Beamte setzen ein Zeichen — Bundesräte nehmen den Flieger

toko/sda

7.11.2021

Die SBB bauen zurzeit 35 Waggons des Typs EW IV für den Transport von Fans an Auswärtsspiele um. (Archivbild)
Bundesangestellte haben ein Zeichen gesetzt und sind mit dem Zug nach Glasgow gefahren.
KEYSTONE/GAETAN BALLY (Symbolbid)

Bundesangestellte haben ein Zeichen gesetzt und sind mit dem Zug nach Glasgow gefahren. Die drei Bundesräte Guy Parmelin, Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga nutzen dagegen den Bundesratsjet.

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7.11.2021

Bundesangestellte haben anlässlich der Weltklimakonferenz ein Zeichen gesetzt. Die siebenköpfige Delegation des Bundesamtes für Umwelt, die am Gipfeltreffen in Glasgow teilnimmt, habe demnach den Zug für die Reise gewählt, berichtet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf das Bundesamt.

Die Fahrt von Bern via Paris und London dauerte rund 16 Stunden. Die Delegation habe die Reisezeit genutzt, um zu arbeiten.

Die drei Bundesräte Guy Parmelin, Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga nutzen dagegen den Bundesratsjet. Die Umweltministerin begründete die Wahl des Flugzeugs für die Reise damit, dass der Planungsspielraum bei Dienstreisen von Bundesrätinnen und Bundesräten eingeschränkt sei. Der CO2-Ausstoss dieser Reisen werde vollumfänglich kompensiert.

Anlässlich der Klimakonferenz ist der Bundesratsjet insgesamt dreimal unterwegs. Bundespräsident Guy Parmelin und Ueli Maurer sind bereits diese Woche nach Schottland geflogen. Nächste Woche wird auch Umweltministerin Simonetta Sommaruga nach Glasgow reisen.



Die Wahl des Verkehrsmittels für die Reisen zu Treffen insbesondere von hochrangigen Politikern hat bereit mehrfach für hitzige Diskussionen gesorgt. So mussten sich erst kürzlich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie der britische Premierminister Boris Johnson heftige Kritik gefallen lassen. Letzterer war von Glasgow aus nach London zum Dinner in einem exklusiven Club gejettet.