blue News Logo
  • Fussball WM
  • Openairs
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue News Logo
  • Fussball WM
  • Openairs
  • Sport
  • Schweiz
  • Ausland
  • Fussball
  • People
  • Filme & Serien
  • MyTech
  • Lifestyle
  • 24h-Ticker
blue NewsSchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
KarriereArbeiten bei blueJobs
blue+blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue CinemaKinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom PrivatkundenMobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
DirekteinstiegE-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
blue News
SchweizAuslandWirtschaftNews-TickerSportFussballMyTechFilme & SerienTalks & InterviewsPeopleLifestyleWetterHoroskopVideos
Karriere
Arbeiten bei blueJobs
blue+
blue Sportblue SuperMaxblue Premiumblue Video
blue Cinema
KinoprogrammDemnächst im KinoAngeboteblue Cinema Memberclub
Swisscom Privatkunden
MobileInternetTVKombi-AboGeräteHilfe & SupportSwisscom Community
Direkteinstieg
E-Mail LoginmySwisscomSwisscom ShopsmyAimyCloudblue TV Player
WerbungRechtlichesDatenschutzImpressumPublizistische Leitlinienblue News AppFAQ
DEFRITEN
DEFRITEN
StartseiteChevron rechtsNewsChevron rechtsSchweiz

Fehler gefunden?

Jetzt melden

Meistgelesen

1Paredes rastet nach Final-Pleite komplett aus und löst Rudelbildung aus
2Spaniens Weltmeister lassen Messi weinen – und Trump schleicht sich aufs Pokal-Foto
3«Diese Scheisse ist lächerlich – was zum Teufel macht Tom Cruise da?»
4Zürcher Coiffeur testet die 4-Tage-Woche – mit überraschendem Fazit
5Warum plötzlich alle gegen Argentinien sind

Landverkäufe gestoppt

Glarner Gemeinderat spart knallhart – und erhält Quittung vom Volk

  • Die Gemeinde Glarus hat ein Ausgabenproblem.
  • Vor dem Eingang zur Turnhalle Buchholz werden die Stimmbürger*innen von der Harmoniemusik Glarus begrüsst.
  • Gemeindepräsident Peter Aebli führt durch die Gemeindeversammlung.

1/3

Die Gemeinde Glarus hat ein Ausgabenproblem.

Bild: Keystone

Skilift und Beizen stehen in Glarus auf der Kippe. Die Gemeinde spart, die Bevölkerung debattiert engagiert. An der Gemeindeversammlung zeigt sich: Demokratie heisst auch gemeinsam ringen.

Dominik Müller

Dominik Müller

14.06.2025, 06:32•14.06.2025, 12:25

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Die Gemeinde Glarus plant drastische Sparmassnahmen, darunter der Verkauf von Restaurants oder die Privatisierung von Schrebergärten.
  • An der Gemeindeversammlung äusserten Bürger*innen ihren Unmut über fehlende Mitsprache, unklare Kommunikation und die Eigenmächtigkeit des Gemeinderats.
  • Trotz Widerstand betont der Gemeindepräsident die Notwendigkeit weiterer Einsparungen – der Gemeinderat scheiterte aber teils mit seinen Anträgen.
Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Zur Begrüssung spielt die Harmoniemusik Glarus Elton Johns «Can You Feel the Love Tonight» vom Disney-Klassiker «Der König der Löwen» vor dem Eingang. Dass der Song bewusst ausgewählt wurde – quasi als Motto für den bevorstehenden Abend –, ist wohl unwahrscheinlich.

Symbolisch ist er allemal: Dem Verhältnis zwischen Gemeinderat und Bevölkerung kann ein kleiner Harmonieschub zumindest nicht schaden.

Die Ausgangslage: Die Gemeinde Glarus muss sparen. Die finanzielle Situation ist so ernst, dass sich der Gemeinderat im März zu einem drastischen Sparprogramm gezwungen sah. Jährlich sollen so vier Millionen Franken weniger ausgegeben werden.

Der Skilift Dreieck soll verkauft oder zurückgebaut werden. Insgesamt sechs Dorf- und Bergbeizen sollen an Private übergehen. Gleiches gilt für die Schrebergärten: Gelingt der Verkauf nicht, werden diese geschlossen. Die Badi Ygruben kann diesen Sommer nur betrieben werden, weil die Stiftung Glarner Gemeinnützige eine Defizitgarantie von 150'000 Franken gewährt. Die Gemeinde kommt für die Kosten nicht mehr auf.

