Höchste Alarmstufe in den Niederlanden +++ Indonesien lässt neuen Impfstoff zu  

Agenturen/dor

2.11.2021

Agenturen/dor

2.11.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1949 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 28 Spitaleinweisungen.

Vor einer Woche hatte das BAG 1491 neue Infektionen registriert. Zudem gab es neun neue Todesfälle und 26 neue Spitaleinweisungen.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 230,67 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 70,2 Prozent. 13 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Reaktion der Kantone auf «Schweizer Zertifikat»

Die meisten Kantone begrüssen den Vorschlag des Bundesrates, ein nur in der Schweiz gültiges Covid-Zertifikat auch nach einem positiven Antikörpertest auszustellen. Dies hat eine Recherche von SRF News ergeben. Dieses «Schweizer Zertifikat» soll 90 Tage lang gültig sein, aber nur in der Schweiz.

Zustimmung finde auch der Vorschlag, das Zertifikat für Genesene, die einen PCR-Test vorlegen können, von 180 Tagen auf ein Jahr Gültigkeit zu verlängern. Häufiger kritisiert würden dagegen Covid-Zertifikate für jene, die sich weder impfen noch testen lassen können.

So viele Corona-Tote wie nie in Russland

Am Dienstag wurden in Russland 1178 Corona-Tote gemeldet – das ist ein Rekordhoch. Zudem kam es zu 39'008 neuen Ansteckungen, davon 5736 in Moskau. Russland hat mit fast einer halben Million Toten nach den USA und Brasilien die höchsten Todeszahlen weltweit.

Momentan ist das Land in einwöchigen Zwangsferien, nur Geschäfte des täglichen Bedarfs sind geöffnet. Erst ein Drittel der russischen Bevölkerung ist geimpft.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg verschärft die Corona-Massnahmen. So dürfen etwa Ungeimpfte Restaurants und Museen nur mit einem negativen PCR-Test betreten.
  • Das BAG meldet 1949 neue Ansteckungen sowie 8 Todesfälle und 28 Spitaleinweisungen.
  • Die meisten Kantone begrüssen die Pläne des Bundesrats zur Einführung eines «Schweizer Zertifikats».
  • Nach der Schliessung des Restaurants Walliserkanne in Zermatt wegen der Nichteinhaltung der Zertifikatspflicht und der Festnahme von drei Wirtsleuten rechtfertigt der Walliser Staatsratspräsident das Vorgehen des Kantons.
  • Gemäss einer Umfrage geniessen die Swiss-Covid-App und die Zertifikats-App bei den Menschen in der Schweiz ein vergleichsweise hohes Vertrauen.
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  • 21.50 Uhr
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  • 21.49 Uhr
    Argentinien öffnet Grenzen für ausländische Touristen wieder

    Nach mehr als anderthalb Jahren Schliessung hat Argentinien seine Grenzen wieder für den internationalen Reiseverkehr geöffnet. «Wir kehren zur Normalität zurück», erklärte Verkehrsminister Alexis Guerrera am Dienstag. Ab sofort könnten Touristen auf dem Luft- und Seeweg wieder regulär nach Argentinien einreisen.

    Bereits Anfang Oktober hatte Argentinien seine Landgrenzen zu den Nachbarländern wieder geöffnet. Ausländische Touristen, die nach Argentinien einreisen, müssen vollständig geimpft sein, wobei die letzte Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegen muss. Zudem benötigen Reisende einen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist sowie eine spezielle Corona-Versicherung.

  • 21.31 Uhr
    Irland verzeichnet neuen Höchststand an Coronafällen seit Januar

    Die Gesundheitsbehörden in Irland vermelden in einem Bericht 3726 Corona-Fälle und eine Zunahme von 70 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Damit erreicht die Neuinfektionen den höchsten Stand seit der Welle im Januar.

    Fast 90 Prozent der erwachsenen irischen Bevölkerung ist gegen das Coronavirus geimpft. Nur Malta und Island weisen eine noch höhere Quote auf. In Irland gilt eine Zerifikatspflicht für Innenräume. So sind Restaurants und Pubs nur für Geimpfte und Genesene geöffnet.

  • 20.05 Uhr
    Höchste Alarmstufe in den Niederlanden: Erneut Maskenpflicht

    Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verschärfen die Niederlande erneut die Corona-Massnahmen. Die Maskenpflicht wird wieder für alle öffentlich zugängliche Orte wie Geschäfte oder Friseure eingeführt, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Auch der Corona-Pass wird für mehr Orte verpflichtend. Bürger sollen auch wieder den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wahren.

