Keine Roten Zonen mehr in Italien +++ Spanien feiert Ende des Corona-Notstands 

Agenturen/red

9.5.2021

In Spanien haben Zigtausende in der Nacht zum Sonntag nach sechs Monaten euphorisch das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Indien ist schwer von der Pandmie getroffen. Jetzt gibt es wieder einen Höchststand bei den neuen Todesopfern. Das sind die wichtigsten Meldungen des Tages.

Agenturen/red

9.5.2021

Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400’000 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Toten nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 stieg auf rund 242’300. Inzwischen haben sich bereits mehr als 22 Millionen Inder mit dem Corona-Virus angesteckt. Vermutet wird, dass die Zahlen noch viel höher liegen.

In absoluten Zahlen ist das riesige Land in Südasien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Die Dunkelziffer in Indien dürfte allerdings deutlich höher liegen: Vielerorts ist es schwer, überhaupt auch nur getestet zu werden. Besonders in ländlichen Regionen sterben viele Opfer zu Hause und tauchen nicht immer in der Statistik auf.

Feiern in Spanien und Belgien

In Spanien haben Zigtausende in der Nacht zum Sonntag nach sechs Monaten euphorisch das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Im Herzen der Hauptstadt Madrid war der Platz Puerta del Sol auch um 02.00 Uhr morgen noch voller Menschen. Die meisten dachten noch gar nicht daran, ins Bett zu gehen. «Alkohol, Alkohol. Wir sind hier, um uns zu betrinken», sang eine Gruppe freudetrunkener - und wohl auch schon beschwipster - junger Leute. Aus Barcelona und anderen Städten gab es ähnliche Bilder. Viele wahrten weder Abstandsregeln noch trugen sie Masken. Experten warnen nun vor neuen Infektionen.

Tausende junge Leute haben in Brüssel das Ende der nächtlichen Corona-Ausgangssperre gefeiert – bis die Polizei in der Nacht zum Sonntag einschritt und zwei Plätze räumte. Wie belgische Medien berichteten, war in sozialen Netzwerken zu einem Flashmob auf dem beliebten Platz Flagey im Viertel Ixelles aufgerufen worden. Die Menschen kamen am Samstagabend in Massen zum Flagey und dem nahen Platz Sainte-Croix. Sie feierten dicht gedrängt, auch hier viele ohne Masken.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Erstmals seit März 2020 gibt es in Israel nach Angaben des Gesundheitsministers weniger als 1000 aktive Corona-Fälle.
  • Bis 2023 kauft die Europäische Union eine weitere Riesenmenge Corona-Impfstoff von dem Unternehmen und seinem Partner Pfizer.
  • Indien hat den vierten Tag in Folge mehr als 400'000 Corona-Neuinfektionen gemeldet.
  • Italien strebt für Mitte Mai eine Aufhebung der Quarantäne-Pflicht für Reisende aus der EU, aus Israel und Grossbritannien an.
  • Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen.
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  • 17.16 Uhr
    EU verlängert Vertrag mit Astrazeneca nicht

    Die EU will über Juni hinaus keinen Impfstoff mehr von Astrazeneca beziehen. Die Wirksamkeit des britisch-schwedischen Präparats sei jedoch gut, betont EU-Industriekommissar Thierry Breton.

    Die EU hat nach den Worten von Industriekommissar Thierry Breton ihren Impfstoffvertrag mit dem Hersteller Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängert.

    Das sagte der Franzose im Radiosender France Inter. «Wir haben die Bestellung nicht über den Monat Juni hinaus erneuert», sagte er auf eine Frage zu Astrazeneca. «Wir werden sehen. Wir schauen, was passiert.» Breton äusserte sich jedoch positiv zur Qualität des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers. «Das ist ein guter Impfstoff», sagte er. In Frankreich gibt es in der Bevölkerung Vorbehalte gegen den Impfstoff.

