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Jetzt meldenDie Schweiz schwitzt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Die aktuelle Hitzewelle könnte Juni-Rekorde brechen. blue News verrät dir, wie hoch der Rekord in deiner Nähe ist.
Gib deinen Wohnort ein. Wir zeigen die drei nächstgelegenen Wetterstationen, ihren höchsten je im Juni gemessenen Tageshöchstwert und den Verlauf der Juni-Höchsttemperaturen über die Jahre. Daten: MeteoSchweiz.
Rekord = höchste je im Juni gemessene Lufttemperatur (Tagesmaximum, 2 m über Boden). Distanz = Luftlinie vom gewählten Ort zur Station. Stationen ohne Badge verwenden homogenisierte MeteoSchweiz-Daten (NBCN); Stationen mit «Rohdaten»-Badge verwenden nicht-homogenisierte Messwerte.
Astronomisch gesehen ist noch Frühling. Doch wer in diesen – und vor allem in den kommenden Tagen – nachmittags nach draussen geht, merkt sofort: Es ist richtig heiss. Seit Mitte Juni hat die Hitze die Schweiz fest im Griff. Und die meteorologischen Prognosen deuten darauf hin, dass in den nächsten Tagen zahlreiche Juni-Rekorde fallen könnten.
Wie aussergewöhnlich die aktuellen Temperaturen in deiner Umgebung sind, lässt sich mit dem folgenden Formular überprüfen (siehe oben). Es zeigt, welche Juni-Hitzerekorde an den nächstgelegenen Messstationen zu deinem Wohnort bisher registriert wurden – und wie hoch die Temperaturen dort tatsächlich schon lagen.
Das Tool zeigt für den eingegebenen Wohnort jeweils die drei nächstgelegenen Messstationen. Angezeigt werden sowohl die «geprüften», also wissenschaftlich bereinigten Temperaturwerte, als auch Rohdaten, die mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren sind. Daten werden bei der Abfrage nicht gespeichert.
Hinter diesen Werten steckt ein landesweites Messnetz. Schweizweit erfassen Meteorolog*innen des Bundes die Temperaturen an über 150 Stationen. An einigen wenigen davon reichen die Aufzeichnungen mehr als hundert Jahre zurück. Dazu gehören etwa Bern, Lugano, Neuenburg und Zürich, wo die ersten Messreihen bereits vor 1900 begannen. Über die Jahrzehnte sind so mehr als 2,5 Millionen Messwerte zusammengekommen. Diese hat blue News für das Tool ausgewertet.
Diese lange Messgeschichte zeigt auch, weshalb Rekordwerte nicht immer so eindeutig sind, wie sie auf den ersten Blick wirken. Der höchste je gemessene Juni-Temperaturwert in der Schweiz wurde – lässt man einzelne Messfehler ausser Acht – am 27. Juni 1947 registriert. In Basel-Binningen zeigte das Thermometer damals als Tagesmaximum zwei Meter über Boden 38,4 Grad. Offiziell anerkannt ist dieser Wert allerdings nicht.
Der Grund: MeteoSchweiz stützt sich bei solchen Auswertungen ausschliesslich auf sogenannte «homogene Daten». Weil sich Messmethoden im Laufe der Zeit verändert haben, werden historische Messreihen wissenschaftlich bereinigt, damit sie über lange Zeiträume vergleichbar bleiben. Für Basel-Binningen gilt deshalb am selben Tag ein bereinigter Wert von 36,9 Grad als offizieller Juni-Rekord.
Laut den Bundesmeteorolog*innen ist die aktuelle Wetterlage nicht aussergewöhnlich. Auch in der jüngeren Vergangenheit habe es im Juni mehrfach längere Hitzeperioden gegeben – etwa in den Jahren 2025, 2022, 2019 und 2017 sowie während des Hitzesommers 2003.
Die Archivdaten zeigen dennoch einen deutlichen Trend: Über die gesamte Messperiode hinweg gab es zwar immer wieder einzelne Ausreisser nach oben. Seit einigen Jahrzehnten aber wird der Juni kontinuierlich wärmer. Im Juni 2024 meldete MeteoSchweiz den wärmsten Juni weltweit im sogenannten Copernicus-Datensatz seit 1979.
Bestätigen sich die aktuellen Prognosen, könnten auch in diesem Jahr neue Rekorde fallen. Seit Donnerstagmittag gelten Hitzewarnungen der Stufen 3 und 4 des Bundes. Die Warnungen sind vorerst bis Dienstag befristet – eine Verlängerung gilt jedoch als wahrscheinlich.