Österreich führt ab Montag bundesweit 2G-Regel ein +++ Dänemark befürchtet Überlastung der Krankenhäuser 

Agenturen/red

5.11.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 2848 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 31 neue Spitaleintritte, jedoch keine neuen Todesfälle.

Vor einer Woche hatte das BAG 1721 neue Ansteckungen registriert. Zudem gab es acht neue Todesfälle und 54 neue Spitaleintritte.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 279,8 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 26. Oktober bei 1,26.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 77,2 Prozent. 12,1 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

St. Gallen hebt Maskenpflicht an den Schulen auf

An den St. Galler Schulen gilt ab Montag keine Maskenpflicht mehr. Die tiefe Zahl der Neuansteckungen an den Schulen seit den Herbstferien lasse dies zu, schreibt der Kanton. Gelockert wird auch die Quarantäneregel für Klassen mit mehreren Ansteckungen.

Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule sowie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen müssen ab dem 8. November in der Schule keine Masken mehr tragen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die Regierung begrüsse diesen Entscheid des Bildungsrats, hiess es.

Deutschland verzeichnet so viele Fälle wie noch nie

Gemäss den neusten Zahlen des Robert Koch Instituts hat die aktuelle 7-Tage-Inzidenz jene der letzten Welle Ende April übertroffen. 37'120 neue Fälle sind diagnostiziert worden. Zudem waren 154 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen. Die Hospitalisierungsrate (Anzahl Hospitalisierte pro 100'000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt) liegt aktuell bei 3.73. Ende 2020, dem bisherigen Höchststand und vor Beginn der Impfkampagne, lag diese Zahl bei 15.5.

Pfizer will Zulassung von Pille gegen Corona beantragen

Das US-Unternehmen Pfizer will die Zulassung für eine Pille gegen das Coronavirus beantragen. Mit seiner experimentellen Tablette seien Spitaleinweisungen und Todesfälle mit dem Coronavirus um knapp 90 Prozent reduziert worden, teilte Pfizer am Freitag mit. Damit steigt das Unternehmen ins Rennen um die ersten Medikamente mit einfacher Anwendung gegen das Virus auf dem US-Markt ein.

Eine Pille gegen das Coronavirus des Konkurrenten Merck wird bereits von der US-Behörde FDA geprüft. Großbritannien genehmigte die Tablette am Donnerstag als erstes Land.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2G-Regel: Menschen ohne Corona-Impfung dürfen in Österreich ab Montag keine Lokale, Friseure und Veranstaltungen mehr besuchen.
  • Das BAG meldet 2848 Neuinfektionen bei 35'422 Tests. An Covid-19 starb innert 24 Stunden niemand, doch 31 Personen mussten hospitalisiert werden.
  • In Deutschland sind so viele neue Covid-Fälle registriert worden, wie noch nie: Innert 24 Stunden gab es 37'120 Neuinfektionen und 154 Covid-Tote.
  • Für unvollständig oder nicht Geimpfte änderte das deutsche Robert Koch-Institut die Risikobewertung von «hoch» auf «sehr hoch». 
  • Novavax hat einen Impfstoff auf Proteinbasis hergestellt und geht mit diesem ersten «Vakzin der nächsten Generation» in die Phase der Zulassungsbeantragung.

Agenturen/red

5.11.2021

  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 21.50 Uhr
    Wir beenden den Live-Ticker am Freitag
  • 21.25 Uhr
    US-Börsen: Jobdaten und Corona-Pille befeuern Rekordjagd weiter

    Die US-Aktienmärkte haben ihre jüngste Rekordserie am Freitag mit weiteren Gewinnen fortgesetzt. Positive Impulse lieferten vor allem der monatliche US-Arbeitsmarktbericht und die Aussicht, dass der Pharmakonzern Pfizer im Kampf gegen die Corona-Pandemie über eine wirksame Pille verfügt. Börsianern zufolge hofften Anleger darauf, dass dies für die wirtschaftliche Erholung förderlich ist. Allerdings kamen im Verlauf auch Bedenken auf, dass die Stärke des Jobmarktes die US-Notenbank Fed in Zugzwang bringen könnte.

    Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg um etwa ein Prozent ging der Dow Jones Industrial 0,56 Prozent höher bei 36’327,95 Punkten aus dem Handel. Er verbuchte damit einen Wochengewinn von 1,4 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte 0,37 Prozent auf 4697,53 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 allerdings liess es nach seiner besonders kräftigen Rally etwas ruhiger angehen. Mit 16’359,37 Punkten schloss er nur knapp mit 0,08 Prozent im Plus.

  • 20.38 Uhr
    Österreich führt ab Montag bundesweit 2G-Regel ein

    Menschen ohne Corona-Impfung dürfen in Österreich ab Montag keine Lokale, Friseure und Veranstaltungen mehr besuchen. Auch für Tourismusbetriebe gibt es dann nur noch nach Impfung oder Genesung (2G-Regel) Zutritt. Das gab die Regierung in Wien am Freitagabend nach Beratungen mit den Chefs der neun Bundesländer bekannt. In Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen in der vierten Welle rasant.

    Am Freitag stand die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bei 9388 - nahe dem bisherigen Rekordwert von 9586, der vor etwa einem Jahr erreicht wurde. «Die Dynamik ist aussergewöhnlich, und die Belegungen in den Intensivbetten steigen deutlich schneller als erwartet», sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP). «Es ist schlicht und einfach unsere Verantwortung, die Menschen in unserem Land zu schützen», begründete der konservative Politiker die drastischen Schritte.

    Als Anreiz, sich erstmals impfen zu lassen, plant die Regierung eine Übergangsphase. Noch vier Wochen lang wird die erste Dosis in Verbindung mit einem PCR-Test als 2G gelten. Zusätzlich wird auch der Druck auf bereits vollständig Immunisierte erhöht, damit sich möglichst viele Menschen eine dritte Dosis als Booster-Impfung holen: Impfpässe werden künftig nur mehr neun Monate lang nach der zweiten Teilimpfung gültig bleiben.

  • 20.29 Uhr
    Kroatien verhängt neue Corona-Beschränkungen

    Die Impfraten sind niedrig, die Hygienemaßnahmen lax. Inzwischen überdenkt mancher Bürger seine Einstellung zum Impfen. Die Behörden wollen nun genauer hinsehen.

    Angesichts steigender Corona-Zahlen schränkt Kroatien Veranstaltungen und Zusammenkünfte ein. Der Krisenstab erklärte am Freitag, ab Samstag gelte eine Obergrenze von 50 Menschen für Treffen in Innenräumen. Außerdem solle der Einsatz von Impfpässen ausgeweitet werden. Ministerpräsident Andrej Plenkovic kritisierte das langsame Impftempo.

    Die Impfungen kämen nur «im Schneckentempo» voran, nachdem sie etwa 50 Prozent der 4,2 Millionen Einwohner erreicht hätten, sagte der Regierungschef. «Das ist nicht normal», erklärte Plenkovic laut einem Bericht des Rundfunksenders HRT. «Wir haben seit fast zwei Jahren eine Pandemie, mehr als fünf Millionen Menschen sind gestorben, und wir haben eine Situation, in der einige unserer Bürger immer noch nicht die Gefahr erkennen, die Covid-19 darstellt.»

    Wie in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas kam es auch in Kroatien in den letzten Wochen zu einem massiven Anstieg von Infektionen und Krankenhausaufenthalten, was auf niedrige Impfraten und geringe Schutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Das Land meldete am Freitag fast 7000 Neuinfektionen, noch einmal rund 700 mehr als am Vortag.

    Menschen stehen im kroatischen Zagreb für eine Impfung Schlange. Foto: Darko Bandic/AP/dpa
    Menschen stehen im kroatischen Zagreb für eine Impfung Schlange. 
    Bild: Darko Bandic/AP/dpa
  • 19.08 Uhr
    Corona-Impfung wird in Costa Rica Pflicht für Kinder und Jugendliche

    Costa Rica hat eine Impfung gegen das Coronavirus in die Liste der Pflichtimpfungen für alle Minderjährigen aufgenommen. Diese Impfflicht gelte für alle Kinder und Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre alt seien, teilte das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes am Freitag mit.

