Bund reserviert Arzneimittel gegen Coronavirus +++ 619 Neuinfektionen

Agenturen/red

16.7.2021

Der Bund hat ein noch nicht zugelassenes Antikörper-Mittel gegen das Coronavirus reserviert. Und das Tessin startet mit dem Impfen der 12- bis 15-Jährigen. Unterdessen meldet das BAG 619 Neuinfektionen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

16.7.2021

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schloss mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline einen Vertrag für die Reservation von 3000 Dosen eines Arzneimittels gegen das neue Coronavirus ab. Es handelt sich um den monoklonalen Antikörper Sotrovimab, wie das BAG am Freitag mitteilte.

Das Antikörper-Mittel wird zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf eingesetzt. Monoklonale Antikörper sind laut BAG in Kultur geklonte Antikörper. Sie werden Patientinnen oder Patienten intravenös injiziert, um das Virus zu neutralisieren.

Das Arzneimittel ist gemäss BAG noch nicht zugelassen. Es könnte aber nach einer noch zu erfolgenden Anpassung der Covid-19-Verordnung 3 aufgrund eines Gesuches bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden, wie das BAG schrieb.

Der Bund will die Kosten der Behandlungen im ambulanten Bereich übernehmen, solange sie noch nicht von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden.

Impfkampagne für Jugendliche im Tessin

Unterdessen startete das Tessin am Freitag mit dem Impfen der 12- bis 15-Jährigen. Für die Jugendlichen sind ab dem 4. August in zehn Kinderarztpraxen sowie dem Impfzentrum Giubiasco der Mittwochnachmittag und der Samstag für die Coronavirus-Impfung reserviert.

Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini sprach vor den Medien in Bellinzona von einer «Verlangsamung» der Impfkampagne. Diese führte er unter anderem auf die Ferienzeit und die Angst vor Impf-Nebenwirkungen zurück.

Trotz dieser Verlangsamung zähle das Tessin zusammen mit Basel-Stadt, Zürich und Genf noch immer zu den schnellsten Kantonen der Schweiz, sagte Zanini. So seien 47 Prozent der Tessiner Bevölkerung vollständig geimpft. Auf nationaler Ebene sind es laut BAG gut 43 Prozent der Bevölkerung.

619 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem BAG am Freitag innerhalb von 24 Stunden 619 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Zugleich wurden fünf Spitaleinweisungen und ein Todesfall verzeichnet. Das BAG schätzt, dass im 7-Tages-Schnitt 77,6 Prozent der relevanten Virusvarianten auf die Delta-Variante fallen.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt gemäss BAG zurzeit 72,4 Prozent. 2,8 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gesundheitsminister Alain Berset beunruhigt die derzeitige wöchentliche Verdoppelung der positiven Corona-Fälle wegen den Impfungen nicht übermässig.
  • Internationale Wissenschaftler haben scharfe Kritik an der Entscheidung der britischen Regierung geübt, kommende Woche fast alle Corona-Beschränkungen in England aufzuheben.
  • In den Niederlanden liegt die Reproduktionszahl inzwischen bei 2,91, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020.
  • Vom 8. bis 14. Juli sind in der Schweiz 457'796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden.
  • Der Eiffelturm ist für Besucher wieder offen – vorerst mit Maskenpflicht und Abstand.
  • IOC-Chef Thomas Bach bittet die japanische Regierung, den Zuschauerausschluss bei den Olympischen Spielen zu überdenken.
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  • 21.12 Uhr
    Slowakei verschärft Quarantänepflicht für Ungeimpfte weiter

    Die Slowakei hat ihre strengen Quarantänebestimmungen für Einreisende weiter verschärft. Ab Montag (19. Juli) dürfen nur noch vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen ins Land einreisen, ohne eine Quarantäne antreten zu müssen. Das sieht eine vom Amt für Öffentliche Gesundheit erlassene Verordnung vor. Die Quarantäne beträgt grundsätzlich 14 Tage, ab dem fünften Tag ist ein Freitesten möglich.

