Drei Wochen nach Katastrophe Überlebende von Bar-Inferno zeigt ihre Brandwunden

Sven Ziegler

23.1.2026

Eleonora Palmieri zeigt ihre Brandwunden.
Eleonora Palmieri zeigt ihre Brandwunden.
Instagram / Bildmontage blue News

Knapp drei Wochen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana hat eine Überlebende erstmals Bilder ihrer Verletzungen veröffentlicht. Die 29-jährige Italienerin wird derzeit in einem Spital in Mailand behandelt.

Sven Ziegler

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  • Eine 29-jährige Überlebende des Brandes von Crans-Montana zeigt auf Instagram ihre schweren Brandverletzungen.
  • Die Frau bedankt sich bei Ärzten, Familie und ihrem Partner und erinnert an die Opfer der Silvesternacht.
  • Der Brand in der Bar «Le Constellation» forderte mindestens 40 Todesopfer.

Die 29-jährige Eleonora Palmieri gehörte zu den Gästen der Bar «Le Constellation», in der in der Silvesternacht ein Feuer ausbrach. Mindestens 40 Menschen kamen dabei ums Leben. Palmieri überlebte mit schweren Brandverletzungen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Spital nach Mailand gebracht.

Nun veröffentlichte sie auf Instagram mehrere Bilder und Videos aus dem Spital. Zu sehen sind unter anderem ihr verbranntes Gesicht sowie bandagierte Arme und Hände. In ihrem Beitrag bedankt sich die junge Frau bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie beim Pflegepersonal. Sie schreibt, sie werde mit «grosser Professionalität und Menschlichkeit» betreut.

Eleonora Palmieri mit ihrem Partner im Spital.
Eleonora Palmieri mit ihrem Partner im Spital.
Instagram

Zugleich richtet Palmieri Worte an die Angehörigen der Opfer. Sie kämpfe täglich um ihre Genesung, ihre Gedanken seien aber «bei all denen, die es nicht geschafft haben», schreibt sie in dem Beitrag.

Ermittlungen dauern weiter an

In einem Interview mit der italienischen Zeitung «La Repubblica»  schilderte Palmieri zudem, wie sie der Brandnacht entkam. Sie habe es in letzter Sekunde nach draussen geschafft. Wie genau, könne sie nicht erklären: Ihr Überlebensinstinkt habe sie aus dem Lokal geführt, sagte sie.

Nach Angaben der Behörden werden die Opfer der Katastrophe sowie die Familien der Verstorbenen finanziell unterstützt. Der Kanton Wallis beschloss eine Soforthilfe von jeweils 10’000 Franken für Betroffene, die hospitalisiert werden mussten, sowie für Hinterbliebene.

Unterdessen dauern die Ermittlungen zur Ursache des Feuers an. So wurden bei früheren Kontrollen in der Bar bereits Brandschutzmängel festgestellt. Ob diese behoben wurden, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

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