    Auf der Liste standen bereits Impfungen gegen Windpocken und Polio. Zuletzt wurde 2017 die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) aufgenommen. Sowohl Eltern und Erziehungsberechtigte als auch die Behörden seien angehalten, dafür zu sorgen, dass Minderjährige die Pflichtimpfungen in einem angemessenen Zeitraum bekommen, hiess es.

  • 18.41 Uhr
    Dänische Gesundheitsbehörde warnt vor Überlastung von Krankenhäusern

    Die führende Gesundheitsbehörde in Dänemark sorgt sich angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen und der kalten Jahreszeit um die Situation in den Krankenhäusern. Es bestehe ein grosses Risiko, dass Krankenhäuser im Herbst und Winter überlastet sein werden, teilte die Gesundheitsverwaltung Sundhedsstyrelsen am Freitag mit.

    Die Corona-Infektionen im Land würden im Laufe dieser Jahreszeiten allmählich zunehmen, und in der Folge würden mehr Menschen in die Kliniken eingeliefert, warnte die Behörde. Weil grosse Teile der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft seien, sei die Situation deutlich anders als im Vorjahr. Gleichzeitig gebe es normale Aktivität in der Gesellschaft, was das Infektionsrisiko erhöhe. Wegen Covid-19, Grippe und anderen Infektionskrankheiten sei man besorgt über die Belastung, die im Laufe des Dezembers und Januars auf das Gesundheitswesen zukommen könnte, erklärte Behördenchef Søren Brostrøm.

    Shot of a masked young woman hanging an open sign on the window of a cafe
    Dänemark hatte am 10. September die letzten in der Pandemie eingeführten Corona-Beschränkungen im Land aufgehoben.
    Symbolbild: Getty Images
  • 18.18 Uhr
    Gesetzlicher Schutz für Arbeitnehmer im Homeoffice in Portugal

    Das portugiesische Parlament hat ein Gesetz mit zusätzlichem Schutz für Arbeitnehmer im Homeoffice verabschiedet. Die sozialistische Regierung hatte es als Reaktion auf den von der Corona-Pandemie verstärkten Trend vorgelegt, mehr Arbeit von Zuhause aus zu verrichten.

    Nach dem am Freitag gebilligten Gesetz müssen Unternehmen die Privatsphäre ihrer Beschäftigten achten und dürfen beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht ausserhalb der Arbeitszeit kontaktieren - mit Ausnahme aussergewöhnlicher Umstände. Verstösse werden bestraft. Unternehmen müssen zudem Kosten übernehmen, die bei der Heimarbeit entstehen, etwa für Strom und Internet. Mindestens alle zwei Monate sollen sich Teams mit ihren Vorgesetzten persönlich treffen, um Isolation vorzubeugen. Ein Artikel, der Mitarbeitern gestatten sollte, professionelle Kommunikationstechnik ausserhalb der Arbeitszeit auszustellen, wurde abgelehnt.

  • 17.20 Uhr
    Deutsche Oper will für Wagner wieder Maske

    Die Deutsche Oper Berlin kehrt bei der neuen Inszenierung von Richard Wagners insgesamt rund 16-stündigem «Ring des Nibelungen» zur Maskenpflicht zurück.

    «Die aktuelle Pandemie-Entwicklung hat uns bewogen, dass zu Ihrem eigenen und dem Schutz aller Gäste ab sofort wieder die Pflicht gilt, eine medizinische oder FFP2-Maske auch während der Vorstellung durchgehend zu tragen», hiess es am Freitag in einer Information für die Gäste.

    Die Deutsche Oper, mit 1859 Plätzen grösstes Opernhaus der Stadt, nutzt gemäss der in Berlin geltenden Vorschriften die gesamten Platzkapazitäten. Besucherinnen und Besucher müssen dafür negativ getestet, geimpft oder genesen sein (3 G).

  • 15:40
    Basel: 47'000 persönliche Aufforderungen in 12 Sprachen

    Basel habe eine der höchsten Impfraten der Schweiz rühmte Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger seine Kantonsgenoss*innen. Trotzdem will man im Rahmen der Impfwoche weitere Zögernde für den Piks gewinnen. Auch dann werde der London-Bus als Impfmobil unterwegs sein.