    Die Vier-Parteien-Koalition des populistisch-konservativen Ministerpräsidenten Eduard Heger machte damit eine Verfassungsbeschwerde sozialdemokratischer Oppositionspolitiker unwirksam. Diese hatten sich beim Verfassungsgericht erfolgreich gegen eine ganz ähnliche Regelung beschwert, die seit 9. Juli galt. Ziel der Beschwerde war es eigentlich gewesen, die Quarantänepflicht für Ungeimpfte aufzuheben. Sie käme einer indirekten Impfpflicht gleich und sei diskriminierend.

    Die Regierung drehte den Spiess jedoch um. Statt der Quarantänevorschrift strich sie kurzerhand die wenigen Ausnahmeregeln, die den ursprünglichen Verordnungstext verwässert und angreifbar gemacht hatten. Somit kam als Ergebnis der Beschwerde gegen die strenge Regelung eine noch strengere heraus. Besonders betroffen sind Berufspendler, denen die vom Verfassungsgericht aufgehobene Regelung wenigstens Übergangsfristen zum Nachholen der zweiten Impfung eingeräumt hatte. Die sind nun gestrichen, Pendler können in einer Übergangsphase aber mit negativem PCR-Test die Quarantäne vermeiden.

  • 20.43 Uhr
    Pazifikstaaten fordern auf Apec-Gipfel Ende des Impfnationalismus

    Die Pazifikstaaten wollen ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und für einen globalen Zugang zu Impfstoffen deutlich verstärken. «Wir werden diesen Gesundheitsnotstand nur überwinden, wenn wir einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren, wirksamen, qualitätsgesicherten und erschwinglichen Covid-19-Impfstoffen beschleunigen», hiess es am Ende eines digitalen Treffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in einer Mitteilung.

    An dem ausserordentlichen Gipfel, zu dem die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kurzfristig eingeladen hatte, nahmen auch US-Präsident Joe Biden, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin teil. Neuseeland hat in diesem Jahr den Apec-Vorsitz.

    «Dies ist die grösste Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit Menschengedenken», betonte Ardern anschliessend vor Journalisten. Es sei nun wichtig, jeden Impfnationalismus zu überwinden, so Ardern. «Niemand ist vor diesem Virus sicher, bis alle sicher sind.»

    Die Pazifikanrainer verständigten sich unter anderem darauf, «die Anstrengungen für eine Ausweitung der Impfstoffproduktion und —lieferung zu verdoppeln (...) und den freiwilligen Transfer von Technologien zur Herstellung von Impfstoffen zu einvernehmlich vereinbarten Bedingungen zu fördern». Thema war auch die Entwicklung von Reisekanälen zwischen einzelnen Ländern. Die Welt müsse sich bereits jetzt auf weitere Pandemien in der Zukunft vorbereiten, hiess es.

    Zu den 21 Apec-Mitgliedstaaten zählen neben den USA unter anderem China, Japan, Russland, Südkorea, Peru, Neuseeland und Thailand. Gegründet wurde das Bündnis 1989. Es repräsentiert etwa 2,9 Milliarden Menschen.

  • 20.12 Uhr
    Infektionszahlen in Italien gestiegen

    In Italien sind die Corona-Infektionszahlen weiter gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 19 Fälle je 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es 11. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hiess es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom.

    Die Zahl der Corona-Patienten in den Spitälern ging den Experten zufolge zurück, auch auf den Intensivstationen wurden weniger Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und dürfte bald vorherrschend sein. Zur Eindämmung sei es notwendig, mehr Menschen vollständig zu impfen.

    Die Gesundheitsbehörden registrierten knapp 2900 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und elf Tote mit dem Virus. Rund 48 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre waren den Daten zufolge durchgeimpft.

  • 19.45 Uhr
    Mehr Corona-Fälle in USA — Warnung vor «Pandemie der Ungeimpften»

    Ein deutlicher Anstieg von Corona-Neuinfektionen in den USA macht den Behörden im Land Sorge. «Dies wird zu einer Pandemie der Ungeimpften», warnte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA demnach nun gut 26'000 Neuinfektionen pro Tag, was gegenüber der Vorwoche einem Anstieg von fast 70 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen werde, und die durchschnittliche Zahl der pro Woche gemeldeten Toten würden steigen.

