Bund bleibt nach Rückholflügen auf offenen Rechnungen sitzen

SDA/uri

29.10.2021 - 14:45

Ein Verkehrsflugzeug der Swiss Rollt auf das Rollfeld des Flughafen Zueich und ueberquert die Startbahn, fotografiert am 20. Juli 2021 in Kloten, Kanton Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Eine Maschine der Swiss während der Corona-Pandemie auf dem Flughafen in Zürich: 8 Prozent der in der Pandemie gestrandeten und in die Schweiz zurückgeholten Personen, haben ihre Rechnung bislang nicht beglichen. (Symbolbild)
Bild: Keystone

Nach der grössten Repatriierungsaktion der Schweizer Geschichte bleibt der Bund womöglich auf einem stattlichen Fehlbetrag sitzen: 600'000 Franken wurden von in der Pandemie Zurückgeholten noch nicht beglichen. 

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29.10.2021 - 14:45

Mehrere hundert wegen Corona im Ausland gestrandete und in die Schweiz zurückgeholte Reisende haben dem Bund offene Rechnungen im Umfang von 600'000 Franken nicht bezahlt. Von den gestellten Rechnungen über rund 7,5 Millionen Franken wurden 6,9 Millionen beglichen. Das entspricht 92 Prozent.

In 367 Fällen will der Bund die Leute doch noch zur Kasse bitten, in diesen laufe ein Inkassoverfahren, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Die Behörde bestätigte Informationen der CH-Media-Zeitungen.

190'000 Franken sind definitiv weg

Sich definitiv ans Bein streichen müssen hat der Bund bereits 190'000 Franken. Es habe sich herausgestellt, dass Schuldner insolvent seien. In wenigen Fällen seien sich auch nicht mehr auffindbar gewesen, teilte das EDA mit. In gewissen Fällen hatte sich demnach auch von Vornherein abgezeichnet, dass bei den Leuten nichts zu holen war. Gewisse Rechnungssünder konnten aufgrund falscher Adressangaben nicht mehr ausfindig gemacht werden.

Bei der grössten Repatriierungsaktion des Landes im Frühjahr 2020 wurden 4200 Menschen mit 35 Flügen in die Schweiz zurückgebracht. Sie waren nach Ausbruch des Coronavirus und der Einschränkungen im Reiseverkehr im Ausland gestrandet gewesen. Der Bund versprach, die Leute zurückzuholen, verlangte aber von Beginn weg mit einer Einverständniserklärung der Betroffenen, dass sie sich an den Kosten der Rückholflüge beteiligen.

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