    Zudem habe die kantonale Verwaltung in den letzten Wochen 47'000 persönliche Briefe in 12 Sprachen versickt, um weitere Personen mit Migrationshintergrund zu erreichen.

    Zum Abschluss der Impfwoche werden sich Baslerinnen und Basler auch auf einem Impf-Schiff auf dem Rhein ihre Dosis injizieren lassen können.

    Der Impfbus steht bereit auf dem Barfuesserplatz in Basel, am Montag, 20. September 2021. Im Kanton Basel-Stadt ist ab 13. September 2021 waehrend vier Wochen ein Impfbus unterwegs, in dem sich die Bevoelkerung ohne vorherige Terminvereinbarung spontan gegen das Coronavirus impfen lassen kann. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
    Der Basler Impfbus ist seit September unterwegs und wird während der Impfwoche weitertouren.
    KEYSTONE/Georgios Kefalas
  • 14.45 Uhr
    Bern will in der Impfwoche auch Obdachlose und Saisonniers erreichen

    Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg informierte über die Aktivitäten im Rahmen der Impfwoche. Die mobilen Impfteams werden sich besonders bemühen, auch Obdachlose, Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche und Saisonniers der Wintertourismusorte zu erreichen.

    Gefragt nach den Zielen erklärte Schnegg: «Wir haben im Kanton Bern bis jetzt über 710'000 Menschen mindestens einmal geimpft. Wir würden es schätzen, wenn es 750'000 würden. Ein Traum wären 800'000 Geimpfte.»

    Zudem teilten Schnegg und der an der Medienkonferenz als «Impf-Chef» betitelte Stefan Bähler mit, dass ab dem 15. November die Booster-Impfungen starteten. Zuerst können über 75-Jährige sowie besonders gefährdete über 65-Jährige ihren Impftermin buchen, deren zweite Dosis mehr als 6 Monate her ist. Danach seien alle weiteren über 65-Jährigen eingeladen, dies zu tun.

    Auch gefährdete 16- bis 65-Jährige können abklären lassen, ob bei ihnen die Booster-Impfung sinnvoll ist.

    ARCHIVBILD ZUR EMPFEHLUNG DER BOOSTER-IMPFUNG GEGEN COVID-19 FUER PERSONEN UEBER 65 JAHRE, AM DIENSTAG, 26. OKTOBER 2021 - Eine ueber 90-jaehrige Frau wird als erste Person im Kanton Luzern und als eine der ersten Personen der Schweiz mit dem Impfstoff von Pfizer Biontech gegen Corona geimpft, in einem Pflegeheim im Kanton Luzern, am Mittwoch, 23. Dezember 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    KEYSTONE
  • 13.47 Uhr 
    In Deutschland kommt die Booster-Impfung für alle

    Angesichts der verschärften Corona-Lage in vielen Regionen Deutschlands wollen Bund und Länder Auffrischimpfungen für alle Geimpften nach sechs Monaten ermöglichen.

    Dafür sähen die Bundesländer unter anderem Impfbusse und Impfzentren vor, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach einem Treffen der Fachminister von Bund und Ländern am Freitag in Lindau.

    Auch die niedergelassenen Ärzte würden sich für die Auffrischimpfungen engagieren. «Boostern nach sechs Monaten sollte die Regel werden – nicht die Ausnahme.» Insbesondere gelte dies für Ältere und das Personal von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen.

    02.11.2021, Sachsen, Pirna: Ein Mundschutz liegt zwischen herbstlich gefärbten Blättern auf dem Boden der Altstadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen hat sich ganz leicht entspannt. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am 2. November 2021 für den Freistaat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 284,4 aus. Negativ-Spitzenreiter unter den 13 sächsischen Regionen ist weiterhin der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einem Wert von 465,8. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Robert Michael)
    Ein Mundschutz liegt zwischen herbstlich gefärbten Blättern auf dem Boden der Altstadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern eine Booster-Impfung für alle ermöglichen. 
    Bild: Keystone
  • 13.36 Uhr 
    Das BAG meldet 2848 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag 2848 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 35'422 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG Null neue Todesfälle und 31 Spitaleinweisungen.