    Erst vor gut einem Monat hatte das Land viele Massnahmen aufgehoben und etwa die 1,5 Meter-Regel abgeschafft. Daraufhin waren die Infektionszahlen schnell gestiegen. Die Lage gilt nun als ernsthaft, es gilt die höchste Warnstufe. Rutte appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. «Alles hängt von unserem eigenen Verhalten ab».

    Menschen müssen nicht mehr nur in Gaststätten, Kinos und Theatern nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Der Corona-Pass gilt dann auch etwa für Sportclubs, Fitnesscenter und Zoos. Masken müssen künftig auch wieder in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in Krankenhäusern und an Hochschulen getragen werden.

    COVID-19 Coronavirus vaccine and syringe with Dutch flag on background. COVID-19 vaccination program begins in Europe
    In den vergangenen sieben Tagen war die Zahl der Infektionen in den Niederlanden um 39 Prozent im Vergleich zur Vorwoche auf fast 54’000 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 313.
    Bild: Getty Images
  • 19.23 Uhr
    Südwesten in Deutschland führt strengere Regeln für Ungeimpfte ein

    Die Corona-Fallzahlen im Südwesten Deutschlands steigen deutlich. Nun wurde ein wichtiger Schwellenwert bei der Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten wiederholt überschritten. Mit Auswirkungen vor allem für Ungeimpfte.

    Im Schweizer Nachbarland Baden-Württemberg tritt am Mittwoch die Corona-Warnstufe in Kraft. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen hat heute den zweiten Werktag in Folge den Wert von 250 überschritten, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mitteilte.

    Damit gelten künftig wieder strengere Regeln vor allem für Ungeimpfte. Die erste kritische Marke sei erreicht, die Lage in den Krankenhäusern angespannt, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag mit. «Wir erleben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften. Das sehen wir nicht nur an den getrennt ausgewiesenen Inzidenz-Werten, sondern auch auf den Intensivstationen.» Dort lägen fast ausnahmslos nicht-geimpfte Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf, so Lucha. Es sei deshalb klar, dass man mit den Einschränkungen bei den Nicht-Geimpften ansetzen müsse. «Sie sind Treiber der Pandemie und sorgen für die Belastung des Gesundheitssystems», teilte der Gesundheitsminister mit.

    Ein Patient auf der Intensivstation für Covid-19 Patienten des Klinikum Stuttgart. Für Ungeimpfte gelten in Baden-Württemberg künftig wieder umfassendere Testpflichten sowie die Rückkehr von Kontaktbeschränkungen.
    Bild: dpa
  • 18.01 Uhr
    Athen verschärft Corona-Testpflichten für Ungeimpfte

    In Griechenland dürfen ungeimpfte Bürger ab Samstag Einrichtungen wie Behörden, Banken, Geschäfte und Friseure nur noch mit einem aktuellen negativen Corona-Test betreten. Das teilte am Dienstagabend der griechische Gesundheitsminister Thanos Plevris im Staatsfernsehen mit. Ohne Test zugänglich bleiben lebensnotwendige Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken. Zudem können sich ab Freitag dem Minister zufolge alle vollständig geimpften Bürger ab 18 Jahre eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. Ungeimpfte Berufstätige müssen bei der Arbeit künftig zwei Mal pro Woche und auf eigene Kosten einen negativen Test vorlegen.

    Ungeimpfte Bürger seien anfälliger für eine Corona-Infektion und müssten deshalb auch mehr Vorsicht walten lassen, sagte Plevris zu den neuen Massnahmen. Auch sei es nicht möglich, erneut etwa einen flächendeckenden Lockdown zu verhängen. Die Impfung sei die beste Waffe gegen die Pandemie.

