Basel-Stadt Erstmals Dengue-Virus in Tigermücken nachgewiesen

Lea Oetiker

17.3.2026

In Basel-Stadt wurde erstmals das Dengue-Virus in einer Asiatischen Tigermücke nachgewiesen. (Archivbild)
In Basel-Stadt wurde erstmals das Dengue-Virus in einer Asiatischen Tigermücke nachgewiesen. (Archivbild)
Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

In Basel ist erstmals das Dengue-Virus in einer Asiatischen Tigermücke nachgewiesen worden. Der Kanton verstärkt seine Massnahmen gegen die invasive Mückenart.

Lea Oetiker

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  • In Basel-Stadt wurde erstmals das Dengue-Virus in einer Asiatischen Tigermücke nachgewiesen.
  • Der Kanton führt seine Massnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der invasiven Mückenart weiter.
  • Ziel ist es, die Mückendichte und damit das Risiko einer Virusübertragung gering zu halten.

Der Kanton Basel-Stadt hat seine Massnahmen zur Überwachung und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im vergangenen Jahr fortgesetzt. Dabei wurde erstmals in einer in Basel gefangenen Tigermücke das Dengue-Virus nachgewiesen, heisst es in einer Mitteilung. Es ist der erste bestätigte Fund nördlich der Alpen.

Wie das Kantonale Laboratorium am Dienstag mitteilte, deutet der Einzelnachweis auf eine sehr geringe Verbreitung in der lokalen Population hin. Die invasive Tigermücke gilt als möglicher Überträger tropischer Viren wie Dengue, Chikungunya oder Zika. Sie ist seit 2024 im gesamten Kantonsgebiet heimisch.

Um die Mückendichte tief zu halten, setzen die Behörden weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Fachinstituten und der Bevölkerung. Privathaushalte und Freizeitgartenvereine werden aufgefordert, mögliche Brutstätten wie Wassergefässe regelmässig zu beseitigen. Bei rund 40 Kontrollen auf Privat- und Gewerbegeländen wurden 2025 laut Bericht überwiegend ungenügende Bekämpfungsmassnahmen festgestellt.

1628 Mücken gefangen

Insgesamt fing das Labor 1628 Mücken, von denen rund zwei Prozent zur Gattung Aedes gehörten. In mehreren Proben wurde zudem das Usutu-Virus, ein vor allem unter Vögeln verbreitetes Virus, nachgewiesen. Andere Krankheitserreger konnten nicht gefunden werden.

Ziel der Bekämpfung bleibt laut Kanton, die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen und das Risiko von Virusübertragungen zu minimieren.