    Vor einer Woche hatte das BAG 1721 neue Ansteckungen registriert. Zudem gab es acht neue Todesfälle und 54 neue Spitaleintritte.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 279,8 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 26. Oktober bei 1,26.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 77,2 Prozent. 12,1 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt erhielt die Armeeapotheke als Logistikzentrale bis vergangenen Freitag 13'297'425 Impfdosen. Davon waren am Freitagmorgen 11'178'041 Dosen verabreicht. 64,12 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Bislang wurden 7'151'110 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

  • 12.59 Uhr 
    Pfizer will Zulassung von Pille gegen Corona beantragen

    Das US-Unternehmen Pfizer will die Zulassung für eine Pille gegen das Coronavirus beantragen. Mit seiner experimentellen Tablette seien Spitaleinweisungen und Todesfälle mit dem Coronavirus um knapp 90 Prozent reduziert worden, teilte Pfizer am Freitag mit. Damit steigt das Unternehmen ins Rennen um die ersten Medikamente mit einfacher Anwendung gegen das Virus auf dem US-Markt ein.

    Eine Pille gegen das Coronavirus des Konkurrenten Merck wird bereits von der US-Behörde FDA geprüft. Großbritannien genehmigte die Tablette am Donnerstag als erstes Land.

    Eine Person mit Schutzmaske passiert die Pfizer-Zentrale in New York: Das Pharmaunternehmen will ein Mittel zulassen, das Todesfälle und schwere Erkrankungen bei Covid drastisch senken soll. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 11.30
    In Österreich gehen die Fallzahlen durch die Decke

    Auch in Österreich zeigt die Kurve der Neuansteckungen wieder steil nach oben. Das Land mit 9 Millionen Einwohnern (Schweiz 8,7 Mio.) meldet 9586 Neuinfizierte in den letzten 24 Stunden, der höchste Wert 2021 und der zweithöchste seit Ausbruch der Pandemie.

    Besonders aufmerksam beobachten unsere östlichen Nachbarn die Zahl der Covidpatient*innen auf einer Intensivstation. Binnen einer Woche stieg diese Zahl von 279 auf 356. Überschreitet sie 400, berechtigen Schnelltests nicht mehr zum Zutritt zu 3-G-Bereichen. Dafür wäre dann ein negativer PCR-Test nötig, sofern die betreffende Person nicht geimpft oder genesen ist.

    ABD0005_20211105 - LANDECK - ÖSTERREICH: die Polizei Kontrolliert die Fahrzeuge bei der Ausreise aus dem Bezirk am Freitag, 05. November 2021 während dem Beginn der Corona-Ausreisekontrollen Landeck und Reutte, An der Bezirksgrenze zwischen Landeck und Imst wird seit heute auf der B171 die Ausreise aus dem Bezirk kontroliert. - FOTO: APA/EXPA/ERICH SPIESS
    Die Polizei kontrolliert Fahrzeuge bei der Ausreise aus dem Bezirk Landeck inTirol am 05. November 2021 während dem Beginn von Corona-Ausreisekontrollen. 
    Bild: Keystone
  • 11.21 Uhr 
    St. Gallen hebt Maskenpflicht an den Schulen auf

    An den St. Galler Schulen gilt ab Montag keine Maskenpflicht mehr. Die tiefe Zahl der Neuansteckungen an den Schulen seit den Herbstferien lasse dies zu, schreibt der Kanton. Gelockert wird auch die Quarantäneregel für Klassen mit mehreren Ansteckungen.

    Lehrerinnen und Lehrer der Volksschule sowie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen müssen ab dem 8. November in der Schule keine Masken mehr tragen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die Regierung begrüsse diesen Entscheid des Bildungsrats, hiess es.

    Anders als nach den Sommerferien habe es in den zwei Wochen sei Ende der Herbstferien nur wenige Ansteckungen gegeben. Ein weiterer Grund für die Aufhebung der Maskenpflicht ist laut Kanton auch, dass sich Kinder zwar mit dem Coronavirus infizieren, aber kaum krank werden. Kinder litten jedoch stark unter den Corona-Massnahmen.