    «Wir sehen Ausbrüche von Fällen in Teilen des Landes, die eine niedrige Impfquote aufweisen», sagte Walensky. In Regionen, in denen viele Menschen vollständig geimpft seien, sei die Lage viel besser. «Unsere grösste Sorge ist, dass wir weiterhin vermeidbare Fälle, Krankenhausaufenthalte und leider auch Todesfälle unter den Ungeimpften sehen werden.» Walensky forderte alle Menschen erneut mit Nachdruck auf, sich impfen zu lassen. Die Impfung würde auch gegen die besonders ansteckende Delta-Variante helfen, die in den USA mittlerweile dominant ist.

    Die US-Regierung macht unter anderem Fehlinformationen über die Coronaimpfung in sozialen Netzwerken dafür verantwortlich, dass viele Menschen sich nicht impfen lassen wollen. Zuletzt hatte die Regierung mit US-Shootingstar Olivia Rodrigo für Corona-Impfungen geworben. Die 18-Jährige traf Präsident Joe Biden im Weissen Haus und betonte, wie wichtig die Corona-Impfung sei. In den USA sind der Gesundheitsbehörde CDC zufolge gut 160 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft - das entspricht weniger als 50 Prozent der gesamten Bevölkerung.

  • 19.14 Uhr
    Berset machen die steigenden Corona-Fallzahlen kaum Sorgen

    Gesundheitsminister Alain Berset beunruhigt die derzeitige wöchentliche Verdoppelung der positiven Corona-Fälle nicht übermässig. Beim Impfen habe man das Anfang dieses Jahres formulierte Ziel schon übertroffen. Mit der Delta-Variante müsse die Rate jedoch wohl höher sein.

    Die Zunahme der positiv getesteten Fälle sei «nicht so angenehm», komme aber nicht unerwartet, sagte Berset im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio SRF. Die Situation sei aber im Vergleich zum Sommer 2020 eine gänzlich andere. Fast zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung seinen mindestens einmal geimpft.

    Bundesrat Alain Berset wirbt für repetitive Tests in Schulen, die St. Galler Regierung sieht den Nutzen nicht ein. (Archivbild)
    Gesundheitsminister Alain Berset beunruhigt die derzeitige wöchentliche Verdoppelung der positiven Corona-Fälle nicht übermässig. 
    KEYSTONE/URS FLUEELER (Archivbild)

    Die Impfkampagne habe bis jetzt sehr gut funktioniert. Bei den Risikopersonen seien schon über 80 Prozent geimpft, von der restlichen erwachsenen Bevölkerung 60 Prozent mindestens einmal.

    Die Belegung in den Spitälern mit Corona-Patienten sei zudem sehr tief. Die neue Welle treffe nun die Ungeimpften, so Berset. Das Virus zirkuliere vor allem unter den jüngeren Menschen. Für die allermeisten sei dies gesundheitlich kein Problem.

    Es sei nun aber der Moment, sich doch noch impfen zu lassen. Der Bundesrat setze weiterhin auf Eigenverantwortung und wolle die Menschen überzeugen, «dass das Impfen eine gute Sache ist», sagte Berset. Noch nie seien global so viele Menschen gegen die gleiche Krankheit geimpft worden. Das sei «die sicherste Impfung der Welt».

  • 18.57 Uhr
    Wissenschaftler kritisieren Corona-Lockerungen in England scharf

    Internationale Wissenschaftler haben scharfe Kritik an der Entscheidung der britischen Regierung geübt, kommende Woche fast alle Corona-Beschränkungen in England aufzuheben. Aus seiner Sicht sei die «Strategie der Herdenimmunität wirklich mörderisch», sagte der US-Forscher William Haseltine bei einem Online-Treffen internationaler Gesundheitsexperten. Eine solche Strategie werde zu «tausenden, wenn nicht zehntausenden» Toten führen, warnte er. «Eine solche Politik ist ein Desaster.»

