Das solltest du bei Blitz und Donner beachten

tmxh/AFP

17.6.2021

Bei Gewitter und Unwetter sind einige grundlegende Ratschläge zu beachten.
Symbolbild Keystone/Alessandro Della Bella

Nach der Hitze drohen in der Schweiz örtlich Blitz und Donner. Doch wie verhält man sich bei Gewitter am besten? Diese Tipps solltest du beachten.

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17.6.2021

Nach den ersten Hitzetagen des Jahres klettert das Thermometer auch am heutigen Donnerstag vielerorts wieder auf über 30 Grad. Doch so heiss es am Nachmittag zu werden verspricht, so schnell könnte die Sonne ab Abend und in den Freitag hinein Regen und Sommergewittern weichen. 

Verantwortlich für die aufziehenden Gewitter ist ein «riesiger Gewitterkomplex über Frankreich», wie MeteoNews schreibt. Vor allem im Tessin und in der Westschweiz werden heftige Gewitter erwartet. «Die Gewitterneigung steigt von Tag zu Tag», heisst es auch bei SRF Meteo. Am späten Abend und in der Nacht seien «auch im Flachland kräftige Gewitter möglich». 

Grund genug, über eine zeitlose Frage nachzudenken: Wie verhält man sich nun am besten, wenn es blitzt, donnert und heftig regnet? 

1. Unterschlupf in Gebäuden oder Autos suchen

Als bester Schutz bei einem Unwetter gelten ein festes Gebäude oder alternativ ein geschlossenes Auto. In Gebäuden ohne Blitzschutz für Strom- und Versorgungsleitungen sollten bei Gewitter die Stecker der Elektrogeräte gezogen und auf schnurgebundene Telefone verzichtet werden. Alle Fenster und Türen sollten zudem geschlossen sein.

2. Im Freien Schutz suchen und in die Hocke gehen

In der freien Natur sollten Spaziergänger oder Radfahrer in Senken, Hohlwegen, unter Felsvorsprüngen oder Stahlbetonbrücken in die Hocke gehen, die Beine umklammern und den Kopf senken. Der Abstand zu anderen Menschen oder Fahrrädern sollte mindestens einen Meter betragen. Auch Gegenstände aus Metall wie Werkzeuge oder Sportgeräte sollten möglichst weit entfernt sein. Zelte bieten keinen Schutz.

Ab drei Metern Höhe und einem Meter Abstand können Metallmasten laut «Allianz» Schutz bieten.

3. Bäume und Wasser meiden

Der Spruch «Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen» ist falsch. Hohe, freistehende Bäume sind grundsätzlich zu meiden, ebenso wie Masten oder Zäune. Laut MeteoSchweiz sollten auch Bergkreten und Türme gemieden werden.

Auch im Wald sollten Spaziergänger in die Hocke gehen und sich schützen. Inmitten vieler Bäume ist die Gefahr generell geringer als auf freiem Gelände. Absolut tabu ist ein Aufenthalt im Wasser.

4. Die 30-30-Regel beachten

Vergehen zwischen Blitz und Donner weniger als 30 Sekunden, ist das Gewitter noch rund zehn Kilometer entfernt, also sehr nah. Dann ist es ratsam, Schutz zu suchen. Erst 30 Minuten nach dem letzten Blitz und Donner ist die Gefahr gebannt.

5. Flussbetten nicht betreten

Vermeintlich ausgetrocknete Bach- und Flussläufe sollten keinesfalls betreten werden. Denn bei Starkregen können sie sich schnell mit Wasser füllen – es besteht Lebensgefahr.

6. Gebäude im Vorfeld schützen

Keller und andere tief liegende Bereiche sollten bei Überflutungsgefahr rechtzeitig vor eindringendem Wasser geschützt werden. Zudem sollten Senklöcher und Abflussrinnen frei von Laub und anderem Schmutz sein.

7. Fahrweise anpassen und notfalls stoppen

Starkregen kann die Sicht auf der Strasse stark beeinträchtigen. Autolenker sollten ihre Fahrweise daher anpassen. Bei Sturm und Hagel empfiehlt es sich, auf einem Parkplatz oder am Strassenrand in einem baumfreien Abschnitt anzuhalten und abzuwarten.

8. Notruf nur im Notfall

Unfälle und Brände sind sofort zu melden. Schäden hingegen, von denen keine akute Gefahr ausgeht, sollten erst nach Ende des Unwetters gemeldet werden, damit die Notrufleitungen während des Gewitters für Notfälle frei bleiben.

9. Nach dem Gewitter vorsichtig bleiben

Laut MeteoSchweiz sollte man nach dem Gewitter Vorsicht walten lassen, etwa vor herabfallenden Ästen und Gewässern, die über die Ufer getreten sind. Auch heruntergefallene Kabel sollten nicht berührt werden.