«Effekt der Impfkampagne wird in drei Monaten greifen»

jka

7.4.2021

Martin Ackermann, Praesident, National COVID-19 Science Task Force, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation des Coronavirus, am Mittwoch, 7. April 2021 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Martin Ackermann sagt, es werde noch drei Monate dauern, bis der Impfeffekt greife. 
Bild: Keystone

Am Mittwoch traten die Experten des Bundes ein weiteres Mal vor die Medien und informierten über die neuesten Entwicklungen in der Corona-Krise. Die Medienkonferenz zum Nachlesen.

jka

7.4.2021

  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 14.53 Uhr
    Ende der Medienkonfernez

    An dieser stelle endet die heutige Medienkonferenz. Wir danken fürs Mitlesen. 

  • 14.52 Uhr
    Keine Jungparteien in der Covid-Taskforce

    Ein Journalist spricht Ackermann auf die Forderung von Jugendlichen an, Teil der Covid-Taskforce zu werden, um in der Pandemie-Bekämpfung mehr mitreden zu können. Ackermann sagt, es sei zentral, dass alle Personengruppen berücksichtigt würden. Die Taskforce sei jedoch nicht das richtige Gefäss für die Teilnahme der Jugendlichen oder konkret von Jungparteien, da sie den Zweck habe, wissenschaftliche Expertise bereitzustellen. 

  • 14.49 Uhr
    Ist die Positivitätsrate noch wichtig?

    Wie wichtig ist die Posivitätsrate heute, mit den Selbsttests? Die ist ja nicht mehr Teil des Indikatorensets, sagt Mathys, das sei Anfang Jahr wichtig gewesen. 

  • 14.48 Uhr
    Wann kommen die nächsten Corona-Lockerungen?

    Wie weiter bei den Öffnungen? Das will eine Journalistin wissen. Klar ist laut Mathys: Drei der vier vorgegebenen Richtwerte für Lockerungen seien momentan nicht erfüllt. Der Bundesrat lasse aber weitere Erwägungen in seinen Entscheid einfliessen. Ackermann ergänzt, aus wissenschaftlicher Sicht sei es sinnvoll, die Fallzahlen tief zu halten und die Ansteckungen zu minimieren. Welche konkreten Massnahmen dazu aber weiterhin nötig seien, sei auch eine politische Frage. Dazu wollen sich weder Ackermann noch Mathys weiter äussern. 

  • 14.46 Uhr
    Medikamente gegen Corona

    Wie geht das BAG mit den Medikamenten gegen das Virus um? Man sei mit mehreren Herstellern in Kontakt, sagt Patrick Mathys, er will aber keine Details nennen.

  • 14.45 Uhr
    Impfzertifikat soll Anfang Juli kommen

    Wann im Sommer soll das Impfzertifikat verfügbar sein? Laut Patrick Mathys strebt man Anfang Juli an.

  • 14.44 Uhr
    Genesene nicht geschützt vor Brasilien-Mutation? 

    Die P1-Variante aus Brasilien ist in der Schweiz laut Ackermann sehr selten – bei unter 1 Prozent. Es gebe Hinweise darauf, dass eine bereits durchgemachte Erkrankung wenig gegen diese neue Mutation schütze. Ermutigend sei aber, dass die mRNA-Impfungen einen guten Schutz gegen diese Virusvariante böten.

  • 14.42 Uhr
    Die zweite Impf-Phase ist nahe

    Wann erreichen wir die zweite Impf-Phase? Ganz genau kann Linda Nartey das nicht sagen, man nähere sich aber dieser Schwelle. Auch Mathys will keine Prognose abgeben, weil es auch davon abhänge, wie gross die Nachfrage in den einzelnen Altersklassen sei.

  • 14.41 Uhr
    Quarantäne für Brasilien-Reisende

    Personen, die per Flugzeug aus Brasilien in die Schweiz einreisen, werden vom Bund erfasst. Die Daten werde anschliessend in die Systeme der Kantone importiert, wie die Berner Kantonsärztin ausführt. Vom Kanton erhalten die Betroffenen dann eine Quarantäne-Anordnung. Ob sich alle aber auch daran halten, kann der Kanton laut Nartey nicht einzeln überprüfen.

  • 14.38 Uhr
    Selbsttests sind ein knappes Gut

    In der Anfangsphase seien Selbsttests ein knappes Gut, sagt Patrick Mathys. Es mache keinen Sinn, Tests zu hamstern. Da der Bezug über die Krankenkassenkarte laufe, sei gewährleistet, dass nur fünf Tests pro Person abgegeben werden.

