Die digitale Kriminalität in der Schweiz hat erneut deutlich zugenommen. 2024 stieg die Zahl der digital begangenen Straftaten um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sind über 59'000 digitale Straftaten registriert worden.
Davon fallen über 90 Prozent in den Bereich der Cyber-Wirtschaftskriminalität, wie die am Montag veröffentlichte Kriminalstatistik 2024 des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. Auffällig sei der Zuwachs bei den Phishing-Angriffen (+56 Prozent) sowie beim Missbrauch von Online-Zahlungssystemen, Wertkarten oder einer fremden Identität (+105 Prozent).
Seit der ersten Publikation im Jahr 2020 hat sich die digitale Kriminalität damit mehr als verdoppelt, hiess es weiter. Insgesamt wurden in der Statistik über 560'000 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch polizeilich registriert, was einem Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, schrieb das BFS.
Schwere Delikte nehmen zu
Wie aus der am Montag veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik weiter hervorgeht, registrierten die Behörden insgesamt 563'633 Straftaten, was einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Mit 48'943 verzeichneten Gewaltverbrechen (+3,3 %) setzt sich der Aufwärtstrend fort. Besonders auffällig ist der Anstieg schwerer Gewalttaten: 2456 Fälle wurden gemeldet – ein Plus von 19,4 Prozent und der höchste Wert seit Beginn der Statistik im Jahr 2009. Besonders deutlich zugenommen haben Schwere Körperverletzungen mit einem Plus von 16,9 %, Vergewaltigungen mit Plus 29,4 % und Schwerer Raub (+21,6 %).
Die meisten dieser Taten ereigneten sich im öffentlichen Raum (55,3 %), fast ebenso viele im privaten Umfeld (42,2 %). Bei den Tatverdächtigen handelte es sich überwiegend um Männer. Auch unter den Opfern waren Männer leicht in der Überzahl.
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