Rassistische und sexistische ÄusserungenEklat in der Ostschweiz – fünf Polizeischüler per sofort freigestellt
Dominik Müller
19.11.2025
Zwei der fünf freigestellten Polizeischüler gehörten der Kantonspolizei Graubünden an.
Symbolbild: Keystone
Wegen rassistischer und sexistischer Inhalte trennt sich die Ostschweizer Polizeischule von fünf angehenden Polizisten. Sie sollen gegen Ethikrichtlinien verstossen und diskriminierende Inhalte verbreitet haben.
Fünf Ostschweizer Polizeischüler wurden per sofort freigestellt, weil sie in nicht-öffentlichen Bereichen der Polizeischule Ostschweiz rassistische und sexistische Inhalte verbreitet haben sollen.
Ostpol und die Polizeischule verurteilen das Verhalten scharf und betonen eine Nulltoleranz gegenüber Rassismus, Sexismus, Diskriminierung und Extremismus.
Das Ostschweizer Polizeikonkordat Ostpol stellt fünf Polizeischüler per sofort frei. Sie sollen im Zeitraum Oktober bis November in nicht-öffentlichen Bereichen der Polizeischule Ostschweiz (PSO) rassistische und sexistische Inhalte verbreitet haben, wie Ostpol in einer Mitteilung schreibt.
Die fünf Schüler stammen demnach aus vier Korps des Ostschweizer Polizeikonkordats, zu dem die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Glarus, Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, die Stadtpolizeien Chur und St. Gallen sowie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein angehören.
Die Kommandantin und die Kommandanten von Ostpol sowie die Direktion der PSO verurteilen das Verhalten der fünf Polizeischüler gemäss Mitteilung aufs Schärfste. Sie seien sich einig, dass deren Vorgehen und die damit verbundene Einstellung in der Polizei und in der Polizeischule keinen Platz haben dürfen.
Nulltoleranz bei Rassismus
Darüber hinaus haben die fünf Polizeischüler gegen die Schulordnung der PSO und den Europäischen Kodex für Polizeiethik verstossen. Aufgrund ihres Fehlverhaltens werden die fünf Polizeischüler, zwei aus der Kantonspolizei Graubünden und je einer aus der Kantonspolizei Thurgau, der Kantonspolizei St. Gallen und der Stadtpolizei St. Gallen, von ihren Korps per sofort freigestellt.
«Bei rassistischen und sexistischen Äusserungen und Handlungen, bei Mobbing, Diskriminierung und Extremismus jeglicher Ausprägung, gilt im Polizeikonkordat Ostpol Nulltoleranz», heisst es in der Mitteilung.