Brandkatastrophe von Crans-MontanaAkten teilweise geschwärzt an Staatsanwaltschaft übergeben
SDA
19.4.2026 - 15:28
Die Gemeinde Crans-Montana unterstützt die Ausführungen ihres Präsidenten Nicolas Féraud (hier bei seiner Anhörung).
Bild: sda
Die Walliser Staatsanwaltschaft hat einen Teil der Dokumente im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana geschwärzt bekommen. Vor- und Nachnamen sind teilweise unleserlich.
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Keystone-SDA, Redaktion blue News
19.04.2026, 15:28
SDA
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Teile der Dokumente zum Brand von Crans-Montana sind mit einem schwarzen Filzstift geschwärzt worden.
Insbesondere Vor- und Nachnamen sind in den Akten unleserlich gemacht worden.
Ein Teil der Dokumente im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist von der Gemeinde geschwärzt an die Staatsanwältinnen übergeben worden. Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte am Sonntag eine entsprechende Information der «Sonntagzeitung».
Insbesondere Vor- und Nachnamen seien in den Akten unleserlich gemacht worden, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Staatsanwaltschaft müsse nun klären, ob diese «mit schwarzem Filzstift geschwärzten Passagen» in direktem Zusammenhang mit dem Fall stehen oder ob sie für die Untersuchung der Tragödie vom 1. Januar nicht von Belang sind.
Die Manipulation der Unterlagen kam während der Einvernahme von Nicolas Féraud, dem Gemeindepräsidenten von Crans-Montana, am vergangenen Montag ans Licht. Laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle wurden die Schwärzungen aber nicht von Nicolas Féraud selbst vorgenommen.
Wiederaufnahme der Einvernahmen am 11. Mai
Seit vergangenem Donnerstag ist die Liste der Beschuldigten von neun auf dreizehn Personen angewachsen. Sie alle müssen sich wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung verantworten.
Die Einvernahmen werden am 11. Mai mit jener des für Sicherheit zuständigen Gemeinderats von Crans-Montana, Patrick Clivaz, wieder aufgenommen. Bei dem Brand in der Bar «Le Constellation» in der Neujahrsnacht waren 41 Menschen ums Leben gekommen und 115 verletzt worden. 38 Personen befinden sich noch im Spital.
Bundesrat Beat Jans zu Crans-Montana-Hilfe
Im Ständerat ist es zum politischen Showdown über die Hilfe für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana gekommen. Trotz Widerstand aus der SVP stellte sich eine klare Mehrheit hinter den Vorschlag des Bundesrates.