    Trotz der in Grossbritannien grassierenden Delta-Variante des Coronavirus treten in England am Montag weitreichende Lockerungen der bisherigen Restriktionen in Kraft. Unter anderem fallen die meisten Beschränkungen für grosse Versammlungen sowie die Maskenpflicht weg, auch Diskotheken dürfen wieder öffnen.

    Der neuseeländische Wissenschaftler Michael Baker sagte bei dem Wissenschaftler-Treffen, Grossbritannien sei mit Blick auf die Corona-Impfkampagne ein internationales Vorbild gewesen. Deshalb sei es «bemerkenswert», dass die Regierung nun «die grundlegenden Prinzipien der öffentlichen Gesundheit» missachte.

    Auch die taiwanische Professorin Chiou Shu-Ti zeigte sich irritiert. «In unserer Kultur gibt es ein Sprichwort, das besagt, dass es unethisch ist, den Menschen den Regenschirm wegzunehmen, solange es noch regnet», sagte sie. «Und jetzt regnet es sehr stark.» Sie hege die «starke Befürchtung», dass die Lockerungen in England vor allem jüngeren Menschen sowie Vorerkrankten schaden könnten.

  • 18.12 Uhr
    EU-Behörde rechnet mit starkem Anstieg der Corona-Infektionsfälle bis August

    Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde rechnet mit einem erneuten starken Anstieg der Corona-Infektionsfälle in Europa in den nächsten Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den Prognosen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis Anfang August fast verfünffachen. Ursache seien die hochansteckende Delta-Variante sowie die Lockerungen von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern.

    Die Prognosen der EU-Behörde beziehen sich auf das Gebiet der EU, Norwegens und Islands. Das ECDC rechnet demnach damit, dass die Zahl der neuen Fälle in der am 1. August endenden Woche auf 420 pro 100'000 Einwohner ansteigen wird. In der Woche darauf könnte der Wert demnach bereits bei mehr als 620 liegen. Vergangene Woche waren in dem Gebiet hingegen 90 neue Fälle pro 100'000 Einwohner gemeldet worden.

    Die Zahl der Behandlungen im Spital und der Corona-Todesfälle wird laut ECDC aufgrund der laufenden Impfkampagnen langsamer ansteigen. Derzeit verzeichnen zwei Drittel der 30 von der EU-Behörde beobachteten Länder eine steigende Tendenz bei den Neuinfektionen.

    In der Woche vom 5. bis 11. Juli stieg die Zahl der Neuinfektionen in der EU sprunghaft um 60 Prozent an. «In den am stärksten betroffenen Ländern wurden die grössten Zuwächse und höchsten Melderaten bei den 15- bis 24-Jährigen gemeldet», erklärte das ECDC.

  • 17.16 Uhr
    Deutscher Gesundheitsminister knüpft Corona-Massnahmen im Herbst an Fortschritte bei Impfungen

    Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn macht mögliche neue Corona-Einschränkungen im Herbst und Winter vom Fortschritt bei den Impfungen abhängig. «Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne», sagte Spahn den Sendern RTL und ntv. «Jeder Einzelne entscheidet das.» Bei einer Impfquote von mehr als 70 Prozent würden wahrscheinlich nur «Basismassnahmen» wie Abstand und Masken gebraucht.

    Spahn hob zudem hervor, es werde «auf jeden Fall» einen Unterschied machen, ob jemand geimpft sei oder nicht. «Jemand, der geimpft ist, den können wir nicht und müssen wir auch nicht mit den gleichen Beschränkungen belegen, wie jemand, der nicht geimpft ist», sagte der Minister. Insofern sei auch «sehr klar, dass die Impfung ganz sicher auch für Herbst und Winter für jeden einen Unterschied macht».

