Gehälter unter DruckBundesbeamte verdienen nun mehr als 130'000 Franken im Jahr
ai-scrape
9.3.2025 - 08:31
2024 liegt der durchschnittliche Bruttolohn für eine Vollzeitstelle beim Bund bei 131'170 Franken.
sda
Erstmals liegt das durchschnittliche Gehalt der Bundesangestellten über 130'000 Franken. Doch Sparmassnahmen könnten die Gehälter in Zukunft unter Druck setzen.
Die Gehälter der Bundesangestellten haben eine neue Marke erreicht: Erstmals übersteigt der durchschnittliche Bruttolohn 130'000 Franken pro Jahr. Laut dem neuesten Bericht des eidgenössischen Personalamts betrug der durchschnittliche Bruttolohn für eine Vollzeitstelle im Jahr 2024 genau 131'170 Franken. Das schreibt der «Blick».
Der Bruttolohn setzt sich aus dem Grundlohn und dem sogenannten Ortszuschlag zusammen. Wichtig zu wissen: Die Löhne des obersten Kaders sind in dieser Zahl auch enthalten. Nicht einberechnet sind jedoch weitere finanzielle Vorteile wie Leistungsprämien und Zulagen.
Für viele in der Privatwirtschaft könnten diese Zahlen attraktiv erscheinen. Der durchschnittliche Bruttolohn stieg um 1,2 Prozent, wobei das Personalamt auf den gewährten Teuerungsausgleich von 1 Prozent im Jahr 2024 hinweist.
Zum anderen hebt das Personalamt in seinem Bericht die Anforderungen an die Staatsjobs hervor. Die Bundesverwaltung zeichne sich durch «ein geringes Mass an ausführenden Tätigkeiten aus». Sie weise «eine Vielzahl konzeptioneller Tätigkeiten mit hohen Anforderungsprofilen sowie Monopolberufe auf». Rund 70 Prozent der Stellen sind in den Lohnklassen 18 (maximal 119'600 Franken) bis 29 (maximal 199'600 Franken) eingereiht.
Löhne um rund 5 Prozent gestiegen
Seit 2020 sind die Löhne um etwa 5 Prozent gestiegen. Mitte der 2000er-Jahre lag das Durchschnittsgehalt noch bei etwa 105'000 Franken, Mitte der 2010er-Jahre bei rund 121'000 Franken.
Ein Vergleich mit der Privatwirtschaft zeigt, dass für vergleichbare Tätigkeiten beim Staat durchschnittlich 11,6 Prozent mehr gezahlt wird. Dies ergab eine Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik der Universität Luzern im Jahr 2023.
Eine Studie von PwC, die im Herbst 2024 veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass die Gesamtvergütungen der Bundesverwaltung grundsätzlich mit denen ähnlicher Arbeitgeber vergleichbar sind.
Bund will Personalkosten senken
Doch die Gehälter könnten bald unter Druck geraten. Der Bundesrat plant, die Personalkosten zu senken. Ab 2026 soll der Personaletat um 70 Millionen Franken gekürzt werden, mit weiteren Massnahmen im Jahr 2027, um ein Entlastungsziel von 100 Millionen zu erreichen. Dies könnte bedeuten, dass weniger Geld für Lohnmassnahmen zur Verfügung steht.
Die Personalverbände und Gewerkschaften kritisieren diese Sparpläne scharf. In einer gemeinsamen Mitteilung hiess es, der Sparauftrag sei unnötig und bringe mehr Schaden als Nutzen.
Die Redaktorin hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.