Seit 10 Tagen fehlt jede Spur26-Jährige verschwindet nach Zugfahrt Richtung Interlaken
Sven Ziegler
12.5.2026
Die Familie und die Polizei veröffentlichten dieses Foto der vermissten jungen Frau
Kapo Bern
Eine 26-jährige deutsche Medizinstudentin wird seit mehr als zehn Tagen in der Schweiz vermisst. Die junge Frau wollte eine Wanderung in den Berner Alpen unternehmen – seither fehlt von ihr jede Spur. Familie und Polizei bitten nun dringend um Hinweise.
Seit mehr als zehn Tagen fehlt von einer jungen deutschen Medizinstudentin in der Schweiz jede Spur. Wie bereits letzte Woche bekannt wurde, verschwand die 26-jährige Abrar Bin Ramadan nach einer geplanten Wanderung in den Berner Alpen.
Die junge Frau mit deutsch-libyschen Wurzeln war laut Angaben der Kantonspolizei Bern am 2. Mai gegen 9.30 Uhr in Bern in einen Zug Richtung Interlaken gestiegen. Geplant war offenbar eine Wanderung vom Harder Kulm auf das rund 2100 Meter hohe Augstmatthorn oberhalb des Brienzersees.
Ob die 26-Jährige die anspruchsvolle Gratwanderung tatsächlich antrat, ist bislang unklar. Die letzte bestätigte Sichtung erfolgte laut Polizei im Zug auf Höhe Spiez. Danach verliert sich ihre Spur vollständig.
Die Familie der Vermissten richtet inzwischen einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. «Bitte teilt ihre Fotos weiter. Sucht weiter!», erklärte die Schwester der jungen Frau laut «Bild». Die Angehörigen glaubten weiterhin fest daran, dass Abrar noch am Leben sei.
Familie sucht verzweifelt nach junger Frau
Bereits wenige Tage nach dem Verschwinden veröffentlichte die Berner Kantonspolizei einen offiziellen Fahndungsaufruf mit Foto und Personenbeschreibung. Auch Tage später gebe es weiterhin keine entscheidenden Hinweise zum Aufenthaltsort der Frau.
Nach Informationen der «Freien Presse» absolvierte die angehende Ärztin seit Anfang März ein Praktikum in der Schweiz. Ihren Hauptwohnsitz hat sie demnach in Chemnitz, zuvor war sie an der Universität Magdeburg eingeschrieben.
Inzwischen ist auch die deutsche Polizei in die Suche eingebunden. Die Schweizer Behörden hätten laut den sächsischen Ermittlern um Amtshilfe gebeten, da die Vermisste in Deutschland gemeldet ist.
Die geplante Wanderroute gilt als anspruchsvoll. Die Tour über den Grat oberhalb des Brienzersees umfasst rund 17 Kilometer und mehrere hundert Höhenmeter.