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow machte sich für ein Ende der Corona-Massnahmen stark. «In nächster Zeit kann jeder, der es will, geimpft sein», sagte Ramelow dem «Spiegel». «Wir sollten im Herbst zu einer Normalität zurückkehren – auch unter der Erkenntnis von Varianten, die sich aggressiver verbreiten.»

  • 16.56 Uhr
    Reproduktionszahl in den Niederlanden so hoch wie nie zuvor

    In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante immer rasanter aus. Die Reproduktionszahl liegt inzwischen bei 2,91, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020, wie das zuständige Amt für Gesundheit und Umwelt RIVM in Den Haag mitteilte. Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 291 weitere Personen anstecken und sich die Verbreitung des Virus zunehmend beschleunigt. Nach den jüngsten Daten des RIVM sind inzwischen 66,9 Prozent aller Infektionen auf die Deltavariante zurückzuführen. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in 24 Stunden kletterte auf 11'363.

    epaselect epa09334933 A view of nightlife in Amsterdam, the Netherlands, early 10 July 2021. Due to a surge in the number of COVID-19 infections in the Netherlands, starting from 10 July until 13 August, the government announced that all restaurants and bars must be closed from midnight to 6am. Discos and nightclubs will close again and live performances and loud music is also prohibited.  EPA/EVERT ELZINGA
    Nachtleben in Amsterdam: Angesichts einer Verschlechterung der Corona-Lage hat die niederländische Regierung bereits einen Teil der umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückgenommen.
    EPA/EVERT ELZINGA

    Angesichts einer Verschlechterung der Corona-Lage hat die niederländische Regierung bereits einen Teil der umfangreichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückgenommen. Weiterhin läuft das öffentliche Leben aber grösstenteils unbeeinträchtigt weiter.

    Gesundheitsminister Hugo de Jonge rief die Bevölkerung auf, sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub testen zu lassen. Nur so lasse sich ein Verbreiten des Virus in Familien, Schulen und auf der Arbeit verhindern. Reisende auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol erhalten im Moment bei der Ankunft einen kostenlosen Selbsttest, der Minister stand bei der Verteilaktion selber mit am Gate.

  • 16.31 Uhr
    Corona-Regel: Seoul verbietet schnelle Musik in Fitnessclubs

    Besucher von Fitnessclubs in der südkoreanischen Metropolregion Seoul müssen beim Gruppentraining auf das Lied «Gangnam Style» als Motivationshilfe vorerst verzichten. Der Welthit von 2012 des Rappers Psy fällt in die Kategorie zu temporeicher Stücke.

    Diese dürfen seit dieser Woche aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes bei bestimmten Trainingseinheiten nicht gespielt werden dürfen. Dies sei eine der Massnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, «statt die Studios zu schliessen», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

    Das Tempo eines Liedes darf demnach 120 Beats pro Minute (bpm) nicht übersteigen. Betroffen sind alle Clubs in der Hauptstadt und der umliegenden Region, die Fitnesstraining wie etwa Aerobic und Indoor-Cycling in Gruppen anbieten. Nach Angaben der Behörden soll die Beschränkung auf unter 120 bpm das Risiko verringern, dass Viren übertragen werden, wenn sich etwa zu stark Schweissperlen verteilen.

    In den Sozialen Medien wurde die Regelung zum Teil als «bizarr» beschrieben. Es gab von ausländischen Nutzern auch Anerkennung. Man müsse halt «ausserhalb der Box denken», um eine Schliessung der Fitnesscenter zu vermeiden.

  • 16.15 Uhr 
    BAG registriert 457'796 neue Impfungen in 7 Tagen

    Vom 8. bis 14. Juli sind in der Schweiz 457'796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

    Pro Tag wurden damit durchschnittlich 65'399 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfhäufigkeit um 3 Prozent.

    Insgesamt wurden bis Mittwoch 8'234782 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 3'722'255 Personen vollständig geimpft, das heisst 43,1 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 790'272 Personen wurde bisher nur die Erstimpfung durchgeführt.

