Schweizer Impfchef sieht keine Impfmüdigkeit +++ BAG meldet 541 Neuinfektionen

Agenturen/red

9.6.2021

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9.6.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 541 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 22'200 Tests gemeldet worden. Sieben Personen sind an Folgen von Covid-19 gestorben, 32 wurden ins Spital eingewiesen. Bis Dienstagabend wurden insgesamt 3802 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 3768 an Geimpfte, 26 an Genesene und 8 an negativ Getestete. 3537 Zertifikate wurden allein am Dienstag ausgestellt.

Die Covid-19-Impfaktion im Kanton Zürich läuft auf Hochtouren: Pro Tag werden deutlich mehr als 20'000 Personen geimpft. Am Mittwoch wurde die millionste Impfung verabreicht. Dennoch: Die Impfbereitschaft der Schweizer Bevölkerung lässt nach. Es sei eine gewisse Sättigung eingetreten, sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey. Dies zeige sich daran, dass Impftermine längere Zeit offenbleiben. Einige Gemeinden würden bereits offensiv mit freien Impfterminen werben, berichtet SRF.

Trotz bisweilen freier Kapazitäten bei den Impfungen wollte Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen, im Interview mit dem «Tagesanzeiger» nichts von «Impfsättigung» wissen. Stattdessen stellte Berger heraus, es gebe «ein genügend grosses Angebot». Zur generellen Rolle der Schweiz in der Coronakrise urteilte Berger überdies: «Wir sind auf dem richtigen Weg.»

USA spenden 500 Millionen Impfdosen

Am Sonntag werden Demonstranten gegen die Corona-Massnahmen des Bundes in Zug erwartet. Hatten die Organisatoren zunächst noch fälschlicherweise behauptet, der Protest sei «behördlich bewilligt», hat die Kundgebung nun offiziell grünes Licht. Das bestätigte die Zuger Polizei dem «SRF». Der Protest findet am Sonntagnachmittag parallel zum Abstimmungssonntag statt.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weisse Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem die «Washington Post» unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Impfchef Christoph Berger sieht die Schweiz im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf einem guten Weg. Eine Impfmüdigkeit sei nicht zu erkennen, sagte Berger im Gespräch mit dem «Tagesanzeiger».
  • Das BAG meldet am Mittwoch 541 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 22'200 Tests gemeldet worden. Sieben Personen sind an Folgen von Covid-19 gestorben, 32 wurden ins Spital eingewiesen.
  • In Frankreich treten heute weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft.
  • In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden.
  • US-Präsident Joe Biden wird voraussichtlich sein Ziel verfehlen, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent der Amerikaner zumindest eine Erstimpfung gegen das Coronavirus bekommen haben.
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  • 21.38 Uhr
    Norwegen macht Weg für freiwillige Impfung mit Johnson & Johnson frei

    Die Norwegerinnen und Norweger können sich auf Wunsch und nach Rücksprache mit einem Arzt bald doch mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson impfen lassen. Außerhalb der eigentlichen nationalen Impfkampagne könne man ab dem 15. Juni Termine zur Beurteilung bei Ärzten oder Impfkliniken buchen, gab Gesundheitsminister Bent Høie am Mittwoch bekannt.

    Um die Impfung zu erhalten, muss man jedoch eines von mehreren Kriterien erfüllen. Dazu zählen unter anderem dringend notwendige Reisen in Länder mit hohen Infektionszahlen oder andere Gründe, bei denen der Nutzen die Risiken des Impfstoffes übersteigen könnte.

    Damit folgt Norwegen in etwa dem Beispiel von Dänemark: Auch dort ist Johnson & Johnson aus der nationalen Impfkampagne gestrichen worden, interessierte Bürger können sich das Mittel aber ebenso wie das von Astrazeneca seit Ende Mai freiwillig und nach Konsultation mit einem Arzt außerhalb des nationalen Impfprogramms verabreichen lassen.

    Der Impfstoff von Astrazeneca wurde in Norwegen im März aus dem nationalen Impfprogramm gestrichen. Johnson & Johnson wurde in dem skandinavischen Land bislang nicht in Gebrauch genommen.

  • 21.21 Uhr
    Virusvariante Delta in Deutschland bei 2,5 Prozent

    ie in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai.

    Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. In den RKI-Berichten der Vorwochen war der Anteil dieser Variante stets mit Werten um zwei Prozent beziffert worden, nun gab es aber rückwirkend Änderungen, die etwa mit Nachmeldungen begründet werden.

    Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Grossbritannien) bundesweit weiter den Grossteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

  • 21.08 Uhr
    Kapitän an Corona gestorben? – Schiff darf nicht anlegen

    Seine letzte Reise ist eine wahre Odyssee: Weil der Kapitän an Covid-19 gestorben sein könnte, ist der italienische Containerfrachter «Ital Liberia» in den vergangenen Wochen an mehreren asiatischen Häfen abgewiesen worden.