  • 16.50 Uhr
    Indonesien lässt neuen Impfstoff zu

    Indonesien hat als erstes Land weltweit eine Zulassung für den Covid-19-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Novavax erteilt. Das Präparat unterscheidet sich von den bisherigen Mitteln von Moderna oder Pfizer/Biontech: NVX-CoV2373 basiert auf Spike-Proteinen, die die Hülle des Coronaviruses imitieren und das Immunsystem zur Abwehr anregen.

    epa08892119 A handout picture made available by Novavax CZ shows a general view of Novavax CZ production plant near Prague, in Bohumile, Czech Republic, 25 August 2020 (issued 18 December 2020). The EU on 17 December said it had concluded talks with Novavax about the acquisition of the company's potential corona vaccine. The proposed contract with Novavax would give the bloc the opportunity to buy 100 million doses in a first step - with the option of a further 100 million later on. US company Novavax purchased Praha Vaccines in May 2020 to manufacture components of its coronavirus vaccine. EPA/NOVAVAX CZ HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
    Impfstoff ohne mRNA-Technologie: Novavax-Werk nahe Prag.
    KEYSTONE

    Das Medikament wird ebenfalls mit zwei Dosen verabreicht und sei ein «sehr wichtiger Schritt» für das nationale Impf-Programm, zitiert «ABC» den Epidemiologen Dicky Budiman. «Der Impfstoff ist viel leichter zu transportieren, zu lagern und zu verteilen an einem Ort wie Indonesien, wo wir viele Inseln haben.»

    Eine Studie, die im Juni in den USA und Mexiko mit 30'000 Personen durchgeführt worden ist, soll einen Schutz von 90 Prozent ergeben haben. Die Nebenwirkungen sollen dabei gering gewesen sein, teilte Novavax mit. Die Zulassung sei auch in anderen Ländern wie der EU, Grossbritannien oder Indien beantragt worden, hiess es weiter.

  • 16 Uhr
    591 Tote in Rumänien innert 24 Stunden

    Rumänien hat am Dienstag eine Rekordzahl von 591 Corona-Todesfällen am Tag gemeldet. 541 von ihnen seien nicht geimpft gewesen, teilten die Behörden mit.

    Der bisherige Tagesrekord von 574 Todesopfern wurde am 19. Oktober registriert. Seit Beginn der Pandemie wurden in Rumänien mehr als 1,6 Millionen Infektionen bestätigt und 48'664 Todesfälle registriert.

    Nur 37 Prozent der Erwachsenen des Landes, das rund 19 Millionen EiEine C-27 der rumänischen Luftwaffe bringt am 2. November nwohner hat, sind vollständig geimpft. Von den 27 EU-Mitgliedstaaten hat nur Bulgarien eine noch geringere Impfquote.

    02.11.2021, Hamburg: Fahrzeuge für den Intensivmedizinischen Transport der Bundeswehr stehen vor einer C-27 der Rumänischen Luftwaffe auf dem Rollfeld des Flughafen Hamburg. Foto: Gregor Fischer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Gregor Fischer)
    Eine C-27 der rumänischen Luftwaffe bringt am 2. November Intensiv-Patienten nach Hamburg.
    KEYSTONE

    Die anhaltend niedrige Impfrate und eine Welle von Coronavirus-Infektionen überfordern das angeschlagene Gesundheitssystem Rumäniens. Die sich abzeichnende Katastrophe veranlasste die Behörden, seit vergangener Woche strengere Beschränkungen zu verhängen.

    Für viele alltägliche Aktivitäten, wie den Besuch eines Fitnessstudios, eines Kinos oder eines Einkaufszentrums, sind Impfbescheinigungen erforderlich. Es gilt eine Ausgangssperre ab 22 Uhr.

  • 15.17 Uhr
    Verschärfung der Massnahmen an deutscher Grenze

    Ab Mittwoch dürfen öffentliche Einrichtungen wie Gastrobetriebe und Museen im deutschen Grenzumfeld zur Schweiz von Ungeimpften nur noch mit negativem PCR-Testresultat betreten werden. Im Bundesland Baden-Württemberg tritt die Corona-Warnstufe in Kraft. Diese gilt dann, wenn in den Spitälern im Bundesland an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen 250 oder mehr Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen liegen.

    Die Warnstufe hat im Rahmen der 3-G-Strategie für Ungeimpfte Verschärfungen zur Folge. Ein negatives Schnelltest-Resultat reicht für die Zertifizierung nicht mehr aus. Wer öffentliche Einrichtungen wie etwa Innenbereiche von Restaurants oder Museen besuchen möchte, benötigt im Minimum ein negatives PCR-Testresultat. Gar keinen Zutritt erhalten Ungeimpfte in Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen, in denen es zu engen Kontakten kommt.