    Es wurden bislang 8'344'375 Impfdosen an die Kantone ausgeliefert. Zudem sind noch 753'325 Impfdosen beim Bund gelagert. Da es regelmässig gelingt, mehr Dosen als ursprünglich von den Herstellern vorgesehen zu entnehmen, kann es sein, dass die Kantone mehr Impfdosen verabreichen, als sie gemäss offiziellen Zahlen erhalten haben.

    Eine Frau bekommt von einer Gesundheits- und Krankenpflegerin ihre erste Corona-Schutzimpfung verabreicht.
    Covid-Impfung: Inzwischen haben rund 43 Prozent der Schweizer Bevölkerung den Vollschutz 
    Moritz Frankenberg/dpa
  • 14.50 Uhr
    Impftruck macht Halt auf dem Bundesplatz

    Am kommenden Montag hält der Covid-19-Impftruck des Kantons Bern auf dem Bundesplatz. Die Bevölkerung kann sich von 10.00 bis 16.00 Uhr ohne Anmeldung impfen lassen – die Zweitimpfung folgt dann ab 16. August im Impfzentrum Bernexpo.

    Mit den Spontanimpfungen im Impftruck erweitert der Kanton Bern sein Angebot. «Walk-in»-Angebote gibt es bereits in allen Impfzentren, wie die Berner Gesundheitsdirektion am Freitag in Erinnerung rief. Der Impftruck wird ab Mitte August an weiteren Orten Station machen - unter anderem vor grossen Einkaufszentren.

    Der Lastwagen war anfangs Jahr bereits für die Covid-Tests unterwegs. (Archivbild)
    Der Lastwagen war anfangs Jahr bereits für die Covid-Tests unterwegs. (Archivbild)
    KEYSTONE/Anthony Anex
  • 14.02 Uhr
    43 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

    Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 8'444'375 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert, teilt das BAG mit. Damit wurden 8'425'758 Dosen verabreicht. 3'740'195 Personen sind vollständig geimpft.

  • 13.35 Uhr
    BAG meldet 619 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 619 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zugleich wurden fünf Spitaleinweisungen und ein Todesfall verzeichnet.

    Am Freitag vor einer Woche waren 323 neue Ansteckungen, ein neuer Todesfall und sechs Spitaleinweisungen gemeldet worden.

    Das Bundesamt für Gesundheit schätzt, dass im 7-Tages-Schnitt 77,6 Prozent der relevanten Virusvarianten auf die Delta-Variante fallen.

  • 12.07 Uhr
    Tessin startet mit dem Impfen der 12- bis 15-Jährigen

    Ab heute Freitag können sich  12- bis 15-Jährige im Tessin impfen lassen. Für diese sind ab dem 4. August in zehn Kinderarztpraxen sowie dem Impfzentrum Giubiasco der Mittwochnachmittag und der Samstag für die Coronavirus-Impfung reserviert.

    Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini sprach am Freitag vor den Medien in Bellinzona von einer «Verlangsamung» der Impfkampagne. Diese führte er unter anderem auf die Ferienzeit und die Angst vor Impf-Nebenwirkungen zurück.

    Sollen Kinder selbst entscheiden dürfen, ob sie sich gegen Corona impfen lassen wollen? Das BAG sagt ja, unter einer Bedingung.
    Im Tessin werden nun auch Kinder ab 12 Jahr geimpft.
    Bild: Keystone (Symbolbild)
  • 11.50 Uhr
    BAG reserviert Dosen von Arzneimittel gegen Corona

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline einen Vertrag für die Reservation eines Arzneimittels gegen das neue Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich den monoklonalen Antikörper Sotrovimab.

    Reserviert wurden 3000 Dosen von Sotrovimab, wie das BAG am Freitag mitteilte. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf eingesetzt.

    Monoklonale Antikörper sind laut BAG in Kultur geklonte Antikörper, die Patientinnen oder Patienten intravenös injiziert werden, um das Virus zu neutralisieren. Klinische Studien von GlaxoSmithKline zeigten, dass diese Behandlungen einen wirksamen Schutz gegen schwere Formen der Krankheit bieten können.