    Nachdem Crewmitglieder bei der Abfahrt im südafrikanischen Durban bereits Anfang April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sollte die Mannschaft eigentlich in Jakarta in Quarantäne gehen, wie die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd mitteilte. Dann habe die Hauptreederei Evergreen jedoch mitgeteilt, dass der Kapitän gestorben sei.

    Auch das italienische Aussenministerium bestätigte, dass der Mann im April gestorben war. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Hapag-Lloyd teilte am Mittwoch mit, dass das Schiff nun auf dem Weg in die italienische Heimat sei. Jüngsten Daten des Schiffsortungsdienstes «vesselfinder.com» zufolge befand sich die «Ital Libera» zuletzt am Suezkanal.

    Der fast 300 Meter lange Frachter mit einer Kapazität von rund 5000 Standardcontainern (TEU) pendelt üblicherweise zwischen China und Südafrika.

  • 20.42 Uhr 
    USA wollen 500 Millionen Impfdosen spenden

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weisse Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem die «Washington Post» unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

    Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt. Laut «New York Times» sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

    Joe Biden, Präsident der USA, will stärker mit Partnern und Verbündeten zusammenarbeiten, um Schwachstellen in den globalen Lieferketten zu verringern und unabhängiger von Rivalen wie China zu werden.
    Die Regierung von US-Präsident Joe Biden plant laut Medienberichten, 500'000 Impfdosen an andere Länder zu spenden.
    Bild: Evan Vucci/AP/dpa

    Die Impfkampagnen gehen in den einzelnen Ländern der Welt im Vergleich in höchst unterschiedlichem Tempo voran. In den USA haben bereits mehr als 171,7 Millionen der rund 330 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als 140,4 Millionen Menschen sind voll geimpft.

    Die US-Regierung hat bislang zugesagt, bis Ende Juni 80 Millionen Impfstoffdosen mit anderen Staaten zu teilen. Vergangene Woche hatte das Weisse Haus Details zur Verteilung der ersten 25 Millionen Dosen veröffentlicht. Mindestens 75 Prozent davon, knapp 19 Millionen Dosen, sollen demnach über das Impfprogramm Covax vergeben werden. Die verbleibendenden rund 25 Prozent, etwa 6 Millionen Dosen, will die US-Regierung direkt an Länder abgeben: etwa an die Nachbarländer Kanada und Mexiko sowie Indien und Südkorea.

  • 20.38 Uhr
    Impfchef Christoph Berger sieht keine Impfmüdigkeit

    Laut aktuellen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sind in der Schweiz knapp 40 Prozent der Bevölkerung einmalig geimpft, etwa 24 Prozent haben bereits den vollständigen Impfschutz. Täglich seien es momentan 100'000 Menschen, die in der Schweiz geimpft werden, betonte Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen, nun in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger».

    Das sei ein «sehr hohes Niveau», lobte er. Ausserdem sagte Berger: «Das führt dazu, dass ab und zu ein Impftermin frei bleibt.» Trotz bisweilen freier Kapazitäten wollte der Impfchef jedoch nichts von «Impfsättigung» wissen. Stattdessen stellte Berger heraus, es gebe «ein genügend grosses Angebot».

    Generell sieht Christoph Berger die Schweiz im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf einem guten Weg. Man sei zwei Zielen bereits recht nahe, nämlich der Verringerung schlimmer Krankheitsverläufe und der Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems, so Berger. Nun stehe eine geregelte Rückkehr zum sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben auf der Agenda. «Wir sind auf dem richtigen Weg», urteilte der Kommissionspräsident.

    «Grossveranstaltungen stellen noch für einige Zeit eine Gefahr dar»: Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen. (Archivbild)
    Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, sieht die Schweiz im Kampf gegen die Coronakrise auf einem guten Weg. (Archivbild)
    KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Auch zur Impfmöglichkeit für die Altersgruppe der 12- bis 16-Jährigen machte Berger Angaben. «Voraussichtlich Anfang Juli werden wir das machen», prognostizierte er, mit dem ausdrücklichen Hinweis, es sei für die jungen Menschen «komplett freiwillig».

    Überdies lobte er die generelle Impfbereitschaft der Schweizer, die in den letzten Jahren angestiegen sei – «ohne, dass die Politik grossen Druck gemacht hätte». Eine gänzliche Ausrottung des Coronavirus erwartet Berger hingegen nicht, wie er einräumte: «Ob wir das Virus eliminieren können – da bin ich skeptisch.» Er sei aber zuversichtlich, «dass wir mit guter Durchimpfung viel weniger Krankheitsfälle und Übertragungen haben werden.»

  • 20.16 Uhr
    Camilla ist «abhängig» von Ballett geworden

    Die Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, Herzogin Camilla, hat sich während der Corona-Pandemie mit Ballett fit gehalten. Das sagte die 73-Jährige am Mittwoch beim Besuch einer Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum der Royal Academy of Dance im Victoria and Albert Museum (V&A) in London. Sie habe sich einer Seniorengruppe namens Silver Swans (silberne Schwäne) angeschlossen, erzählte Camilla. «Ich bin davon völlig abhängig geworden. Ich liebe es ... wir stolpern da durch die Gegend», so die Herzogin.