    Zutritt für Ungeimpfte nur noch mit PCR-Test: Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (D).
    Zutritt für Ungeimpfte nur noch mit PCR-Test: Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein (D).
    KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

    Restaurants und Gastrobetriebe im deutschen Umland sind bei Gästen aus den beiden Basel beliebt, ebenso das Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Noch sind diese Lokale für Ungeimpfte zugänglich. Das würde sich ändern, falls bei mehr als 390 belegten Intensivbetten die Alarmstufe in Kraft treten würde. Dann würden Innenräume nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich.

  • 15.01 Uhr
    Im Luzerner Kantonsspital gilt ab Montag 3G

    Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) weitet die 3G-Regel für Besucher*innen aus, lockert aber im Gegenzug die Besuchseinschränkungen. Die Maskenpflicht bleibt bestehen, wie das LUKS am Dienstag mitteilte.

    Seit rund eineinhalb Monate haben in gewissen, als sensibel eingestuften Abteilungen, wie etwa in der Geburtsabteilung, nur Personen Zutritt, die gegen Covid geimpft oder von der Krankheit genesen sind oder die ein negatives Testergebnis vorlegen können. Diese 3G-Regel werde ab dem 8. November auf alle stationären Abteilungen des LUKS in Luzern, Sursee und Wolhusen ausgeweitet, teilte dieses mit.

    Die Mitarbeitenden des Luzerner Kantonsspitals werden einem GAV unterstellt. (Archivbild)
    Das Luzerner Kantonsspital weitet die 3G-Regel für Besucher*innen aus.
    KEYSTONE/URS FLUEELER

    Begründet wird dies mit den bisherigen Erfahrungen mit der 3G-Regel, mit Empfehlungen von Fachleuten sowie mit der Befürchtung, dass es in der kalten Jahreszeit wieder mehr Ansteckungen geben könnte. Wer als Besucherin oder als Besucher ins Spital will, benötigt somit grundsätzlich ein Coronazertifikat.

    Mit der Einführung der 3G-Regel werden die Besuchseinschränkungen gelockert. Bislang durfte ein Patientin oder ein Patient pro Tag nur von einer Person während maximal einer Stunde besucht werden. Ab dem 8. November sind zwei Besuche von beliebiger Länge möglich.

  • 14.57 Uhr
    Vektorimpfstoff kommt nur mässig an

    Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson basiert auf der Vektor- statt der mRNA-Technologie – und ist als Alternative für mRNA-Skeptiker gedacht. Dennoch sorgt er nicht dafür, dass das Impftempo in der Schweiz drastisch zunimmt. Laut dem Bund sind erst knapp 22'000 Dosen des Vektorimpfstoffs verabreicht worden.

    «Johnson & Johnson scheint keine interessante Alternative zu sein für impfskeptischere Personen», sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien. Anfänglich habe man diese Hoffnung gehabt.

  • 14.31 Uhr
    Hunde können Virus erschnüffeln

    Zwei vom österreichischen Militär ausgebildete Spürhunde haben nach sechs Monaten ihre Ausbildung zu Corona-Schnüfflern erfolgreich abgeschlossen. Von 3000 beschnüffelten Proben hätten sie 80 Prozent richtig erkannt, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner am Dienstag.

    Die Hundetrainer arbeiteten mit inaktivierten Proben von Gesichtsmasken von Covid-Patienten. Jetzt wolle das Land seine guten Erfahrungen international teilen, so die Ministerin.

    Ein Einsatz der Hunde sei vor allem in Altenheimen und Kliniken denkbar, hiess es weiter. Ein Erschnüffeln gerade bei kühlen Temperaturen auf offener Strasse sei schwierig. Dass Hundenasen feinste Stoffe in der Luft bemerken, ist nicht neu. Sie werden unter anderem zur Suche nach Kampfmitteln, Drogen oder Bargeld eingesetzt.

  • 14.06 Uhr
    BAG-Expertin zieht Bilanz

    «Die Kurve der Fallzahlen geht wieder nach oben», hält Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) an der wöchentlichen Exprten-Medienkonferenz in Bern. Man müsse daher auch einen baldigen Anstieg der Hospitalisationen erwarten. 

