Der Posten des Bundesanwalts wird nochmals ausgeschrieben

SDA/tjb

24.2.2021 - 12:50

Staenderat Andrea Caroni, Praesident der Gerichtskommission des Staende-und Nationalrates, spricht waehrend einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 24. Februar 2021 in Bern. Die Gerichtskommission wird die Stelle des Bundesanwalts neu ausschreiben. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Andrea Caroni, Präsident der Gerichtskommission von Stände- und Nationalrat, informiert über den Nichtentscheid.
Bild: Keystone

Seit dem Rücktritt von Michael Lauber wird ein neuer Bundesanwalt gesucht. Eigentlich hätte heute ein Nachfolger präsentiert werden sollen – stattdessen wird die Stelle ein drittes Mal ausgeschrieben.

«Aller guten Dinge sind drei» – mit diesen Worten fasst Andrea Caroni den erneuten Nichtbeschluss für die Nachfolge von Bundesanwalt Michael Lauber zusammen. Laut dem FDP-Ständerat und Präsident der Gerichtskommission genügte auch nach einer zweiten Ausschreibung der Stelle keine*r der Kandidat*innen, die sich für das Amt beworben haben.

Nun soll die Stelle ein drittes Mal ausgeschrieben werden. Caroni zeigte sich zuversichtlich, dass man auf gutem Wege sei. Schliesslich hätten sich auf die zweite Ausschreibung hin schon mehr Kandidat*innen gemeldet als beim ersten Mal.

Die Schweiz braucht einen neuen Bundesanwalt, weil der letzte durch sein Handling der Verfahren rund um den Weltfussballverband FIFA untragbar geworden ist. Im Rennen um den Posten waren zuletzt noch drei Kandidat*innen: Maria-Antonella Bino, einst Laubers Stellvertreterin, Félix Reinmann, der zwanzig Jahre für die Bundesanwaltschaft gearbeitet hat, und Lucienne Fauquex, die den Rechtsdienst der Bundesanwaltschaft leitet.



Die Wahl des neuen Bundesanwalts oder der neuen Bundesanwältin war schon für den Dezember vorgesehen gewesen, scheiterte jedoch schon damals. Die zwei am Schluss übrig gebliebenen Kandidaten der ersten Bewerbungsrunde hatten den Ansprüchen der Gerichtskommission nicht genügt.

FIFA-Affäre

Der ehemalige Bundesanwalt Michael Lauber hatte nach monatelanger Kritik an seiner Amtsführung und mutmasslichen Ungereimtheiten bei den Ermittlungen im Verfahrenskomplex rund um den Weltfussballverband FIFA seinen Rücktritt angeboten und kurz darauf seine Kündigung eingereicht.

Lauber schied per Ende August 2020 vorzeitig aus dem Amt aus. Seither leiten die beiden stellvertretenden Bundesanwälte die Bundesanwaltschaft.

Zurück zur Startseite