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Die A50 zwischen Bülach und Weiach wird abklassiert.
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Aus vier Spuren werden zwei: Der Zürcher Kantonsrat hat den Rückbau der A50 beschlossen. Die frei werdende Fläche soll künftig der Landwirtschaft und der Natur dienen.
Der Kanton Zürich wird einen Teil seines Autobahnnetzes zurückbauen. Der Kantonsrat hat am Montag mit 129 zu 46 Stimmen beschlossen, die rund vier Kilometer lange A50 zwischen Bülach und der Grenze zu Weiach abzuklassieren.
Die heute vierspurige Strecke wird künftig nur noch zweispurig geführt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Gleichzeitig sinkt die Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 80 km/h.
Hintergrund ist das geringe Verkehrsaufkommen: Täglich nutzen durchschnittlich rund 13'500 Fahrzeuge die Strasse. Nach Ansicht des Regierungsrats rechtfertigt dies den Autobahnstatus nicht mehr. Selbst nach der Anpassung könne die Kapazität der Strasse noch mehr als das Doppelte an Fahrzeugen pro Tag aufnehmen.
Durch den Rückbau werden rund zwölf Hektaren Land frei. Diese sollen teilweise als Fruchtfolgeflächen und teilweise als Lebensraum für Tiere und Pflanzen genutzt werden. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) kommentierte den Entscheid im Kantonsrat gemäss Bericht: «Wir brauchen zum Beispiel Fruchtfolgeflächen für alle künftigen Strassen- und Infrastrukturausbauten. Und solche Flächen sind sehr rar.»
Die SP begrüsste den Entscheid. «Vor allem, wenn es sich um eine bereits gebaute Autobahn handelt, die mittelfristig zurückgebaut wird», wird Felix Hoesch vom «Tages-Anzeiger» zitiert. Die Brücke über die Glatt bleibe jedoch als «Zeuge eines sehr sinnlosen Projekts» bestehen.
Die A50 wurde 1978 als Teil einer geplanten Ost-West-Verbindung für den Schwerverkehr gebaut. Das Gesamtprojekt wurde jedoch nie umgesetzt, weil die Kosten zu hoch waren und mit dem Ausbau anderer Verkehrsachsen der ursprüngliche Zweck entfiel.
Gegen den Rückbau stellte sich die SVP. Kantonsrat Ulrich Pfister warnte angesichts des Bevölkerungswachstums davor, bestehende Verkehrsflächen und Infrastrukturreserven aufzugeben.