    Am 15. Januar soll Camillas «Reading Room» (deutsch: «Lesezimmer») als Instagram-Kanal online gehen.
    Herzogin Camilla hat in der Corona-Pandemie ihre Liebe zum Ballett entdeckt.
    Bild: Hugo Burnand/PA Media/dpa
  • 19.55 Uhr
    USA planen milliardenschwere Bestellung von Corona-Medikament

    Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmässige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium in Washington am Mittwoch. Molnupiravir befindet sich derzeit in Phase 3 der klinischen Tests.

    Nach Angaben von MSD – nicht zu verwechseln mit der deutschen Merck KGaA – werden die USA bei einem endgültigen Zustandekommen des Vertrags rund 1,2 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarde Euro) für die 1,7 Millionen Behandlungseinheiten Molnupiravir zahlen. In der derzeitigen klinischen Testphase wird das Medikament bei 1850 Menschen eingesetzt. Die Studienergebnisse werden für den Herbst erwartet.

    Die Behandlung mit Molnupiravir, das von MSD gemeinsam mit dem Unternehmen Ridgeback Biotherapeutics entwickelt wird, dauert fünf Tage. Bei dem Medikament handelt es sich um einen sogenannten Polymerasen-Hemmer. Solche Medikamente blockieren ein bestimmtes Enzym, das Viren zur Vermehrung ihrer DNA benötigen.

    Vorläufige Ergebnisse der 2a-Testphase mit Molnupiravir hatten gezeigt, dass sich die Virenlast bei Corona-Patienten bis zum fünften Behandlungstag erheblich reduziert hatte. In der Kontrollgruppe war dies nur bei rund einem Viertel der Testpersonen der Fall gewesen.

  • 19.44 Uhr
    IOC prüft Corona-Lehren aus Fussball-EM für Olympia

    Für die Organisation der Sommerspiele in Tokio unter Corona-Bedingungen will das Internationale Olympische Komitee auch die Lehren der Fussball-EM prüfen. «Wir sind in ständigem Kontakt mit den Sportorganisationen. Wenn wir etwas aus der EURO lernen können, dann werden wir das in Betracht ziehen», sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi am Mittwoch nach der Sitzung der Exekutive in Lausanne. Die Europameisterschaft wird in elf Spielorten von London bis Baku ausgetragen, je nach Gastgeber-Stadt gelten unterschiedliche Corona-Regeln.

    Wie die EM war auch Olympia in Tokio wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Wegen des Corona-Notstands in Japan und der breiten Ablehnung in der Bevölkerung des Gastgeber-Landes wird auch sechs Wochen vor der geplanten Eröffnung über die Austragung der Spiele diskutiert. Dubi versicherte, man nehme jede Warnung, auch die von Ärzten und Wissenschaftlern, ernst. «Es gibt keine Kritik, die wir nicht prüfen und eine Antwort darauf finden», sagte er.

    Das IOC und Japans Regierung betonen immer wieder, die Sommerspiele «sicher und geschützt» veranstalten zu können. Dafür gibt es strenge Hygieneregeln für alle Beteiligten, ausländischen Fans bleibt die Einreise verwehrt. Mehr als 80 Prozent der Athletinnen und Athleten werden bei ihrer Ankunft in Tokio geimpft sein, bekräftigte Dubi.

    Die Olympischen Spiele 2021 in Tokio sollen am 23. Juli starten.
    Bild: Keystone/EPA/Franck Robichon
  • 19.11 Uhr
    Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Coronakrise. Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. «Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Massnahmen und Verhaltensregeln wirken.»

    Merkel äusserte sich in einer Grussbotschaft bei einem Festakt für den im März aus dem Amt geschiedenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer .

    Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmässigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen. Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

    2021 könne für den Klimaschutz «ein bedeutsames Jahr» werden, glaubt Kanzlerin Angela Merkel. (Archivbild)
    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich optimistisch angesichts der jüngst gesunkenen Infektionszahlen. (Archivbild)
    Bild: Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa
  • 18.40 Uhr
    Polizei erlaubt Corona-Demo in Zug

    Am Sonntag werden Demonstranten gegen die Corona-Massnahmen des Bundes in Zug erwartet. Hatten die Organisatoren zunächst noch fälschlicherweise behauptet, der Protest sei «behördlich bewilligt», hat die Kundgebung nun offiziell grünes Licht.

    Das bestätigte die Zuger Polizei dem «SRF». Der Protest findet am Sonntagnachmittag parallel zum Abstimmungssonntag statt. Dort wird unter anderem über das Covid-19-Gesetz entschieden. Von der Polizei hiess es, der Bund erlaube mittlerweile wieder politische Kundgebungen. Deshalb sei die Demonstration in Zug bewilligt worden, wenngleich unter den üblichen Auflagen wie der Maskenpflicht und der Einhaltung von Abstandsregeln.

