Rekordanstieg von Corona-Infektionen in Spanien – Bund senkt Preise für Corona-Tests

Agenturen/red

11.9.2020 - 21:45

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag 528 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Donnerstag waren es 405 und am Mittwoch 469. Es gab drei neue Todesfälle und 13 neue Spital-Einweisungen.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 46'239 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag mitteilte. Seit Anfang der Pandemie mussten 4638 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1’740.

Der Bundesrat hat am Freitag die Kosten für Coronavirus-Tests gesenkt. Ein Covid-Test kostet neu 82 statt 95 Franken, der Antikörpertest 25 statt 39 Franken.

Starker Anstieg der Corona-Infektionen in vielen EU-Ländern

Viele europäische Staaten haben am Freitag eine grosse Zunahme von Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Italien meldete 1’616 positive Tests binnen 24 Stunden. Der Anstieg wurde auf das Ende der Urlaubszeit und einer erhöhten Anzahl von Tests zurückgeführt. Am Montag sollen erstmals seit dem Winter wieder die Schulen öffnen. Italien hat in der Pandemie bisher insgesamt 284’796 Coronavirus-Fälle registriert, mehr als 35’000 Menschen starben mit dem Virus.

In Frankreich sagte Premierminister Jeans Castex, dass sich die Corona-Lage «offensichtlich verschlechtert». Am Donnerstag habe es 9’843 neue Fälle gegeben, teilten die Behörden mit. Castex gab bekannt, dass die Zeit der Selbstisolation bei Covid-19 von 14 auf sieben Tage verkürzt werde. Es befindet sich in dieser Woche selbst in Isolation, nachdem er Kontakt mit einer infizierten Person hatte.

Spanien meldete am Freitag 12’183 neue Fälle, die Zahl der Gesamtinfektionen stieg damit auf 566’326. Das war die höchste Tageszahl seit Beginn der Pandemie, allerdings war die Diagnose bei mehr als 7’000 Patienten bereits früher gestellt und erst am Freitag gemeldet worden. Mit 240 Coronavirus-Infektionen auf 100’000 Einwohner hat Spanien die höchst sogenannte Inzidenz in Europa.

Die Niederlande verzeichneten an Freitag 1’270 Neuinfektionen, die meisten an einem Tag seit Mitte April. Es war das zweite Mal in dieser Woche, dass mehr als 1’000 neue Coronavirus-Fälle registriert wurden. Insgesamt verzeichneten die Niederlande seit Beginn der Pandemie mehr als 83’000 Fälle, mehr als 6’000 Menschen starben mit dem Virus.

Das Wichtigste im Überblick

  • In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Freitag auf den Rekordwert von 12’183 geklettert.
  • Gewisse direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffene Erwerbstätige können länger Erwerbsausfallentschädigung beziehen. Der Bund verlängerte die entsprechenden Hilfen bis Ende 2021.
  • Der Bund setzt ab Montag neu grosse Teile Frankreichs und die Region Wien auf die BAG-Risikoliste. Für Grenzregionen wird es Ausnahmen geben, um die Wirtschaft und das Leben nicht zu lähmen.
  • Das Bundesamt für Gesundheit hat innert eines Tages 16'287 Covid-19 Tests registriert. Davon waren 528 positiv.  
  • In Frankreich ist dort die Rekordzahl von fast 10'000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Die französische Regierung berät schärfere Corona-Massnahmen.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Live-Ticker

20.35 Uhr: US-Haushaltsdefizit infolge Corona bei drei Billionen Dollar

Das amerikanische Haushaltsdefizit hat in elf Monaten des laufenden Haushaltsjahrs einen Rekordstand von drei Billionen Dollar erreicht. Es ist eine Folge der angesichts der Corona-Pandemie massiv erhöhten Staatsausgaben, mit der eine Rezession und der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen abgefedert werden sollte. Die Zahlen wurden vom Finanzministerium am Freitag bekanntgegeben.

Das US-Haushaltsjahr endet am 30. September – nach Schätzungen des Haushaltsamtes des Kongresses könnte das Defizit bis dahin noch auf 3,3 Billionen Dollar steigen. Da die Regierung im September oft noch Überschüsse verbuchen kann, könnte die finale Zahl aber auch noch unter drei Billionen Dollar liegen.

Das nun festgestellte Defizit von Oktober 2019 bis August ist doppelt so hoch wie der bisherige Rekord für elf Monate: 2009, im Kampf gegen die von der Finanzkrise 2008 ausgelösten Grossen Rezession, betrug der Fehlbetrag nach elf Monaten 1,37 Billionen Dollar. Am Ende des Haushaltsjahres waren es 1,4 Billionen.

