Jacques und Jessica Moretti (Mitte) bei ihrer Ankunft bei der Staatsanwaltschaft in Sitten, begleitet von ihren Anwälten.
sda
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana will die Walliser Staatsanwaltschaft die mutmasslichen Betreiber mit hohen finanziellen Sicherheiten an das Verfahren binden. Für Jacques und Jessica Moretti stehen insgesamt 400’000 Franken Kaution im Raum.
Wie RTS berichtet, beantragt die Walliser Staatsanwaltschaft gegen das Ehepaar Moretti die Anordnung von Ersatzmassnahmen anstelle der Untersuchungshaft. Zentrales Element ist eine Kaution von insgesamt 400’000 Franken, aufgeteilt auf beide Beschuldigten.
Im Fall von Jessica Moretti beantragte die Staatsanwaltschaft keine Untersuchungshaft. Stattdessen schlug sie Massnahmen vor, um die Fluchtgefahr zu mindern. Dazu gehören ein Ausreiseverbot, die Beschlagnahmung aller Ausweispapiere, eine strenge Meldepflicht sowie das Tragen einer elektronischen Fussfessel. Die Frage der Kaution wurde vom Gericht vorerst offen gelassen und soll nach weiteren Abklärungen festgelegt werden.
Da keine Haft beantragt worden war, konnte das Gericht gegen Jessica Moretti auch keine Untersuchungshaft anordnen.
Jacques Moretti bleibt bis zur Kautionsfrage in Haft
Anders entschied das Zwangsmassnahmengericht im Fall von Jacques Moretti. Gegen ihn beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft sowie dieselben Ersatzmassnahmen wie bei seiner Ehefrau – inklusive einer Kaution von 200’000 Franken.
Das Gericht stuft das Risiko, dass sich Jacques Moretti dem Verfahren durch Flucht oder Untertauchen entziehen könnte, als wahrscheinlich und sehr real ein. Er bleibt deshalb in Untersuchungshaft, bis über die Höhe und die Leistung der Kaution entschieden ist.
Zur Höhe der beantragten Kaution führt die Staatsanwaltschaft aus, Jacques Moretti verfüge derzeit über kein regelmässiges Einkommen. Das Ehepaar besitze jedoch hypothekarisch belastete Immobilien sowie geleaste Fahrzeuge. Unter diesen Umständen erscheine eine Kaution von 200’000 Franken pro Person als angemessen.
Das war der Nationale Trauertag
Bewegte Menschen, bewegende Worte und hoher Staatsbesuch aus Frankreich. Das war der Nationale Trauertag in Gedenken an die Opfer des Unglücks von Crans-Montana.