rutis57
Wie sieht es aus mit den Geldmitteln für die Prävention von Gewalt und Mord an Männern, begangen durch Frauen ?
Bohnenstange
rutis57 Wie viele gibt es davon? Wohl nur wenige. Zahlen würden mich interessieren⦠ð¤·ââï¸
Schossuzu58
Bohnenstange Was Femizide angeht, scheint der Kollege rutis57 (oder Kollegin?) etwas anzusprechen, was kaum ein Problem ist in der Schweiz. Im Jahr 2024 wurden gemäss Statistik (Im Internet gegoogelt) 22 Frauen von Männern getötet, während es umgekehrt 2 von durch Frauen verursachte Männertötungen gab. Das ist schon ein riesiger Unterschied. Andererseits muss ich auch wieder zugeben, dass diese zusätzliche Million wohl kaum dazu führen wird, dass künftig weniger Femizide in der Schweiz erfolgen werden.
Thautzeuleu21
Schossuzu58 Aha, und das wissen sie woher?
Prävention, Frauenhäuser, Aufklärung etc. - welche Fachexpertise haben Sie um zu wissen, dass dies alles nichts nützt?
robbingwood0815
Thautzeuleu21 er sieht immerhin bis zu seiner Nasenspitze (ohne Brille) â das soll ihm mal jemand nachmachen ;-)
Bohnenstange
Wie viele echte Femizide pro Jahr gibt es überhaupt in unserem Land. Wenn man das Wort Femizid richtig versteht, werden es wohl nur ganz ganz wenige sein. 2 im Jahr? Warum also die Diskussion? Ich denke, es geht hier eher um Tötungsdelikte an Frauen. Das hat mit Femizid nichts zu tun, aber hier lohnt sich die Diskussion. Hier muss klar etwas gehen⦠𥲠â ï¸
Bohnenstange
Die Bezeichnung Femizid ist klar falsch! Ich bin erstaunt, dass Politiker mit so falschen Worten um sich schlagen⦠ð³ Man sollte über die Gewalt an Frauen diskutieren. Hier muss unbedingt etwas gehen! ð¤·
Thautzeuleu21
Bohnenstange Wieso ist der Begriff falsch?
Femizid bezeichnet die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist - oft in unterdrückenden Beziehungen, in denen sie vom Mann als Eigentum gesehen wird.
Genau darum geht es: Frauen müssen dabei unterstützt werden, sich aus solchen Beziehungen zu lösen und den Tätern (oder pot. Tätern) muss vor Augen geführt werden, dass ihr Verhalten nicht geht.
Die meisten Femizide geschehen in dem Moment, wenn die Frau sich trennen will oder getrennt hat.
Gewalt beginnt aber viel früher. Neulich las ich auf einem Plakat: "Er wird laut und du wirst still. Auch das ist Gewalt"
Solche Kampagnen sind wichtig.
Bohnenstange
Thautzeuleu21 Ein Femizid liegt dann vor, wenn eine Frau getötet wird, weil sie eine Frau ist. Es geht um Frauenhass generell! Bei einer Scheidung liegt kein Frauenhass (generell) vor. Dort geht es klar um das Töten der ehemaligen Partnerin. Das ist der Unterschied⦠ð
robbingwood0815
Bohnenstange Beziehungsmord: Wenn sich eine Partnerin nicht als männliches Eigentum behandeln lässt, «muss» sie vernichtet werden ...
Hat das etwa nichts mit männlicher bzw. weiblicher Identität zu tun?
(ein typisch männliches Verhaltensmuster ist zb der sog erweiterte Suizid â bei einer zu erwartenden Trennung/Scheidung muss nebst der eigenen Existenz auch das «verloren gegangene Besitztum» vernichtet werden, damit es sich niemand aneignen kann: gar die Kinder werden oft ausgelöscht â jämmerlich!)
Thautzeuleu21
Bohnenstange Aber eben das patriarchal geprägte Muster der Frau als persönlicher Besitz, über den Mann verfügen darf. Von Züchtigung bis zum Mord.
