Bundesratswahlen im Ticker Martin Pfister: «Jetzt geht es ums Feiern und ich will meine Freunde sehen»

Samuel Walder

12.3.2025

Bundesrat Martin Pfister: «Man glaubt es erst, wenn es soweit ist»

Bundesrat Martin Pfister: «Man glaubt es erst, wenn es soweit ist»

Der frisch gewählte Bundesrat Martin Pfister beantwortet gegenüber Journalist*innen die ersten Fragen nach seiner Wahl.

12.03.2025

Die Schweiz schaut gespannt nach Bern: Die Bundesversammlung bestimmt heute die Nachfolge von Verteidigungsministerin Viola Amherd.

Redaktion blue News

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Bundesversammlung wählt heute die Nachfolge von Bundesrätin Viola Amherd, die Ende März 2025 zurücktritt.
  • Die Mitte-Partei hat Markus Ritter und Martin Pfister als offizielle Kandidaten nominiert.
  • Heute Vormittag wurde die Nachfolge von Viola Amherd offiziell. Martin Pfister wurde zum Bundesrat gewählt.
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  • 11.49 Uhr

    Martin Pfister fühlt sich bereit für den Bundesratsposten

    Der neugewählte Bundesrat Martin Pfister erklärt Annahme der Wahl nach seiner Wahl in den Bundesrat.
    Der neugewählte Bundesrat Martin Pfister erklärt Annahme der Wahl nach seiner Wahl in den Bundesrat.
    KEYSTONE

    Der neu gewählte Mitte-Bundesrat Martin Pfister sieht sich durch seinen Bundesratswahlkampf gut gerüstet fürs Amt. Von den direkten Kontakten zu Parlamentsmitgliedern und den Fragen in den Anhörungen der Fraktionen werde er profitieren können, sagte er im Interview mit Keystone-SDA.

    Persönliche Beziehungen zu Parlamentsmitgliedern zu haben, sei sicher wichtig für das künftige Amt, sagte Pfister im Interview nach seiner Wahl. Mit fast allen Parlamentsmitgliedern habe er im Wahlkampf gesprochen. Die Fragen in den Hearings hätten ihm gezeigt, welche Themen aktuell seien.

    Er habe sich am Morgen in einem kleinen Zimmer aufgehalten und mit seiner Frau und einer Mitarbeitern am Fernsehen die Wahl verfolgt.

    Die Frage, ob die Armee mehr Geld brauche, bejahte der wahrscheinlich das Verteidigungsdepartement übernehmende Zuger. Diese verfüge nicht nur über zu wenig Rüstungsgüter, sondern sei auch personell unterdotiert.

    Dass Armeechef Thomas Süssli erst Ende Jahr sein Amt verlasse, sei die Gelegenheit, einen guten Nachfolger zu bestimmen und eine Vision zu entwickeln, wie es mit der Armee weitergehen solle. Es werde auch darum gehen, die sicherheitspolitische Rolle in Europa und ihrer neuen Sicherheitsarchitektur zu bestimmen.

  • 10.33 Uhr

    Jetzt gratulieren Pfisters Kolleg*innen zur Wahl

    Bundesrätin Karin Keller-Sutter meldet sich auf X zu Wort. Sie gratuliert dem neuen Bundesrat zur Wahl.

    Die anderen Bundesräte schliessen sich der Glückwünsche von Keller-Sutter an. Auf X posten sie den Beitrag der Bundesrätin.

  • 10.16 Uhr

  • 10.04 Uhr

    Achtung Stufe – Pfister stolpert beim Handschütteln

    Als Martin Pfister zur Nationalratspräsidentin steigt, um ihre Hand zu schütteln, stolpert der frisch gewählte Bundesrat prompt. Die Bilder im Video. 

    Hier Stolpert Martin Pfister beim Handschütteln

    Hier Stolpert Martin Pfister beim Handschütteln

    Martin Pfister wurde zum Bundesrat gewählt. Als er in das Parlament läuft und der Nationalratspräsidentin die Hand schütteln will, stolpert Pfister kurz.

    12.03.2025

  • 9.45 Uhr

    Ritter: «Meiner Frau gebührt der grösste Dank»

    Nun spricht Ritter: «Es war für mich eine grosse Ehre».  Er habe es sehr geschätzt, wie Pfister und Ritter zusammen gearbeitet haben. 

    «Ich freue mich für Martin, dass er diese Aufgabe jetzt übernehmen kann. Ich kannte ihn vorher nicht. Aber ich kann ihnen sagen: Ich habe einen Freund gewonnen», sagt er weiter.

    Ritter dankt seiner Familie. Es seien intenstive zwei Monate gewesen. «Meine Frau Heidi war bereit, dieses ganze Ereignis mitzumachen. Ihr gebührt den grössten Dank.»

    Ritter beantwortet nun Fragen der Journalistinnen und Journalisten.

    Es sei eine starke Kandidatur gewesen mit verschiedenen Erfahrungen. «Für mich ist Pfister eine gute Wahl. Für das Land, die Partei und die Zukunft», so Ritter. In drei Jahren, 2028, wird er abtreten. 