    Vor der angekündigten Demo gegen die Corona-Massnahmen beobachten Polizisten das Geschehen auf dem Markt in der Nähe des Berner Bundesplatzes.
    Die Zuger Polizei ist auf eine Corona-Demonstration am Sonntag vorbereitet – ebenso wie  hier deren Berner Kollegen im Mai.
    KEYSTONE/PETER KLAUNZER
  • 18.11 Uhr
    Corona-Lockdown in Melbourne soll am Freitag enden

    Nach zwei Wochen soll am Freitag der Corona-Lockdown in der australischen Millionenmetropole Melbourne enden. Seit Dienstag sei nur ein neuer Corona-Fall entdeckt worden, teilte die Regierung des Staates Victoria, in dem Melbourne liegt, am Mittwoch mit. Allerdings wird es weiter eine Reihe von Beschränkungen geben, etwa bei Treffen in Innenräumen oder der Auslastung von Büros und Geschäften. Die fünf Millionen Einwohner von Melbourne dürfen ausserdem vorerst nicht ohne weiteres in andere Teile Victorias reisen.

    Vergangene Woche war der vierte Lockdown für Melbourne seit Beginn der Pandemie um eine weitere Woche verlängert worden, während im Rest Victorias bereits gelockert wurde. Insgesamt wurden in dem jüngsten Cluster 68 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

  • 17.47 Uhr
    Britischer Minister sagt nach schweren Vorwürfen zu Corona-Politik aus

    Zwei Wochen nach schweren Vorwürfen eines ehemaligen Top-Beraters gegen die britische Regierung muss sich Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstag den Fragen von Parlamentariern stellen. Die Mitglieder der Unterhaus-Ausschüsse für Gesundheit und Wissenschaft beschäftigen sich in London mit dem Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie.

    Erwartet wird, dass sich die Fragen vor allem auf die Entscheidungen zu den Corona-Lockdowns im Frühjahr und Herbst 2020 konzentrieren sowie die Krisenvorbereitung und die Auswirkungen der Delta-Variante auf die geplanten Lockerungen. Der Regierung war vorgeworfen worden, zu spät auf die Ausbreitung des Virus reagiert und zu lange mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gewartet zu haben.

    Dominic Cummings hatte in seiner Befragung durch dieselben Ausschüsse vor zwei Wochen vor allem Hancock wiederholt scharf attackiert. Der Minister habe wiederholt gelogen und versagt, hatte der ehemalige Top-Berater von Premierminister Boris Johnson gesagt.

  • 17.09 Uhr
    Knapp 4000 Impfzertifikate ausgestellt

    Bis Dienstagabend wurden insgesamt 3802 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 3768 an Geimpfte, 26 an Genesene und 8 an negativ Getestete. 3537 Zertifikate wurden allein am Dienstag ausgestellt.

    Nach dem Pilot-Kanton Bern können auch St. Gallerinnen und St. Galler seit Mittwoch ein nationales Impfzertifikat beantragen. Die Auslieferung ist ebenfalls bereits gestartet. Der Kanton St. Gallen hatte auf ein eigenes Impftool gesetzt und den Testbetrieb bereits absolviert.

  • 16.34 Uhr
    Nur noch 33 Covid-Patienten in Berner Spitälern

    Die Zahl der Covid-Patienten in Berner Spitälern geht weiter zurück. Am Mittwoch waren es noch 33 gegenüber 46 bei der letzten Erhebung vor Wochenfrist. Das teilte der Kanton Bern auf seiner Corona-Website mit. Zwölf Patienten liegen auf einer Intensivstation, zehn von ihnen sind auf künstliche Beatmung angewiesen. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im November 2020 lag die Zahl der Covid-19-Hospitalisierten im Kanton Bern bei über 400.

    Pflegepersonal im Universitaetspital der Insel Gruppe kuemmern sich auf der Intensivstation um einen Covid Patienten , am Mittwoch, 16. Dezember 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Covid-Kranker in einem Berner Spital. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 16.15 Uhr 
    Kanton Zürich überspringt Millionen-Marke bei Impfungen

    Die Covid-19-Impfaktion im Kanton Zürich läuft auf Hochtouren: Pro Tag werden deutlich mehr als 20'000 Personen geimpft. Am Mittwoch wurde die millionste Impfung verabreicht.

    47 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher über 16 Jahren sind inzwischen mindestens einmal geimpft. 27 Prozent haben bereits ihre zweite Spritze erhalten und sind vollständig geimpft, wie die Gesundheitsdirektion am Mittwoch mitteilte. In der besonders gefährdeten Altersgruppe der über 65-Jährigen sind 80 Prozent einmal und 71 Prozent vollständig geimpft.

    Die Impfbereitschaft sei erfreulich hoch, wird Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP) in der Mitteilung zitiert. In den kommenden Wochen soll in diesem Tempo weiter geimpft werden.