    Trotz des Neins zu einer Vertragsverlängerung äusserte sich EU-Industriekommissar Thierry Breton positiv über die Wirksamkeit des Astrazeneca-Vakzins: «Das ist ein guter Impfstoff.»
    Bild: dpa
  • 17.06 Uhr
    Günther Jauch nach Corona-Infektion «schon erleichtert»

    Das war eine ganz neue Erfahrung für ihn: Günther Jauch musste zum ersten Mal seit 45 Jahren mehrere Sendungen wegen Krankheit ausfallen lassen.

    Moderator Günther Jauch (64) ist nach seiner überstandenen Corona-Infektion zurück bei der Arbeit – und erleichtert. Vor einigen Tagen wurde die Show «5 gegen Jauch» aufgezeichnet, die am Samstag (8. Mai, 20.15 Uhr) ausgestrahlt wird – nach RTL-Angaben war es Jauchs erste Sendung nach der Quarantäne.

    «Für mich war die Auszeit schon sehr ungewohnt», sagte Jauch der Deutschen Presse-Agentur in Köln. In den vergangenen 45 Jahren sei bei ihm nie eine Sendung wegen Krankheit ausgefallen – nun seien es gleich drei gewesen. «Da war ich schon erleichtert, als ich wieder in den Normalmodus schalten konnte», sagte Jauch über sein Comeback.

    Günther Jauch beim RTL Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2020».
    Bild: dpa
  • 16.35 Uhr
    Ein Drittel aller Erwachsenen in Grossbritannien voll geimpft

    Im Kampf gegen das Coronavirus hat Grossbritannien einen symbolischen Meilenstein erreicht. Ein Drittel der Erwachsenen sei nun vollständig geimpft, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Etwa 17,7 Millionen Menschen erhielten die für den vollen Schutz als notwendig erachteten zwei Spritzen. Die vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland liegen dabei etwa gleichauf. Eine erste Impfung bekamen bisher 35,4 Millionen.

    Grossbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Mit oder an Covid-19 sind etwa 150’000 Menschen gestorben. Mittlerweile hat die Regierung aber zahlreiche Corona-Massnahmen auch wegen des Erfolgs der Impfkampagne wieder aufgehoben. Die Zahl der Neuinfektionen stagniert auf niedrigem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 20,5.

  • 15.54 Uhr
    Mehr als 100’000 Corona-Tote im brasilianischen Bundesstaat São Paulo

    Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat die Marke von 100’000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben dort 100’649 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie am Sonntag aus Behördendaten hervorging. Damit zählt der reichste Bundesstaat Brasiliens rund ein Viertel aller Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem von der Pandemie schwer getroffenen Land. Wäre er ein Land, würde der Bundesstaat mit mehr als 40 Millionen Einwohnern weltweit den neunten Rang hinter Frankreich und vor Deutschland unter den Ländern mit den meisten Corona-Toten einnehmen.

    Brasilien ist eines der weltweit am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Ende April überschritt das grösste Land in Lateinamerika mit rund 210 Millionen Einwohnern die Marke von 400’000 nachgewiesenen Corona-Todesfällen. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Schutzmassnahmen lehnt er – aus wirtschaftlichen Gründen – weiterhin ab. Mittlerweile zieht der Rechtspopulist auch den Sinn von Impfungen in Zweifel.

  • 15.23 Uhr
    Fortschritte im Anti-Corona-Kampf in Italien: Keine Roten Zonen mehr

    Wegen sinkender Corona-Zahlen geht Italien in eine Woche mit weiteren Lockerungen bei den Gesundheitsbeschränkungen. Von Montag an gibt es keine sogenannten Roten Zonen mit scharfen Sperren mehr. Am Sonntag war das kleine Aostatal im Norden noch als Hochrisikogebiet eingestuft. Ausserdem dürfen nach dem Lockerungsfahrplan der Regierung am 15. Mai die Schwimmbäder wieder öffnen.

    Europäische Urlauber sollen ebenfalls Mitte Mai ohne die bisherige Kurz-Quarantäne einreisen können. Das hatte Aussenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook angekündigt. Für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel soll es dann reichen, dass sie entweder negativ getestet, voll geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Die genauen Vorschriften und Daten müssen noch festgeschrieben werden.