    An den St. Galler Schulen gilt ab Montag keine Maskenpflicht mehr. (Symbolbild)
    An den St. Galler Schulen gilt ab Montag keine Maskenpflicht mehr. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.47 Uhr 
    Kanton Luzern bringt Impfung auf Bestellung nach Hause

    Im Kanton Luzern können sich Familien oder Gruppen ab fünf Personen während der nationalen Impfwoche eine Impf-Equipe bestellen. Damit und mit weiteren niederschwelligen Angeboten will die Regierung die Impfquote erhöhen.

    Mit dem «Impfen auf Bestellung» wolle man insbesondere Vereine, kleine Betriebe oder Grossfamilien ansprechen, teilte das Gesundheitsdepartement am Freitag mit. Neu wird während der Impfwoche vom 8. bis 14. November auch bei der Autobahn-Raststätte Neuenkirch Ost geimpft, und in Hochdorf im Hinblick auf die Booster-Impfungen ein kantonales Impfzentrum eingerichtet.

    Zudem bieten auch die Standorte Wolhusen und Sursee des Luzerner Kantonsspitals neu Impfungen an. An gut frequentierten Orten fährt ein Infomobil vor, das auch an der Zentralschweizer Bildungsmesse Zebi vom 13. und 14. November und an der Suisse Tier vom 26. bis 28. November im Einsatz steht.

    Pflegepersonal des Covid-19-Impfbusses des Kantons Zuerich impft Schueler und Schuelerinnen des Gymnasiums Wiedikon (KWI) mit dem Moderna-Impfstoff, am Dienstag, 7. September 2021, in Zuerich. Seit August ist der Impfstoff Spikevax von Moderna fuer Jugendliche ab 12 Jahren durch Swissmedic zugelassen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Im Kanton Luzern kann man ab einer Gruppen-Grösse von  fünf Personen eine Impf-Equipe nach Hause bestellen. 
    KEYSTONE
  • 10.34 Uhr 
    Bislang 609 Impfdurchbrüche im Kanton Basel-Stadt

    Im Kanton Basel-Stadt sind seit Anfang 2021 insgesamt 609 Impfdurchbrüche bei vollständig geimpften Personen registriert worden. Der Anteil der bestätigten Fälle an der Zahl der Geimpften beträgt 0,44 Prozent.

    Dies gab das Basler Gesundheitsdepartement am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt. Im Schnitt waren die Personen, die trotz Doppelimpfung positiv auf das Coronavirus getestet wurden, 49,8 Jahre alt. Das Alter der jüngsten Person mit Impfdurchbruch lag bei 15 Jahren.

    Von den 609 vollständig geimpften Personen, die dennoch positiv auf das Coronavirus getestet wurden, mussten 16 hospitalisiert werden - Angaben, ob auf der normalen Abteilung oder auf der Intensivstation, liegen keine vor. Das Durchschnittsalter der hospitalisierten Personen mit Impfdurchbrüchen beträgt gemäss einer Sprecherin des Gesundheitsdepartements 82,2 Jahre.

    Im Kanton Basel-Stadt sind bisher 609 vollständig Geimpfte positiv auf das Coronavirus getestet worden.
    Im Kanton Basel-Stadt sind bisher 609 vollständig Geimpfte positiv auf das Coronavirus getestet worden.
    Bild: Keystone
  • 10.14 Uhr 
    Kanton Aargau hat 2300 Unternehmen unterstützt 

    Im Kanton Aargau haben mehr als 2300 Unternehmen die staatliche Härtefallhilfe wegen der Corona-Pandemie in Anspruch genommen. 217 Millionen Franken wurden als nicht rückzahlbare Beiträge ausbezahlt. Zehn Millionen Franken wurden als Kreditausfallgarantien gesprochen.

    Unterstützung im Rahmen der Härtefallmassnahmen konnten bis Ende eingereicht September werden. Es wurden rund 3400 Gesuche eingereicht, wovon rund 2370 gutgeheissen, 810 abgelehnt und 60 abgeschrieben oder zurückgezogen wurden. Das geht aus der am Freitag publizierten Antwort des Regierungsrats zu einer Interpellation der FDP-Fraktion hervor.