  • 15.44 Uhr 
    Moskau verschärft nach vielen neuen Fällen die Kontrollen

    Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen. Ausserdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Spitäler für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Zuletzt waren in Europas grösster Metropole mehr als 4100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden – so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. In ganz Russland zählten die Behörden mehr als 10'400 neue Fälle und damit einen Höchststand seit Mitte März bei einer wahrscheinlich hohen Dunkelziffer.

    Sobjanin warb einmal mehr für die Impfung, der viele Moskauer weiterhin skeptisch gegenüberstehen. In der 12-Millionen-Einwohner-Stadt haben sich jüngsten Zahlen zufolge erst rund 12,5 Prozent der Menschen immunisieren lassen. Seit Monaten gibt es im öffentlichen Leben kaum noch Beschränkungen. Unter anderem Restaurants, Bars und Theater haben geöffnet. Ab sofort soll etwa verstärkt überprüft werden, ob die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und ob Unternehmen Hygieneregeln einhalten.

    Zu Beginn der Pandemie scannt ein Beamter im Januar 2020 am Moskauer Flughafen die Körpertemperatur von Passagieren: Wegen steigender Fallzahlen werden in der russischen Hauptstadt nun die Kontrollen wieder verschärft. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 14.30 Uhr
    US-Apotheker muss wegen Manipulation von Impfdosen ins Gefängnis

    Ein Apotheker und Impfskeptiker im US-Gliedstaat Wisconsin hat Dosen des Corona-Impfstoffs Moderna verderben wollen – dafür muss er jetzt für drei Jahre ins Gefängnis. Zudem muss er seinem Arbeitgeber, einem Spital in der Ortschaft Grafton, Schadenersatz in Höhe von 83'800 Dollar (etwa 75'000 Franken) zahlen, wie das US-Justizministerium in Washington am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

    Der Mann unterbrach demnach die für den Impfstoff notwendige Kühlkette. Medienberichten zufolge mussten etwa 500 Dosen als Folge der Manipulation vernichtet werden.

    Der 46-Jährige hatte der Behörde zufolge im Dezember 2020 in zwei Nachtschichten in Folge an seinem Arbeitsplatz eine Box mit den Moderna-Dosen aus dem Kühlschrank genommen und erst nach mehreren Stunden wieder zurückgestellt. Damit seien 57 Menschen anschliessend geimpft worden, bevor die Manipulation des Apothekers bekannt geworden sei, hiess es weiter. Der Mann habe das Risiko «rücksichtslos missachtet», dass Menschen dadurch der Gefahr von Tod und Körperverletzung ausgesetzt werden könnten.

  • 13.53 Uhr
    Belgien macht Kneipen und Kinos wieder auf

    Kneipen, Kinos, Fitnessstudios: Belgien hat dank abnehmender Infektionszahlen am Mittwoch die Corona-Regeln deutlich gelockert. So sind in dem von der Pandemie zeitweise hart getroffenen Land ab sofort neben Terrassen auch die Innenräume von Restaurants geöffnet, aber nur an Vierertischen und mit Hygieneauflagen. Zuhause darf man ebenfalls vier Personen empfangen.

    Neben Sporteinrichtungen dürfen auch Kinos den Betrieb wieder aufnehmen, kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 200 Menschen sind mit Sicherheitsregeln drinnen wieder möglich. In Brüssel entfällt die allgemeine Maskenpflicht draussen – sie gilt allerdings weiter an besonders belebten Orten sowie in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Arbeitnehmer dürfen nun wieder einen Tag die Woche ins Büro, für den Rest der Zeit ist immer noch Heimarbeit Pflicht.

  • 13.30 Uhr
    BAG meldet 541 neue Fälle und sieben Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Mittwoch 541 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 22'200 Tests gemeldet worden. Sieben Personen sind an Folgen von Covid-19 gestorben, 32 wurden ins Spital eingewiesen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 89,96 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 28. 5. bei 0,75.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 69,90 Prozent. 11,60 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Bis Dienstagabend wurden insgesamt 3802 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 3768 an Geimpfte, 26 an Genesene und 8 an negativ Getestete. 3537 Zertifikate wurden allein am Dienstag ausgestellt

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus dominierte weiterhin die britische Variante (B.1.1.7) und stellte die südafrikanische (B.1.351) sowie die brasilianische (P.1) weit in den Schatten.

  • 12.33 Uhr
    Illegaler Drogenhandel in Pandemie zunehmend online

    Der illegale Drogenhandel in Europa hat sich während der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr weitgehend von den Strassen auf verschlüsselte Online-Plattformen verlagert. Das geht aus dem Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht hervor, der am Mittwoch vorgelegt wurde. Drogenkriminelle hätten sich Grenzschliessungen und Reisebeschränkungen zudem angepasst, indem sie statt auf eigene Kuriere auf kommerzielle Lieferdienste gesetzt hätten, um Drogen zu schmuggeln.