    Das Arzneimittel ist gemäss BAG noch nicht zugelassen. Es könnte aber nach einer noch zu erfolgenden Anpassung der Covid-19-Verordnung 3 aufgrund eines Zulassungsgesuches bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden, schrieb das BAG.

    In einem Spital wird ein Corona-Patient behandelt. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 11.25 Uhr
    Inzidenz in Deutschland steigt sprunghaft

    Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland erneut sprunghaft gestiegen, auch wenn sie noch auf niedrigem Niveau rangiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 8,6 – am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in sieben Tagen.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1456 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 949 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 18 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3'741'781 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl ist zuletzt ebenfalls drastisch gestiegen. Der sogenannte R-Wert lag nach RKI-Daten vom Freitag bei 1,38 (Vortag 1,33) und befand sich damit seit rund zehn Tagen über dem Wert von 1. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 138 weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert anhaltend über 1, steigen die Fallzahlen.

  • 10.22 Uhr
    Markanter Umsatzrückgang bei Arosa Bergbahnen

    «Besser als befürchtet», und «mit einigen Schrammen durchs Pandemiejahr», schrieb die Arosa Bergbahnen AG am Freitag in einer Mitteilung. Die Rede ist vom Geschäftsabschluss 2020/2021. Der Umsatzrückgang von über fünf Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr sei markant. Dennoch schloss das Unternehmen nur mit einem Jahresverlust von 244'000 Franken ab.

    Die Berggastronomie war am stärksten von den Umsatzeinbussen betroffen. 3,25 Millionen Franken weniger flossen in die Kassen. Das sind fast 50 Prozent weniger als im Vorjahr.

    Der Grund für den dennoch «verkraftbaren» Abschluss sei das gute Sommergeschäft von 2020 und kein einziger Schliesstag in der Wintersaison. Dies habe einen noch grösseren Schaden verhindert, hiess es.

    Der Verlust verhindert im kommenden Jahr aber grössere Investitionen. 3,85 Millionen Franken würden investiert, schrieb das Unternehmen. Vergleichsweise wenig. Wurden in den letzten drei Jahren doch insgesamt 23 Millionen Franken ausgegeben.

    Keine Schliesstage im Winter und ein guter Sommerbetrieb haben die Arosa Bergbahnen AG vor einem noch schlechteren Geschäftsabschluss bewahrt.
    Keine Schliesstage im Winter und ein guter Sommerbetrieb haben die Arosa Bergbahnen AG vor einem noch schlechteren Geschäftsabschluss bewahrt. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.17 Uhr 
    England vor «beängstigendem» Niveau von Patienten 

    Wenige Tage vor dem Ende fast aller Corona-Regeln in England werden die Warnungen vor den Folgen lauter. Die Zahl der Spitaleinweisungen könne innerhalb weniger Wochen ein «ziemlich beängstigendes» Niveau erreichen, sagte der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty. «Wir sollten nicht unterschätzen, dass wir überraschend schnell wieder in Schwierigkeiten geraten könnten.» Auch wegen des Impfprogramms stehe Grossbritannien zwar gut da. Aber: «Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus», sagte Whitty bei einem Webinar des Londoner Science Museum am Donnerstagabend.

    Zuvor hatte Premierminister Boris Johnson davor gewarnt, jede Vorsicht über Bord zu werfen, wenn am kommenden Montag (19. Juli) Abstandsregeln und Maskenpflicht enden, Nachtclubs öffnen und bei Veranstaltungen keine Obergrenze für Teilnehmer mehr gilt. Whitty zeigte sich überzeugt, dass die meisten Menschen sich weiterhin rücksichtsvoll verhalten würden. Johnson hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass «das Schlimmste» hinter dem Land liege, «wenn wir vorsichtig sind und diese Krankheit und ihre andauernde Bedrohung weiterhin respektieren».