    Bisher benötigen Italien-Besucher aus der EU in der Regel einen negativen Test vor der Reise, müssen im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Corona-Test machen.

  • 14.34 Uhr
    Spanien feiert Ende des Corona-Notstands - aber Experten warnen

    In Spanien haben Zigtausende in der Nacht zum Sonntag nach sechs Monaten euphorisch das Ende des Corona-Notstands gefeiert. Im Herzen der Hauptstadt Madrid war der Platz Puerta del Sol auch um 02.00 Uhr morgen noch voller Menschen. Die meisten dachten noch gar nicht daran, ins Bett zu gehen. «Alkohol, Alkohol. Wir sind hier, um uns zu betrinken», sang eine Gruppe freudetrunkener - und wohl auch schon beschwipster - junger Leute. Aus Barcelona und anderen Städten gab es ähnliche Bilder. Viele wahrten weder Abstandsregeln noch trugen sie Masken. Experten warnen nun vor neuen Infektionen.

    Die Präsidentin von Spaniens Epidemiologischer Gesellschaft, Elena Vanessa Martínez, sagte der Zeitung «El País», es gebe immer noch viele Infizierte, die das Virus weitergeben könnten. Die Zahl der Geimpften sei noch klein. Mehr Kontakte führten zu mehr Infektionen. «In dieser Situation bin ich besorgt über das Signal falscher Sicherheit, das mit dem Ende des Notstands und dem Ende der nächtlichen Ausgangssperre gesendet wird.»

    epa09186700 Hundreds of people celebrate in people celebrate in Madrid's Puerta del Sol, Spain, 08 May 2021. The state of alarm that was imposed six month ago due to the pandemic expires on 09 May 2021. EPA/Luca Piergiovanni
    In Madrid wurde das Ende der teils sehr strengen Beschränkungen ausgiebig gefeiert.
    Bild: Keystone
  • 14.22 Uhr
    Belgische Regierung sieht Chance auf Festivals im Sommer

    Die belgische Regierung hat sich optimistisch gezeigt, dass im Sommer wieder Festivals stattfinden können. Regierungschef Alexander De Croo halte es für «möglich», dass in der «zweiten Hälfte des Sommers» wieder «einige große Festivals» veranstaltet werden können, teilte das Kabinett am Sonntag mit. Als Beispiel wurde das Elektro-Festival «Tomorrowland» genannt, das vom 27. August bis 5. September in der belgischen Stadt Boom geplant ist.

    Als Zugangsvoraussetzung könne etwa das EU-weite «grüne Zertifikat» gelten. Diese Bescheinigung soll neben Informationen über eine etwaige Corona-Impfung auch aktuelle Testergebnisse und Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung enthalten. Das Zertifikat wird derzeit von den EU-Ländern diskutiert. Es soll voraussichtlich Ende Juni eingeführt werden.

  • 13.53 Uhr
    Nur noch weniger als 1000 aktive Corona-Fälle in Israel

    Erstmals seit März 2020 gibt es in Israel nach Angaben des Gesundheitsministers weniger als 1000 aktive Corona-Fälle. Auf dem Höhepunkt der Pandemie seien es noch mehr als 70’000 gewesen, teilte Minister Juli Edelstein am Sonntag bei Twitter mit. Seit einer Woche betrage die Zahl der Schwerkranken ausserdem weniger als 100. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Covid-Patienten in Israel.

    Auch die Zahl der Neuinfektionen bewege sich seit längerem nur noch im zweistelligen Bereich, schrieb Edelstein zudem. Er wertete dies als Ergebnis der erfolgreichen Corona-Impfkampagne in Israel.

  • 13.22 Uhr
    Über 4000 Corona-Tote an einem Tag in Indien

    Indien ist schwer von der Pandmie getroffen. Jetzt gibt es wieder einen Höchststand bei den neuen Todesopfern. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen.

    In Indien sind erstmals mehr als 4000 Corona-Tote binnen 24 Stunden gezählt worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte, wurden 4187 Todesopfer im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag.