    Die Medienkonferenz begleitet blue News im Live-Ticker

    Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle BAG, spricht am Point de Presse des Bundes mit Fachexperten zum Coronavirus, am Dienstag, 5. Oktober 2021, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
    Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), zieht in Bern einmal mehr Bilanz. (Archivbild)
    Bild: Keystone
  • 13.33 Uhr
    1949 neue Fälle und 8 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1949 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 28 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 230,67 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,24.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 70,2 Prozent. 13 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt erhielt die Armeeapotheke als Logistikzentrale bis am vergangenen Freitag 13'297'425 Impfdosen. Davon waren am Dienstagmorgen 11'135'914 Dosen verabreicht. 63,8 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Bislang wurden 7'102'769 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.

  • 13.12 Uhr
    Pfizer wächst auch dank Impfstoffverkauf

    Der US-Pharmakonzern Pfizer profitiert weiter kräftig von dem mit seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Covid-19-Impfstoff. Aber auch ausserhalb des Geschäfts mit dem Corona-Vakzin Comirnaty hat Pfizer im vergangenen Quartal zugelegt.

    Das Management um Konzernchef Albert Bourla hob die Jahresziele für Pfizer erneut an. So soll sich der Umsatz 2021 nun im Vergleich zum Vorjahr auf 81 bis 82 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppeln, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

    Dabei rechnet Pfizer mit einem noch grösseren Beitrag des Corona-Vakzins als bisher, da inzwischen weitere Liefervereinbarungen mit Abnehmerländern getroffen worden seien. Comirnaty dürfte demnach rund 36 Milliarden Dollar beisteuern, statt der zuvor prognostizierten rund 33,5 Milliarden Dollar. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll stärker steigen als bisher vom Konzern erwartet.

    Im vergangenen Quartal konnte Pfizer den Umsatz auf 24,1 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Unter dem Strich kam ein Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar heraus. Im Vorjahresquartal waren es knapp 1,5 Milliarden gewesen.

  • 12.43 Uhr
    Keine weiteren Fälle in Thurgauer Regierung

    Die Thurgauer Regierungsräte Walter Schönholzer (FDP) und Urs Martin (SVP) haben sich mit Corona angesteckt, wie gestern bekannt gegeben wurde. Beide sind vollständig geimpft und haben nur milde Symptome.

    Nun haben sich auch die anderen Mitglieder der Thurgauer Exekutive sowie der Staatsschreiber testen lassen. Dabei gab es keine weiteren positiven Fälle, wie die Staatskanzlei des Kantons in einer Mitteilung schreibt.

    Der Thurgauer Regierungsrat mit Cornelia Komposch (SP, bisher) Regierungsraetin Carmen Haag (CVP, bisher), Regierungsrat Walter Schoenholzer (FDP, bisher), Regierungsraetin Monika Knill (SVP, bisher), und dem neu gewaehlten Regierungsrat Urs Martin (SVP), von links, bei den Wahlen im Kanton Thurgau, am Sonntag, 15. Maerz 2020, in Frauenfeld. Im Thurgau werden heute Regierung und Parlament gewaehlt. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Der Thurgauer Regierungsrat mit Cornelia Komposch (SP, bisher), Carmen Haag (CVP, bisher), Walter Schönholzer (FDP, bisher), Monika Knill (SVP, bisher) und Urs Martin (SVP), von links.
    KEYSTONE
  • 12.38 Uhr
    Urner Regierung gegen «Solidaritätsabgabe» für Reichste

    Die Reichsten im Kanton Uri sollen nicht mit einer Corona-Sondersteuer belastet werden. Der Regierungsrat lehnt eine Motion aus den Reihen der Fraktion SP/Grüne für eine «Urner Covid-19 Solidaritätsabgabe» ab. Der Vorstoss verlangt, dass der Kanton Uri zeitlich beschränkt die Steuern auf hohen Einkommen und Vermögen erhöht.

    Im Visier haben SP und Grüne die 63 Steuerpflichtigen, die ein Einkommen von über 300'000 Franken versteuern, sowie die 191 Personen, die auf einem Vermögen von über drei Millionen Franken Steuern bezahlen. Damit könnten zusätzliche Einkommenssteuern von vier Millionen Franken und Vermögenssteuern von 1,4 Millionen Franken erzielt werden.

    Der Regierungsrat lehnte die Sondersteuer aber ab, wie aus seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort hervorgeht. Er verwies auf seine Steuerpolitik, die nachhaltig und beständig sei und nicht durch die Schaffung einer «unnötigen» Zusatzsteuer gefährdet werden dürfe. Eine signifikante Steuererhöhung könnte dazu führen, dass die betroffenen Personen wegziehen, was nicht im Interesse des Kantons sei, gab er ferner zu bedenken.