Das sind eben keine "Beziehungsdramen", sondern der Mann nimmt sich das Recht, über die Frau zu herrschen, weil er Mann und sie Frau ist. Deshalb finde ich den Begriff richtig.
oberdlik
Ihre Frage ist reine Provokation und deshalb auch nicht Ernst zu nehmen. Trotz und Verleugnung sind keine fundierten Anhaltspunkte, um von diesem schwerwiegenden Thema abzulenken. Da hat sich wohl ein "Mann" mit dieser trivialen Aussage in der Debatte vergaloppiert? Irritierend...
besonderes
für die Frauen macht man immer noch mehr wo führt das noch hin?
robbingwood0815
besonderes Hoffentlich zur Gleichberechtigung
(wird ja auch langsam Zeit)
Waedi65
Ich sehe auch hier wieder das übliche Muster dieser Debatten: die verschiedenen Parteien hauen einander wieder irgendwelche Zahlen um die Ohren, wer was aus ihrer Sicht nicht richtig gemacht haben soll.
Anstatt dass alle Parteien gemeinsam Lösungen für einen Missstand ausarbeiten und diese dann umsetzen, kämpfen sie gegeneinander. Dass daraus nichts Konstruktives entsteht, ist die logische Folge davon. Am Schluss haben die Parlamentarier das zusätzliche Geld zwar gesprochen. Wie dieses Geld zielführend eingesetzt werden soll, steht auch noch in den Sternen.
Was den politischen Diskurs angeht, haben wir keine Befugnis, auf andere zu zeigen. Wir machen es hier auch nicht besser.
Counter
Der Nationalrat hat sich in diesem Geschäft wieder mal auf auf Niveau unterirdisch begeben. So einfältig blöde Argumente wie vom Rednerpult unserer gesetzgebenden Behörde erschollen sind, hört man normalerweise nicht einmal am Biertisch kurz vor Mitternacht.
Thautzeuleu21
Gut, dass der Druck der Frauen zur Korrektur dieses Entscheides geführt hat. Für mich ein ermutigendes Zeichen - wenn wir zusammenstehen, können wir viel erreichen.
Und umso wichtiger in dieser Zeit, in der autoritäre und patriarchale Ideen durch Trump &Co wieder ganz ungeniert ihr hässliches Gesicht zeigen und von allzu vielen auch in der Schweiz beklatscht werden.
Burton1224
Thautzeuleu21 Inwiefern ist das gut? Inwiefern hilft das der Geselschaft? Es gibt Männer und Frauen die gehasst und getötet werden warum also nicht Geld für Menschen
Thautzeuleu21
Burton1224 Hier geht es um Gewaltprävention für Frauen, also 50% der Bevölkerung. Sie sind nachweislich am meisten von Gewalt in Beziehungen betroffen und mit ihnen leiden auch ihre Kinder, Freunde und Angehörige.
Durch die Sichtbarmachung der patriarchalen Missstände und Angebote für Opfer, aber auch Täter (meist Männer) werden Wege aus der Gewalt für alle aufgezeigt - auch für Knaben und Männer, die ebenfalls unter den Zwängen einer Patriarchalen Gesellschaft leiden.
Aber klar: Um das Ãbel wirklich tief an der Wurzel anzugehen, bräuchte es nicht 2.5 Mio sondern mindestens 500....
So ist es primär Schadensbegrenzung....
Rudolph
Und jetzt soll man dem Nationalrat noch Glauben schenken.
Rugeli
Nur so nebenbei: Schon klar, dass das Wort Femizid völlig fälschlicherweise impliziert, dass ein Honizid ein "Männermord" ist, oder? Latein homo, hominis = Mensch, und erst in zweiter Bedeutung Mann. Homicidium, bedeutet denn auch ganz einfach Mord, egal welchen Geschlechts das Opfer ist. Deshalb übrigens auch homo sapens, weiser Mensch. Ist eigentlich ein Wunder, dass noch kein homo wokens drauf gekommen ist, auch noch femina sapiens zu fordern ...
robbingwood0815
Rugeli es gibt weder ein «Honizid» noch einen «Homo sapens» (warum nicht gleich den «Homo sapperlot»?)
Es reicht vorig, wenn's einen Homo sapiens denn geben sollte.
Gut die Hälfte ist nun mal weiblich â das darf gerne zur Kenntnis genommen werden (und nur die allerwenigsten davon sind «Sollbergers»)
Simpel
Der NR sagte ja, um Ruhe zu haben.