  • 12.58 Uhr
    Rumänen lassen sich auf Draculas Schloss Bran impfen

    Corona-Piks vor gruseliger Kulisse: Um möglichst viele Menschen zu einer Corona-Impfung zu bewegen, lassen sich die rumänischen Behörden einiges einfallen. Auch auf dem «Dracula-Schloss» Bran können sich Besucher das Vakzin verabreichen lassen. Am Wochenende standen deshalb hunderte Menschen vor der Burg in den Karpaten Schlange.

    «Ich bin gekommen, um das Schloss mit meiner Familie zu besichtigen und als ich den Aushang gesehen habe, habe ich all meinen Mut zusammengenommen und mich impfen lassen», sagte der 39-jährige Liviu Necula.

    Wer sich wie Necula traute, erhielt ein Zertifikat, das ihm «Kühnheit und Verantwortungsbewusstsein» bescheinigte, sowie eine kostenlose Führung durch die Folterkammer. Die Aktion richte sich vor allem an Touristen, aber auch an Einheimische und Angestellte des Schlosses, erklärte Marketingdirektor Alexandru Priscu.

  • 11.59 Uhr
    Hälfte der Bundesländer mit Inzidenzwert unter 100

    Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich. Besonders gut sieht es in Schleswig-Holstein mit einer Inzidenz von 50 aus. Schlusslichter sind derzeit Sachsen und Thüringen.

    Die Hälfte der Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter der politisch massgeblichen Inzidenzschwelle von 100. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

    Demnach sah es in Schleswig-Holstein mit 50,0 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche besonders gut aus. Auch in Hamburg (76,1), Niedersachsen (83,4), Mecklenburg-Vorpommern (88,2) und Brandenburg (89,1) sind die Werte deutlich unter der 100er Marke. Etwas knapper ist es in Rheinland-Pfalz (96,7), Bremen (99,2) und Berlin (99,6). Schlusslichter sind Sachsen (172,8) und Thüringen (180,0).

    Die Impfkampagne in Deutschland hat angezogen - und auch andere Kennwerte in der Pandemie entwickeln sich positiv.
    Bild: dpa
  • 11.02 Uhr
    Britische Reisebranche fordert Freigabe für Tourismusziele

    Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert. Der Branchenverband Airlines UK verlangte «wesentliche Ergänzungen» für eine «grüne Liste» genehmigter Reiseländer. Vom 17. Mai an sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Allerdings stehen nur zwölf Länder, darunter Israel und Portugal, auf einer «grünen Liste». Bei Rückkehr aus diesen Ländern wird keine Quarantäne fällig. Die Regierung habe eine Chance verpasst, sagte der Chef von Airlines UK, Tim Alderslade, am Samstag.

    Fast alle EU-Staaten, darunter wichtige Urlaubsziele wie Spanien, Frankreich und Italien, nicht auf der «grünen Liste». Wer von diesen Ländern ins Vereinigte Königreich einreist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Die Regierung hatte ihre am Freitag verkündete Entscheidung verteidigt. Es müsse sichergestellt werden, dass die freigegebenen Länder und Gebiete wirklich sicher sind, sagte Verkehrsminister Grant Shapps. Grossbritannien habe das Virus zwar im Griff. Anderswo wüte es aber weiter, etwa in Indien.

  • 10.27 Uhr
    Tausende feiern in Brüssel Ende der Ausgangssperre – Polizeieinsatz

    Tausende junge Leute haben in Brüssel das Ende der nächtlichen Corona-Ausgangssperre gefeiert – bis die Polizei in der Nacht zum Sonntag einschritt und zwei Plätze räumte. Wie belgische Medien berichteten, war in sozialen Netzwerken zu einem Flashmob auf dem beliebten Platz Flagey im Viertel Ixelles aufgerufen worden. Die Menschen kamen am Samstagabend in Massen zum Flagey und dem nahen Platz Sainte-Croix. Sie feierten dicht gedrängt, viele ohne Masken.