  • 9.36 Uhr

    Pirmin Bischof: «Er ist ein guter Bundesrat»

    Pirmin Bischof, Ständerat SO (Mitte), zu blue News: «Ich bin nicht überrascht über die Wahl Pfisters. Er ist ein guter Bundesrat. Ich glaube, er könnte aufgrund seiner Persönlichkeit ein richtiger Bundesrat der Herzen werden. Und ich traue ihm zu, dass er die Herausforderungen im VBS anpackt und diese auch meistern kann.»

  • 9.28 Uhr

    Der Moment, als Pfister gewählt wurde

    Martin Pfister ist der neue Bundesrat

    Martin Pfister ist der neue Bundesrat

    Die Schweiz schaut gespannt nach Bern: Martin Pfister wurde mit 134 Stimmen in den Bundesrat gewählt.

    12.03.2025

  • 9.25 Uhr

    Rösti: «Freut mich»

    Sofort nach der Vereidigung verlässt Pfister den Saal wieder. Auf ihn wartet ein Treffen mit den neuen Bundesratskollegen, ein Apéro aus dem Heimatkanton und eine Tour bei den Medien.

    Die Bundesräte schütteln Pfister die Hand und wünschen ihm alles Gute. «Freut mich», sagt Rösti mit einem breiten Grinsen. Kurz danach wird das erste Foto geschossen.

  • 9.17 Uhr

    «Ich nehme die Wahl an»

    Der neue Bundesrat Martin Pfister wird mit Applaus und Standing Ovations im Parlament begrüsst. 

    «Die Bundesversammlung hat sie soeben zum Mitglied des Bundesrats gewählt. Nehmen Sie die Wahl an?», fragt ihn Riniker.

    «Mein Platz ist jetzt im Bundesrat», sagt Pfister. «Es ist ein grosse Ehre für mich und ich danke ihnen ganz herzlich dafür. Ich danke auch meinem Mitbewerber Markus Ritter. Es war ein zehrender aber fairer Wahlkampf», sagt er weiter.

    «Mit grosser Freude und grossem Respekt nehme ich die Wahl an», sagt Pfister mit einem lachen.

    «Ich wünsche ihnen alles Gute und Freude in ihrem neuen Amt» sagt Riniker.

    Die Vereidigung ist jetzt beendet.

  • Die Resultate des zweiten Wahlgangs: Martin Pfister ist mit 134 Stimmen der neue Bundesrat

    Die Wahlzettel wurden gezählt. Die Resultate des zweiten Wahlgangs:

    245 Stimmzettel wurden ausgeteilt, eingegangen sind 245 Stimmzettel, keine wurden leer oder ungültig abgegeben. Das absolute Mehr sind 123 Stimmen.

    Pfister: 134 Stimmen.

    Somit ist Martin Pfiste der neue Bundesrat.

    Ritter: 110 Stimmen.

    Verschiedene: Eine Stimme.

  • 8.58 Uhr

    VBS verabschiedet sich von Amherd

    Auch das VBS verabschiedet sich von Viola Amherd auf X:

  • 8.57 Uhr

    Der zweite Wahlgang beginnt

    Die Stimmzählerinnen und Stimmzähler sammeln die Wahlzettel ein. 

  • 8.43 Uhr

    Die Resultate des ersten Wahlgangs

    Die Wahlzettel wurden gezählt. Die Resultate des ersten Wahlgangs:

    245 Stimmzettel wurden ausgeteilt, eingegangen sind 245 Stimmzettel, keine wurden leer oder ungültig abgegeben. Das absolute Mehr sind 123 Stimmen.

    Pfister: 122 Stimmen.

    Ritter: 105 Stimmen.

    Weitere Kandidatinnen und Kandidaten: 18 Stimmen.

  • 8.45 Uhr

    Abschied auf X

    Auf Twitter verabschiedet sich die Mitte-Fraktion von Viola Amherd.

  • 8.26 Uhr

    Der erste Wahlgang beginnt – die Stimmen werden gezählt

    Der erste Wahlgang beginnt. Riniker liest nochmals die Regeln vor, die dabei beachtet werden müsse. Beispielsweise muss der Name klar aufgeschrieben werden. Auch filmen und fotografieren ist verboten. Die Wahlzettel werden verteilt.

    Markus Ritter gibt seine Stimme ab.
    Markus Ritter gibt seine Stimme ab.
    KEYSTONE

    Nun werden die orangen Stimmzettel eingesammelt. Gewählt ist, wer die Hürde des absoluten Mehrs nimmt, also die Hälfte aller gültigen Stimmen plus eine auf sich vereinen kann. Leere und ungültige Stimmzettel werden dabei nicht mitgezählt. Markus Ritter darf als Nationalrat ebenfalls mitstimmen. Die Wahl verläuft geheim.

    Bis die 245 Wahlzettel ausgezählt sind, wird es einen Moment dauern.

