Millionen bereits gedruckt Bund räumt Fehler im Abstimmungsbüchlein ein – diese Passage ist falsch

Petar Marjanović

5.5.2026

Im Abstimmungsbüchlein wurde ein Fehler entdeckt. (Archivbild)
Im Abstimmungsbüchlein wurde ein Fehler entdeckt. (Archivbild)
KEYSTONE

Kurz vor der Abstimmung zum Zivildienstgesetz muss der Bundesrat einen Fehler einräumen: Im Abstimmungsbüchlein steht eine falsche Angabe zur Frage, wann Zivis ihren langen Einsatz leisten müssen.

Petar Marjanović

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Der Bundesrat hat einen Fehler in den Erläuterungen zur Zivildienst-Abstimmung entdeckt und korrigiert.
  • Betroffen ist die Frist für den sogenannten langen Einsatz, den alle Zivildienstleistenden absolvieren müssen.
  • Die Abstimmung findet am 14. Juni 2026 statt.

Knapp sechs Wochen vor der Volksabstimmung über das neue Zivildienstgesetz muss der Bundesrat einen Fehler im offiziellen Abstimmungsbüchlein berichtigen. In den Erläuterungen steht eine wichtige Frist für Zivildienstleistende falsch.

Wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte, hat das Bundesamt für Zivildienst (ZIVI) die Falschinformation entdeckt. Es geht um die Frage, wann Zivildienstleistende ihren sogenannten «langen Einsatz» leisten müssen.

Fehler bei der Frage: Wer muss wann einrücken?

Im Abschnitt «Rascher Einsatz nach Zulassung» heisst es fälschlicherweise, dass alle Gesuchstellenden ihren langen Einsatz schon im Jahr nach der Zulassung absolvieren müssen – egal, ob sie das Gesuch vor oder während der Rekrutenschule stellen.

Das stimmt aber so nicht: Die kürzere Frist gilt nur für jene, die ihr Gesuch während der Rekrutenschule einreichen. Wer es vor der Rekrutenschule stellt, hat wie bisher bis Ende des dritten Jahres nach der Zulassung Zeit.

Die unterstrichenen zwei Wörter im Abstimmungsbüchlein sind falsch.
Die unterstrichenen zwei Wörter im Abstimmungsbüchlein sind falsch.
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Die elektronische Version der Erläuterungen wurde bereits korrigiert, doch die gedruckten Abstimmungsunterlagen bleiben unverändert.

Am 14. Juni stimmen die Schweizerinnen und Schweizer über die Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Die Vorlage soll den Wechsel von der Armee zum Zivildienst erschweren. SVP, FDP und Mitte unterstützen das Projekt. SP, Grüne, GLP, EVP und der Zivildienstverband Civiva lehnen es ab.

Das linksgrüne Lager lehnt die Gesetzesänderung ab.
Das linksgrüne Lager lehnt die Gesetzesänderung ab.
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Der Bundesrat rechnet damit, dass die Zahl der Zivis mit den neuen Regeln um rund 40 Prozent sinken könnte. Gegner warnen vor Engpässen in Pflege, Bildung und Umweltschutz. Befürworter sagen, die Reform sei nötig, um Armee und Zivilschutz genügend Personal zu sichern.