Fehler gefunden?
Jetzt melden
Der Bundesratsjet trägt unter anderem den Spitznamen «Wallis-Express».
sda
Neue Daten zeigen, dass der Bundesratsjet nicht nur für Auslandsreisen, sondern auch oft für Inlandflüge genutzt wird. Besonders einige Mitglieder des Bundesrats nutzen den Jet häufig.
Neue Statistiken zeigen: So häufig wird der Bundesratsjet für Reisen innerhalb der Schweiz genutzt. Beispielsweise im vergangenen Herbst. Die damalige Bundesrätin Viola Amherd flog zur Eröffnung der Olma von Bern nach St. Gallen, um dort für ein Foto mit einem Schweinchen zu posieren.
Diese Reise war nur eine von 24 Inlandsflügen, die Amherd und ihr Team im letzten Jahr mit der Bundesflotte unternahmen. Zusätzlich wurden über ein Dutzend Helikopterflüge verzeichnet, wie aus den kürzlich veröffentlichten Flugdaten hervorgeht, wie CH Media ausgewertet hat.
Besonders häufig flog Amherd jedoch ins Wallis oder wurde dort abgeholt. Insgesamt 14 Flüge zwischen Sitten und Belp sind dokumentiert. Der Bundesratsjet wird deshalb auch als «Wallis-Express» bezeichnet, obwohl Sitten oft nur ein Zwischenstopp war.
Auch Aussenminister Ignazio Cassis nutzt den Jet häufig für Flüge ins Tessin, was ihm den Spitznamen «Taxi Ticino» einbrachte. Cassis, der in der Nähe des Flughafens Lugano-Agno wohnt, flog 2024 insgesamt 13 Mal zwischen Bern und Lugano. Fast die Hälfte seiner Flüge waren Inlandflüge. Bei Amherd waren ein Drittel der Flüge Inlandflüge.
Cassis belegt also mit insgesamt 74 Flügen (Ausland mitgezählt) den ersten Platz, was die Nutzung des Bundesratsjets betrifft, gefolgt von Amherd mit insgesamt 66 Flügen.
Dass der Aussenminister und die Bundespräsidentin viel unterwegs sind, ist Teil ihrer Aufgaben. Doch Cassis nutzte das Flugzeug auch schon für private Anlässe. Beispielsweise als er nach einem Eishockeyspiel in Fribourg kurz nach Hause ins Tessin flog.
Andere Bundesräte nutzen die Flugzeuge seltener. Justizminister Beat Jans flog 33 Mal, wobei ein Drittel der Flüge innerhalb der Schweiz stattfand. Er wird oft in Basel, seinem Wohnort, abgeholt. Die SVP-Politiker Guy Parmelin und Albert Rösti flogen am wenigsten, mit 12 beziehungsweise 13 Flügen. Parmelin und Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider nutzten den Helikopter nur selten für Heimflüge.
Umweltminister Albert Rösti und Finanzministerin Karin Keller-Sutter flogen nie von ihrem Wohnort nach Bern. Rösti wohnt nur 25 Autominuten vom Bundeshaus entfernt.
Die Redaktorin hat diesen Artikel mithilfe von KI geschrieben.