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Einigungskonferenz zur 13. AHV-Rente

Knatsch um Milliarden – jetzt droht der AHV-Scherbenhaufen

Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider. (Archivbild)

Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider. (Archivbild)

sda

Die 13. AHV-Rente wird im Dezember erstmals ausbezahlt. Doch wer die Milliardenkosten dauerhaft finanzieren soll, darüber streiten National- und Ständerat weiterhin erbittert. Nun muss eine Einigungskonferenz eine Lösung finden – mit ungewissem Ausgang.

Sven Ziegler
Keystone-SDA

Sven Ziegler, Keystone-SDA

09.06.2026, 09:50•10.06.2026, 07:46

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • National- und Ständerat haben sich erneut nicht auf eine Finanzierung der 13. AHV-Rente einigen können.
  • Nun muss eine Einigungskonferenz zwischen den beiden Kammern einen Kompromiss ausarbeiten.
  • Scheitert die Lösung im Parlament, wird die 13. AHV-Rente trotzdem ausbezahlt – die AHV gerät aber schneller unter finanziellen Druck.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Mehr als ein Jahr nach dem historischen Volks-Ja zur 13. AHV-Rente ist noch immer nicht geklärt, wie die Zusatzrente langfristig finanziert werden soll. Nachdem sich National- und Ständerat auch in der aktuellen Runde nicht einigen konnten, liegt das Dossier nun bei einer Einigungskonferenz.

Damit erreicht der Streit um eines der grössten sozialpolitischen Projekte der vergangenen Jahre seinen vorläufigen Höhepunkt.

Die Ausgangslage ist heikel: Bereits im Dezember wird die 13. AHV-Rente erstmals ausbezahlt. Gleichzeitig fehlen bislang die politischen Mehrheiten für eine dauerhafte Finanzierung.

Zwei Modelle stehen sich gegenüber

Der Nationalrat setzt auf eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,5 Prozentpunkte bis Ende 2033. Die Mehrheit aus SVP, FDP und GLP will damit zwar zusätzliche Einnahmen schaffen, gleichzeitig aber den Druck für eine spätere grundlegende AHV-Reform aufrechterhalten.

Teaser image

Fragen und Antworten zur 13. AHV-Rente

Ab wann haben Pensionierte nun mehr Geld im Portemonnaie?

Der Ständerat verfolgt einen anderen Ansatz. Er setzt auf eine Mischfinanzierung aus höheren Lohnbeiträgen und einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Nach Ansicht der kleinen Kammer würde dieses Modell die Finanzierung längerfristig absichern und die AHV bis weit in die 2030er-Jahre stabilisieren.

Sozialministerin Elisabeth Baume-Schneider unterstützt diesen Kurs. Sie fordert eine Lösung, welche die Finanzierung der zusätzlichen Rente dauerhaft sicherstellt.

Gefahr eines politischen Scherbenhaufens

Nun muss die Einigungskonferenz einen Kompromiss präsentieren. Das Gremium besteht aus Mitgliedern der zuständigen Kommissionen von National- und Ständerat.

Doch auch danach ist nichts entschieden. Der Vorschlag muss anschliessend von beiden Kammern angenommen werden. Lehnt eine Seite den Kompromiss ab, fällt die gesamte Finanzierungsvorlage auseinander.

Genau dieses Szenario sorgt im Bundeshaus für Nervosität. Mehrere Parlamentarier warnen hinter den Kulissen vor einem politischen Scherbenhaufen, falls keine mehrheitsfähige Lösung zustande kommt.

AHV schreibt bald rote Zahlen

Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen steht fest: Die 13. AHV-Rente kommt. Die erste Auszahlung erfolgt im Dezember.

Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf vier bis fünf Milliarden Franken pro Jahr. Ohne neue Einnahmen würde die AHV nach aktuellen Prognosen des Bundes bereits ab 2029 Defizite schreiben. Das heute rund 60 Milliarden Franken schwere AHV-Vermögen würde danach schrittweise abschmelzen.


Video aus dem Ressort

01:42

Bürgerliche Allianz nennt 13. AHV-Rente unsozial und teuer

Eine bürgerliche Allianz tritt gegen die Initiative für eine 13. AHV-Rente an. Die 13. AHV-Rente sei unsozial und teuer. Bezahlen müssten sie Arbeitgeber*innen und Angestellte mit Lohnprozenten und Konsument*innen über die Mehrwertsteuer.

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13. AHV-Rente Schweiz: Jetzt entscheidet die Rettungskonferenz über die Finanzierung