700'000 Franken in sieben WochenDarum räumt ein Blitzer in Winterthur so richtig ab
Jan-Niklas Jäger
14.11.2025
Ein Blitzer in Winterthur hat in nur sieben Wochen 700'000 Franken Bussgeld eingenommen.
Symbolbild: Imago
Ein neuer Blitzer in Winterthur leistet ganze Arbeit: In sieben Wochen hat das Gerät Bussgelder in Höhe von 700'000 Franken eingenommen. Das hat einen bestimmten Grund.
Im Stadtkreis Töss in Winterthur sollten Autofahrer*innen besonders behutsam sein. Dort gibt es einen übereifrigen neuen Blitzer, dessen Bilanz sich sehen lassen kann: Innerhalb von sieben Wochen soll das Gerät so viele Raser*innen erwischt haben, dass dabei Bussgeldeinnahmen von rund 700'000 Franken zusammengekommen sein sollen.
Die Stadt Winterthur bestätigte die Zahl gegenüber dem Magazin «Streetlife». Damit übertrifft der semi-stationäre Blitzer sogar die Jahreseinnahmen der bislang lukrativsten Radarfalle der Schweiz. Diese steht in Wülflingen und nahm im kompletten Jahr 2023 rund 560'000 Franken ein.
Warum tappen also gerade hier so aussergewöhnlich viele Autofahrer*innen in die Radarfalle?
Reduzierung des Höchsttempos
Die Antwort auf diese Frage liegt in einer Änderung der Höchstgeschwindigkeit auf der fraglichen Fahrbahn. Aufgrund einer besonders hohen Unfallquote beschloss der Stadtrat im Dezember 2023, das Tempo dort von 80 erlaubten Kilometern pro Stunde auf Tempo 60 zu senken.
Seit September 2024 gilt die neue Höchstgeschwindigkeit. Doch das scheint bei vielen Autofahrer*innen genauso wenig angekommen zu sein wie die Tatsache, dass seit September 2025 ein neuer Blitzer die Einhaltung der neuen Regelung kontrolliert.
Aufgestellt wurde der Blitzer, weil sich Autofahrer*innen schlicht nicht an Tempo 60 in der fraglichen Strasse hielten. Für die Stadt ist der Blitzer eine lukrative neue Einnahmequelle geworden.