    Der Bericht der in Lissabon ansässigen Beobachtungsstelle wertet Daten aus den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie der Türkei und Norwegen aus. Die Verlagerung des illegalen Drogenhandels auf verschlüsselte Online-Plattformen im Pandemiejahr 2020 werfe die Frage auf, ob es eine langfristige Entwicklung zur «weiteren Digitalisierung» gebe, hiess es.

    Der illegale Drogenmarkt habe «dynamisch und adaptiv» auf die Covid-19-Restriktionen reagiert. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sagte zudem, besonderen Anlass zur Besorgnis gebe der Erfindungsreichtum von Drogenkriminellen, die in den beobachteten Ländern 46 neue Substanzen auf den Schwarzmarkt gebracht hätten.

  • 11.28 Uhr
    Viele Jugendliche sind Impfmuffel

    Die Impfbereitschaft der Schweizer Bevölkerung lässt nach. Es sei eine gewisse Sättigung eingetreten, sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey. Dies zeige sich daran, dass Impftermine längere Zeit offenbleiben. Einige Gemeinde würden bereits offensiv mit freien Impfterminen werben, berichtet SRF

    Die «Sättigung» sei laut «20 Minuten» besonders zu beobachten bei der Impfgruppe der 16- und 17-Jährigen.Laut Gundekar Giebel, Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion, sei «die Hälfte der Impftermine für diese Alterskategorie offen – und das seit Freitag».

    Von 20’000 Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren Kanton hätten sich 6000 online für eine Impfung registriert aber erst 2700 einen Termin vereinbart. Auch in anderen Kantonen haben sich bis zu 80 Prozent der Jugendlichen noch nicht um einen Termin bemüht.

    Impfung in Altdorf: Die Impfbegeisterung der Jugendlichen in der Schweiz ist nicht gross. (Symbolbild) 
    Bild:Keystone
  • 10.40 Uhr
    St. Gallen verschickt bereits die ersten Impfzertifikate

    Im Kanton St. Gallen können seit heute nationale Impfzertifikate beantragt werden. Auch die Auslieferung der ersten digitalen Impfzertifikate beginnt heute, wie der Kanton mitteilt.

    Dass es so schnell geht, läge daran, dass der Kanton seit Beginn der Impfkampagne auf ein eigenes IT-Impftool setzt. Diese sei unter der Leitung der Abteilung Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen entwickelt worden, weil die Lösung des Bundes nicht zeitig genug einsatzbereit war. Nun habe der Kanton sein Tool als einer der ersten um die nötige Schnittstelle zum Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) erweitern können.

    «Alle geimpften Personen, die sich mit ihrer E-Mail-Adresse auf www.wir-impfen.ch registriert haben und vollständig geimpft sind (zwei Impfungen oder positiv und eine Impfung), können über das Impf-Tool ab sofort mit wenigen Klicks ein Impfzertifikat beantragen», heisst es in einer Mittelung.  Ob und wann eine Auslieferung der Zertifikate in Papierform möglich sein wird, sei aktuell noch offen.

    Für das Ausstellen und Versenden der Impfzertifikate ist das BIT zuständig. Aufgrund der Produktionskapazität beim Bund erfolgt die Auslieferung gestaffelt.

  • 10.01 Uhr
    Andrew Lloyd Webber warnt vor längeren Massnahmen

    Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber hat seine Regierung davor gewarnt, die geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen aufzuschieben. «Wir werden sagen: ‹Kommt zum Theater und nehmt uns fest›», sagte der 73-Jährige dem «Telegraph» auf die Frage, was er tun werde, wenn die Lockerungen verschoben würden und er seine Theater nicht wieder bei voller Auslastung öffnen dürfe.

    In England ist für den 21. Juni laut Stufenplan der Regierung die Aufhebung der noch verbliebenen Corona-Beschränkungen geplant. Für viele Theater ist dieser Schritt bedeutsam, da es sich bei nur halber Auslastung - wie sie derzeit bereits erlaubt ist – für ihre Häuser nicht lohnt, Grossproduktionen auf die Bühne zu bringen. In London soll Lloyd Webbers neues Musical «Cinderella» Premiere feiern. Der Komponist warnte, bei weiteren Corona-Beschränkungen müsse er möglicherweise mehrere seiner Theater verkaufen.

    Wegen der rapiden Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante könnte der grosse Tag der Freiheit, auf den viele Menschen in England hinfiebern, verschoben werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in den vergangenen Wochen von sehr niedrigem Niveau wieder gestiegen und liegt aktuell bei rund 46.

  • 9.28 Uhr
    Ständerat will Hilfen für die Kultur Ende Jahr beenden

    Wie im Covid-19-Gesetz vorgesehen, sollen auch die Unterstützungsmassnahmen für die Kultur Ende des Jahres eingestellt werden. Der Ständerat hat am Mittwoch entschieden, für die Kultur keine Ausnahme zu machen.