Der SR sagte ja, da die Kantone dadurch nicht belastet werden.
Und was wurde dabei gewonnen oder initialisiert? Die Sozis haben nur gewonnen, das ist alles. Haben die Weinbauern mit dem einmaligen Zustupf vor ein paar Tagen etwas gewonnen? Auch nichts.
Einmal die Einen, einmal die Andern.
Alles für die Katz. Ich freue mich auf die nächste Rechnung der Bundessteuer.
So weiss ich endlich, wo meine Steuer gebraucht wird neben all der übrigen Subventionitis.
Burton1224
Ich habe es schon unter einem anderen Artikel gesagt.
Femizid ist ein Mord weil eine Frau eine Frau ist. In den Medien wird einfach alles Femizid genannt und das stimmt nicht. Ein Eherenmord ist kein Femizid weil die Frau wegen dme was sie getan hat und nicht weil sie eine Frau ist ermordet wird.
Es ist beides gleich schlimm aber es ist eben nicht das Selbe Motiv. Femizid ist gegen Frauen gerichtet, jemand der Femizid macht demnist egal welche Frau Hauptsache es ist eine Frau, klarer Frauenhass.
Und Geld sollte gegen alle Arten von Hass geben nicht nur für die Bekämpfung von Femizid
Bohnenstange
Burton1224 Das Thema ist zu kompliziert für unsere Medien und erst recht zu kompliziert für unsere hemdsärmeligen Politiker im Bundeshaus⦠ðð
Mundiger
Burton1224 Falsch. Ein Ehrenmord ist fast immer ein Femizid, da das Motiv, eine Frau für ihr Verhalten zu bestrafen, tief in der geschlechtsspezifischen Annahme verwurzelt ist, dass Männer Frauen kontrollieren dürfen. Das spezifische Motiv ist die "Ehre", aber das übergeordnete Motiv ist die geschlechtsspezifische Machtausübung.
WerWasWo48
Da muss ich Hrn. Wermuth für einmal recht geben mit seiner Aussage. Sachlich ruhig geantwortet auf die ewigen falschen Fakten bei den Aussagen von Hrn. Dettling. Leider ist es so, dass die Gefolgsleute der SVP dies nie hinterfragen.
oberdlik
Das "Machotum" geniesst in unserem Land immer noch hohes Ansehen, wenn man die Argumente in der Debatte analysiert. Gerne zeigt man aber gleichzeitig mit dem Finger auf patriarchalische Strukturen international und nimmt diese zum Vergleich. Notabene in dem Land im Herzen Europas, welches das Frauenstimmrecht als letztes Anfang der 70er angenommen hat. Wahrlich kein Ruhmesblatt und Lorbeerkranz für die eigene Reputation einer angeblich hochstehenden und innovativen Kultur.
Da gibt es leider nach wie vor noch viel zu tun. Ich hoffe auf die Jungen...
Time-Bender_0
Tja ... mit zwängeln und stämpfeln kommt man an Steuergelder. Das weiss man aber schon lange. Gibt es bald auch Geld für Male-zid?
Mieplajei18wi
Der Ausdruck âFemizidâ hat es offensichtlich in die Auswahl der beliebten Schlagwörter geschafft die bei Gelegenheit âinflationärâ zum Einsatz kommen. Das tut dem Verständnis für die Tragik dieser Ereignisse keinen Gefallen. Anstelle der bewussten Verallgemeinerungen ist Transparenz nötig. Wie sehen die Täterprofile aus in den 127 Tötungsfällen von Frauen? Wieso wird diese Information verweigert? Wie genau und wo werden die verlangen Gelder eingesetzt?
Bohnenstange
Mieplajei18wi So ist es. Für unsere Politiker, und auch für viele Medien ist ein Mord an einer Frau ein Femizid. Dem ist aber überhaupt nicht so. Burton 1224 liegt richtig. Ein Femizid liegt nur dann vor, wenn eine Frau aus allgemeinem Hass an den Frauen umgebracht wird. Das ist sehr selten so. Was aber nicht selten ist, ist Gewalt an Frauen. Da muss in der Tat etwas gehen⦠ð¬