ParlamentEmotionen in der Schweizer Politik halten sich in Grenzen
SDA
4.6.2026 - 08:01
Albert Röstis emotionale Rhetorik hat seit seinem Eintritt in den Bundesrat stark nachgelassen (Archiv).
Keystone
Der Anteil emotionaler Äusserungen in der Schweizer Politik ist in den Jahren von 1999 bis 2025 im Gegensatz zu anderen Ländern nahezu unverändert geblieben. Die Besonderheiten der Schweizer Demokratie könnten diese Ausnahme erklären.
Keystone-SDA
04.06.2026, 08:01
SDA
Die politische Analyseplattform DemoSquare hat mithilfe künstlicher Intelligenz mehr als 180'000 Reden aus dem Schweizer Parlament über einen Zeitraum von 25 Jahren analysiert, wie sie in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie in Zusammenarbeit mit «Le Temps» und der Universität Zürich mitteilte.
Nach einem Rückgang Anfang 2000 hat die Emotionalität der Debatten im Nationalrat zugenommen, allerdings nur um 3,7 Prozentpunkte.
Die SVP ist treibende Kraft hinter dieser Entwicklung: Sie verzeichnet rund 76 Prozent mehr emotionale Reden als im Referenzzeitraum Anfang der 2000er Jahre. Die Grünen, die nach und nach einen eher sachlichen Ton angeschlagen haben, blieben jedoch die emotional engagiertesten. FDP und die Mitte waren am zurückhaltendsten.
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