Forderung nach «ausserordentlicher Spende»

Eigentlich ist die Budgetdiskussion für die Gemeindeversammlung im November vorgesehen. Die Traktanden drehen sich am Freitag um die Genehmigung von Jahresrechnungen, Liegenschaftsverkäufe und eine Zonenplanänderung. Aber der imaginäre Rotstift hängt wie ein dunkler Schatten über der Turnhalle Buchholz.

Und so drehen sich fast alle Wortmeldungen um die Gemeindefinanzen. Ein Stimmberechtigter verlangt von den Technischen Betrieben Glarus, die als selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt fungieren und im Vorjahr einen hohen Gewinn erwirtschafteten, eine «ausserordentliche Spende» von einer Million Franken an die Gemeinde. Eine Glarnerin «will nicht akzeptieren, dass der Gemeinderat eigenmächtig Kürzungen durchführt.»

Ein weiterer Bürger kritisiert die mangelhafte Kommunikation im Voraus, ein anderer stört sich am Zeitpunkt zwischen zwei Gemeindeversammlungen: «Wenn das die gängige Praxis wird, frage ich mich, warum wir überhaupt ein Budget absegnen.» Und nachdem auch die nächste Rednerin in die gleiche Richtung argumentiert, fährt Gemeindepräsident Peter Aebli (FDP) dazwischen: «Wir diskutieren heute die Jahresrechnung 2024, und nicht das Budget 2025.»

«Popularität war kein Kriterium»

Aber auch Aebli kommt in seiner Rede anfangs Versammlung nicht drumherum, das Sparprogramm zu rechtfertigen. Auslöser sei die abgelehnte Steuererhöhung im letzten Herbst gewesen. Er stellt klar: «Sparen heisst auch, auf die Bremse zu treten – ohne zu zögern.»

Man sei sich bewusst gewesen, dass verschiedene Massnahmen auf Kritik stossen würden. Für jeden einzelnen Fall habe der Gemeinderat Kosten und Nutzen sowie einen allfälligen Attraktivitätsverlust gegeneinander abgewogen. «Popularität war kein Kriterium», sagt Aebli.

Klar sei indes auch, dass die aktuellen Sparmassnahmen nicht ausreichen, um bis 2027 eine ausgeglichene Rechnung vorlegen zu können. «Das erfordert auch Steuererhöhungen», kündet Aebli die nächste frohe Botschaft an.

Gemeinderat scheitert mit Anträgen

Dass die Stimmung angespannt ist, zeigt sich auch in den Abstimmungen. Bei zwei Verkäufen von Bauland folgt die Gemeindeversammlung Anträgen aus der Bevölkerung – und kanzelt den Gemeinderat ab.

Einigkeit herrscht immerhin darüber, dass die Verwaltung verschlankt werden soll. So ist beim Personalaufwand ein Abbau von rund 250'000 Franken geplant. Dieser soll zwar möglichst über natürliche Fluktuation erfolgen, wird aber unweigerlich auch Kündigungen zur Folge haben. Oder wie es Peter Aebli ausdrückt: «Es wird chroose.»

Bis in Glarus wieder Ruhe einkehrt, werden wohl noch einige Gemeindeversammlungen vonnöten sein. Aber wenn dieser Abend zwischen sachlicher Analyse und spürbarer Sorge um die Zukunft der Gemeinde eines gezeigt hat, dann dass Sparpolitik nicht ohne Mitsprache funktioniert.

Kein Prophet, wer an der Budgetversammlung im Herbst hitzige Diskussionen vorausahnt. Allerdings: Gemeinsames Feilschen in schwierigen Zeiten ist eben auch ein Ausdruck von gelebter Demokratie.

Video zum Thema

05:24

Gemeinde in Geldnot: «Das Glarnerland begräbt sich selber»

Wie fühlt sich der Sommer ohne Badi an? Wie will man Millionen Franken sparen, wenn die Ski-Lift-Schliessung nur 20'000 bringt? Was bedeutet der Sparzwang für die gebeutelte Gemeinde Glarus? blue News vor Ort.

Mehr zum Thema

Umfangreiche Anklage im Aargau
Umfangreiche Anklage im Aargau

Ex-SVP-Grossrat soll Opfer mit K.-o.-Tropfen betäubt und missbraucht haben

Wahl in St. Moritz
Wahl in St. Moritz

Bekanntester Gemeindepräsident der Schweiz tritt ab – SRF-Experte übernimmt

Behörde greift durch
Behörde greift durch

Mann verreist und lässt Hund in Wohnung zurück

Besuche im Ausschaffungsgefängnis
Besuche im Ausschaffungsgefängnis

«Den meisten Menschen hier geht es psychisch extrem schlecht»

Glarner Gemeinderat spart knallhart – und erhält Quittung vom Volk