Heikler Zwischenfall auf Gran CanariaEasyjet-Maschine aus Genf landet – gleich nebenan starten F-16-Kampfjets
Dominik Müller
25.12.2025
Easyjet ist vor der Swiss die wichtigste Fluggesellschaft für den Flughafen Genf Cointrin.
Archivbild: Keystone
Ein Flug von Easyjet Switzerland aus Genf geriet Ende Oktober am Flughafen Las Palmas in eine heikle Situation. Während des Landeanflugs starteten mehrere F-16-Kampfjets von einer benachbarten Piste.
Am 28. Oktober war am Flughafen Las Palmas eine Easyjet-Maschine aus Genf im Landeanflug, gleichzeitig starteten mehrere F-16-Kampfjets von einer parallelen Piste.
Laut der spanischen Unfalluntersuchungsbehörde wurde dabei der vorgeschriebene Sicherheitsabstand unterschritten.
Die Easyjet-Maschine mit 133 Passagieren landete unbeschadet.
Ende Oktober kam es am Flughafen Las Palmas auf Gran Canaria zu einem heiklen Zwischenfall mit einem Flug aus Genf. Wie die spanische Unfalluntersuchungsbehörde CIAIAC bestätigte, läuft dazu eine offizielle Untersuchung. Der «Tages-Anzeiger» berichtete darüber.
Betroffen war demnach ein Airbus A320neo von Easyjet Switzerland, der sich am 28. Oktober gegen 16.30 Uhr im Landeanflug befand. Zur gleichen Zeit erhielt eine militärische Formation aus vier F-16-Kampfjets die Starterlaubnis von einer parallelen Piste.
Drei Kampfjets hoben ab, obwohl die beiden Start- und Landebahnen am Flughafen Gando nur rund 200 Meter voneinander entfernt sind. Laut Behörden wurde dabei der vorgeschriebene Sicherheitsabstand unterschritten – auch wenn sich die Flugrouten nicht direkt kreuzten. Ein vierter Jet brach den Start ab.
Die Easyjet-Maschine mit 133 Passagieren und sechs Crew-Mitgliedern landete ohne Zwischenfälle oder Schäden. Die beteiligten F-16 sollen an der multinationalen Übung «Ocean Sky 2025» teilgenommen haben. Der Abschlussbericht soll nun klären, wie es zur Freigabe kam und welche Rolle zivile und militärische Flugsicherung spielten.
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