19.30 Uhr: Spanien meldet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Freitag auf den Rekordwert von 12’183 geklettert. Es handele sich um den höchsten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung «El País». Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4’708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle. In den vergangenen 14 Tagen seien insgesamt 112 364 Neuinfektionen registriert worden, also durchschnittlich gut 8’000 pro Tag. Das Robert Koch-Institut hat Spanien schon seit längerem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das beliebte Urlaubsland.

19.01 Uhr: Frankreich setzt auf lokale Massnahmen statt landesweitem Lockdown

Angesichts der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen will Frankreich alles tun, um einen neuen landesweiten Lockdown zu vermeiden. Premierminister Jean Castex sagte am Freitag nach einer Krisensitzung unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron, es werde vorerst keine «allgemeinen Ausgangsbeschränkungen» geben. Stattdessen rief er die Behörden in besonders betroffenen Städten wie Marseille und Bordeaux sowie im Überseegebiet Gouadeloupe auf, bis Montag örtlich begrenzte Massnahmen vorzuschlagen. Dort klagen die Krankenhäuser über steigenden Druck.

Zuletzt hatte Frankreich einen Höchststand von fast 10’000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Castex sprach von einer «deutlichen Verschlechterung» der Situation. Der Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche ist im Landesschnitt mit 72 Fällen deutlich überschritten. Als besonders kritisch gilt die Lage in der Hafenstadt Marseille mit 275 Fällen. In Paris sind es aktuell 144 Fälle

18.24 Uhr: Flughafen Zürich spricht 26 Kündigungen aus

Der Flughafen Zürich leidet unter den negativen Folgen der Corona-Pandemie und muss Personal entlassen. Insgesamt seien in dieser Woche 26 Kündigungen ausgesprochen worden, erklärte eine Sprecherin des Flughafens am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP und bestätigte damit eine Meldung des «Tagesanzeigers».

Die Kündigungen hätten sich trotz Kurzarbeit und Einstellungsstopp nicht vermeiden lassen. Sie stünden im Zusammenhang mit einem bereits im August anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen bekannt gewordenen Abbau von 120 Stellen am Flughafen, sagte die Sprecherin weiter. Der grösste Flughafen der Schweiz beschäftigt insgesamt 1'700 Mitarbeitende.

18.13 Uhr: Corona in Frankreich – Premier appelliert an Verantwortung

Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Frankreichs Premierminister Jean Castex besonders schwer getroffene Regionen aufgefordert, bis Montag neue Massnahmen im Kampf gegen das Virus vorzulegen. Dazu zählen die Städte Marseille und Bordeaux sowie das Überseegebiet Guadeloupe, wie Castex am Freitagabend nach einer Sitzung des Verteidigungsrats in Paris sagte. Zugleich mahnte er, Abstandsregeln einzuhalten. «Das Virus zirkuliert mehr und mehr in Frankreich. Das Morgen hängt von Ihnen ab, von uns.»

Viele Franzosen hatten die Verhängung strengerer Regeln erwartet – etwa regionale Ausgangsbeschränkungen oder Schliessungen von Restaurants. Stattdessen appellierte Castex nun vorrangig an das Verantwortungsbewusstsein seiner Landsleute.



17.40 Uhr: Bund senkt Preise für Corona-Tests

Der Bundesrat hat am Freitag die Kosten für Coronavirus-Tests gesenkt. Ein Covid-Test kostet neu 82 statt 95 Franken, der Antikörpertest 25 statt 39 Franken.

Bereits im Mai hatte der Bundesrat die Kosten für die Tests gesenkt. Die meisten Personen in der Schweiz müssen den Test jedoch seit Ende Juni nicht mehr selbst bezahlen. Damals erklärte Gesundheitsminister Alain Berset, dass niemand sich aus finanziellen Gründen nicht testen lassen sollte. Deshalb bezahle der Bund ab sofort die Tests.

Der Bund bezahlt jedoch nur die medizinisch indizierten Test. Das bedeutet, wenn ein Arzt oder eine Ärztin den Test als notwendig beurteilt. Arbeitgeber, die sicherheitshalber ihre Angestellten testen, müssen dies aus der eigenen Tasche bezahlen.

Les 288,5 millions de francs prévus par la Confédération pour les tests  prévoient le risque d'une recrudescence (archives).
Der Bund versuche, jeden Tag die Anzahl Coronavirus-Tests zu erhöhen. Die Kosten dafür hat er jetzt gesenkt.
Bild: Keystone

17.05 Uhr: Spanien weist Trump-Äusserung zur Corona-Pandemie zurück

Der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa hat eine Äusserung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, die USA gingen sehr viel besser mit der Corona-Pandemie um als die EU. «Niemand ist in einer Position, Lektionen zu erteilen, und bei allem Respekt gegenüber der amerikanischen Nation, am wenigsten ihr derzeitiger Präsident», sagte Illa am Freitag im Fernsehsender TVE. «Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man internationale Vergleiche macht. Jedes Land hat seine Besonderheiten, wenn es darum geht, Daten zur Verfügung zu stellen.»