  • 14.36 Uhr
    Genesene sollen sich auch impfen lassen

    Wenn die Personen, die Corona hatten und genesen sind, vorerst immun sind, wieso wird nicht gewartet, bis sie geimpft werden? Mathys sagt, man halte an der festgelegten Impfstrategie fest.

  • 14.36 Uhr
    Wann wirkt sich die Impfung aus?

    Wo liegt die Ziellinie für einen relevanten Effekt der Impfung? Wichtig sei, dass alle Erwachsenen, die wollen, eine Impfung erhalten, sagt Martin Ackermann. Das dauere noch zwei bis drei Monate.

  • 14.35 Uhr
    Herdenimmunität 

    Eine Journalistin erkundigt sich nach der Herdenimmunität. Mathys führt aus, wenn man eine möglichst hohe Durchimpfungsrate habe, komme man sehr nahe an die Herdenimmunität. Ackermann ergänzt, die Impfung trage den Hauptteil dazu bei, in die Nähe der Herdenimmunität zu kommen. Hinzu komme, dass nicht wenige bereits erkrankt und dadurch vorerst immun seien.

  • 14.30 Uhr
    Britische Variante 50 Prozent ansteckender

    Ist die britische Variante gar nicht so viel ansteckender wie angenommen? Laut Mathys ist sie das schon, und zwar bis zu 50 Prozent ansteckender. Der Anstieg sei nicht so stark ausgefallen, weil die Massnahmen in Kraft geblieben seien. Ackermann ergänzt, dass man damit auch die Variante B.1.1.7 in Schach halten könnte. Mit der alten Variante würden die Neuinfektionen wohl deutlich zurückgehen.

  • 14.29 Uhr
    Keine News zu Astrazeneca

    Weder Ackermann noch Mathys können auf eine entsprechende Frage angeben, wann der zuletzt nicht unumstrittene Impfstoff von Astrazeneca in der Schweiz von Swissmedic eine Zulassung erhalten wird. Das entscheide die Zulassungsbehörde ganz allein. 

  • 14.28 Uhr
    Nicht bei den Betten würde es eng, aber beim Personal

    Was, wenn eine dritte Welle kommt? Gibt es genügend Betten und Beatmungsgeräte in der Schweiz? Ja, das sei nicht das Problem, so Mathys. Das Problem sei eher das hochausgebildete Personal, das fehle und folglich überlastet werde. Das Personal, das die Betten betreibt, sei limitierend, nicht die Betten selbst.

  • 14.27 Uhr
    Eingriffe müssen nachgeholt werden.

    Gibt es Regionen, die schon stark belastet sind? Im Moment gibt es keine Grossregion, wo die Intensivstationen überlastet sind. Die Belastung sei hoch geblieben, nicht zuletzt, weil 20’000 verschobene Eingriffe nachgeholt werden müssen.

  • 14.24 Uhr
    Taskforce fordert tiefe Fallzahlen bis Impfkampagne wirkt

    Ackermann erklärt, bereits beim letzten Anstieg der Fallzahlen im Herbst, stammte die Mehrheit der Personen auf den Intensivstationen  aus der Gruppe der 50- bis 70-Jährigen. Um diese Personen zu schützen, müsse man die Fallzahlen tief halten. Gelingt das, befinde sich die Schweiz in einer guten Ausgangslage. 

  • 14.22 Uhr
    Anstieg hat sich in der Schweiz verlangsamt

    Ackermann warnt vor einem steilen Anstieg der Zahlen, wie ihn einige Länder in Europa erlebten. In der Schweiz habe sich der Anstieg in den letzten Tagen zwar verlangsamt, aber: «Die momentanen Zahlen bilden noch nicht ab, wie sich die Lage über Ostern weiterentwickelt hat.»

  • 14.20 Uhr
    In drei Monaten sollen Effekte der Impfkampagne greifen

    Nun ist Martin Ackermann von der Covid-Taskforce an der Reihe. Es werde noch rund drei Monate dauern, bis der Effekt der Impfkampagne deutlich spürbar sei, sagt er. Was muss bis dahin geschehen? Ackermann spricht sich für die Senkung der Fallzahlen aus. Tiefe Fallzahlen bedeuteten unter anderem, dass weniger Menschen an Long Covid leiden und würden sich auch positiv auf die psychische Gesundheit der Bevölkerungsmitglieder auswirken. Zudem sei das Eindämmen der Epidemie einfacher und günstiger, wenn die Fallzahlen tief seien. 

  • 14.18 Uhr
    Kanton Bern hält an Impfziel fest

    Nach Ostern laufe die Impfaktion im Kanton Bern nun wieder auf Hochtouren, so Nartey. Man habe das Impfziel nach wie vor fest im Auge. 

