Tat in Vernier GEFrau wegen Mord an Ehemann zu langer Gefängnisstrafe verurteilt
SDA
21.11.2025 - 21:03
Das Genfer Gericht hat am Freitag sein Urteil verkündet (Archivbild).
sda
Eine Frau, die ihren Ehemann vor vier Jahren in Vernier GE mit einer Schusswaffe getötet hat, muss 15 Jahre ins Gefängnis. Das Genfer Strafgericht stufte die Tat als Mord ein.
Keystone-SDA
21.11.2025, 21:03
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
Unter Tränen nahm eine Frau im Gericht von Genf das Urteil entgegen: 15 Jahre Haft wegen Mord.
Die Frau hatte ihren Mann am 29. Dezember 2021 unbemerkt verfolgt und aus nächster Nähe in den Rücken geschossen.
Motiv soll die Angst vor dem Verlust der Kontrolle über den Mann gewesen sein.
Das Strafgericht in Genf stufte die Tat als Mord ein. Jetzt muss eine Frau, die ihren Ehemann vor vier Jahren in Vernier GE mit einer Schusswaffe getötet hat, 15 Jahre ins Gefängnis.
«Die Angeklagte hat stets behauptet, keinen Grund gehabt zu haben, ihren Mann zu töten», sagte die Präsidentin des Strafgerichts, Katerina Figurek Ernst bei der Urteilsverkündung am Freitag.
Ein egoistisches Motiv
Zudem wies sie auf die widersprüchlichen Aussagen der Angeklagten hin. Tatsächlich habe sie ihn lieber getötet, als die Kontrolle zu verlieren – ein nichtiger Beweggrund und ein egoistisches Motiv, fuhr die Gerichtspräsidentin fort. Die Angeklagte wiederholte ihrerseits unter Tränen im Gerichtssaal, dass dies nicht zutreffe.
Auch wenn die Tat nicht vorsätzlich geplant gewesen sei, spreche der «besonders feige und abscheuliche» Art des Vorgehens für eine gewisse Vorüberlegung, urteilte das Gericht.
Am Rhone-Ufer verblutet
Die Angeklagte war am 29. Dezember 2021 gegen 21.50 Uhr ihrem Mann unbemerkt gefolgt und hatte aus nächster Nähe einen Schuss in seinen Rücken abgegeben. Sie liess ihn am Rhone-Ufer verbluten und verwischte die Spuren.