Trump hatte am Donnerstag vor Journalisten im Weissen Haus erklärt, die USA seien in der Pandemie «viel besser als die Europäische Union» gewesen.

16.25 Uhr: Luftfahrtbranche fordert Testzentren an den Flughäfen

Der Luftfahrtverband Aerosuisse fordert Coronavirus-Testzentren an den Schweizer Flughäfen für ankommende und abfliegende Passagiere. Falle ein Resultat negativ aus, müsse die Quarantänepflicht verkürzt oder aufgehoben werden.

Die Luftfahrt befinde sich wegen der Corona-Pandemie weiterhin in der grössten Krise ihrer Geschichte, teilte Aerosuisse am Freitag mit. Zwar seien ihre Strukturen mit Bundeshilfe gesichert worden. Doch nach einem erfolgreichen Neustart im Sommer seien die Buchungszahlen wegen der uneinheitlichen Massnahmen der verschiedenen Länder wieder eingebrochen.

Denn die «sehr kurzfristigen Anpassungen» zum Beispiel bei der Liste der Risikoländer verunsicherten die Kunden und hätten dadurch «massive Auswirkungen auf das Buchungsverhalten». Die Fluggesellschaften ihrerseits könnten so keine Vorkehrungen treffen.

15.58 Uhr: Bundesrat verlängert Corona-Erwerbsersatz – in gewissen Fällen

Gewisse direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffene Erwerbstätige können länger als geplant Erwerbsausfallentschädigung beziehen. Der Bundesrat hat am Freitag die eigentlich nächste Woche auslaufende Hilfe bis Ende 2021 verlängert.

Der Bundesrat passte die Geltungsdauer der Covid-19-Verordnung zum Erwerbsausfall entsprechend an. Somit kann die Corona-Entschädigung in vier bestimmten Situationen auch nach dem 16. September ausgerichtet werden, wie die Regierung mitteilte. Betroffene müssen ab Mitte kommender Woche bei ihrer Ausgleichskasse einen neuen Antrag einreichen.

15.27 Uhr: Ende der Medienkonferenz

Damit endet die heutige Medienkonferenz des Bundesrats zur aktuellen Situation rund um die Corona-Pandemie. Wir danken für die Aufmerksamkeit.

15.25 Uhr: Unterschiedliche Regeln für Beruf und Ferien

Alain Berset verteidigt auf die Frage eines Journalisten hin die Unterscheidung zwischen Ferienreisen und dringenden beruflichen Reisen: Es sei ein erheblicher Unterschied, ob jemand bei einer Ferienreise, deren Destination er selber wähle, Schutzmassnahmen einzuhalten versuche, oder ob es sich beispielsweise um einen Kongress handle, wo es ein umfassendes Schutzkonzept gebe.

15.15 Uhr: Keine flächendeckende Kontrollen

Ein Journalist fragt, was geschehen würde, wenn die Corona-Fallzahlen in Grenzregionen sprunghaft ansteigen sollten. In dem Fall werde man die Situation mit in den Grenzregionen wieder neu beurteilen müssen, antwortet Berset.

Bei Grenzübertritten würden weiterhin keine konsequenten Kontrollen durchgeführt, antwortet Berset auf die Frage einer Journalistin. Alleine imt Frankreich gebe es jeden Tag rund eine halbe Million Kontakte, da sei eine Kontrolle aller Grenzübertritte schlicht nicht möglich.

15.05 Uhr: Keine neuen Grenzschliessungen in Sicht

Durch Grenzgänger gäbe es sehr viele Kontakte über die Landesgrenze hinweg, über die sich das Virus weiterverbreiten kann, merkt ein Journalist an. Das sei sicher richtig, entgegnet Berset. Allerdings gehe es eben darum, pragmatische Lösungen für jene zu finden, die in einem Land wohnen und in einem anderen arbeiten entlang der Schweizer Grenze. Zudem befinde man sich aktuell in einer grundlegend anderen Situation als noch im Februar oder März, als die Grenzen vorübergehend geschlossen wurden. Darum seien keine neuerlichen Grenzschliessungen vorgesehen.

15 Uhr: Fragerunde

Nun beginnt die Fragerunde. Die erste Frage bezieht sich auf die Risikolisten: Diese unterscheiden sich von Land zu Land deutlich, und ein Journalist will von Berset wissen, woher diese Unterschiede kämen. 

