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Hoch hinaus: Im vergangenen Jahr ist die Landesregierung wieder mehr geflogen. (Archivbild: Bundesratsjet landet nach einem Bundesratsbesuch in Washington D.C. im August 2025 in Bern-Belp)
Keystone
Der Bundesrat ist 2025 deutlich häufiger geflogen: Die Flugstunden stiegen um rund 17,5 Prozent. Besonders oft hob Aussenminister Ignazio Cassis ab.
Die Landesregierung hat Flugzeuge und Helikopter als Transportmittel im vergangenen Jahr wieder etwas mehr genutzt. Insgesamt standen gemäss den neuesten Zahlen des Lufttransportdienstes des Bundes (LTDB) 104 Flugstunden mehr zu Buche als noch im Vorjahr.
Insgesamt 704 Stunden flogen die Bundesrätinnen und Bundesräte laut dem LTDB im vergangenen Jahr, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen war. Davon waren rund 39 Stunden Leerflüge. 2024 waren es noch rund 600 Stunden, in denen die Mitglieder des Bundesrats in der Luft waren. Das entspricht einer Zunahme um rund 17,5 Prozent.
Der Grossteil dieser Flüge wurde in beiden Jahren mit Flugzeugen abgewickelt. Im vergangenen Jahr machten Helikopterflüge weniger als 14 Prozent aus. Sie stiegen im Vergleich mit 2024 nur leicht an.
Nicht überraschend flog 2025 Aussenminister Ignazio Cassis am meisten: 212 Flugstunden sind dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zuzurechnen, der von Amtes wegen andere Staaten besuchen und die Beziehungen zu diesen im Rahmen der internationalen Diplomatie pflegen muss.
Auf den zweiten Platz flog Wirtschaftsminister Guy Parmelin mit mehr als 146 Stunden. Auf dem dritten Platz landete die damalige Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter mit 128 Flugstunden. Insbesondere die repräsentativen Aufgaben des Bundespräsidiums dürften dazu beigetragen haben.
Auf dem vierten Platz lag Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider mit etwas mehr als fünfzig Flugstunden per Helikopter oder Flugzeug. Bundesrat Albert Rösti vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) belegte mit fast 49 Stunden den fünften Platz.
Dies dicht gefolgt von Verteidigungsminister Martin Pfister, der auf fast 45 Stunden kam. Allerdings trat dieser sein Amt erst im April an. Die Flugstunden teilt Pfister sich daher mit seiner Vorgängerin Viola Amherd. Schlusslicht war Justizminister Beat Jans, der weniger als 34 Stunden flog, und dies nur mit dem Flugzeug.
Departementsmitarbeitende sowie Angestellte der Bundeskanzlei und der Parlamentsdienste vereinten im vergangenen Jahr wiederum etwas mehr als 205 Flugstunden auf sich. 2024 waren es noch knapp 160. Das entspricht einer Zunahme von rund 28,3 Prozent.
Auch hier stand das EDA mit rund fünfzig Flugstunden an erster Stelle, dicht gefolgt vom Verteidigungsdepartement VBS mit etwas mehr als 49 Stunden. Den dritten Platz belegte das Wirtschaftsdepartement (WBF) mit rund 36 Stunden, dicht gefolgt vom Justizdepartement (EJPD) mit etwas mehr als 34 Stunden.
Die Parlamentsdienste kamen gemäss den LTDB-Zahlen auf etwas mehr als zwanzig Flugstunden. Innendepartement, Finanzdepartement und Bundeskanzlei verbuchten einstellige Flugzeiten.
Uvek-Mitarbeitende flogen laut der Statistik im vergangenen Jahr nicht mit den Flugzeugen und Helikoptern des Bundes. Durch Mitarbeitende oder Regierungsmitglieder absolvierte Linienflüge sind in der Statistik allerdings nicht ausgewiesen.