Das musst du wissen, wenn du in Deutschland einkaufen willst

toko

13.5.2021

Der Nationalrat will den Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland bremsen und die Mehrwertsteuer-Wertfreigrenze senken oder abschaffen. (Archivbild)
Für Schweizerinnen und Schweizer ist ein Shopping-Trip zum nördlichen Nachbarn nun wieder quarantänefrei und ohne Test möglich.
KEYSTONE/ANDREAS EGGENBERGER (Archivbild)

Seit heute Donnerstag ist Einkaufen in Deutschland wieder möglich. Wer jedoch eine unkomplizierte Shopping-Tour ennet der Grenze erwartet, dürfte enttäuscht werden. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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13.5.2021

Für viele Schweizerinnen und Schweizer gehörte das Einkaufen in Deutschland lange Zeit zum Alltag. Vor allem die grenznahen Orte wie etwa Konstanz zogen Shopper aus dem Süden in Scharen an. Die Corona-Pandemie jedoch machte Schluss damit.

Seit Dezember vergangenen Jahres gilt im deutschen Bundesland Baden-Württemberg ein besonders strenges Grenzregime. Wer gegen die Corona-Beschränkungen verstiess, konnte mit bis zu 3000 Euro gebüsst werden.



Seit heute Donnerstag jedoch dürfen Schweizerinnen und Schweizer wieder quarantänefrei und ohne Testpflicht einkaufen in Deutschland. Dies bestätigte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums am Mittwochabend gegenüber dem «Südkurier».

Dass dies kein unbeschwertes Shoppen bedeutet, dürfte auf der Hand liegen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was wurde beschlossen?

Am Mittwoch hat die deutsche Bundesregierung die Einreiseverordnung angepasst . Die kleinen Änderungen haben grosse Auswirkungen auf den Grenzverkehr mit der Schweiz. Demnach sind Aufenthalte unter 24 Stunden ohne Quarantänepflicht und Test wieder möglich — und daher auch das Einkaufen im Nachbarland.

Dauert der Aufenthalt länger als 24 Stunden, greift die Quarantänepflicht. Wer dagegen verstösst, muss mit einer Busse von bis zu 1000 Euro (rund 1100 Franken) rechnen.

Eine Testpflicht gilt weiterhin für Einreisende aus einem Risikogebiet, was die Schweiz für Deutschland derzeit aber nicht ist. 

Wo kann ich überhaupt einkaufen?

Trotz der Lockerungen ist ein «normales» Shoppen in Deutschland wohl kaum möglich. Dort gilt die sogenannte «Bundes-Notbremse». Je nach Inzidenz gibt es Einschränkungen auch für den Detailhandel. In den grenznahen Kreisen jedoch sind Einkäufe in Fachgeschäften per «Click and Meet» gegenwärtig möglich. Läden für den täglichen Bedarf haben ohnehin geöffnet.

Im Zweifel ist es jedoch ratsam, sich vor der Shopping-Tour über die derzeit geltenden Regeln zu informieren — etwa auf der Website des baden-württembergischen Sozialministeriums.

Kann ich zwischendurch Mittag essen?

Nein. Zumindest nicht in einem Restaurant. Denn diese sind nach wie vor sowohl im Innen- wie im Aussenbereich geschlossen.

Wer vom Shoppen hungrig oder durstig wird, muss auf ein Take-Away-Angebot oder mitgebrachte Verpflegung zurückgreifen.

Welche Regeln gelten beim Shoppen?

Wie in jedem deutschen Bundesland gilt in Baden-Württemberg für den Detailhandel — der in Deutschland Einzelhandel heisst — eine sogenannte «erweiterte Maskenpflicht». Diese erfordert das Tragen einer medizinischen Schutzmaske oder einer FFP2-Maske, auch für Kinder ab sechs Jahren.

Darüber hinaus sind die üblichen Hygieneregeln wie das Einhalten eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern selbstredend weiterhin in Kraft.