  • 12.26 Uhr
    Kantone bleiben trotz Pandemie kreditwürdig

    Die Kantone kommen finanziell gesehen glimpflich durch die Pandemie: Ihre Finanzen sind stabil und ihre Kreditwürdigkeit bleibt auf hohem Niveau, findet die Credit Suisse. Die Grossbank hat deshalb die Kreditratings fast aller Kantone bestätigt.

    Trotzdem gab es in jeweils einem Fall eine Herauf- und eine Herabstufung sowie drei negative Kreditausblicke.

    So hat die Bank den Kanton Basel-Stadt laut einer Mitteilung vom Dienstag neu auf das Rating «AAA» heraufgestuft. Der Stadtkanton habe in den letzten drei Jahren eine hervorragende Erfolgsbilanz ausgewiesen mit Ertragsüberschüssen über das ganze Jahrzehnt hinweg (mit Ausnahme von 2016), heisst es in dem Bericht. 

    Gleichzeitig stufte die CS den Nachbarkanton Basel Landschaft auf «Low AA» herunter. Die Bruttoverschuldung und die Pro-Kopf-Verschuldung gehörten aufgrund der Pensionskassensanierung von 2014 zu den höchsten des Landes, heisst es. Zudem müssten die geplanten Investitionen für die nächsten vier Jahre fremdfinanziert werden, was die Verschuldung weiter erhöhe. 

    Zudem stellte die CS den Kantonen Glarus («High AA»), Solothurn («Mid AA») und Uri («High AA») neu einen negativen Ratingausblick aus.

  • 11.13 Uhr
    So viele Corona-Tote wie nie in Russland

    Am Dienstag wurden in Russland 1178 Corona-Tote gemeldet – das ist ein Rekordhoch. Zudem kam es zu 39'008 neuen Ansteckungen, davon 5736 in Moskau. Russland hat mit fast einer halben Million Toten nach den USA und Brasilien die höchsten Todeszahlen weltweit.

    Momentan ist das Land in einwöchigen Zwangsferien, nur Geschäfte des täglichen Bedarfs sind geöffnet. Erst ein Drittel der russischen Bevölkerung ist geimpft. 

    epa09550476 Russian Emergency Situations Ministry workers sanitise the Kievsky railway station as part of the campaign to prevent the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease in Moscow, Russia, 28 October 2021. In the Russian Federation, for the first time since the beginning of the pandemic, there are more than 40 thousand COVID cases per day. A work-free period is in effect in Moscow from October 28 to November 07, when coronavirus restrictions in the city will be tightened and a partial lockdown will be implemented.  EPA/SERGEI ILNITSKY
    Städtische Angestellte desinfizieren einen Bahnhof in Moskau. 
    Bild: EPA
  • 9.19 Uhr
    Schwyzer Wirtschaft hat sich von Corona-Rezession erholt

    Im Kanton Schwyz hat die Wirtschaft aus der Corona-Rezession herausgefunden. Für 2022 erwartet die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) eine überdurchschnittliche Expansion des kantonalen Bruttoinlandproduktes von 2,6 Prozent, wie sie am Dienstag mitteilte.

    Für die Schweiz wird zwar für das nächste Jahr ein noch grösseres Wachstum prognostiziert. Dass die Schwyzer Konjunktur unter dem landesweiten Durchschnitt liegen dürfte, führt die SZKB darauf zurück, dass Branchen, die national eine grosse Rolle spielten, im Kanton Schwyz untervertreten seien, etwa die Pharmazie.

    In den letzten Monaten erholte sich die Schwyzer Wirtschaft aber gut von der Rezession, in die sie 2020 wegen der Corona-Pandemie gefallen war. Die Güterexporte der meisten Warenarten seien wieder höher als vor der Krise. Treibende Kraft waren die Metall- und Maschinenindustrie, und damit die Branchen, die am stärksten von der Krise getroffen worden sind. Seit dem Sommer habe sich aber auch der Dienstleistungssektor erholt.

  • 8.42 Uhr
    Entwicklung von Medikament läuft harzig

    Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat einen Rückschlag bei der Entwicklung eines Medikaments gegen das Coronavirus erlitten. Eine Studie zeigte, dass die neue Pille kaum wirksamer ist als ein Placebo, berichtete die «SonntagsZeitung».