«Jeder Staat hat es mit eigenen Realitäten zu tun», sagt Berset zur Antwort. Jedes Land müsse auf andere Gegebenheiten Rücksicht nehmen, darum gebe es bei keine einheitliche Regeln über die Landesgrenzen hinweg.

14.55 Uhr:  Test gehen nun viel schneller

In der Schweiz gebe es derzeit eine Diskussion darum, wie lange die Quarantäne nach der Einreise aus einem Risikogebiet dauern soll. Dabei dürfe es keine Tabus geben, so Berset. Es gelte, ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Interessen zu finden.

Nun spricht Berset über die Situation bei den Tests. Hier sei es gelungen, den Zeitraum zwischen Test und Erhalt des Resultats deutlich zu senken. Diese Beschleunigung könnte dabei helfen, die Dauer der Quarantäne zu senken.

Der Bundesrat hat bei seiner Sitzung auch die Situation beim Erwerbsersatz diskutiert. Hier gibt es noch nicht in allen Bereichen endgültige Entscheide, da auch das Parlament bei diesem Thema mitredet. Vorerst hat die Landesregierung die eigentlich nächste Woche auslaufende Hilfe bis Ende 2021 verlängert.

14:47 Uhr: «Es braucht pragmatische Lösungen»

Bei der Festlegung der Risikogebiete könne man sich nicht streng an Lansesgrenzen halten, so Berset. Für Grenzgebiete, die einen zusammenhängeden Lebensraum bilden, brauche es darum pragmatische Lösung. Darum versuche man, Grenzregionen von den Quarantäneregeln auszunehmen, so lane es die Situation erlaube.

Ausnahmen bei der Quarantänepflicht gibt es auch für Menschen, die aus dringenden medizinischen oder beruflichen Gründen in eine Risikoregion reisen müssen und wenier als fünf Tage dort bleiben sowie ein Schutzkozept einhalten. Diese Ausnahme gilt beispielsweise auch für Sportler oder Kulturschaffende. Das soll für eine gewisse Flexibilität sorgen. Berset ruft dazu aus, Risikoregionen trotz dieser Ausnahmen weiterhin nach Möglichkeit zu meiden.

14:40 Uhr: Fallzahlen steigen, Spitaleinweisungen nicht

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus und die Positivitätsrate steigt konstant an, wie Bundesrat Berset nun zum Hauptthema der Medienkonferenz sagt. Zugleich bleibe die Zahl der Hospitalisierungen und Todesfälle auf tiefem Niveau. Trotz der steigenden Zahlen funktioniere das Contact-Tracing der Kantone.

Heikel seien im Bezug auf die Verbreitung des Virus derzeit in ersten Linke private Feste, so EDI-Vorsteher Alain Berset. Hier würden die Abstands- und Hygieneregeln oft missachtet.

14:30 Uhr: Teile von Frankreich kommen auf die Risokoliste

Der Bund setzt neu einzelne Regionen Frankreichs und Österreichs auf die Risikoliste; betroffen sind unter anderem die Region Paris, die Côte d' Azur und Wien. Wer von dort einreist, muss künftig für zehn Tage in Quarantäne. Eine Ausnahme gibt es für Personen, die aus der Grenzregion einreisen. So soll sichergestellt werden, dass Grenzgänger weiterhin einreisen können.

Die neusten Beschlüsse des Bundesrats werden gleich bekanntgegeben. Zuerst geht es in der Medienkonferenz des Bundes aber noch um das neu geplante Jugeundschutzgesetz.

14 Uhr: Alain Berset tritt vor die Medien

Um 14.30 Uhr informiert Gesundheitsminister Alain Berset über aktuelle Entscheide zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

13.15 Uhr: Österreich verschärft Maskenpflicht wieder

Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Massnahmen wieder. Von Montag an muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Regierung am Freitag in Wien mitteilte.

Das gilt auch für Beschäftigte in Lokalen. Ausserdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden.

Bei Veranstaltungen sind draussen nur noch 3'000 Besucher statt derzeit bis zu 10'000 erlaubt. In Innenräumen sind nur noch 1'500 statt 5'000, ohne zugewiesene Plätze nur 50 Gäste zugelassen. Kinder müssen in der Schule ausserhalb ihrer Klassenzimmer Maske tragen.