    Mehr als 2300 Aargauer Unternehmen nahmen die staatliche Härtefallhilfe wegen der Corona-Pandemie in Anspruch. Vor allem die Branche Gastronomie/Hotels war auf Hilfe angewiesen. (Symbolbild)
    Mehr als 2300 Aargauer Unternehmen nahmen die staatliche Härtefallhilfe wegen der Corona-Pandemie in Anspruch. Vor allem die Branche Gastronomie/Hotels war auf Hilfe angewiesen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 9.24 Uhr 
    Roche-Tochter erhält in Japan Zulassung für Corona-Prophylaxe

    Die japanische Roche-Tochter Chugai hat von der japanischen Gesundheitsbehörde für den Corona-Cocktail Ronapreve die Zulassung zu einer weiteren Indikation erhalten. Das Mittel kann nun als Prophylaxe vor einer möglichen Ansteckung und für die Behandlung von asymptomatischen Corona-Patienten eingesetzt werden.

    Die Zulassung sei von der japanischen Gesundheitsbehörde MHLW in einem Notfallprozedere erteilt worden, gab Chugai am Freitag bekannt. So könne Ronapreve auch an ungeimpfte oder unzureichend durch die Impfung vor Corona geschützte Personen verabreicht werden, die entweder in engem Kontakt mit Infizierten standen oder auf positiv getestet wurden, während sie selber keine Symptome haben. Die Patienten müssten dabei allerdings ein hohes Erkrankungsrisiko aufweisen, heisst es weiter.

    Dank dem Entscheid in Japan sei Ronapreve die erste Antikörpertherapie, die zur Kontrolle der Pandemievorbeugung eingesetzt werden könne, erklärte Chugai-Chef Osamu Okuda in der Mitteilung. Die Impfung bleibe aber der wichtigste Schutz vor der Krankheit, betonte er. Doch nun biete Ronapreve auch jenen Menschen Schutz, die sich nicht impfen lassen könnten oder die wegen Erkrankungen oder anderer Behandlungen schlecht auf die Impfung ansprächen.

  • 8.43 Uhr
    Deutschland verzeichnet so viele Fälle wie noch nie

    Gemäss den neusten Zahlen des Robert Koch Instituts hat die aktuelle 7-Tage-Inzidenz jene der letzten Welle Ende April übertroffen. 37'120 neue Fälle sind diagnostiziert worden. Zudem waren 154 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen. Die Hospitalisierungsrate (Anzahl Hospitalisierte pro 100'000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt) liegt aktuell bei 3.73. Ende 2020, dem bisherigen Höchststand und vor Beginn der Impfkampagne, lag diese Zahl bei 15.5.

    In einem Münchner Spital wird ein Corona-Patient von der Beatmungsmaschine entwöhnt. 
    Peter Kneffel/dpa
  • 6.44 Uhr
    Kommt die Corona-Impfung per Pflaster?

    Impfen ohne Nadel: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Forscher die Entwicklung von Impfpflastern intensiviert. Ein Team aus Australien und den USA hat in der Fachzeitschrift «Science Advances» vielversprechende Ergebnisse von Versuchen mit Mäusen publiziert.

    Die Forscher bestückten Plastikpflaster mit der Fläche von einem Quadratzentimeter mit mehr als 5000 mikroskopisch kleinen Stacheln, «so winzig, dass man sie gar nicht sehen kann», erklärt der Virologe David Muller von der australischen University of Queensland. Die Spitzen wurden mit einem experimentellen Impfstoff beschichtet, das Pflaster mit einem Applikator aufgeklebt. «Das fühlt sich an, als würde man einen Schnipser auf die Haut bekommen», sagt Muller.

    Dabei verwendeten die Forscher einen sogenannten Subunit-Impfstoff, der das für das Sars-Cov-2-Virus spezifische Spike-Protein reproduziert. Die Mäuse wurden zwei Minuten über das Pflaster oder mit einer Spritze geimpft. Das Immunsystem der Mäuse, die den Impfstoff über das Pflaster injiziert bekamen, produzierte nach zwei Dosen hohe Mengen an neutralisierenden Antikörpern – «auch in der Lunge, was für Covid-19 wichtig ist», schildert der Forscher. Dabei übertrafen die Ergebnisse laut Muller die der Impfung per Nadel bei Weitem.