  • 14.18 Uhr
    Keine Schulschliessungen mehr

    Nun spricht Linda Nartey, Berner Kantonsärztin. Sie hebt hervor, dass Selbsttests nicht beigezogen werden könnten, um eine Quarantäne zu verkürzen oder die Massnahme zu umgehen. Das Contact Tracing sei momentan vorwiegend mit Ausbrüchen an Schulen beschäftigt. Es müssten immer wieder Quarantänen für ganze oder sogar mehrere Klassen angeordnet werden. Eine Schulschliessung habe jedoch nicht mehr angeordnet werden müssen.

  • 14.12 Uhr
    Bei Symptomen keinen Selbsttest

    Und schliesslich macht Mathys noch ein paar Angaben zu den Selbsttests, die es ab heute in den Schweizer Apotheken gibt. Der Andrang habe sich in an den meisten Orten in Grenzen gehalten. Mathys erklärt noch einmal, für wen Selbsttests nicht geeignet sind. Das seien vor allem Personen, die sich krank fühlten und über Symptome verfügten. In diesem Fall empfehle sich vor allem ein PCR-Test oder ein Antigen-Test. Sinnvoll sei ein Selbsttest vor Familienfeiern oder sonstigen Treffen – sofern man keine Risikopersonen treffe. 

  • 14.10 Uhr
    Einzelheiten zum Impfzertifikat noch nicht bekannt

    Und schon ist Mathys beim Impfzertifikat angelangt – heute geht es schnell in Bern. Für welche technische Lösung sich das BAG entscheide, sei noch nicht klar, so der BAG-Mann. Sobald dem so sei, werde man aber weitere Einzelheiten kommunizieren. Matyhs hebt nochmals hervor, wie wichtig es ist, dass das Zertifikat international anerkannt ist. Und: «Bis das Zertifikat vorliegt, gelten die Impfbestätigungen als Nachweis einer durchgeführten Impfung.»

  • 14.08 Uhr
    Weitere Impfstoff-Lieferungen

    Mathys kommt auf die heute kommunizierten Impfzahlen zu sprechen und führt diese mündlich nochmals aus. Auch die Impfstoff-Lieferungen spricht er an und verspricht bis im Monat Juli 8,1 Millionen weitere Dosen. 

  • 14.05 Uhr
    Jüngere Patienten im Spital

    Man müsse noch vorsichtig sein bezüglich eines neuen Trends, so Mathys, aber es zeige sich, dass die Patienten auf den Intensivstationen eher jünger seien als zuvor. Konkret spricht er die Altersgruppe der 50- bis 70-Jährigen an, bei dieser würden die Fallzahlen zunehmen. Eine starke Belastung der Spitäler mit diesen Patienten sei nicht auszuschliessen. 

  • 14.02 Uhr
    Impfung noch ohne Auswirkungen

    Momentan sieht man laut Mathys noch keinen statistisch signifikanten Effekt von der Impfung auf die Belegung der Intensiv-Betten. Über 90 Prozent der Corona-Fälle in der Schweiz liessen sich Stand heute auf die britische Mutation zurückführen. Sie sei damit die in der Schweiz zirkulierende Virusvariante. Deshalb wird das BAG sie künftig nicht mehr als Variante ausweisen, kündigt Mathys an. 

  • 14 Uhr
    Beginn der Medienkonferenz

    Patrick Mathys vom BAG eröffnet die heutige Medienkonferenz. Er schickt voraus, dass die täglichen Corona-Zahlen bis Ende Woche wegen der verzögerten Tests vorerst nicht allzu verlässlich seien. Dennoch liesse sich ein leicht zunehmender Trend feststellen – dies auch bei den Todesfällen und Spitaleinweisungen. Aktuell sei gut ein Fünftel der verfügbaren Intensiv-Betten von Corona-Patienten besetzt. Das sei eine doch eher deutliche Zunahmen. 

Auch nach Ostern findet in Bern eine Medienkonferenz zum aktuellen Stand der Dinge in Sachen Corona-Pandemie statt. Um 14 Uhr treten unter anderem Patrick Mathys vom BAG und die Berner Kantonsärztin Linda Nartey vor die Medien. Sie werden sicherlich auch über die Selbsttests informieren. Diese sind ab heute Mittwoch in Apotheken im ganzen Land erhältlich. 

Auch zum geplanten Covid-19-Zertifikat werden neue Informationen erwartet. Dieses soll international anerkannt und ab Sommer 2021 erhältlich sein. Zuletzt prüfte das BAG verschiedene technische Lösungen.

Teilnehmer*innen: 

  • Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
  • Linda Nartey, Kantonsärztin Bern, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte
  • Martin Ackermann, Präsident, National COVID-19 Science Task Force