    Der Nationalrat wollte die Massnahmen im Kulturbereich bis zum 30. April 2022 statt bis Ende Jahr verlängern. Das sei nicht sinnvoll, sagte Hannes Germann (SVP/SH) für die vorberatende Kommission. «Die Verlängerung bis April 2022 einzig für die Kultur ist nicht verständlich – auch anderen Branchen dürfte es dann noch schlecht gehen», ergänzte er. Bei der Kultur seien auch die Kantone in der Pflicht.

    Alle Massnahmen sollten Ende des Jahres beendet werden, sagte auch Finanzminister Ueli Maurer. «Die Ausnahme für die Kultur wäre ein Präjudiz für viele andere.» Der Ständerat schloss sich stillschweigend der Kommission und dem Bundesrat an. Bei allen anderen Differenzen folgte er dem Nationalrat.

  • 8.32 Uhr
    Neuer Ausbruch in Guangzhou

    In der chinesischen Millionenstadt Guangzhou wird der Lockdown nach Dutzenden Corona-Fällen noch einmal verschärft. Unter anderem müssten Kinos, Theater, Nachtclubs und andere Veranstaltungsorte ihre Innenräume schliessen, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Einige Viertel der Stadt im Süden Chinas wurden bereits komplett abgeriegelt, das Verlassen des Rests von Guangzhou und der umliegenden Provinz Guangdong ist nur in Ausnahmefällen möglich.

    Seit dem 21. Mai wurden mehr als 100 Corona-Infektionen in Guangzhou gemeldet, am Mittwoch waren es weitere acht. In China, wo die Pandemie 2020 ihren Ausgang genommen hatte, hat es in den vergangenen Monaten kaum Übertragungen des Virus innerhalb des Landes gegeben. Bei rund 1,4 Milliarden Einwohnern gab es nur 91'316 bestätigte Infektionen und 4636 Todesfälle.

    A student in full protective gear leaves after taking the college entrance exams in a special quarantined exam station for students who had close contacts with recent coronavirus cases in Guangzhou, China, on Monday, June 7, 2021. Residents of Guangzhou will not be able to leave unless they can show that it is absolutely necessary to do so, following an outbreak of COVID-19 that has sickened dozens of people in recent days. (AP Photo)
    Nach einem erneuten Ausbruch im chinesischen Guangzhou verlässt ein Student in voller Schutzausrüstung am 7. Juni ein Gebäude, in dem er einen Aufnahmetest absolviert hat. 
    Bild: Keystone
  • 07.50 Uhr
    Bund entwickelt Corona-Pass light

    Im Zuge der Pilotphase werden derzeit die ersten Covid-Zertifikate in der Schweiz ausgestellt. Der Bund hat unterdessen schon das nächste Projekt in Sachen Corona-Pass angestossen, wie der «Blick» berichtet. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) habe den Auftrag bekommen eine Art «Covid-Zertifikat light» zu entwickeln. Dieses abgespeckte Zertifikat solle nur im Inland Verwendung finden und weniger persönliche Daten umfassen, um einen Missbrauch durch Betrüger zu verhindern.

    Weil bestimmte Angaben – etwa ob jemand getestet, geimpft oder genesen sei – für einen Kontrolleur bei Grossanlässen in der Schweiz nicht relevant sind, würden diese also auch nicht im Light-Zertifikat erfasst. Anders sei es hingegen beim herkömmlichen Covid-Zertifikat, das bestimmte Daten enthalten müsse, weil andere Länder diese Angaben etwa bei der Einreise forderten.

    Un smartphone est visible a cote d'un visuel presentant un specimen de l'aspect du nouveau certificat Covid le vendredi 4 juin 2021 a Lausanne. Le Conseil federal presente aujourd'hui en conference de presse les details du certificat Covid. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Das Covid-Zertifkat soll eine abgespeckte Variante bekommen, die weniger persönliche Daten enthalten soll. Damit soll möglicher Datenmissbrauch in der Schweiz verhindert werden. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 7.10 Uhr 
    7-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter

    Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen in Deutschland ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 20,8 Fällen pro 100'000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 3254 Neuinfektionen sowie 107 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Mittwoch waren noch mehr als 4900 Neuinfektionen gezählt worden.

    Corona aktuell: Inzidenz sinkt auf 20,8

    Corona aktuell: Inzidenz sinkt auf 20,8

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor. Die Inzidenz sinkt weiter auf 20,8.

    09.06.2021

    Die 7-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 36,8. Der Wert ist ein wesentlicher Massstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

  • 6.15 Uhr
    Weitere Lockerungen in Frankreich

    In Frankreich treten heute weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Die abendliche Ausgangssperre wird etwa von 21:00 Uhr auf 23:00 Uhr nach hinten verschoben. Auch die Einreise nach Frankreich wird aus zahlreichen Ländern wie Deutschland erleichtert. Es reicht dann ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Zuvor war ein PCR-Test verpflichtend. Restaurants dürfen zudem ihre Innenräume mit einer Auslastung von 50 Prozent wieder öffnen.

