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In Essen und Trinken soll künftig weniger Zucker erlaubt sein.
Silvia Marks/dpa-tmn
21 Schweizer Firmen haben mit dem Bund neue Ziele zur Zuckerreduktion vereinbart. Bis 2028 sollen Joghurts, Quark, Cerealien und Getränke nochmals weniger Zucker enthalten. Beim Salz hingegen gibt es erneut keine Fortschritte.
Die Schweiz greift erneut zum Zuckerbremser: 21 Lebensmittelunternehmen und Detailhändler haben am Donnerstag in Bern die «Erklärung von Mailand» bis 2028 verlängert. Im Beisein von SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verpflichteten sich die Konzerne zu neuen Reduktionszielen.
Joghurts sollen bis Ende 2028 um weitere fünf Prozent weniger Zucker enthalten, Quark, Milchmischgetränke und Frühstückscerealien um zehn Prozent. Auch bei den Erfrischungsgetränken wird eine Reduktion um zehn Prozent angestrebt.
Seit der Einführung der Vereinbarung vor zehn Jahren sind die Zuckerwerte in verarbeiteten Lebensmitteln messbar gesunken: Bei Frühstückscerealien um fast 40 Prozent, bei Joghurts um 13 Prozent, bei Quark um 10 Prozent und bei Milchmischgetränken um gut 14 Prozent.
Auch Softdrinks weisen inzwischen durchschnittlich 13 Prozent weniger Zucker auf. Immer mehr Produkte ohne Zuckerzusatz ergänzen das Angebot. Laut Bund trägt dies dazu bei, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen – denn die Schweizer konsumieren im Schnitt 100 Gramm Zucker pro Tag, doppelt so viel wie von der WHO empfohlen.
Wenig Bewegung gibt es hingegen bei der Salzfrage. Das EDI wollte konkrete Reduktionsziele für Fertigpizzas und Mahlzeiten mit der Branche festlegen, scheiterte aber erneut. Nur Aldi Suisse wäre bereit gewesen, die Pläne mitzutragen.
Damit bleibt der Salzkonsum der Bevölkerung weiter deutlich über den WHO-Empfehlungen: Statt der empfohlenen maximal fünf Gramm pro Tag liegt er bei rund neun Gramm. Dies erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) wird Ende 2028 überprüfen, ob die neuen Zuckerziele eingehalten wurden. Beim Salz will der Bund mit der Branche im Gespräch bleiben – mit dem Ziel, einen langfristigen Konsens zu erreichen, der sowohl gesundheitspolitisch wie auch wirtschaftlich tragfähig ist.