«Ich weiss, dass viele es noch nicht glauben, aber es wird wieder ernst. Die Zahlen sind in den letzten Wochen stetig angestiegen», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag. «Wir haben in anderen Ländern erlebt, wie schnell es gehen kann.» Kurz kündigte an, die Massnahmen bei Bedarf nachzuschärfen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Rahmen einer PK zur ?Corona-Ampel? am Freitag, 11. September 2020, in Wien.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte bei einer Medienkonferenz in Wien, in Sachen Corona werde es «wieder ernst.»
Keystone

12.42 Uhr: 528 neue Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag 528 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Donnerstag waren es 405 und am Mittwoch 469. Es gab drei neue Todesfälle und 13 neue Spital-Einweisungen.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 46'239 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag mitteilte. Seit Anfang der Pandemie mussten 4'638 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1'740.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'162'236 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Davon waren 4,7 Prozent positiv. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 16'287 neue Tests gemeldet.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich am Freitag nach Angaben des BAG 1891 Personen in Isolation und 5'306 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 5'373 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

Ein Covid-19-Patient wird in einem Spital iin der Schweiz behandelt. (Archiv)
Bild: Keystone

11.50 Uhr: Rechtsstillstand für Reisebranche verlängert

Der Bundesrat hat heute die rechtliche Grundlage für die Verlängerung des Rechtsstillstandes für die Reisebüros verabschiedet, wie es in einem Medienmitteilung heisst. Er setzt damit einen Entscheid um, den er bereits Ende August getroffen hat.

«Die Verlängerung des Rechtsstillstands betrifft Forderungen von Kundinnen und Kunden, die sich aus der Nichterbringung einer Reiseleistung ergeben», heisst es in der Mitteilung weiter. Sie solle verhindern, «dass gegen Reiseveranstalter und –vermittler der Konkurs eröffnet wird, bevor diese die Zahlungen zurückerhalten haben, die sie bereits an verschiedene Leistungserbringer geleistet haben.»

11.10 Uhr: Berlusconi wäre vor wenigen Monaten noch gestorben

Der mit dem Coronavirus infizierte italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi wäre nach Ansicht seines Arztes bei einer ähnlichen Corona-Infektion im März oder April an der Krankheit gestorben.

«Die Viruslast beim Nasen-Rachen-Abstrich von Berlusconi war dermassen erhöht, dass das im März oder April sicherlich nicht so einen glücklichen Ausgang wie jetzt gehabt hätte», sagte Professor Alberto Zangrillo am Donnerstagabend im TV-Sender La7. «Ob es ihn umgebracht hätte? Absolut ja, sehr wahrscheinlich ja, und er weiss das.»

Der fast 84-Jährige wird seit gut einer Woche wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt und ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Italien war im Frühjahr besonders stark von der Coronavirus-Pandemie getroffen worden. Die Intensivstationen im Norden des Landes hatten weder genug Betten noch Beatmungsgeräte. Bis heute sind mehr als 35'500 Menschen gestorben.

Berlusconi sei in einem «mehr als zufriedenstellenden» Zustand, sagte Zangrillo, der an eine baldige Genesung seines Patienten glaubt. Der Politiker und Unternehmer Berlusconis gilt wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient. Am Mittwoch hatte er sich erstmals wieder zu Wort gemeldet und von seinem Kampf gegen die «höllische Krankheit» berichtet. «Es ist die schlimmste Erfahrung meines Lebens», sagte er über seine Infektion mit dem Coronavirus.

Silvio Berlusconi hatte nach Ansicht von seinem Arzt grosses Glück, dass er sich erst jetzt mit dem Coronavirus infizierte. (Archiv)
Bild: Keystone

9.55 Uhr: Indien verzeichnet fast 100'000 Fälle an einem Tag

In Indien nimmt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle weiter rasant zu. Von Donnerstag auf Freitag wurden 96'551 Neuinfektionen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Neu Delhi mitteilte. Zudem kamen 1'209 Todesfälle nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 hinzu. In Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern gab es seit Beginn der Pandemie damit mehr als 4,5 Millionen Corona-Fälle und mehr als 76'000 Tote.

Zudem gab es auch Zweifel an der Zuverlässigkeit eines Schnelltests, mit dem es den Behörden in Indien gelungen war, pro Tag 1,1 Millionen Menschen auf das Coronavirus zu testen. Mehrere negativ ausgefallene Schnelltests sollten mit der verlässlicheren Standardmethode wiederholt werden, hiess es vom Gesundheitsministerium. Das gelte für negativ Getestete, die Symptome einer Infektion aufweisen.