    Die Polizei beobachtete die Feier zunächst stundenlang, wie Sprecher Olivier Slosse der Nachrichtenagentur Belga sagte. Gegen 01.30 Uhr begannen die Beamten den Angaben zufolge dann aber mit der Räumung. Zu diesem Zeitpunkt waren dort noch etwa 500 Menschen unterwegs. Dabei setzte die Polizei auch einen Wasserwerfer ein. Slosse sagte, einige Wurfgeschosse seien gegen die Polizei geflogen.

    Freudenfeiern und Krawalle in Belgien nach Lockdown-Lockerung

    Freudenfeiern und Krawalle in Belgien nach Lockdown-Lockerung

    Nach einer Lockerung der Corona-Auflagen haben hunderte Menschen ausgelassen im Zentrum von Brüssel gefeiert. Im Laufe des Abends schlug die Freudenstimmung in Gewalt um.

    09.05.2021

  • 10.09 Uhr
    Johnson kündigt neue Gesetze zum Schutz von Gesundheitsdienst an

    Mit einer Reihe neuer Gesetze will der britische Premierminister Boris Johnson das Land aus der Corona-Krise führen. Vor allem der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) solle besser geschützt werden, sagte Johnson am Sonntag in London. So soll die Strafe für Angriffe auf Beschäftigte des NHS auf bis zu zwei Jahre verdoppelt werden. Die Änderungen sollen an diesem Dienstag in der sogenannten Queen's Speech angekündigt werden. Dabei verliest Königin Elizabeth II. die Regierungserklärung zur Wiedereröffnung des Parlaments.

    Ausserdem will Johnson der Polizei weitere Vollmachten erteilen, um Messergewalt unter Jugendlichen einzudämmen, sowie Gerichtsprozesse beschleunigen. «Meine Regierung konzentriert sich immer noch darauf, diese Seuche zu bekämpfen, Leben und Lebensgrundlagen zu retten und Impfstoffe einzuführen. Aber wir müssen auch nach vorne blicken und vorankommen mit den Versprechen, die wir den Menschen in Grossbritannien gegeben haben.» Es gehe darum, das Land zu einen und Lebensverhältnisse überall anzuheben, sagte Johnson auch mit Blick auf den Wahlerfolg von Unabhängigkeitsbefürwortern in Schottland.

  • 9.31 Uhr
    Erstmals kann Stimmvolk zu Corona-Politik direkt Stellung nehmen

    Am 13. Juni kommt das Covid-19-Gesetz zur Abstimmung. Bei dem Urnengang kann die Schweizer Stimmbevölkerung erstmals zur Corona-Politik Stellung nehmen. In keinem anderen Staat war dies der Bevölkerung bisher möglich.

    Um die Folgen der Corona-Krise zu mildern, beschloss der Bundesrat ab März 2020 eine Reihe von Massnahmen. Diese dienten dem Schutz der Bevölkerung sowie der finanziellen Unterstützung von Personen und Unternehmen, die besonders unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie leiden.

    Da das Epidemiengesetz nicht für alle der getroffenen Massnahmen eine gesetzliche Grundlage bietet, musste der Bundesrat auf Notrecht zurückgreifen. Solches Notrecht ist jedoch auf sechs Monate befristet. Um die Massnahmen weiterführen zu können, erarbeiteten Bundesrat und Parlament das Covid-19-Gesetz. Das Parlament verabschiedete das Gesetz am 25. September im dringlichen Verfahren und setzte es sofort in Kraft. Es läuft Ende dieses Jahres aus.

  • 9.15 Uhr
    Konzert für Impfstoff-Gerechtigkeit nimmt 302 Millionen Dollar ein

    Ein Benefizkonzert für Gerechtigkeit bei Impfstoffen hat 302 Millionen Dollar an Spenden gesammelt. Mit dem Geld hätten mehr als 26 Millionen Impfstoffdosen gekauft werden können, teilte die Organisation Global Citizen am Samstag (Ortszeit) mit, die das «Vax Live: The Concert to Reunite the World» veranstaltete. Die Einnahmen übertrafen das vorgegebene Ziel der Organisation.

