Corona-Varianten habe der teuren und aufwendigen Methode allerdings einen Aufschwung beschert. An seinem Haus sei das Verfahren zuvor zwar in der Forschung, aber nicht in der Krankenversorgung eingesetzt worden.

    «Es ist nicht so, wenn jetzt Corona vorbei sein sollte, dass wir das wegschmeissen.» Man wolle mittels Sequenzierung in Zukunft auch Resistenzen von Erregern überwachen und Erreger identifizieren, die man mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisen könne. «Deswegen ist das für uns eine geniale Investition auch in die Zukunft.»

    Ein Labormitarbeiter bereitet im Functional Genomics Center (FGCZ) der Universitaet und ETH Zuerich SARS-CoV2-Proben zur Genomsequenzierung vor, fotografiert am 15. Juni 2021. Mithilfe sogenannter Genomic Surveillance (Genomueberwachung) koennen die verschiedenen Varianten des Coronavirus und deren Auswirkungen ausfindig gemacht werden. (KEYSTONE/Christian Beutler)
    Ein Labormitarbeiter bereitet im Functional Genomics Center (FGCZ) der Universität und ETH Zürich Sars-Cov2-Proben zur Genomsequenzierung vor. (Archivbild)
    KEYSTONE
  • 5.02 Uhr
    Brasilien startet Impfungen von Kindern ab fünf Jahren

    Brasilien will noch im Januar mit Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren beginnen. Die Ausstellung eines medizinischen Rezepts für Minderjährige werde nicht nötig sein, teilten Vertreter des Gesundheitsministeriums mit. Vor einigen Wochen hatte die zuständige Zulassungsbehörde das Vakzin von Pfizer und Biontech für Kinder genehmigt. Dagegen stemmte sich Präsident Jair Bolsonaro, der Zweifel an der Wirksamkeit der Präparate säte und sich im vergangenen Jahr weigerte, sich impfen zu lassen. Zuletzt warnte er vor möglichen Nebenwirkungen bei Impfungen von Kindern.

    Eine Studie von US-Gesundheitsbehörden bestätigte Ende Dezember, dass gravierende Nebenwirkungen durch das Pfizer-Vakzin bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren selten sind. Das Ergebnis basiert auf fast acht Millionen Dosen, die Minderjährigen in dieser Altersgruppe verabreicht wurden.

    Two boys from the favelas in Rio de Janeiro challenge each other for the soccer ball on a concrete pitch.
    Fussball einmal anders: Zwei Buben kämpfen auf einem Betonplatz in den Armenvierteln von Brasiliens Hauptstadt Rio de Janeiro um den Ball.
    Getty Images
  • 4.51 Uhr
    Sundance-Filmfestival läuft wegen Pandemie nur online

    Das Sundance-Filmfestival im US-Staat Utah wird wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kurzfristig ins Internet verlegt. Die geplante Hybrid-Veranstaltung mit Tausenden Teilnehmern vor Ort müsse wegen der Pandemie abgesagt werden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

    Das seit 1985 laufende Festival für unabhängig produzierte Filme soll vom 20. bis zu 30. Januar stattfinden. Üblicherweise pilgern jedes Jahr Zehntausende Filmfans zu dem von Hollywood-Star Robert Redford gegründeten Festival in den Wintersportort Park City. Im vorigen Jahr war die Veranstaltung pandemiebedingt verkürzt und weitgehend ins Internet verlegt worden. In diesem Januar war ein Hybrid-Modell mit geimpften Teilnehmern vor Ort und zusätzlich online vorgesehen.

    Founder of the Sundance Institute, Robert Redford, attends the opening day press conference to kick-off the 2018 Sundance Film Festival in Park City, Utah on January 18, 2018. (Photo by ANGELA WEISS / AFP) (Photo by ANGELA WEISS/AFP via Getty Images)
    Der Gründer des Sundance-Filmfestivals, US-Schauspieler Robert Redford, an der Eröffnung des Festivals 2018 in Park City, Utah.
    AFP via Getty Images
  • 4.35 Uhr
    Impfgegner auf Guadeloupe attackieren Krankenhauspersonal

    Dutzende Impfgegner im französischen Überseegebiet Guadeloupe haben einen Krankenhausdirektor und andere medizinische Fachkräfte attackiert. Wie Behördenvertreter am Mittwoch mitteilten, trug sich der Vorfall am Vortag vor einem Universitätskrankenhaus zu, als das Personal von der Polizei in Sicherheit gebracht werden sollte. Nach Krankenhausangaben verlor der Direktor vorübergehend das Bewusstsein, die Menge zerriss zudem die Kleidung des Vize-Direktors und bewarf beide mit Urin. Das Auto eines Assistenten sei ausserdem schwer beschädigt worden.

    Organisiert wurde die Demonstration vom Dienstag von der Gewerkschaft der medizinischen Fachkräfte, die auch vorangegangene Kundgebungen eingefädelt hatte, die in Gewalt ausarteten. Die Proteste richten sich gegen Impfvorgaben und andere Massnahmen in der Corona-Krise. Die Gewerkschaft teilte Lokalmedien mit, dass ihre Mitglieder für eine Auszahlung von Gehältern kämpften, die ihnen entgangen seien, nachdem sie die gesetzlich vorgeschriebene Impfung verweigert hätten und dafür suspendiert worden seien. Guadeloupe weist eine der niedrigsten Impfraten im Staatsgebiet Frankreichs auf.

    Guadeloupe
    Die Inselgruppe Guadeloupe in französisch Westindien weist eine der niedrigsten Impfraten im Staatsgebiet Frankreichs auf.
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