12 Personen entlassenEmmentaler Schaukäserei stellt Produktion ein
sda/tgab
12.3.2025 - 19:50
Impressionen der Eröffnung des Besucherrundgangs in der Emmentaler Schaukäserei im Dezember 2018 in Affoltern im Emmental.
KEYSTONE/Stefan Weber
Die Emmentaler Schaukäserei in Affoltern stellt per Ende Juni ihre Produktion ein. Bis zu zwölf Personen werden entlassen, ein Konsultationsverfahren ist im Gange.
Keystone-SDA, sda/tgab
12.03.2025, 19:50
SDA
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Die Emmentaler Schaukäserei in Affoltern stellt ihre Produktion wegen dem «anstehenden Investitionsbedarf in die Produktionsanlagen» ein.
Die bestehenden Produktionsanlagen der Schaukäserei werden derweil in die Erlebniswelt «Emmentaler Königsweg» integriert.
Die Entscheidung die Produktion der Emmentaler Schaukäserei in Affoltern einzustellen stehe in Zusammenhang mit dem «anstehenden Investitionsbedarf in die Produktionsanlagen» und den «strukturellen Veränderungen im Markt für Emmentaler», schrieb die Emmentaler Schaukäserei AG (ESK) am Mittwoch in einer Mitteilung.
Konkret haben sich die Milchkosten in den vergangenen Jahren stark erhöht, wie Geschäftsführer Frank Jantschik auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ausführte. Zudem gehe das Unternehmen davon aus, aufgrund der Struktur der Lieferanten in den kommenden Jahren bis zur Hälfte der aktuellen Milchmenge zu verlieren.
Die ESK habe mit einem sinkenden Absatz und vergleichsweise hohen Personalkosten zu kämpfen, schrieb Jantschik weiter. Und nicht zuletzt hat der Freiburger Molkereikonzern Cremo den Kaufvertrag mit Emmentaler AOP per Ende April gekündigt.
Fokus auf andere Geschäftsbereiche
Weil neben den Produktionsanlagen auch andere Bereiche der ESK dringenden Erneuerungsbedarf hätten, habe man sich dafür entschieden, nicht mehr in die Produktion zu investieren. Jantschik verwies dabei auf die Gastronomie, das Käsefachgeschäft und die Besucherorganisation. Nach Möglichkeit würden die betroffenen Arbeitnehmenden intern weiterbeschäftigt, fügte er an.
Die bestehenden Produktionsanlagen der Schaukäserei werden derweil in den «Emmentaler Königsweg» integriert, hiess es in der Mitteilung weiter. Dabei handelt es sich um eine Erlebniswelt, die der Besucherschaft die Geschichte und Produktion des Emmentalers näher bringt. Diese Attraktion konnte demnach ein deutliches Wachstum verzeichnen. Mit über 32'000 Gästen hat sie vergangenes Jahr ihr bisher bestes Ergebnis erzielt.