Campingplatz-Betreiber fühlen sich ungerecht behandelt

tmxh

19.5.2020 - 14:59

So sieht es am TCS-Campingplatz am Ufer des Neuenburgersees normalerweise aus. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Campingplätze in der Schweiz noch immer geschlossen bleiben.
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Während die Corona-Massnahmen für Gastronomie und Hotellerie zurückgefahren werden, müssen Campingplätze weiterhin geschlossen bleiben. Die Betreiber fühlen sich vom Bund ungerecht behandelt.

Hotels und Herbergen dürfen wieder öffnen respektive hatten gar nie schliessen müssen, Campingplätze hingegen müssen sich noch in Geduld üben. Das stösst vielen Platzbetreibern sauer auf. «Wir fühlen uns nicht gleichberechtigt behandelt», sagt Wolfgang Bosshardt, Präsident des Dachverbands Schweizerischer Campingplätze, gegenüber SRF. Der Bund habe die Zelt- und Campingplätze schlichtweg vergessen, findet Bosshardt.



Einen Plan für die Wiedereröffnung der rund 400 Plätze in der Schweiz gibt es noch nicht. Bislang sind einzig Dauercampern zugelassen. Und das, obwohl beispielsweise SAC-Hütten, Jugendherbergen und Hotels wieder geöffnet seien, wie der Verbands-Präsident bei SRF kritisiert. Dabei würden auch die Campingplatzbetreiber die Schutzkonzepte einhalten, so Bosshardt.

Hohe Verluste drohen

Den Plätzen drohen derweil hohe Verluste. So gingen etwa den 24 Campingplätzen des Touring Club Schweiz (TCS) allein zwischen April und Mai bereits fünf bis sechs Millionen Franken verloren, wie SRF den Leiter Freizeit und Tourismus beim TCS, Oliver Grützner, zitiert. Nach den wichtigen Feiertagen Ostern und Auffahrt drohe den Campingplätzen nun auch an Pfingsten ein Reinfall.



Während man auf die nächste Entscheidung des Bundes am 27. Mai hofft, würden laut Grützner zwar Reservierungen bereits entgegengenommen. Können die Campingplätze aber immer noch nicht öffnen, dann erhalten die Kunden bereits einbezahltes Geld wieder zurück.

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