Medizinisches Personal transportiert am 10. September in Gauhati, Indien,  den Leichnam einer an Covid-19 gestorbenen Person ab. 
Keystone

8.55 Uhr: Die am stärksten betroffenen Länder

Die absolut am stärksten betroffenen Länder – unterteilt nach Infizierten (inkl. Genesenen) und Toten; sowie Fälle je 100'000 Einwohner. 
Bild: dpa

8.30 Uhr: Manhattans Wohnungsmarkt bricht ein

Die Coronakrise macht es für Wohnungsbesitzer in der US-Metropole New York immer schwieriger, Mieter zu finden. Obwohl die Preise in Manhattan während der Pandemie rapide gesunken sind, gab es zuletzt so viele unvermietete Apartments wie seit Jahren nicht mehr.

Die Leerstandsquote stieg im August verglichen mit dem Vorjahr von 1,95 auf 5,1 Prozent, wie ein neuer Marktbericht des Immobilienvermittlers Douglas Elliman Real Estate am Donnerstag (Ortszeit) zeigte. Die Anzahl offener Inserate lag demnach mit 15'025 Wohnungen fast dreimal so hoch wie vor einem Jahr. Es ist der höchste Wert, der seit Beginn der Datenreihe vor 14 Jahren gemessen wurde.

7.40 Uhr: US-Senat kippt Corona-Hilfen-Gesetz

Die US-Politik kann sich weiterhin nicht auf ein neues Konjunkturpaket einigen, das unter anderem zusätzliche Hilfen für Arbeitslose bringen soll. Die Demokraten blockierten am Donnerstag einen rund 500 Millionen Dollar schweren Plan der Republikaner im Senat. Das Paket sei unzureichend, argumentierte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Unter anderem sehe es keine Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs vor, kritisierte er.

Die Republikaner hielten den Demokraten vor, mit der Ablehnung auch die ergänzende Arbeitslosenhilfe von 300 Dollar pro Woche torpediert zu haben. «Sie müssen dem amerikanischen Volk erklären, gegen welchen Teil des Vorschlags genau sie sind», sagte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell. Die Republikaner hätten für die Annahme des Pakets auf 60 Stimmen kommen und damit auch mindestens sieben Demokraten auf ihre Seite ziehen müssen. Sie erreichten am Ende 52 Ja-Stimmen, weil auch ein republikanischer Senator dagegen stimmte. Ausserdem hätte das Paket angesichts der ablehnenden Haltung der Demokraten kaum Chancen gehabt, das von ihnen kontrollierte Repräsentantenhaus zu passieren.

6 Uhr: Reisenden aus Frankreich könnte Quarantäne drohen

Heute berät der Bundesrat über die Frage, ob aufgrund der hohen Infektionszahlen in Frankreich für Reisende aus dem Land eine Quarantänepflicht eingeführt werden soll. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, könnte der Bundesrat  einzelne französische Regionen mit hohen Infektionszahlen zu Risikogebieten – etwa Paris oder Provence-Alpes-Côte d’Azur  – erklären, anstatt das gesamte Land. Mit diesem Vorschlag von Gesundheitsminister Alain Berset würde verhindert, dass die französischen Grenzregionen zur Schweiz von einer solchen Regelung betroffen sind. Zehntausende von Grenzgängern kommen täglich in die Schweiz zur Arbeit. Auch deshalb hat sich der Bundesrat bisher gescheut, das Nachbarland auf die Risikoliste zu setzen. Müssten die Grenzgänger aus Frankreich in Quarantäne, würde das die von ihnen abhängigen Regionen in der Schweiz hart treffen.

Bersets Antrag auf regionale Risikobeurteilungen soll dem Bericht zufolge,  der sich auf verlässliche Quellen stützt, nicht nur Frankreich betreffen: Er soll bei Bedarf auf alle Nachbarländer anwendbar sein.

Die Schweiz hat zur Definition eines Risikogebiets eine Grenze von mehr als 60 Corona-Infektionen pro 100’000 Einwohner in den letzten 14 Tagen festgelegt. In Frankreich liegt dieser Wert aktuell bei 139, also deutlich darüber – und erfüllt eigentlich schon seit einiger Zeit die Schweizer Kriterien eines Risikolandes.

An der Hegenheimerstrasse in Basel geht es über die Grenze nach Frankreich.
Bild: Keystone/Georgios Kefalas

5 Uhr: Frankreichs Zahl der Neuinfektionen auf Rekordhöhe 

Vor Beratungen der französischen Regierung über eine weitere Verschärfung der Corona-Massnahmen ist in Frankreich die Rekordzahl von fast 10'000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstag mitteilte, wurden seit dem Vortag 9'843 neue Coronavirus-Ansteckungsfälle erfasst. Dies ist die höchste Zahl in Frankreich seit Beginn der Pandemie. Zudem wurden weitere 19 Todesfälle als Folge der Coronavirus-Infektion gezählt, womit die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer im Land auf 30'813 stieg.