    People enjoy a meal at a restaurant terrace Wednesday, May, 19, 2021 in Lille, northern France. Cafe and restaurant terraces reopened Wednesday after a six-month coronavirus shutdown. (AP Photo/Michel Spingler)
    In Lille geniessen die Menschen nach Lockdown-Lockerungen am 19. Mai 2021 die Möglichkeit, auf den Terrassen von Cafés und Restaurant zu sitzen.
    Bild: Keystone/AP Photo/Michel Spingler
  • 6 Uhr
    Olympische Spiele doch vor Zuschauern?

    Die Olympischen Spiele in Tokio könnten einem japanischen Medienbericht zufolge nun doch vor Zuschauern stattfinden, schreibt die «Tagesschau» des ZDF auf ihrer Webseite. Die Regierung in Japan und die Organisatoren der Spiele würden wegen sinkender Fallzahlen in Erwägung ziehen, einheimisches Publikum zuzulassen, berichte die Zeitung Asahi Shimbun. Wegen der Pandemie und ihrer Risiken sind ausländische Zuschauer bereits ausgeschlossen.

  • 5.30 Uhr
    SNB gegen breit verfügbares Zentralbanken-Digitalgeld 

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will weiterhin kein breit verfügbares Zentralbanken-Digitalgeld. Es sei die weitaus bessere Alternative, wenn die Nationalbank innerhalb des bestehenden Zahlungssystems Sofortzahlungen ermögliche, sagte SNB-Direktoriumsmitglied Andréa Maechler an einem Bankenanlass. Die Möglichkeit sofortiger Zahlungen werde heute von den Konsumenten erwartet, sagte Maechler. «Das hat sich während der Corona-Pandemie noch beschleunigt.» Tatsächlich dauert die Abwicklung einer Zahlung über das Swiss Interbank Clearing derzeit aber noch zwei Tage. Das gilt auch für Twint.

  • 5.01 Uhr
    Zweite Welle: 167 Corona-Fälle um den Mount Everest

    In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition. Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Nachrichtenagentur dpa. Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

  • 4 Uhr
    Sommerfestival der Berlinale beginnt

    In Berlin beginnt die Sommerausgabe der Internationalen Filmfestspiele. Eröffnet wird die Berlinale heute Abend (21:30 Uhr) mit dem Justizdrama «Der Mauretanier». Jodie Foster spielt darin eine Anwältin, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 einem Gefangenen in Guantanamo hilft.

    Wegen der Pandemie war die Berlinale geteilt worden. Im März konnten Fachleute Filme online schauen, nun sind Open-Air-Vorführungen fürs Publikum geplant. Gezeigt werden Filme in mehreren Freiluftkinos der Stadt, rund 60'000 Tickets wurden angeboten.

    Eröffnet wird das Festival auf der Museumsinsel. Dort wurde eigens ein Freiluftkino aufgebaut, rund 450 Gäste werden am Abend erwartet. Darunter sind laut Gästeliste Schauspieler wie Iris Berben, Ulrich Matthes und Natalia Wörner. US-Star Foster kommt nicht.

  • 2.43 Uhr
    Biden verfehlt wohl Ziel für Impfungen bis 4. Juli

    US-Präsident Joe Biden wird voraussichtlich sein Ziel verfehlen, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent der Amerikaner zumindest eine Erstimpfung gegen das Coronavirus bekommen haben. Bisher haben 14 US-Staaten den Prozentsatz von 70 unter erwachsenen Bewohnern erzielt. Rund ein Dutzend weiterer Staaten wird die Marke wahrscheinlich bis zum Termin erreichen. Es gibt aber zwischen einzelnen US-Staaten erhebliche Unterschiede.

    Der einflussreichste Experte für ansteckende Krankheiten in den USA, Anthony Fauci, sagte am Dienstag zu Reportern, er hoffe noch, die Zielvorgabe zu erreichen. Staaten würden aufgefordert, ihre Bemühungen in den kommenden Monaten zu verstärken. Es sei wichtig, dass mehr Menschen geimpft würden, um möglicherweise gefährliche Virusvarianten zu bekämpfen.

    Impfstoffe sind weniger effektiv gegen die als Delta bekannte Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde, wenn Menschen nur eine statt zwei nötigen Impfungen bekommen haben. Die Variante scheint leichter übertragbar und tödlicher zu sein.

    Das Weisse Haus hat eine einmonatige Kampagne gestartet, um zu mehr Impfungen im Land beizutragen. Damit das Ziel von 70 Prozent erreicht wird, müssten in den nächsten vier Wochen rund 15,5 Millionen ungeimpfte Erwachsene in den USA mindestens eine Dosis gegen das Coronavirus bekommen. Das Tempo der Neuimpfungen ist aber zurückgegangen. Pro Tag werden inzwischen weniger als 400'000 Menschen geimpft. Vor zwei Monaten waren es knapp zwei Millionen.