    «Die ersten Daten haben uns da einen Dämpfer gegeben», sagt Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz im Gespräch mit SRF. Das Unternehmen wollte aber nicht aufgeben.

    Laut einem Analysten haben die Pharma-Firmen in den letzten Jahren die Entwicklung von antiviralen Medikamenten oder Antibiotika nicht mehr vorangetrieben, oder ganz aufgegeben, weil sie nicht so lukrativ seien.

    Am weitesten mit der Entwicklung eines Covid-Medikaments ist laut SRF die US-Firma Merck. Sie hat in den USA und in der EU die Zulassung für ein Medikament beantragt, mit dem die Wahrscheinlichkeit, mit einer Corona-Erkrankung im Spital zu landen, um die Hälfte sinken soll.

  • 6.30 Uhr
    Reaktion der Kantone auf «Schweizer Zertifikat»

    Die meisten Kantone begrüssen den Vorschlag des Bundesrates, ein nur in der Schweiz gültiges Covid-Zertifikat auch nach einem positiven Antikörpertest auszustellen. Dies hat eine Recherche von SRF News ergeben. Dieses «Schweizer Zertifikat» soll 90 Tage lang gültig sein, aber nur in der Schweiz.

    Zustimmung finde auch der Vorschlag, das Zertifikat für Genesene, die einen PCR-Test vorlegen können, von 180 Tagen auf ein Jahr Gültigkeit zu verlängern. Häufiger kritisiert würden dagegen Covid-Zertifikate für jene, die sich weder impfen noch testen lassen können.

    Die Regierung hat den Vorschlag für das «Schweizer Zertifikat» am 20. Oktober in die Vernehmlassung geschickt, entscheiden will sie am 3. November. 

    Der Code fuer den Covid-Impfpass wird auf dem Mobiltelefon angezeigt, am Samstag, 25. September 2021 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
    Das Covid-Zertifikat für Genesene könnte von 180 auf 365 Tage Gültigkeit verlängert werden. 
    Bild: Keystone/Alessandro della Valle
  • 5.30 Uhr
    Walliserkanne: Favre verteidigt Polizei gegen Vorwürfe

    Nach der Schliessung des Restaurants Walliserkanne in Zermatt VS wegen der Nichteinhaltung der Zertifikatspflicht und der Festnahme von drei Wirtsleuten rechtfertigt der Walliser Staatsratspräsident Frédéric Favre (FDP) in Interviews das Vorgehen des Kantons. Vorwürfen, wonach bei der Festnahme der Wirtsleute Gewalt angewendet worden sei, würden ernst genommen, sagte er gegenüber der «Luzerner Zeitung» und anderen Medien. Die Polizei habe bestätigt, dass dies nicht der Fall gewesen sei, sagte Favre jedoch. Mehr dazu hier.

  • 5 Uhr
    Swiss baut Fracht- zu Passagierflugzeugen zurück

    Die pandemiebedingte Zeit als Frachtmaschinen ist für drei Swiss-Flugzeuge des Typs Boeing 777 vorbei. Die «Triple Seven» werden wieder mit Sitzen bestückt und für Passagierflüge bereit gemacht, schreibt der «Blick». Die Maschinen bringen laut Swiss je 340 Passagiere bis zu 10'700 Kilometer weit.

    Die Fluggesellschaft hatte wegen der Pandemie und dem drastisch gesunkenen Passagieraufkommen drei ihrer zwölf  Boeing 777 zu Frachtflugzeugen umgebaut.  Während andere Airlines Frachtkartons auf den Sitzen festgeschnallt hätten, habe die Swiss die Sitze ausgebaut, sagte der Projektleiter Technik der Swiss gegenüber der Zeitung. 

  • 4.15 Uhr
    Vertrauen in Swiss-Covid-App und Zertifikats-App

    Gemäss einer Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch geniessen die Swiss-Covid-App und die Zertifikats-App bei den Menschen im Land ein vergleichsweise hohes Vertrauen. Über die Hälfte der Befragten äussert keine Bedenken, die Zertifikats-App zu nutzen.

    Die beiden Covid-Apps des Bundes erreichen in Bezug auf seriösen Umgang mit Kundendaten hinter den Angeboten von Banken und Behörden die höchsten Umfragewerte, wie comparis.ch am Dienstag mitteilte. Sie erhielten mehr Punkte als beispielsweise Versicherungen, Buchungsplattformen oder Online-Shops.