Frankreich ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Insgesamt rund 390'000 Infektionsfälle wurden dort bisher verzeichnet. Zuletzt wurden die Tests auf das Virus deutlich ausgeweitet. Dabei wurden bei einer Million Tests innerhalb einer Woche 48'542 Ansteckungen festgestellt.

Der wissenschaftliche Beirat drängt die Regierung wegen der seit Wochen steigenden Infektionszahlen zum Handeln. Präsident Emmanuel Macron warnte vor der Sondersitzung der Regierung am Freitag jedoch vor Panik.

Als schärfstes mögliches Mittel zur Eindämmung des Virus gelten Ausgangsbeschränkungen, wie sie in Frankreich bereits zwischen März und Mai gegolten hatten. In Unternehmen und den meisten Schulen des Landes gilt schon eine Maskenpflicht. In Paris und anderen französischen Grossstädten muss der Mund-Nasen-Schutz zudem auch im Freien getragen werden.

4.35 Uhr: Deutschland profitiert von neuem Schlüssel für Corona-Hilfen

Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission nur 6,95 Prozent der Mittel erhalten, also rund eine Milliarde Euro weniger.

Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst neben der Aufbau- und Resilienzfazilität noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können über die Aufbau- und Resilienzfazilität auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer.

4 Uhr: Spike-Lee-Konzertfilm eröffnet Filmfestival in Toronto

Das 45. Toronto International Film Festival (TIFF) ist am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit der Weltpremiere von Spike Lees «David Byrne's American Utopia» eröffnet worden. Der Konzertfilm, der die erfolgreiche Broadway-Serie des früheren «Talking Heads»-Sängers im Jahr 2019 dokumentiert, wurde in der kanadischen Metropole in einem Drive-In-Kino nahe des Ontario-Sees gezeigt.

Wegen der Coronakrise findet das zehntägige Filmfest mit einem stark reduzierten Programm in einer Hybridveranstaltung aus persönlichen Events und Online-Premieren statt. Die diesjährige Auswahl von 50 Beiträgen (Vorjahr: 333) wird im TIFF Bell Lightbox-Kino, zwei Drive-Ins und einem Open-Air-Kino sowie virtuell über eine Online-Plattform gezeigt. Sicherheitsauflagen erlauben im Innenkino bis zu 50 Gäste und erfordern Masken.

Als Weltpremieren stehen bei dem Festival unter anderem Halle Berrys Regiedebüt «Bruised» sowie das Drama «Ammonite» mit Kate Winslet und Saoirse Ronan auf dem Festival-Programm.

Schauspieler und Filmemacher wie Taika Waititi, Martin Scorsese, Idris Elba und Nicole Kidman werden bei interaktiven Events live oder per Videobotschaft zugeschaltet. Am 20. September wird der TIFF-Siegerfilm bei einem Screening verkündet – wie in den Vorjahren wird er traditionell vom Publikum gewählt, diesmal komplett online.

3.40 Uhr: Trump verteidigt Verhalten mit Churchill-Parallele

US-Präsident Donald Trump hat eine Parallele zwischen seinen Beschwichtigungen in der Coronapandemie und dem Verhalten des britischen Premierministers Winston Churchill im Zweiten Weltkrieg gezogen. «Als Hitler London bombardierte, ging Churchill, ein grosser Anführer, oft auf ein Dach in London und sprach», sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Freeland im US-Bundesstaat Michigan. «Und er sprach immer mit Gelassenheit. Er sagte, wir müssen Gelassenheit zeigen. Nein, wir haben es richtig gemacht, und wir haben eine Arbeit geleistet wie niemand sonst.»



Trump ist knapp zwei Monate vor der Wahl in den USA unter Druck geraten, weil er in Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward im März gesagt hatte, er habe die Gefahr durch das Virus bewusst heruntergespielt. Entsprechende Passagen und Tonbandaufnahmen waren am Mittwoch von US-Medien veröffentlicht worden. Trump sagte danach zu seiner Verteidigung, er habe keine Panik verbreiten wollen.

Trump verwies am Donnerstag auf den Rat der Regierung in London an die Briten im Zweiten Weltkrieg: «Keep calm and carry on» (in etwa: Ruhe bewahren und weitermachen). «Das ist, was ich getan habe.» Von Churchill ist überliefert, dass er die Bombenangriffe der Nazis auf London von einem Dach aus beobachtete, nicht aber, dass er dabei Reden hielt. Im Juni 1945 – also nach dem Kriegsende – sprach er im Wahlkampf auf einem Vordach, wie auf Fotos festgehalten wurde.

