Freie Plätze bei RückholaktionEDA genehmigt vorerst keine weiteren Sonderflüge
Gabriela Beck
7.3.2026
Sicher wieder zu Hause: Eine Familie nach der Ankunft des Swiss-Sonderflugs aus Maskat am Flughafen Zürich am 5. März 2026. 5, 2026.
KEYSTONE/Michael Buholzer
Obwohl die Swiss bereit wäre einen zweiten Sonderflug loszuschicken, lehnt das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten vorerst ab. Für viele gestrandete Reisende im Mittleren Osten wächst damit die Unsicherheit.
Redaktion blue News
07.03.2026, 18:54
08.03.2026, 08:36
Gabriela Beck
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Viele Schweizer sitzen nach wie vor im Mittleren Osten fest und hoffen auf zusätzliche Rückflüge.
Die Swiss bot nach einem Flug letzten Donnerstag einen zweiten Sonderflug an, doch das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten meldete vorerst keinen Bedarf.
Während Bewilligungen und freie Plätze eine Rolle spielen, wächst bei Betroffenen die Sorge um eine sichere Heimreise.
Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer sitzen derzeit immer noch im Mittleren Osten fest – etwa in Dubai, Abu Dhabi oder Katar – und warten auf eine Rückreisemöglichkeit. Ein Sonderflug der Swiss von Maskat nach Zürich am Donnerstag war sofort ausgebucht. Zahlreiche Gestrandete gingen leer aus und hofften auf einen zweiten Flug. Gemäss Angaben des EDA möchten noch 4039 Schweizer Gestrandete ausreisen.
Die Airline bot daraufhin einen zweiten Sonderflug an, doch das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) meldete keinen weiteren Bedarf an. Swiss-Sprecher Michael Pelzer teilt dem «SonntagsBlick» mit: Sollte das Departement erneut Bedarf anmelden, prüfe die Airline weitere Flüge.
Hintergrund sind praktische Hürden: Die Fluggesellschaft kann derzeit nicht auf eigene Faust in den Oman fliegen. Weil der Luftraum für reguläre Linienverbindungen geschlossen ist, dürfen nur speziell bewilligte Sonderflüge starten – und dafür muss das Aussendepartement die nötigen Überflug- und Landerechte einholen.
Krisenstab bei Swiss steht bereit
Bei der Swiss gebe es einen Krisenstab und man stehe in engem Kontakt mit dem EDA, erzählte Jens Fehlinger, der Chef der Fluggesellschaft. Es sei sehr herausfordernd, Sonderflüge zu organisieren. Aber, «wenn Hilfe benötigt wird, ist die Swiss bereit». Wichtig sei es, dass dann die Reisenden vor Ort nach Maskat gebracht werden könnten, da die Swiss vom Oman nach Zürich fliege.
Hinzu kommt, dass zwei Rückholflüge der Schwesterairline Edelweiss am Samstag nicht vollständig ausgelastet waren. Auf einem Flug von Maskat nach Zürich blieben 19 Plätze frei, auf einem weiteren ab Salalah sogar 51. Unklar ist, warum Passagiere ihre gebuchten Plätze nicht nutzten.
Weitere Flüge waren am Samstag von Emirates und Ethiad in Richtung Schweiz geplant. Den Flugbetrieb ans wichtige Drehkreuz Dubai und ins israelische Tel Aviv setzt die Swiss vorläufig aus.
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221 Passagiere, ein Sonderflug und grosse Erleichterung bei der Landung: Die Swiss-Sondermaschine LX7043 bringt Schweizer*innen aus Maskat im Oman zurück nach Zürich. blue News war bei der Ankunft in Kloten vor Ort.