    An dem Konzert hatten US-Präsident Joe Biden, der britische Prinz Harry, die Sängerin Jennifer Lopez sowie weitere Prominente teilgenommen. Die Veranstaltung in Inglewood in Kalifornien wurde bereits am 2. Mai aufgezeichnet und am Samstag (Ortszeit) ausgestrahlt. Vor Ort waren mehrere Tausend vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Besucher. Sie sahen Auftritte von unter anderen den Foo Fighters und Lopez. Die Schauspieler Ben Affleck und Sean Penn, die Moderatoren Jimmy Kimmel und David Letterman und das Model Chrissy Teigen waren Gastredner.

    US singer Jennifer Lopez performs onstage during the taping of the
    Die US-Sängerin Jennifer Lopez beim Wohltätigkeitskonzert «Vax Live».
    Bild: AFP via Getty Images
  • 9.04 Uhr
    EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen

    Der Mainzer Impfstoff-Pionier Biontech darf sich freuen: Bis 2023 kauft die Europäische Union eine weitere Riesenmenge Corona-Impfstoff von dem Unternehmen und seinem Partner Pfizer.

    Der EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Samstag auf Twitter mit.

    Die Menge soll bis 2023 geliefert werden. 900 Millionen Dosen sollen fest bestellt werden, weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option.

  • 8.08 Uhr
    Proteste gegen Impfstoffknappheit in Guatemala

    In Guatemala hat es Proteste gegen die Impfstoffknappheit gegeben. Dutzende Demonstranten versammelten sich am Samstag in der Hauptstadt Guatemala-Stadt und forderten den Rücktritt von Präsident Alejandro Giammattei, den sie für den Mangel an Corona-Impfstoff in dem zentralamerikanischen Land verantwortlich machen. «Wir wollen, dass er zurücktritt und uns sagt, wo das Geld für die Impfstoffe ist», sagte die Demonstrantin Karla Pérez.

    Guatemala hat seit Februar 658.200 Impfdosen für seine mehr als 16 Millionen Einwohner erhalten. Giammattei führt die geringe Menge auf die große weltweite Nachfrage und Lieferprobleme bei der Covax-Initiative für die weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen zurück.

  • 6.17 Uhr
    Corona-Drama in Indien: Wieder mehr als 4000 Tote an einem Tag

    Die Krankenhäuser sind am Limit, die Krematorien auch. Im Kampf gegen die dramatische Corona-Situation in Indien ist keine Entspannung in Sicht.

    Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400 000 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Toten nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 stieg auf rund 242’300. Inzwischen haben sich bereits mehr als 22 Millionen Inder mit dem Corona-Virus angesteckt. Vermutet wird, dass die Zahlen noch viel höher liegen.

    In absoluten Zahlen ist das riesige Land in Südasien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Die Dunkelziffer in Indien dürfte allerdings deutlich höher liegen: Vielerorts ist es schwer, überhaupt auch nur getestet zu werden. Besonders in ländlichen Regionen sterben viele Opfer zu Hause und tauchen nicht immer in der Statistik auf.

  • 5.51 Uhr
     Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter auf nunmehr 118,6

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages 12’656 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 127 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Erreger gemeldet.

    Die Zahl der Neuinfektionen war um mehr als 3000 Fälle niedriger als am Vortag. Allerdings liegt an Wochenenden die Zahl in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden. Am vergangenen Sonntag waren 16’290 Neuinfektionen gemeldet worden - gut 3600 Fälle mehr als an diesem Sonntag.

  • 4.44 Uhr
    Preisverleihung als Testlauf: 4000 Zuschauer bei den Brit Awards

    Nicht Dua Lipa, nicht The Weeknd, auch nicht Pink und der Rag'n'Bone Man. Der vermutlich spektakulärste Auftritt bei den renommierten Brit Awards findet in diesem Jahr nicht auf, sondern vor der Bühne und auf den Rängen in der Londoner o2-Arena statt. Dort sollen am Dienstagabend nämlich insgesamt 4000 Zuschauer Platz finden und die glamouröse Preisverleihung ganz ohne Masken und ohne Abstand zueinander verfolgen - mittlerweile ein sehr ungewohnter Anblick.