  • 8.26 Uhr

    Bregy: «Wir erwarten, dass die Fraktionen sich an den Wahlvorschlag halten»

    Nun spricht Philipp Bregy für die Mitte-Fraktion. Auch er bedankt sich bei Amherd für ihre Arbeit. «Als stärkste Kraft im Ständerat hat die Mitte anspruch auf einen Sitz im Bundesrat», sagt Bregy. «Mit Ritter und Pfister haben wir zwei starke Politiker nominiert. Wir erwarten, dass die Fraktionen sich an den Wahlvorschlag halten.»

  • 8.13 Uhr

    Amherd: «Wir müssen aufeinander zugehen»

    Nun spricht Viola Amherd, sie wirkt sichtlich emotional. «Gerade in diesen bewegten Zeiten müssen wir aufeinander zugehen», sagt die abtretende Bundesrätin. 

    Wenn sie jemand frage, was die Schweiz ausmache, erzähle sie gerne eine nächtliche Begegnung, sagt Amherd. Als sie eines Abends spätabends alleine unterwegs auf dem Heimweg gesessen sei, habe sie einen Jogger gekreuzt und der habe abrupt gestoppt. «Ich erschrak, was will er jetzt?», hat Amherd sich gefragt. Er habe einfach bemerkt, sie mache einen guten Job als Bundesrätin, erzählt Amherd im Rat. Er habe dann aber angefügt, dass er trotzdem gegen ihre Vorlage stimmen werde.

    Die scheidende Bundesrätin Amherd ruft dazu auf, der politischen Kultur und dem politischen System Sorge zu tragen. Als Verteidigungsministerin zudem über die Sicherheitslage in Europa. «Europa muss sich auf eine sichere Schweiz verlassen können», sagt die Mitte Frau.

    Zum Schluss bedankt sich die Walliserin auf Italienisch – und kämpft dabei mit den Tränen: «Es war mir eine Ehre, unserem Land gedient zu haben.»

  • 8.06 Uhr

    Riniker: «Sie haben Geschichte geschrieben»

    «Sie schrieben Geschichte, sie waren die erste Frau, die das VBS übernahm. Damit die erste Frau an der Spitze der Schweizer Armee», sagt Nationalratspräsidentin Maja Riniker zur abtretenden Bundesrätin Viola Amherd.

    Weiter sagt Riniker: «Auch in Bern erhielten sie Gegendwind. Doch sie hielten den Kurs. Sie bewiesen, dass es in der Politik nicht nur auf den Schlag ankommt, sondern darauf, dass grosse und gane im Auge zu behalten.»

    In der Wandelhalle verfolgen die Journalisten die Verabschiedung von Amherd auf mehreren Bildschirmen.
    In der Wandelhalle verfolgen die Journalisten die Verabschiedung von Amherd auf mehreren Bildschirmen.
    blue News
  • 08:03 Uhr

    Keine Wahlempfehlung von den Grünen

    Die Grünen dürften für die Bundesratswahl aller Voraussicht nach keine Wahlempfehlung abgeben. Das sagte Fraktionschefin Aline Trede am frühen Mittwochmorgen vor der letzten Wahlbesprechung ihrer parlamentarischen Gruppe der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Auch die SP gibt keine Empfehlung ab, wie sie zu «20 Minuten» sagen.

  • 8 Uhr

    Jetzt geht es los

    Um acht Uhr wird Nationalratspräsidentin Maja Riniker die Glocke läuten und so die Sitzung eröffnen.

    Bevor es zur Wahl geht, wird die abtretende Bundesrätin Viola Amherd verabschiedet. Danach werden die Fraktionschefs ihre Positionen vertreten. Erst dann werden die Wahlzettel verteilt.

  • 06.00 Uhr

    Markus Ritter: «Ich habe ein gutes Gefühl»

    blue News trifft am Mittwochmorgen auf Markus Ritter. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt er. «Ich kenne ja meine Kolleginnen und Kollegen. Ich weiss, wie die Empfehlungen und Befindlichkeiten sind. Ich habe also ein gutes Gefühl.»

    «Die Meinungsbildung ist abgeschlossen», sagt Ritter weiter. Viele Menschen seien für ihn eingestanden, im Ständerat und im Nationalrat.

    «Ich habe ein gutes Gefühl»: Markus Ritter zu blue News.

    «Ich habe ein gutes Gefühl»: Markus Ritter zu blue News.

    blue News trifft am Mittwochmorgen auf Markus Ritter. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt er. «Ich kenne ja meine Kolleginnen und Kollegen. Ich weiss, wie die Empfehlungen und Befindlichkeiten sind. Ich habe also ein gutes Gefühl.»

    12.03.2025

  • Der Startschuss ist abgefeuert

    Guten Morgen. Jetzt geht es los. Heute finden die Bundesratswahlen in Bundesbern statt. Ab 8 Uhr entscheidet sich, wer die Nachfolge der Mitte-Bundesrätin Viola Amherd antritt. Auf dem Mitte-Ticket stehen der Zuger Regierungsrat Martin Pfister und der St. Galler Nationalrat Markus Ritter.

    Die Ruhe vor dem Sturm: Das Bundeshaus am Mittwochmorgen.
    Die Ruhe vor dem Sturm: Das Bundeshaus am Mittwochmorgen.
    blue News

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