Grünen-Präsident Glättli kritisiert die Klimakonferenz

om, sda

13.11.2021 - 12:08

Balthasar Glaettli, Parteipraesident Gruene Schweiz und Nationalrat ZH, spricht an der Delegiertenversammlung der Gruene Schweiz, am Samstag, 13. November 2021, in BERN. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Balthasar Glättli, Parteipräsident Grüne Schweiz, spricht an der heutigen Delegiertenversammlung in Bern.
Bild: KEYSTONE

Zum Auftakt der Delegiertenversammlung der Grünen hat Präsident Balthasar Glättli das Nullsummenspiel des Uno-Klimagipfels von Glasgow scharf kritisiert. Auch der Bundesrat unternehme zu wenig gegen die doppelte Krise von Klima und Artenvielfalt. 

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13.11.2021 - 12:08

Die Delegiertenversammlung der Grünen in Bern fand unter Zertifikatspflicht statt. Die Lebensgrundlage sei gefährdet, sagte der Zürcher Nationalrat und Partei-Chef Balthasar Glättli in seiner Präsidialansprache gemäss Redetext.

Der Verlust der Biodiversität heize die Klimakrise weiter an und diese wiederum beschleunige das Artensterben, erklärte Glättli.

Deshalb wollten die Grünen diese Jahrhundertherausforderungen gemeinsam angehen – gerade nach den dürftigen Ergebnissen der Klimakonferenz COP26. Diese habe versagt und sei im wesentlichen eine Inszenierung gewesen, kritisierte Glättli.

Bundespräsident Guy Parmelin habe die Regierungen in Glasgow zwar aufgefordert, ambitionierte Zwischenziele zu beschliessen. Gleichzeitig fehlten in der Klimastrategie des Bundesrats aber verbindliche Zwischenziele und Massnahmen. Darum gehöre die Landesregierung ausgewechselt – zum Wohl von Klima, Biodiversität und des ganzen Planeten.

Vor der eidgenössischen Abstimmung am 28. November rief der Grünen-Präsident in Erinnerung, was beim Covid-19-Gesetz auf dem Spiel steht. Es gehe um nichts anderes als um das soziale und wirtschaftliche Leben. Die Grünen stehen klar hinter den Wirtschaftshilfen und dem Covid-Zertifikat.

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