    Mice in a cage, pictured in a laboratory in Switzerland on September 26, 2018. Researchers at this laboratory conduct research on animals with a focus on laboratory mice for a better understanding of disease mechanisms. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Bei Mäusen funktioniert die Impfung per Pflaster: Tiere wurden zwei Minuten über das neuartige Pflaster oder mit einer Spritze geimpft. Das Immunsystem der Mäuse, die den Impfstoff über das Pflaster injiziert bekamen, produzierte nach zwei Dosen hohe Mengen an neutralisierenden Antikörpern.
    KEYSTONE
  • 5.33 Uhr
    Risiko für Ungeimpfte «sehr hoch»

    Vor dem Hintergrund einer verschärften Risikobewertung durch das Robert Koch-Institut setzen in Deutschland die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute ihre Beratungen über Massnahmen zur Corona-Bekämpfung fort. Am frühen Nachmittag wollen sie in Lindau am Bodensee nach Möglichkeit Beschlüsse verkünden.

    Für unvollständig oder nicht Geimpfte änderte das Robert Koch-Institut (RKI) die Risikobewertung von «hoch» auf «sehr hoch», wie aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht hervorgeht. «Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat, aber aufgrund der steigenden Infektionszahlen ansteigend eingeschätzt», hiess es. Noch vor einer Woche war das Risiko für Geimpfte im Bericht als «moderat» beschrieben worden. Das RKI betont aber auch, dass alle hierzulande verfügbaren Impfstoffe «nach derzeitigem Erkenntnisstand bei vollständiger Impfung wirksam vor einer schweren Erkrankung» schützten.

    Die aktuelle Entwicklung der Lage sei «sehr besorgniserregend», schreibt das RKI. Wenn Massnahmen wie Masken, Abstand, Verringern von Kontakten und Lüften nicht rasch die Zahl der Ansteckungen senkten, sei eine weitere Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle zu befürchten. Auch könnten in diesem Fall laut Bericht die Behandlungskapazitäten der Intensivstationen überschritten werden.

    04.11.2021, Bayern, Lindau: Klaus Holetschek (CSU), bayerischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, holt seine KOffer aus dem Kofferraum. Die Gesundheitsminister wollen bei ihren Beratungen den Corona-Kurs für den Winter abstecken. Diskutiert werden soll bis Freitag unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)
    Klaus Holetschek (CSU), bayerischer Gesundheitsminister und Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, holt in Lindau am Bodensee sein Gepäck aus dem Kofferraum. Die Gesundheitsminister wollen bei ihren Beratungen den Corona-Kurs für den Winter abstecken. Diskutiert werden soll bis Freitag unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können.
    KEYSTONE
  • 4.56 Uhr
    Novavax beantragt Zulassung in Neuseeland

    Novavax, ein Biotech-Unternehmen, das auf die Entwicklung und Vermarktung von Impfstoffen der nächsten Generation gegen schwere Infektionskrankheiten spezialisiert ist, hat bei der neuseeländischen Behörde für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten (Medsafe) die vorläufige Zulassung für den Impfstoff beantragt hat.

    Es ist der erste Impfstoff auf Proteinbasis, der in Neuseeland zur Zulassung eingereicht wurde. «Mit der heutigen Einreichung macht Novavax weitere Fortschritte bei der Einführung des ersten proteinbasierten Covid-19-Impfstoffs auf der Grundlage von Phase-III-Daten», sagte Novavax-Chef Stanley C. Erck. «Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Bereitstellung unseres Impfstoffs, der auf einer bewährten, gut verstandenen Impfstoffplattform aufbaut.»

    A vial of the Phase 3 Novavax coronavirus vaccine is seen ready for use in the trial at St. George's University hospital in London Wednesday, Oct. 7, 2020. Novavax Inc. said Thursday Jan. 28, 2021 that its COVID-19 vaccine appears 89% effective based on early findings from a British study and that it also seems to work âÄ” though not as well âÄ” against new mutated strains of the virus circulating in that country and South Africa. (AP Photo/Alastair Grant)
    Im St. George Unispital in London wird der Impfstoff Novavax in der Phase III getestet. Er soll gemäss ersten Ergebnissen eine Wirksamkeit von 89 Prozent aufweisen.
    KEYSTONE