Umfrage zeigt Fast jeder Zweite befürwortet die SVP-Initiative gegen die 10-Millionen-Schweiz

Noemi Hüsser

7.12.2025

Die SVP-Initiative will das Bevölkerungs-Wachstum bei 10 Millionen Einwohner*innen stoppen.
Die SVP-Initiative will das Bevölkerungs-Wachstum bei 10 Millionen Einwohner*innen stoppen.
Kimimasa Mayama/epa/dpa

Die SVP-Initiative «Keine Schweiz über 10 Millionen» stösst laut einer Umfrage auf breite Zustimmung – besonders bei SVP-Wähler*innen. FDP und Mitte-Wählerschaft zeigen sich gespalten.

Keystone-SDA

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  • Laut einer Umfrage von «Tamedia» und «20 Minuten» unterstützen 48 Prozent der Befragten die SVP-Initiative «Keine Schweiz über 10 Millionen».
  • Die Initiative fordert staatliches Eingreifen ab 9,5 Millionen Einwohner*innen,
  • Prognosen des Bundesamts für Statistik zufolge wird die Schweiz bis 2040 zehn Millionen Einwohner*innen erreichen.

Eine Umfrage von «Tamedia» und «20 Minuten» hat eine 48-Prozent-Zustimmung oder eher Zustimmung zur SVP-Initiative «Keine Schweiz über 10 Millionen» ergeben.

41 Prozent der 10'917 Befragten hätten die Vorlage abgelehnt, während 11 Prozent unentschlossen seien, berichteten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». 88 Prozent der SVP-Sympathisant*innen hätten die Initiative gutgeheissen, während Anhänger*inne der Linken sie klar verworfen hätten. Wähler*innen von FDP und Mitte seien stark gespalten.

Nationalrat hat Initiative abgelehnt

Der Initiativtext verlangt ein Eingreifen ab 9,5 Millionen Einwohner*innen und könne zur Kündigung internationaler Abkommen wie der Personenfreizügigkeit führen, was Wirtschaftsvertreter*innen und die parlamentarische Mehrheit beunruhige. Der Nationalrat hat die Initiative bereits ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Die Bevölkerung könnte frühstens im kommenden Juni abstimmen.

Gemäss Bundesamt für Statistik könnte die Schweiz 10 Millionen Einwohner*innen bis 2040 und 10,5 Millionen bis 2055 erreichen, wobei das Wachstum ab 2035 vollständig auf die Einwanderung zurückzuführen wäre. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung hingegen stark sinken.