200 Millionen Franken VerlustSo viele Schwarzfahrer wie noch nie – ÖV-Betrieb greift durch
ai-scrape
17.3.2025 - 08:09
Immer mehr Jugendliche fahren ohne gültiges Zugbillet.
KEYSTONE
Die Zahl der Schwarzfahrten im öffentlichen Verkehr der Schweiz hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Nun sollen die Kontrollen verstärkt werden, um dies zu verhindern.
Im Jahr 2024 erreichte die Zahl der Schwarzfahrten im öffentlichen Verkehr der Schweiz einen neuen Rekord. Über eine Million Vorfälle wurden registriert, was zu einem geschätzten Einnahmeverlust von rund 200 Millionen Franken führte, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, planen die Transportunternehmen, die Kontrollen zu intensivieren.
Die Schwarzfahrerquote ist im vergangenen Jahr um etwa 10 Prozent gestiegen, mit über einer Million Einträgen im nationalen Schwarzfahrerregister. Diese Datenbank, die 2019 eingeführt wurde, erfasst alle Fälle von Fahrten ohne oder mit nur teilweise gültigem Ticket.
Trotz der Möglichkeit, dass Einträge nach zwei Jahren gelöscht werden, nimmt die Zahl der registrierten Fälle stetig zu. Michaela Ruoss von der Alliance Swiss Pass betont, dass die Dunkelziffer hoch ist, da viele Schwarzfahrten unentdeckt bleiben.
Vor allem junge Menschen haben kein gültiges Ticket
Besonders junge Menschen unter 26 Jahren sind häufig ohne gültiges Ticket unterwegs, sie machen 35 Prozent der erwischten Schwarzfahrer aus, schreibt die Zeitung weiter.
Die Gründe für den Anstieg sind unterschiedlich: mehr Menschen nutzen den öffentlichen Verkehr, die Kontrollen sind häufiger und effizienter geworden, und es gibt eine allgemeine gesellschaftliche Tendenz zu mehr Risikobereitschaft.
Wer ohne Ticket erwischt wird, muss mit einem Zuschlag rechnen, der bei wiederholten Verstössen steigt. Ab dem dritten Vorfall innerhalb von zwei Jahren droht eine Strafanzeige.
Postauto stellt mehr Kontrollpersonal an
Im vergangenen Jahr erstattete Postauto etwa 15'000 Anzeigen wegen Schwarzfahrens. Die SBB wollen keine genauen Zahlen dazu veröffentlichen. Postauto investierte rund 8 Millionen Franken in Kontrollen, die Einnahmen von circa 4 Millionen Franken durch Zuschläge generierten. Trotz der Kosten sind diese Massnahmen unerlässlich, um Einnahmeverluste durch Schwarzfahren zu reduzieren1.
Angesichts dieser Situation plant Postauto, die Kontrollen weiter zu intensivieren. Bereits 2024 wurde die Zahl der Kontrollierenden von 49,8 auf 53 Vollzeitstellen erhöht, was zu gut 87'000 Kontrollstunden führte – ein Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr strebt Postauto 95'000 Kontrollstunden an, mit einer geplanten Steigerung auf 96'000 Stunden im kommenden Jahr.
Die Redaktorin hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.