    LONDON, UNITED KINGDOM - APRIL 01: A London Ambulance Service worker is seen in the back of an ambulance outside St Thomas' hospital on April 01, 2020 in London, England. The Coronavirus (COVID-19) pandemic has spread to many countries across the world, claiming over 40,000 lives and infecting hundreds of thousands more. (Photo by Justin Setterfield/Getty Images)
    Rettungspersonal während der Corona-Pandemie vor einem Spital in London. (Archiv)
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  • 5.15 Uhr
    Eiffelturm öffnet nach monatelanger Schliessung wieder

    Der Eiffelturm öffnet nach monatelanger Corona-Pause wieder für Besucherinnen und Besucher. Online waren die Tickets für den Tag der Wiedereröffnung am Freitag bereits im Vorhinein ausverkauft. Das Pariser Wahrzeichen war wegen der Corona-Krise knapp ein Dreivierteljahr geschlossen. Schon im vergangenen Frühjahr hatte es wegen der Pandemie zeitweise schliessen müssen.

    Für den Besuch des Eiffelturms gelten nun erst einmal Maskenpflicht und Abstand halten. Ab dem 21. Juli müssen Erwachsene dann einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen. Von dem Tag an gilt in Frankreich eine Ausweitung der Testpflicht. Kinder und Jugendliche sind davon aber vorerst ausgenommen.

    Der über 130 Jahre alte Turm unweit der Seine wurde bisher jährlich von rund sieben Millionen Menschen besucht. Im vergangenen Jahr kamen aber wegen der Corona-Zwangspausen und fehlendem internationalen Besuch deutlich weniger Touristinnen und Touristen. Das Monument, in Frankreich auch «dame de fer» (Dame aus Eisen) genannt, wurde für die Pariser Weltausstellung gebaut und 1889 fertiggestellt.

    Der Eiffelturm, das Wahrzeichen von Paris, ist ab heute Freitag wieder für Besucher geöffnet.
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  • IOC-Chef Bach drängt Olympia-Fans in Tokio zuzulassen

    Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, hat nach Medienberichten die japanische Regierung gebeten, den Zuschauerausschluss bei den Olympischen Spielen im Falle einer Verbesserung der Corona-Infektionslage zu überdenken. Wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf nicht genannte Regierungskreise berichteten, habe Bach den Wunsch nach Zuschauern bei seinem kürzlichen Treffen mit Ministerpräsident Yoshihide Suga geäussert. Erst eine Woche zuvor hatten die Regierung und Japans Organisatoren entschieden, Zuschauer von nahezu allen Wettkämpfen während der Olympischen Sommerspiele auszuschliessen.

    Suga soll Bach erwidert haben, dass die Regierung gemeinsam mit den Organisatoren und dem IOC sowie dem Paralympischen Komitee die Zuschauer-Angelegenheit wie vereinbart überprüfen werde, sofern es eine deutliche Veränderung der Infektionslage gebe, hiess es weiter.

    Tokio befindet sich auch für die gesamte Dauer der Spiele erneut in einem Notstand, da die Corona-Infektionen wieder deutlich steigen. Am Donnerstag meldete die Hauptstadt des Landes 1308 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, der höchste Stand seit einem halben Jahr.

    «Die Zahlen steigen nicht wegen der Olympischen Spiele», hatte Bach nach seinem Treffen mit Suga beteuert. «Wir können selbstbewusst sagen, dass wir das Risiko für diese Spiele minimiert haben», sagte er. Die Corona-Massnahmen für Olympia in Tokio seien «die strengsten, denen sich ein Sportereignis unterziehen musste». Eröffnet werden sollen die wegen Corona um ein Jahr verschobenen Spiele am 23. Juli.

    International Olympic Committee President Thomas Bach, right, looks on Tokyo 2020 President Seiko Hashimoto as he waits for Japanese Prime Minister Yoshihide Suga during his courtesy call at the prime minister's official residence in Tokyo, Japan, Wednesday, July 14, 2021.(Kimimasa Mayama/Pool Photo via AP)
    Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, bespricht sich mit Seiko Hashimoto, Präsidentin der Olympischen Spiele von Tokio. (Kimimasa Mayama/Pool Photo via AP)
    AP