2.23 Uhr: Twitter trifft US-Wahl-Vorkehrungen

Nach Facebook trifft auch Twitter Vorkehrungen für den Fall, dass einer der Kandidaten bei der US-Präsidentenwahl sich verfrüht zum Sieger erklärt. Solche Beiträge gehören zu Tweets mit falschen Informationen, die gekennzeichnet oder entfernt werden, wie der in San Francisco beheimatete Kurznachrichtendienst am Donnerstag ankündigte. Entsprechend markierte Tweets werden zwar weiterhin auf der Plattform bleiben, aber ihre Verbreitung wird eingeschränkt.

Vergangene Woche hatte auch Facebook angekündigt, solche Beiträge mit Warnhinweisen zu versehen. In diesem Jahr wird angesichts der Coronakrise mit einem hohen Anteil von Briefwählern gerechnet, wodurch das endgültige Ergebnis der Abstimmung am 3. November erst deutlich später als gewohnt feststehen könnte.

1.31 Uhr: Nach Stopp grünes Licht für Tom Hanks' Elvis-Film

Nach halbjähriger Verzögerung wegen der Coronapandemie sollen nun die Dreharbeiten mit Tom Hanks zu einer Filmbiografie über die Rock-'n'-Roll-Legende Elvis Presley anlaufen. Der Drehstart ist für den 23. September im australischen Bundesstaat Queensland geplant. Es sei ein echtes Privileg in dieser beispiellosen globalen Situation, dass Hanks und die übrige Besetzung nun wieder in Australien drehen könnten, sagte Regisseur Baz Luhrmann («Moulin Rouge») laut Hollywood-Studio Warner Bros. am Donnerstag.

Der gebürtige Australier dankte den lokalen Gesundheitsbehörden für deren Corona-Massnahmen. Mit entsprechenden Schutzvorkehrungen sei nun wieder ein sicheres Arbeiten möglich.

Luhrmann hatte die Produktion im März nach der Covid-19-Diagnose von Hauptdarsteller Hanks («Philadelphia») eingestellt. Auch die Frau des Oscar-Preisträgers, Rita Wilson, hatte sich infiziert.

Das Biopic vom Studio Warner Bros. dreht sich um die langjährige Geschäftsbeziehung des jungen Elvis Presley (Austin Butler) mit seinem Manager Colonel Tom Parker, der von Hanks verkörpert wird. Daneben spielt auch Olivia DeJonge als Priscilla Presley mit.

0.10 Uhr: Oracle profitiert von Heimarbeit in Coronakrise

Der Trend zur Heimarbeit wegen der Coronapandemie hat dem kalifornischen Technologiekonzern Oracle im jüngsten Geschäftsquartal Schub verliehen. In den drei Monaten bis Ende August kletterte der Nettogewinn im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Vorstandschefin Safra Catz sprach am Donnerstag nach Börsenschluss in einer Mitteilung von einem fantastischen Vierteljahr für Oracle. Der Umsatz wuchs, angetrieben vom starken Cloud-Geschäft, um 2 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar.

Viele Firmen benötigen in der Coronakrise zusätzliche IT-Dienste, um ihre von zu Hause aus arbeitenden Mitarbeiter zu unterstützen. Als Cloud-Partner des boomenden Videodienstes Zoom profitiert Oracle davon stark. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen klar.

An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen. Die Oracle-Aktie legte nachbörslich rund 5 Prozent zu. Mitte August hatten Insider gesagt, dass auch Oracle in das Bieterrennen für das US-Geschäft des chinesischen Kurzvideodienstes TikTok eingestiegen sei.

0 Uhr: Israel beschliesst neue Ausgangsbeschränkungen

Angesichts immer weiter steigender Corona-Infektionszahlen will Israel erneut striktere Ausgangsbeschränkungen verhängen. Das Corona-Kabinett entschied am Donnerstagabend nach Medienberichten, dass mit Beginn des jüdischen Neujahrsfests in einer Woche 14-tägige landesweite Ausgangssperren herrschen sollen. Danach sollen Schulen und Kindergärten für weitere zwei Wochen geschlossen bleiben. Die Regierung muss diese Schritte aber am Sonntag noch billigen und entscheiden, wann genau die Massnahmen in Kraft treten sollen.

Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Israel erstmals die 4'000er-Marke überschritten. Den dritten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert im Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

In 40 besonders betroffenen Ortschaften gelten seit Dienstagabend bereits nächtliche Ausgangssperren. Nach Medienberichten gibt es jedoch viele Verstösse gegen die Vorschriften. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Die meisten Corona-Kranken gibt es in Jerusalem.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 145'673 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1'075 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner. 977 Corona-Patienten werden gegenwärtig im Krankenhaus behandelt, etwa die Hälfte von ihnen sind Schwerkranke.

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