    Mehr als ein Jahr, nachdem die Corona-Pandemie rund um den Globus die Konzert- und Show-Branche zum Erliegen gebracht hat, werden die Brit Awards 2021 das erste Musikevent in dieser Grösse mit Live-Publikum sein. Sie wurden vom britischen Ministerium für Kultur, Medien und Sport als Testveranstaltung auserkoren. Neben den Brits, die wegen der Pandemie drei Monate später als üblich stattfinden, wird derzeit eine schrittweise Rückkehr des Publikums auch bei Fussballspielen im Wembley-Stadion und bei der Darts-WM in Sheffield geprobt.

  • 4.07 Uhr
    Merkel und EU gegen Freigabe von Patenten

    Wie kann rasch die ganze Welt gegen Covid-19 geimpft werden? Ein neuer Vorstoss aus den USA überzeugt die EU-Staaten nicht. Auch die Bundeskanzlerin ist gegen die Aufweichung des Patentschutzes.

    Die Europäische Union sieht im US-Vorstoss zur Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe keine «Wunderlösung» für ärmere Länder. Vielmehr wirbt sie vor allem um die rasche Aufhebung von Exportbeschränkungen, die die Ausfuhr solcher Präparate verhindern.

    Dies erklärte EU-Ratschef Charles Michel am Samstag beim EU-Gipfel im portugiesischen Porto. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich nach dem Gipfel klar gegen eine Aufweichung des Patentschutzes aus. «Ich habe hier noch einmal deutlich gemacht, dass ich nicht glaube, dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen», sagte sie am Samstag in Berlin. «Ich glaube, dass wir die Kreativität und die Innovationskraft der Unternehmen brauchen.»

    Die USA schlagen eine Patenfreigabe von Covid-19-Impfstoffen vor. Die EU ist noch nicht überzeugt.
    Bild: dpa
  • 1.24 Uhr
    Italien plant Aufhebung der Quarantäne-Pflicht für Reisende

    Italien strebt für Mitte Mai eine Aufhebung der Quarantäne-Pflicht für Reisende aus der EU, aus Israel und Grossbritannien an. Wie Aussenminister Luigi di Maio am Samstag mitteilte, sollen Reisende aus diesen Ländern, die geimpft sind, genesen sind oder einen negativen Corona-Test vorlegen, von der Quarantäne-Pflicht befreit werden. Die derzeitigen Quarantäne-Bestimmungen gelten bis zum 15. Mai.

    Italien lockert seit Ende April allmählich seine Corona-Auflagen. Bars und Restaurants dürfen Gäste inzwischen wieder draußen bewirten. Am Samstag wurden in Italien 10’000 Corona-Neuinfektionen sowie 224 Todesfälle registriert. Insgesamt hat Italien 122’000 Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verzeichnet, gemessen an der Bevölkerungszahl die höchste Rate unter den EU-Staaten.

  • 00.09 Uhr
    Corona-Notstand in Spanien nach sechseinhalb Monaten zu Ende

    Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die meisten der teils sehr strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens liefen im einstigen Infektions-Hotspot der EU am Samstag um Mitternacht aus. Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen bisher Ein- oder Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Bewohner der Hauptstadt Madrid dürfen zum Beispiel seit Sonntag wieder ans Meer nach Andalusien, Valencia oder Katalonien.

    Die linke Zentralregierung mahnte dennoch weiter zur Vorsicht. «Wir müssen alle vorsichtig bleiben, die Pandemie ist noch nicht zu Ende», sagte Vize-Ministerpräsidentin Carmen Calvo am Samstag am Rande einer Veranstaltung in Madrid. Es sei aber nun an der Zeit, «an die Umarmungen, an die Unternehmen und an die Arbeitsplätze zu denken», betonte die sozialistische Politikerin.